Richard Rogler

Der geborene Franke (in Selb, nicht weit „vom Fernwehpark“) und Wahlkölner RICHARD ROGLER gilt als einer der Großmeister des deutschen Kabaretts.

RICHARD ROGLER wurde zweifach mit dem Deutschen Kleinkunstpreis dekoriert, erhielt den Deutschen Kabarett-Preis, den Grimme-Preis, den TeleStar und wurde mit dem Oscar für deutschsprachige Kabarettisten geehrt. Und er ist Professor an der Universität der Künste. Deshalb wundert es kaum, dass er als erster Honorarprofessor in Deutschland für das Fach „Kabarett“ an der Berliner Universität für Künste lehrt.

Der Vollblut Kabarettist steht seit nunmehr fasst 40 Jahren auf der Bühne des politischen Kabaretts, begeisterte sein Publikum bislang mit sieben Soloprogrammen. Fürs Fernsehen arbeitete RICHARD ROGLER seit 1988 in den eigenen Shows „Mitternachtspitzen“ (1988-91 WDR), „Nachtschlag“ (1992-94 ARD), „Roglers Freiheit“ (1997-2001 3sat) und trat als regelmäßiger Gast bei Dieter Hildebrandt in „Scheibenwischer“ sowie bei „Strathmanns“ (WDR) auf.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 9. Dezember 2009.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen RICHARD ROGLER im Rosenthal Theater in Selb.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von RICHARD ROGLER in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

PATE der Schule „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

RICHARD ROGLER und KLAUS BEER verbindet etwas gemeinsames. Beide sind PATEN Wunsiedler Schulen, die sich mit ihrer Aktion „Schule ohne Rassimsu – Schule mit Courage“ aktiv gegen rechte Gewalt und diskriminierende Äußerungen an ihrer Schule engagieren und ein Zeichen setzen für ein gemeinsames Leben mit Menschen aus anderen Kulturkreisen.

Die Sigmund-Wann Realschule wählte MICHAEL LERCHENBERG als ihren Paten und die Schule 9c der Jean-Paul Hauptschule hatte sich Filmemacher und Fernwehpark Initiator KLAUS BEER zu ihrem Paten gewünscht.

Die Wirtschaftsschule entschied sich für den zwölffachen Paralympics-Gewinner GERD SCHÖNFELDER , der die vier Medaillen bei den Paralympics in Turin zu seinen größten Erfolgen zählt.

Und das Luisenburg Gymnasium hatte den bekannten Kabarettisten RICHARD ROGLER als Paten auserkoren.

PATE Klaus Beer bei seiner Ansprache – in diesem Augenblick war ihm bereits klar: „Auch Michael Lerchenberg, Gerd Schönfelder und Richard Rogler werden eines Tages Einzug halten in den Fernweh-Park. Sie werden für ihre Erfolge geehrt und gleichzeitig gebeten mitzuhelfen, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und die Ideologie des Fernweh-Parks, dessen Friedensidee, um die ganze Welt zu tragen.

Unser Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler und Ihre PATEN, von links KLAUS BEER, MICHAEL SCHÖNFELDER und MICHAEL LERCHENBERG. Leider war RICHARD ROGLER an diesem Tag verhindert, nach Wunsiedel zu kommen.

Die STAR-SCHILD Signierung

So wurde vor fast zwei Jahren schon der erste Kontakt zu Richard Rogler hergestellt und man vereinbarte die Durchführung seiner Aufnahme bei einem seiner Auftritte in Oberfranken durchzuführen.

Als Klaus Beer erfuhr, dass Rogler am 28. November im Rosenthal Theater auftritt, wurde die Ehrung noch einmal aktuell angegangen. Man telefonierte und mailte und Richard Rogler schickte Klaus im Vorfeld einen tollen DVD-Film, in dem unter dem Titel „Rente aushalten“ ein Klasse Porträt über den Kabarettisten gezeichnet wurde. Weiter lag der Sendung ein Schild bei, das den Titel „Freiheit aushalten“ trug.

Dann endlich ist es soweit. Klaus und Erika Beer, die in Vertretung des Fernwehpark Star-Fotografen heute die Ehrung dokumentiert, treffen Richard Rogler vor der Vorstellung in der Künstlergarderobe.

Auf der Suche nach der richtigen Location

Klaus ist wie bei jeder Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“ vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

In der geräumigen Künstlergarderobe findet er das gewünschte und bereitet schon einmal alles vor, damit dann, wenn der Künstler kommt, sofort mit der Ehrung begonnen werden kann. Die Begrüßung ist herzlich, hat man sich doch schon gegenseitig seit längerer Zeit immer mal wieder im Hinterkopf bewegt und nun steht man sich endlich persönlich gegenüber.

Klaus Beer erklärt anhand des Fernwehpark Prospekts noch einmal einige Besonderheiten, doch Richard Rogler weiß natürlich über die Ideologie und Botschaft des völkerverbindenden Friedensprojekts schon Bescheid. Denn er würde sich natürlich, wie auch bislang über 300 weitere Prominente, nicht an einer Sache beteiligen, hinter der er nicht mit dem Herzen stehen könnte. Und der Fernweh-Park ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit.

Die STAR-SCHILD Signierung – Richard Rogler im Merhfachpack

Mit Schwung signiert der Kabarettist dann sein Star-Schild, mit dem er die Besucher des Fernweh-Parks grüßt. Natürlich hat Klaus auch das kleine gelbe Aluminiumschild „Freiheit aushalten“ mitgebracht, das Richard Rogler ihm zugeschickt hat und bittet ihn, auch dieses zu signieren. Dabei macht Erika Fotos.

In der Bildbearbeitung später ist Klaus von dieser Aufnahme begeistert. We oft ist Richard Rogler wohl auf diesem einen Bild zu sehen? Raten Sie mal. (Auflösung nach den Konzertfotos)

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Dieser Stimmungsbericht soll die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit ELKE SOMMER und aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ – Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so etwas vonstatten geht, bitte sehr… Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen. Dann sind Sie hautnah mit dabei!

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

… und am Schluß gibt`s, wie bei so manchen anderen Starstories auch, noch einige Stimmungsbilder von seinem Auftritt.

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen…

Da Richard Rogler wissen möchte, welche Kraft er aufwenden muß, damit sich die Konturen seiner Hände auch wirklich gut im Ton abzeichnen, soll das Klaus am besten einmal aufzeigen. Und so drückt dieser einmal kurz, aber fest auf seine Hand.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Richard Rogler die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Richard Rogler natürlich gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ Richard Rogler seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 400 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurück blicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Lob an die Fotografin

Erika hat ihre Sache gut gemacht. Klaus, der bei Fotoaufnahmen immer sehr kritisch ist und dem man kaum etwas richtig machen kann, bescheinigt seiner Frau, die sonst Startreffs meidet, Naturtalent in Sachen Pressefotografie. Sie hat alle Posen, die während eines Shooting abgearbeitet werden müssen, um genügend Material für dies Stimmungsstories zur Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“ zu erhalten, in hervorragender Weise ins Bild gesetzt. Für Klaus gibt es absolut nichts zu meckern.

Da man das signierte Star-Schild für den Fernwehpark ja wieder entführt und die Stars sozusagen mit leeren Händen verabschiedet werden müssen, kam vor einiger Zeit die Idee auf, das Star-Schild en miniature anzufertigen und dem Künstler als kleine Erinnerung mitzugeben. Klaus schmunzelnd: „Sonst bekommen sie immer einen Bambi, eine Goldene Kamera, eine Goldene Henne, in unserem Fall nun eben ihr Starschild in Klein, dass sie sich auf den Schreibtisch stellen können…“

Die Fernweh-Frage

Ab und zu stellt Klaus Beer den Stars auch die „Fernweh-Frage“: „Was fällt Ihnen bei dem Wort „Fernweh“ ein? Gibt es ein Land, das Sie sofort damit in Verbindung bringen oder wo Sie unbedingt einmal hin wollten, vielleicht auch eine Stadt?“

Die Antwort, die Richard Rogler am Schminktisch in der Garderobe gibt, ist einfach, denn der Kabarettist – reist NICHT gern. „Ich bin kein Reiser“, sagt er, und weiter gibt es nicht mehr viel zu sagen zu diesem Thema, außer: „Afrika, da würde ich gerne mal hinfahren.“

Klaus Beer versucht, als absoluter Amerikafan, dann doch noch einen Vorstoß in Sachen „Fernweh“ und fragt, ob er denn schon mal in Amerika gewesen wäre. Rogler verneint – und Klaus Beer sieht hier ein großes „Missionsfeld“… Klaus: „Einfach mal auf die TERRA FILM Homepage gucken, vielleicht können die dort eingestellten Bilder ein bisschen Fernweh aus Ihnen heraus kitzeln…“, sagt er.

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ fragt Klaus Beer die Stars oft noch,  ob Sie nicht auch das Fernwehpark Star-Mobil signieren würden. Dieses ist ein Blickfang. Das Fahrzeug ist über und über mit Autogrammen übersät. Denn immer, wenn sich ein Star in der Nähe des Autos aufhielt, bat ihn Klaus Beer, darauf zu unterschreiben.

So sind Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs mit Unterschriften verziert. Da fast kein freier Platz mehr zu finden ist, geht es bereits auf dem Dach weiter. Richard Rogler findet hier neben den mit zuletzt geehrten Stars, der Olympiasiegern Rosi Mittermaier (Ski) und Ole Bischof (Judo) einen noch freien Platz. Und freut sich, dort mit signieren zu dürfen, denn zu Sport hat er eine ganz persönliche Beziehung.

Das Ganze hat aber mit dem Fernweh-Park selbst nichts zu tun. Das macht Klaus ganz privat für sich. Wenn sich also jemand ein Autogramm auf ein T-Shirt oder Handyhülle geben lässt, so hält halt Klaus sein Auto, oder zumindest ein Teil davon, zum Signieren bereit. Just for Fun. Gedacht aber auch als Leihgabe für das geplante Star-Museum, wo neben den Star-Handprints diverse persönliche Gegenstände von Stars – und eben die mit Unterschriften übersäten Kühlerhauben, Kotflügel oder Autotüren ausgestellt werden sollen. Kaum zu glauben, welche Dimenson die erste Unterschrift von Frank Elstner auf weißem Autolack im Jahre 2003 angenommen hat…

Klaus Beer: „Wenn das Wetter besser gewesen wäre, hätte man die Aktion auch direkt im Fernwehpark machen können, der nur einen Katzensprung von Selb entfernt liegt“.  Schon 1967 war Rogler in Hof bei einem Sportfest, bei dem er aktiv mitwirkte. Im Weitsprung. Sein Sprungrekord lag damals bei 7,03 Meter. Er hat Sport studiert, war selbst begeisterter Leichtathlet, wollte sogar Olympiasieger werden. Heute ist er der Meister des bissigen Wortes, Uhrgestein des Deutschen Kabaretts, verdient sich dort sein „Gold“ – und kann zumindest seine Unterschrift jetzt zu zwei echten Olympiasiegern setzen…

„Stimmung“: Richard Rogler im Heimspiel

Dann ist „Stimmung“ angesagt. So der Titel seines neuen Programms, mit dem er, sozusagen im Heimspiel, SEIN PUBLIKUM im Rosenthal-Theater Selb begeistert.

„Willkommen daheim, Richard“: So wird Rogler, per Transparent vom Rang herab, im schon lange ausverkauften Haus begrüßt. Denn 60 Jahre und ein paar Wochen ist es her, dass er hier in Selb geboren wurde. Klaus Beer hat ihn vorher noch in der Garderobe gefragt, wo er am liebsten spielt, vor fremden Menschen oder wie hier in seiner Heimatstadt. Rogler sagte: „Lieber vor Fremden, die kennen mich nicht so. Hier muss ich mich noch mehr anstrengen, aber hier wird mir auch mehr verziehen.“

„Das regt mich auf“, stößt er einmal hervor. Und genau so, im Zustand der Erregung und des Zorns, lieben wir ihn – scharf und bissig und doch hinreißend komisch zugleich“ – das schreibt die FRANKENPOST über ihn, über sein Programm an diesem Abend, das erst vor wenigen Wochen in Köln Premiere feierte.

Hier einige Bildimpressionen, die Klaus Beer in den ersten drei Minuten seines Auftritts „schoss“. Klaus: „Richard Rogler ist toll zu fotografieren. Er hat einen Charakterkopf, ein Gesicht, das am besten in Schwarz/Weiß Fotografie zur Geltung kommt“.

Drei Minuten hatte er, dann herrscht Fotografierverbot. Hat man sich doch vorher in der Garderobe auch darüber unterhalten. Rogler erzählte, dass sich doch glatt einmal einer hinter ihm auf die Bühne geschlichen hat und neben seinem Kopf vorbei seine Bilder Richtung Publikum schoss. Die Zuschauer wurden dadurch natürlich von dem Vortrag abgelenkt. Und auch für den Künstler bedeutet so etwas eine enorme Störung seiner Konzentration. Gerade dann, wenn es sich um einen Wort-Vortrag handelt.

Doch Klaus Beer weiß, nach bislang über 300 Stars und der damit verbundenen Konzert- und Veranstaltungsfotografie, wie man sich da zu benehmen hat – weiß aber auch als Fotograf, dass gerade solche Bilder Fotojournalisten und Zeitungsredakteure brauchen und lieben: Den Künstler angeschnitten und dann der Rest des Bildes gefüllt mit dem Publikum, das an seinen Lippen hängt. Besonders bei Konzerten, mit hoch gehobenen Händen, ergibt Klasse Bilder. Klaus steht da schon auf der Seite der Fotografen. „Doch das wird bei uns, spontan,  nie passieren“, sagt er, „wir wollen ja schließlich bei all unseren Künstlern in guter Erinnerung bleiben, würde ja sonst negativ auf unser Friedensprojekt zurückfallen. Und das darf natürlich in keiner Weise sein. Wenn wir mal solche Bilder machen, dann nur in Absprache mit dem Management des Künstlers oder des Tourveranstalters.“  

Und so verschwindet Klaus nach drei Minuten shootens wieder brav auf seinem Sitzplatz und läßt sich mit seiner Frau Erika zwei Stunden lang von dem Kabarett-Professor köstlich amüsieren. Eine Frage blieb dabei aber offen „Wie kann sich ein Mensch das alles merken?“. Ein beeindruckender, fantastischer Abend! Erika und Klaus Beer fuhren in wirklich guter STIMMUNG“ von Selb zurück nach Hof. (Auflösung des Rätsels: Das Porträt von R.R. ist insgesamt 7 x zu sehen)

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit RICHARD ROGLER zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von RICHARD ROGLER, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos Ehrung: Erika Beer

Fotos Bühne: Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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