Höchste Auszeichnung des Fernweh-Parks: STAR-STERN Verleihung an Peter Maffay

Am 13. September 2019 wurde der 8. Star-Stern an eine berühmte Persönlichkeit vergeben. An den Rocksänger PETER MAFFAY. Die Ehrung fand im Beisein von Presse, TV, Hörfunk und geladenen Gästen statt. Die Showbühne des Amphitheaters im Neuen Fernweh-Park des Marktes Oberkotzau wurde dabei zum Red Carpet – man schaute in eine Meer von Kameras…

PETER MAFFAY, Sohn einer siebenbürgisch-sächsischen Mutter und eines ungarndeutschen Vaters, lernte schon als Kind was es heißt, unfrei zu sein. Er wuchs in einem diktatorischen Staat auf, in dem Meinungsfreiheit nichts galt. Das schien ihn geprägt zu haben – worauf letztendlich sein großes Engagement für andere Menschen, Respekt und Toleranz, zurückzuführen scheint…

Er wanderte am 23. August 1963 mit seinen Eltern aus dem rumänischen Brasov nach Waldkreiburg in Bayern aus. 1964 gründete Peter Maffay seine erste Band. Am 15. Januar 1970 veröffentlichte er seine erste Single mit dem Titel DU“. Was folgt, ist eine unglaubliche Karriere und Erfolgsgeschichte. Seine Alben verkauften sich millionenfach. 18 seiner Alben erreichten Platz eins in den Album-Charts, die höchste Anzahl eines Künstlers in Deutschland. Insgesamt verkaufte Peter Maffay knapp 50 Millionen Tonträger. Auf seinen Tourneen wurde er zum Teil von über 700.000 Besucher pro Tour umjubelt.

Am 29. August 2019 feierte Peter Maffay seinen 70. Geburtstag und sein zugleich 50. jähriges Bühnenjubiläum. Das Konzert und Feier mit vielen Fans in Berlin wurde live in einige Kinosäle übertragen. Sein dazu herausgekommenens 19. Album „Jetzt“ erklomm bereits nach wenigen Tage Platz 1 der offiziellen Deutschen Album-Charts.

Peter Maffay ist in der Friedensbewegung aktiv und gab 2005 ein Konzert bei den deutschen ISAF-Truppen in Afghanistan. Und er nahm Flüchtlinge aus diesem Land auf seinem Bauernhof auf. Auch ist er u.a. Botschafter der UN-Dekade, um mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf unserer Erde zu sensibilisieren.

Neben der Rockmusik kreierte Peter Maffay mit der Tabaluga -Reihe ein Märchen, das sechs Alben umfasst. Seit den 1990er Jahren begeisterte das dazugehörige Musical als Tourneetheater. Außerdem wurden 78 Zeichentrickfolgen dazu produziert. 2015 erschien das bisher letzte Album „Tabaluga – Es lebe die Freundschaft“. Im Dezember 2019 kam „Tabaluga – der Film“ in die deutschen Kinos. Die Biografie seines erfolgreichen Künstlerlebens würde diese Kurzfassung sprengen, zudem soll es hier ausnahmsweise einmal nicht über seine musikalischen Erfolge gehen, sondern um seine große Hilfe am Nächsten, sprich: Peter Maffay stellt durch seine Stiftungen Gelder und sich selbst für soziale Projekte zur Verfügung.

Im Laufe seiner Karriere wurde Peter Maffay mit Preisen und Auszeichnungen nahezu überschüttet. Diese hier alle aufzuführen, ist nicht möglich, nur soviel:  mehrere Bravo Otto, Echo, Goldene Kamera, mehrere Bambi, Goldene Henne, mehrere Deutsche Schallplattenpreise, Fred-Jay-Preis, Steiger Award, World Music Award, Goldene Stimmgabel, Bayerischer Verdienstorden, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, Bayerische Verdienstmedaille… Nun kam neben seiner Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Friedensprojekts „Fernweh-Park“ auch ein Star-Stern auf dem dortigen „Boulevard der Humanität“ dazu.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Am 14. Juni 2001 wurde Peter Maffay mit einem STAR-SCHILD und seinen HANABDRÜCKEN in Ton in die „Signs of Fame“ des völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernweh-Park“ aufgenommen.

Am 13. September 2019 wurde Peter Maffay zusätzlich einen STAR-STERN auf dem „Boulevard der Humanität“ verliehen.

STAR-STERNE, ähnlich des weltberühmten „Walk of Fame“ in Los Angeles / Hollywood, werden an Prominente vergeben, die sich in besonderer Weise für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt engagieren oder sich karitativ betätigen und zur Erhaltung der Lebensräume, Umwelt, auf unserer Erde stark machen – also zum Wohle des Menschen und dessen Lebensräume wirken.

Deshalb wird der Starwalk im Fernweh-Park entsprechend der Grundlage zum Erhalt dieser Auszeichnung „Boulevard der Humanität“ genannt. Im Gegensatz zur allgemeinen Aufnahme in die „Signs of Fame“, bei der die Ehrung auch ausserhalb durchgeführt werden kann, findet eine STAR-STERN Verleihung ausschließlich im Fernweh-Park statt. Dazu wird die zu ehrende Persönlichkeiten auf den Roten Teppich eingeladen, wo im Beisein der Medien der STAR-STERN enthüllt wird.

Auf Grund seines unermüdlichen Einsatzes zur humanitären Hilfe am Nächsten, hier speziell für Ihre Arbeit an seinen Kinderhilfsprojekten PETER MAFFAY STIFTUNG und TABALUGA KINDERSTIFTUNG, wird Peter Maffay ein Star-Stern auf dem „Boulevard der Humanität“ des völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernweh-Park“ verliehen. 

Die PETER MAFFAY STIFTUNG und die TABALUGA-KINDERSTIFTUNG

Peter Maffay zu seinem Antrieb, Kindern und Jugendlichen zu helfen: „Kinder haben es nicht in der Hand, in welche Lebensumstände sie hineingeboren werden. Wir helfen Kindern, die in Not geraten sind. (Zitat „Tabaluga Kinderstiftung“).

Die Peter Maffay Stiftung und die Tabaluga Kinderstiftung sind eigenständig arbeitende rechtsfähige Stiftungen, die seit Mitte der 90er Jahre freundschaftlich miteinander kooperieren. Die Tabaluga Kinder genießen die Ferienangebote der Peter Maffay Stiftung auf Mallorca und in Rumänien.

In den Tabalugahäusern der PETER MAFFAY STIFTUNG finden Hilfe: traumatisierte mit sozialen Problemen, mit Gewalterfahrung, mit Trauerproblematik sowie chronisch schwer erkrankte und/oder behinderte Kinder und Jugendliche. Zum Teil Familienstellen oder Kinder/Jugendliche mit ihren Geschwistern und Eltern, die der humanitären Hilfe bedürfen, z. B. Kinder aus Krisenregionen.

All diese Menschen können im Rahmen eines so genannten Erlebnisaufenthaltes Kraft schöpfen, entspannen und sich erholen. Sie sind eingeladen durch Arbeit mit und in der Natur, auf landwirtschaftlichen Anwesen zum Teil mit Tieren und zum Teil bio- oder ökologischer Bewirtschaftung im: TABALUGAHAUS Pollença Finca Ca’n Llompart/Mallorca (Spanien), TABALUGAHAUS Radeln/Rumänien, TABALUGAHAUS am Maisinger See/Deutschland, und TABALUGAHAUS Gut Dietlhofen.

Peter Maffay ist ferner Namensgeber und Schirmherr der TABALUGA Kinderstiftung. Durch diese wird Kindern umfassende Hilfe und Betreuung zuteil, bei schwerer Krankheit, Verlust des Elternhauses, dramatische familiäre Krisen aber auch bei körperlichem oder sexuellem Missbrauch. Kinder, die nicht mehr in ihren Herkunftsfamilien leben können, wachsen in familienähnlichen Wohngruppen in den Kinderhäusern in Tutzing, Schongau und Peißenberg auf, in einer zuverlässigen und emotional sicheren Umgebung. Warmherzige und verlässliche Betreuer sind Voraussetzung, damit sich die der Tabaluga Kinderstifung anvertrauten Kinder und Jugendliche psychisch stabilisieren und ihre Persönlichkeit entwickeln können. Infos unter www.petermaffaystiftung.de bzw. www.tabalugakinderstiftung.de

STIMMUNGSBERICHT über die STAR-STERN Verleihung an PETER MAFFAY  sowie seine NEUEN Handabdrücke in Ton mit BILDERSTRECKE und Video. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen.)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild und die Star-Sterne auf dem „Boulevard der Humanität“ entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen – in diesem Fall der größten Auszeichnung, die das Friedensprojekt zu vergeben hat – der Verleihung eines STAR-STERNS.

Am 13. September  2019 war es endlich soweit. Freitag, der 13 – ein Glückstag. Denn Klaus Beer ist nicht abergläubisch. 18 Jahre nach seiner Aufnahme in die „Signs of Fame“ besucht Peter Maffay persönlich den Neuen Fernweh-Park im Markt Oberkotzau. Auf ihn wartet ein STAR-STERN, der in seiner Art dem des letzten Star-Stern-Würdenträgers Henry Maske entspricht und ein bischen wie Hollywood aussieht. Doch diese Star-Stern Verleihung ist nicht nur Glimmer und Glamour wie in L.A. Mit der Vergabe dieses Sterns verneigt sich der „Fernweh-Park“ für das große Engagement einer großen Persönlichkeit zur Hilfe am Nächsten.

Blauer Finger und glänzender Stern

Schon um 8.00 Uhr war man im Fernweh-Park zugange. Erika und Klaus Beer trafen die Vorbereitungen zu einem großen Tag. Viele Medien hatten sich akkreditiert: BR, RTL, TVO, lokale und überregionale Presse. Da musste alles vorher stehen, denn Klaus muss um 10.30 Uhr weg. Peter Maffay abholen. Auch zwei tüchtige Männer vom Bauhof Oberkotzau sind schon da. Bringen die Mikrofonanlage für die Begrüßungsreden und das Lautadio und Sitzkissen für die geladenen Gäste. Denn laut Management dürfen neben den Medienvertretern nur die Chefs des Rathauses, Marktgemeinderäte, Fernwehpark Vereinsmitglieder und Sponsoren des Fernweh-Parks anwesend sein. Und Schülerinnen und Schüler, die sich „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ auf die Fahne geschrieben haben.

Klaus plaziert das schwere Eisengestell für den Stern genaut dort auf der Showbühne, wo man den besten Blick auf die Panorma-Welt-Schilderkulisse hat. Dann hievtein Bauhofmitarbeiter und Klaus den 50 Kilo schweren Sein auf das Podest. „Autsch“, das war der Finger von Klaus. Künster sollen eben lieber auf den Auslöser einer Kamera drücken als einen schweren Stein anfassen… Dieser, nicht der Finger, wird mit etwas Wasser befeuchtet, dann kommt die Farbe des Gesteins besser zur Geltung. Darüber dann ein rotes Samttuch…

Daneben platziert Klaus die Stellage mit den neuen Star-Schild, das es zu signieren gilt. Und einen weiteren kleinen Tisch mit der Tonschale für die Handabdrücke. Denn Peter Maffay erhält heute alles neu. Wenn er schon mal da ist, das volle Programm. Denn damals, vor 18 Jahren, sieht man in dem Zement nur Fragmente seiner Hände. Und dazu einen Schweißtropfen, der sich bis heute im Beton eingebrannt hat. Ob dieser von dem Rockstar stammt oder von Klaus, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Eher wohl von Klaus der immer bedacht ist, dass alles reibungslos und zur vollen Zufriedenheit der geehrten Persönlichkeit abläuft.

Klaus schaut zum Himmel. Heute ist es bewölkt. Checkt zum unzähligsten Mal die Wetter-App. Von München bis Nürnberg Sonne, dann ein Wolkenschleier. Schade. Bei Sonne würden die Schilder im Hintergrund so schon leuchen. Aber es hat auch Vorteile. Es gibt keine harten Schatten. Die Bilder werden homogener. Dann gibt Klaus Anweisungen an ein Fernweh-Park Vereinsmitglied zwecks Akkrediterung der bald eintreffenden Fernsehteams und Pressefotografen. Checkt die Kameras. Denn bei Eintreffen der Fernsehleute ist Klaus diesmal nicht vor Ort. Er muss Peter abholen, ihn durch die Baustelle an der Frankenbrücke auf dem schnellsten Wege zum Fernweh-Park lotsen…

Warten auf Peter im Boxenstopp

Dann trifft das Management ein. Dieter und Julian Viering, die scchon einen Tag vorher angereist sind. Lagebesprechung vor Ort. Man geht die Strecke ab, die Peter gehen wird. Alles gut. Das Management ist zufrieden. Klaus stellt schon mal die Security vor, Herrn Russo mit Sicherheitsdame, die Klaus neben dem Fernweh-Park auch von der Freiheitshalle her kennt, wenn er dort Stars in die „Signs of Fame“ aufnahm. Und sie waren auch immer vor Ort, wenn im Fernweh-Park Star-Sterne vergeben wurden. Nachdem die Security weiß auf was alles zu achten ist – vor allem daß niemand in den Hintergrund läuft, der für Film- und Fotoaufnahmen freigehalten werden muss – beschließt das Management, mit Klaus schon mal in den Boxenstopp zu fahren, um bei einem Kaffee auf Peter zu warten, der aus Tutzing kommt, dem Sitz seines Managements, am Starnberger See.

„Wir sind noch 13 km von Hof entfernt“ heißt es nach einem Anruf dann bei Peter. Doch er kommt und kommt nicht. Erneute Anfrage. „Jetzt 8 km, sind gleich da…“ Klaus gibt das schon mal an Erika im Fernweh-Park weiter. Dieser verkündet es über Lautsprecher den Fernsehteams, Fotografen und Publikum. „Es wird ein klein wenig später. Denn Peter Maffay inspiziert erst noch die Baustellen in Hof“, sagt sie. Und das sind nicht wenige.

Augen auf: In Oberkotzau kann man die Stars auch ganz woanders treffen…

Damit es bei Ankunft dann fix weitergehen kann, setzt Julian Vierung schon mal sein Auto um. In Fahrtrichtung Fernweh-Park. Er steht jetzt beim Edeka Markt. Klaus muss schmunzeln. Letzthin, als der Schlagersänger G.G. Anderson mit seinem Musikproduzenten Gerd Jakobs im Fernweh-Park war, ging man hinterhin auf Kaffee und Kuchen in den „Netto“… Muss man ab sofort in Oberkotzau auch in den Einkaufsmärkten die Augen offenhalten? Denn auch dort könnte man neben dem Fernweh-Park die Stars treffen…

Dann ist er zu sehen. Es ist kein schwarzes Fahrzeug mit verdunkelten Scheiben, sondern ein roter Van. Peter Maffay kommt mit seinem privatem Auto. am Steuer sein Bodyguard. „Herr Beer steigt gleich bei Dir ein und lotst Dich in den Fernwehpark. Wir fahren hinterher“, sagt Dieter Viering über Handy. Als Peter kommt, kurzes „Hallo“, Klaus öffnet die hintere Türe und klettert über einen Kindersitz in das Fahrzeug. Es geht sofort weiter…

Auf der Fahrt in den Fernweh-Park fragt Klaus Peter, ob er sich noch an die Handabdruck-Aktion vor 18 Jahren erinnern kann. Peter kann. War damals eine harte Arbeit, da der Zement schon zu stark angezogen hatte. Auch die Haare von Peter waren damals sehr kurz. Man unterhält sich so angeregt, dass Klaus fast vergisst, dem Fahrer, der gleichzeitig sein Bodyguard ist, auf die Abzweigung rechts zur Frankenbrücke hinzuweisen. Schnell reisst dieser noch das Steuer herum. Man hat sich halt viel zu erzählen… „Dann nach der Frankenbrücke gleich wieder rechts, am Rathaus vorbei und vor dem Marktplatz scharf links. Dann immer geradeaus…“. Als man den Fernweh-Park erreicht traut Klaus seinen Augen nicht. Er sieht nur Köpfe im Amphitheater. „Wo kommen blos die vielen Leute her?“, sagt Klaus. „Wir haben doch auf Wunsch alle dichtgehalten.“

Man fährt an den beiden offiziellen Parkplätzen vorbei und stoppt bei hinteren Eingang in den Fernweh-Park. Dort wartet der 1. Bürgermeister Stefan Breuer – und schon schreitet man durch den schmalen Mittelgang hinein in den Fernweh-Park. Klaus hat eine seiner beiden GoPro Actioncam aus der Hosentasche geholt und filmt das Gehen Richtung Amphitheater. Dazwischen erklärt Klaus Peter schon mal dieses und jene Schild, zeigt auf Kim Fisher„bitte richte Kim doch heute Abend im Riverboat liebe Grüße von mir aus, sie hat erst vor kurzem in der Studiokulisse des Riverboat ihre Hände in Ton gedrückt…“ und zeigt nach rechts auf die Schildestraße Australia. „Auf den Ayers Rock bin ich auch schon mal raufgeklettert“ sagt Peter, „als man das noch durfte.“ Gerne hätte Klaus, der Weltenbummler und Filmemacher, noch etwas länger mit Peter über Australien geredet, war dieser doch auch mit der australischen Rockband Yothu Yindi zusammen. Er musste damals aber erst vierzehn Tage im Land sein, bevor er mit ihnen musizieren durfte. Riten der Aborigines, die eng mit Mutter Erde verwurzelt sind. Auch hätte Klaus ihn gern schnell noch zu den tollen „Route 66“ Schildern geführt, doch zwischen den Pfählen sieht man die vielen Leute im Amphitheater, die alle auf Peter warten…

Medienspektakel

Deshalb geht`s nun mit schnellen Schritten über den Roten Teppich Richtung Showbühne. Klaus ist froh, dass Peter Maffay überhaupt darauf läuft, denn er hat erfahren, dass er Rote Teppiche gar nicht mag. So bescheiden ist er. Als Peter dann das Amphitheater betritt, brandet Beifall auf. Sigi Obermüller kündigt über Mikrofon den großen Rockstar an. Peter ist sichtlich überrascht. „Großer Bahnhof, das hätte ich nicht erwartet“, sagt er. Denn nicht nur die Zuschauerreihen sind voll besetzt. Ihn erwartet auch eine lange Reihe von Medienvertretern. Fernsehkameras sind auf ihn gerichtet und viele Objektive von Pressefotografen. Mikrofongalgen staken in den Himmel über dem Fernweh-Park. Medienspektakel vom Feinsten wiedereinmal…

Es folgen offizielle Begrüßungsworte des 1. Bürgermeisters  und Kinder der kommunalen Kindertagungsstätte „Jutta-Gottlieb-Haus“ heißen Peter Maffay mit zwei Liedern herzlich willkommen. Das Ganze ist so herzerfrischend, dass Peter nach dem Ständchen spontan Shake Hands mit einem kleinen Jungen macht. Nach der Laudatio durch Fernweh-Park Initator Klaus Beer – Klaus hat die Single „Du“ mitgebracht – „… ich schenkte diese Schallplatte damals meiner Freundin Erika, heute meine Frau“ –  schreitet man zur offiziellen Enthüllung des Star-Sterns. Langsam zieht Klaus das rote Prokattuch zur Seite und ist darauf bedacht, dass dieses an den Ecken immer noch etwas den Stein bedeckt. Rot macht sich gut auf den Bildern. Klaus denkt immer in Bildern… Die Kameras laufen“ heiß“.  Peter Maffay spricht ergreifende Worte – langanhaltender Applaus.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ –  und Ehrengäste

Dann ist endlich der Part des Programms erreicht, in dem Klaus Beer die Schulklasse der Wunsiedler Jean-Paul Mittelschule „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf die Bühne bittet, die Klaus Beer und den Fernweh-Park vor einigen Jahren zum Paten ihres Schulprojekts gewählt haben. Die Praxisklasse, ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördertes Projekt, startete damit aktiv in das neue Schuljahr. „Schule ohne Rassismus“ ist ein Netzwerk von mittlerweile rund 2600 Schulen in Deutschland, die sich gegen jede Form von Diskriminierung wenden. Die Wunsiedler Jean-Paul-Mittelschule war eine der ersten Schulen, die sich diesem Netzwerk anschloss und damit ein deutliches Signal gegen Rassismus und Diskriminierung setzte.

Doch es sind nur noch wenige Kids, die Peter die Hand schütteln können. Da die Schüler aus vielen verschiedenen kleinen Ortschaften nach Wunsiedel kommen, müssen sie Punkt 13.00 Uhr wieder zurück sein. Denn der Schulbus wartet zur Rückfahrt in ihren Heimatort. Schade. Doch es war gut gemeint. Zwei Schüler dürfen bleiben, fahren mit den Lehern zurück. Diese sind selig. Dafür kommen Schüler und Schülerinnen aus Oberkotzau in den Genuß, zu Peter Maffay zu dürfen, die sich ebenfalls mit Ihrer Schule an dieser Aktion beteiligt haben und sich gegen Rassismus aussprechen.

Last not least macht Klaus Peter Maffay auf eine weißhaarige Dame im Publikum aufmerksam. Es ist Marianne Martin, die seit über 35 Jahre auf der Bühne  steht und in ihrer eigenen Fernsehsendung dreißig Jahre ihr Erzgebirge vorstellt. Sie ist heute extra mit Waltraud Raubold, der guten Fee des Fernweh-Parks und zugleich Star-Agentin der neuen Bundesländer, aus Chemnitz angereist. Maik Bohn, ein Fotojournalist, hat sie gefahren. Peter Maffay wartet nicht, bis Marianne Martin von ihrem Platz im Amphitheater die Stufen bis zur Showbühne hinter sich hat, er eilt ihr entgegen. „Darf ich Sie umarmen?“ fragt sie. Und sie darf. Und wie. Beide versehen sich auf Anhieb.

Dann bittet Klaus auch Günter Wetzel zu Peter auf die Bühne, der 1979 mit seiner Familie und einer weiteren die innerdeutsche Grenze mit einem Heißluftballon überwunden hat und dafür mit einem Star-Schild gewürdigt wurde. „Herr Wetzel hat einem furchtbaren Regime die Stirn geboten, wie auch Du das in Rumänien gemacht hast und heute noch Flagge zeigst bei Dingen, die man nicht so stehen lassen darf, wie auch der Fernweh-Park das tut“, sagt Klaus. „Erst vor kurzem war ich mit Günter in den Bavaria Filmstudios in München bei Michael Bully Herbig, der diese abenteuerliche Ballonflucht ja neu verfilmt hat“, sagt Klaus.

Hier Stimmungsbilder von der Verleihung des STAR-STERNs an Peter Maffay. Dieses Bildmaterial stammt von sieben verschiedenen Kameras, sprich über 4000 Fotos mussten angesehen, ausgewählt und bearbeitet werden. (Hinweis: Bitte klicken Sie auf die Bilder, um diese groß und in hochauflösender Bildqualtiät zu erleben. Mit den Pfeilen rechts und links können Sie wie durch ein Fotoalbum blättern…)

Peter Maffay betrachtet eingehend seinen Star-Stern und sagt: Lieber Klaus, vielen Dank, verehrte Gäste, es ist eine große Ehre, mit einem solchen Stern bedacht zu werden, und wie gesagt, ich finde es großartig dass es hier offensichtlich viele Menschen gibt, die ein großes Herz haben, die ein großes Interesse haben an einer solchen Haltung, wie Du sie dargestellt hast, die sich auch eindrucksvoll repräsentiert in diesem wunderschönen, sehr sehr symbolischen Park. Also wenn man in diesem Park drin steht, dann steht man eigentlich mitten drin in der Welt.“ Wie recht er hat…

 

Die Handabdruck-Aktion

Obwohl Peter Maffay bereits am 14. Juni 2001 in die „Signs of Fame“ aufgenommen wurde, erhält er heute ein neues Star-Schild und einen neuen Handabdruck. Diesmal anstelle Zement einen Spezialton. Also das volle Programm, wenn er schon mal hier ist. Wie der große Rockstar hollywoodlike seine Hände im Jahre 2001 und nun heute ein 2. Mal in Ton drückte, kann man hier sehen. Alles vertieft nachzulesen, wie das bei allen Stars hollywoodlike und actionreich so abläuft, nach diesen Bildern und den beiden Videos…

Kameras, Kameras, Kameras…

„Großer Bahnhof“ heute im Fernweh-Park. Gleich drei Fernsehteams sind da. Ein Team vom Bayerischen Rundfunk aus Nürnberg und ein Fernsehtam von RTL, das 350 Kilometer einfach, von München kommend, unter die Räder genommen hat, um für RTL „Exclusiv – Das Starmagazin“ zu berichten. Und natürlich der lokale TV-Sender „TVO“.  Zugleich hält eine weitere Kamerafrau der Frankenpost die Ehrung für ein Video fest. Daneben Pressefotografen und Redakteure der Frankenpost, vom „Blick Chemnitz“, Freien Presse und weitere freie Pressefotografen. Auch ein Vertreter von dpa ist vor Ort.

Obwohl sich während der Ehrung alle Medienvertreter mit ihren Fernsehkameras, Fotokameras und Mikrofonen brav in Reih und Glied aufgestellt haben, gibt es nach der Ehrung kein Halten mehr. Alle stürmen auf Peter zu, umringen ihn. Er ist umzingelt von Kameras und Mikrofonen…

Peter Maffay, Klaus Beer und der Fernweh-Park von München bis an die Waterkant im Fernsehen

Was man erst nachher erfährt: RTL hat nicht nur für „Exclusiv“ berichtet, sondern hat das Filmmaterial vom Fernweh-Park aus gleich nach Köln in einen Filmpool überspielt, in dem alle TV-Sender Deutschlands aktuelle Bilder abgreifen können. Und so erscheint die Star-Stern Verleihung an Peter Maffay neben „Exclusiv“ auch in der ARD „Brisant“ und im MDR. Keine geringere als die dortige Starmoderatorin Mareille Höppner moderiert den Bericht und kennt das alles persönlich. Wurde sie doch erst vor wenigen Monaten im Redaktionsgebäude von „Brisant“ des MDR Leipzig ebenfalls mit ihren Handabdrücken in die „Sigsn of Fame“ der Star-TV-Moderatoren aufgenommen.

Nach dem Gottesdienstbesuch am Sonntag eilte ein Gemeindemitglied freudestrahlend auf Klaus zu uns sagte: „Ich war am Freitag noch im Urlaub auf Fehmarn. Als ich am Abend den Fernseher einschaltete, sah ich Dich mit Peter Maffay über den Bildschirm flimmern. Ich traute meinen Augen nicht. Wahnsinn!“ So wurden die Bilder auch vom NDR übernommen und man konnte die Star-Stern Verleihung im Fernweh-Park von München bis in den hohen Norden sehen… Ein Millionen Fernsehpublikum – eine tolle Werbung natürlich auch für den Markt Oberkotzau, der durch den Fernweh-Park nun überregional bekannt wird. Als Klaus am Sonntag Mittag den gesetzen Stern nocheinmal im Sonnenlicht fotografierte und filmte, traf er viele Besucher, die auf Grund der tollen Berichterstattung angereist sind. Ein Ehepaar sagte: „Wir kommen aus Thüringen und haben das im Fernsehen gesehen. Da haben wir uns gesagt, da machen wir gleich mal einen Sonntagsausflug nach Oberfranken und sehen uns den Fernweh-Park in natura an…“

Das Video

Als Kameramann hat heute Klaus wieder Peter Stehr engagiert, der schon bei der Eröffnung des neuen Fernweh-Parks am 18. Mai 2019 mit Hollywoodlegende Elke Sommer und vielen anderen Prominenten das Geschehen auf der Showbühne im Film dokumentierte. Klaus: „Obwohl ich ja eigentlich Filmer bin, machten wir bis 2017 bei den Startreffs immer nur Fotos. Denn da ist die Anspannung, alles optimal hinzubekommen, immer so hoch, dass man sich unmöglich auch noch auf das Filmen konzentrieren kann. Und vor allem, wer sollte den Part an der Filmkamera übernehmen? Denn in der Regel waren wir immer nur zu zweit unterwegs. Und früher, mit 16-mm Zelluloidfilm zu drehen, war sowieso undenkbar. Videos wurden erst mit den kleinen Kameras in Full-HD möglich. So sind uns bei bislang über 400 Stars leider viele schöne lebendige Bilder entgangen und wir ersuchen nun, parallel zu den Fotos, auch immer die Videokamera mit zum Einsatz zu bringen, aber auch jetzt immer nur sporatisch, wenn neben dem Fotografen auch noch ein Kameramann oder eine Kamerafrau zur Verfügung steht und je nach Künstler und Möglichkeit…

Und aus diesem Material fertigt Filmemacher Klaus Beer dann das Video. Jedes ist anders, denn auf die Kameraführung und Einstellung hat er keinen Einfluss, da immer jemand anders die Videokamera bedient. Mal semiprofessionell, mal amateurhaft. Klaus versucht dann immer, das Beste aus dem ihm vorliegenden Material herauszuholen…“

Wenn Sie also einmal in bewegten Bildern, sprich im Film, die STAR-STERN Verleihung an PETER MAFFAY mit der Star-Schild-Signierung und Handprint-Aktion und allem Medienspektakel drumherum mitverfolgen wollen, hier das VIDEO, in dem Sie seinem Besuch im Fernweh-Park hautnah mitverfolgen können und dem Rockstar ganz nahe sind…

Eine Bildsituation jedoch ist tabu

Bevor es losgeht mit der Stimmungsstory, wie so eine Handabdruck grunsätzlich vonstatten geht – am Beispiel Peter Maffay – wird man in unserer Bilderstrecke eine Situation nicht finden, und zwar diese: Nachdem Peter seine Hände in Ton gedrückt hat, wollte Klaus ihm ein Reinigungstuch reichen. Doch die Box dazu stand hinter den Fernsehteams. Da konnte er nicht ran. Da bot Moderatorin Sigi Obermüller Peter Maffay an, anstelle des Tuchs doch ihre Hose zu verwenden. Diese war zwar schwarz und man würde den Abrieb darauf sehen, aber was soll`s. Peter überlegte nicht lange – und tat`s. Was für herrliche Bilder. Peter reibt seine Hände am Oberschenkel von Sigi ab. „Ein Schelm, der sich jetzt dabei etwas denkt…“, sagt er lachend.

Klaus Beer: „Doch diese Bilder zeigen wir nicht. Nicht in unserer Bilderstrecke. Sie könnten aus dem Zusammenhang gerissen werden und es könnte dadurch zu Mißverständnissen kommen. Das wollen wir nicht. Denn wir möchten immer nur das Beste für unsere Stars und diese nie in eine missliche oder kompromittierende Lage bringen. Im Video ist das natürlich etwas anderes. Dort ist es zu sehen. Denn da weiß man, um was es geht und das alles völlig unverfänglich ist. Denn mit oder an irgendwas müssen die Hände ja gesäubert werden. Und wenn`s an einer Hose ist, die man wieder waschen kann…“ Doch ob Sigi das tut, weiß man nicht wirklich. Vielleicht ist das ihr ganz persönlicher Handabdruck von Peter und die Hose wird zuhause unter Glas im Wohnzimmer präsentiert…

HANDABDRÜCKE ala`HOLLYWOOD

Sie wollen noch mehr erfahren? Sehr gerne. Nach diesem ersten Überblick über die Star-Stern-Verleihung geht`s hier ins Detail. Wie läuft so ein Handprint-Aktion eines Stars wirklich ab?

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Bevor`s losgeht – zu der am häufigsten gestellten Frage: Sie sind begeistert von diesem spannenden Stimmungsbericht mit BILDERN und VIDEO und möchten wissen, welche Stars mit ihren Stories sonst noch auf unserer Homepage vertreten sind? Sozusagen AUF EINEN BLICK? Gehen Sie einfach auf SIGNS OF FAME. Hier können Sie von 1999 bis heute ALLE Stars finden. Und unter STARS OF FAME alle bisherigen STAR-STERN-WÜRDENTRÄGER.

Die STAR-SCHILD Signierung

Wie man auf unseren Bildern von 2001 sieht, hat Peter Maffay damals ein nur auf die Schnelle angefertigtes Star-Schild signiert. Darauf fehlte sein Konterfei, wie es danach alles Stars im „Signs of Fame“ erhalten. Deshalb wurde für ihn ein neues Star-Schild produziert, dass den heutigem Standard entspricht.

Die Handabdruck-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu wieder auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch der sportgestählte Peter Maffay, mit wohl keinem Gramm Fett am Körper, kommt natürlich mühelos mühelos alleine zurecht.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Und auch Peter gibt sein Bestes. Klaus: „Der Ton heute ist sehr weich. Kann aber auch fester sein. Es kommt immer auf die Konsistenz an. Ich stecke da nicht drin. Ich muss ihn so nehmen, wie ich ihn angeliefert bekomme. Sollte er mal etwas länger liegen bis zum Einsatz, wässere ich ihn persönlich, damit er weiter geschmeidig bleibt. Aber es kann trotzdem  passieren, das man auch mal mehr Kraft ausüben muss und die Sache etwas anstrengender wird.“ Und fügt lachend hinzu: „Keinesfalls aber so schweißtreibend wie vor 19 Jahren mit dem schon zu stark angezogenen Zement.“

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Peter – schon bei der Fahrt zum Fernweh-Park einigte man sich auf Du – die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir wie bei Peter Maffay, Maximilian Schell, Reinhold Messner oder Reinhard Fendrich richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Und bei den beiden Hauptkommissaren „Schenk & Ballauf“ des Kölner TATORTS überlegte Klaus Beer schon mal, ob er sie nicht fragen sollte, ob sie vielleicht nicht ein paar Handschellen in den Ton drücken wollten… Wäre sicher auch ein Gag gewesen…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. „Aber auch gegen Antisemitismus und für die Erhaltung der Lebensräume auf unserem wunderschönen blauen Planeten Erde, sprich für Umwelt- und Klimaschutz“ sagt Klaus als Ergänzung der Ideologie des Projekts. Und da macht Mareile Höppner sehr gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Peter Maffay hat eine sehr schöne Unterschrift, wie man schon auf seinem Star-Schild bewundern kann. Und diese gibt es jetzt auch seinen Handabdrücken.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurück blicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Bummel durch den Fernweh-Park – von signierten Gitarren, Autogrammen und Selfies…

Umringt von Kameras, Mikrofonen und Fans ist Peter Maffay kaum mehr unter dem Pulk der ihn umringenden Menschen auszumachen. Das Heranstürmen der Medienvertreter und Fans war trotz Security nicht zu verhindern. Peter scheint das aber nichts auszumachen. Er signiert in aller Ruhe Bilder, Schallplatten, CD`s, Handyhüllen und unterschreibt e-Gitarren, ein von ihm gezeichnetes Porträt und läßt sich mit seinen Fans fotografieren. Was für ein Herzensmensch. Doch als RTL dann plötzlich beginnt, Fragen nach seinem Privatleben zu stellen wehrt er ebenso freundlich ab. Denn heute geht es ausschließlich um seine Ehrung, um die Verleihung seines Star-Sterns.

Dann „Flucht“ durch den Fernweh-Park zurück zum Auto. Ein richtiger Bummel durch die Schilderreihen  ist auf Grund des Tumults um seine Person nicht mehr wirklich möglich. Trotzdem schaut er sehr interessiert die Schilder rechts und links neben sich an und Klaus versucht im Telegrammstil dieses und jenes zu erklären. Zwischendurch werden ihm immer wieder Fotos hingehalten, die er signiert. Klaus hat von Musik-Grimm in Hof eine tolle weiße E-Gitarre gesponsert bekommen, wie schon damals bei, Peter Kraus, Uriah Heep und Status Quo. Jetzt ist die letzte Gelegenheit, diese signieren zu lassen. Als Klaus sagt, dass diese nicht spielbar, diesmal nur Attrappe ist, ein passender „Gegenstand“ eben zum Unterschreiben, muss Peter lachen. Das Autoteil, das Klaus gerne immer auch noch signieren läßt, auf diese Unterschrift darauf muss Klaus heute verzichten. Das Teil liegt noch im Amphitheater und Klaus sieht im Moment niemand, der es ihm schnell bringen kann.

Dann nochmal ein Selfie mit dem 1. Bürgermeister Stefan Breuer und seiner Lebensgefährtin. Sein Fahrer und Bodyguard geleitet ihn zum Einsteigen. Der Pulk seiner Fans und Medien verfolgt ihn bis dorthin.

Ein großartiger Mensch mit einem großem Herzen

Peter Maffay setzt sich selbst hinters Steuer, öffnet aber dann nochmal die Fahrertür und steigt aus. Er hat Marianne Martin entdeckt, bei der er sich mit einer dicken Umarmung herzlich verabschiedet. Was für ein großartiger Mensch mit einem so großem Herzen. Danke Peter Maffay, dass es Dich gibt…

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit PETER MAFFAY zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an das superfreundliche Management. Danke an Frau Corinna Klusch, Dieter und Julian Viering sowie an Frau bei Hertrich, der Pressestelle von P. Maffay. Denn nur mit einem offiziellen Termin kann so eine tolle Geschichte überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein  – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von PETER MAFFAY – sogleich zweimal, einmal in Beton und in Ton, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Sylvia Schildbach, Maik Bohn, Stephan Weiss, Werner Mocker, Bärbel Stehr, Erika Beer, Heidrun Koch

Videokamera: Peter Stehr

Video-Actioncam: Jolanta Stettner, Klaus Beer

Foto-Video-Postproduktion: Klaus Beer

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