TATORT Köln: Klaus J. Behrendt („Max Ballauf“) & Dietmar Bär („Freddy Schenk“)

Seit 1997 werden die für den WDR produzierten TATORT-Krimis mit dem Ermittlerteam Ballauf und Schenk ausgestrahlt, die dreimal im Jahr produziert werden. Am 31. März 2019 wurde die 75. Folge gesendet. Übrigens: Die Darsteller KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR spielten bereits vor ihrer Kommissarslaufbahn in Köln in „Schimanski“-Tatorten mit Götz George mit.

Aussergewöhnlich ist ihr Polizeifahrzeug, meist ältere, amerikanische Schlitten, die man aus dem Fundus polizeilich beschlagnahmter Fahrzeuge besorgt und im Dienst fährt. Ein Faible von Freddy Schenk. Fast jede Episode endet an einer Imbissbude am Rhein mit dem Blick zum Kölner Dom. Klaus Beer: „Die wollten wir natürlich suchen. Doch wie uns mitgeteilt wurde, wird diese für die Dreharbeiten extra aufgebaut und die Dreharbeiten dazu werden, um Zuschauer fernzuhalten, zu nächtlicher Stunde durchgeführt.“

 An dieser Stelle finden Sie  zur Einstimmung auf die geehrte Persönlichkeit sonst immer deren Biografie. Da es sich hier aber um zwei Schauspieler handelt und wir Sie liebe Leserinnen und Leser durch die Bios nicht zu lange auf die Bilder warten lassen wollen, haben wir die Kurzbiografien der beiden Hauptdarsteller des TATORT Köln etwas nach hinten verlagert.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeiten deren eigener Homepage.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 08. April 2019.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR in Köln.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Nun sind auch die beiden beliebten Schauspieler und Darsteller der Hauptkommissare des TATORT Köln in den „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks vertreten. Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die Fernwehpark Crew trafen KLAUS J. BEHRENDT, der den Hauptkommissar MAX BALLAUF verkörpert und DIETMAR BÄR, im Film als Hauptkommissar FREDDY SCHENK zu sehen, am Set der Dreharbeiten des neuesten TATORT in Köln.

Schon lange wollte Klaus Beer die beiden Kommissare im „Signs of Fame“ verewigen. Dass es jetzt so schnell ging, ist wohl dem Schauspieler JOE BAUSCH zu verdanken, der in der ARD Krimireihe den Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth spielt. Bausch besuchte vor kurzem im Rahmen einer Autorenlesung in Hof den Fernweh-Park im Markt Oberkotzau und drückte dort seine Hände in feuchten Ton. Begeistert von dem Projekt versprach er, die beiden Schauspielerkollegen über das Projekt zu informieren.

Beer: „Nach der Anfrage an die Managements der beiden Schauspieler der mit beliebtesten TATORT-Reihe kam sofort die Antwort, dass sie sich gerne an dem Projekt beteiligen. Beim persönlichen Kennenlernen dann erwiesen sich die Beiden als sehr nett und aufgeschlossen und machten begeistert mit.“

Auf der Suche nach der richtigen Location

Initiator Klaus Beer ist wie bei jeder Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“ vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

Doch heute ist alles ganz anders. Diesmal soll das „Filmbüro“ von Max Ballauf für die Handprintaktion dienen, mit dem bekannten beleuchteten Stadtplan von Köln im Hintergrund an der Wand. Klaus: „Damit gebe ich meine Prinzipien auf, dass nur die geehrte Persönlichkeit und deren Ehrung, bzw. Aktion dazu wirken soll. Wenn mal schon mal am Drehort ist, soll dieser auch in die Bilder mit einbezogen werden. Und da ist das Büro des Polizei-Präsidiums genau die richtige Kulisse. Wie z.B. die Fernsehkulisse des Studios von „Verstehen Sie Spaß“ (Guido Cantz), vom „Riverboat“ (Stephanie Stumph & Kim Fisher“ oder der Quizsendung „Wer weiß denn so was?“ (Elton). Oder aber auch die Atmospähre am Set von „Um Himmels willen“,, wo wir Fritz Wepper, Jutta Speidel und Janine Hartwig in die „Signs of Fame“ aufnahmen. Auch waren wir schon am Set der „Lindenstraße“ (Marie Luise Marjan“) oder bei Dreharbeiten bei Uschi Glas und Erol Sander, um nur einige Sets zu nennen… 

Die Karawane

Und so schleppt die „Signs of Fame“- Karawane nach dem Empfang durch die freundliche 1. Aufnahmeleiterung und der ebenfalls sehr netten Assistentin des Produzenten von Bavaria Fiction erstmal alles zu der gerade für das Shooting würdig befundenen Location: Zwei Star-Schilder, Stellage, Tonform mit dem dazugehörigen Untergrundhocker, Nudelholz zum letzten Glattwalzen der Tonmasse, um darauf eventuelle Folienabdrücke zu eleminieren, Fotokoffer mit Akkupacks, Ersatzkamera, Blitzlicht – auch ein ein Autoteil. Fehlen darf natürlich auch nicht ein kleiner roter Teppich, der der Ehrung einen Hauch von Hollywood verleiht… Nachdem Klaus die Location mit einem Blick gecheckt hat, bleibt dieser jedoch heute unausgerollt. Denn wirken soll allein die Atmomsphäre des „Filmbüros“ von Hauptkommissar Ballauf.

In der Regel hat Klaus alles für Ehrung vorbereitet, wenn der Star kommt. Doch heute passiert das, was er nicht so gerne mag. Noch wähend er am Aufbauen und Eintesten der Kamera für die Lichtverhältnisse vor Ort ist, kommen die TATORT Stars. Das letzte Bild für den Vormittag ist abgedreht und es kann mit der Ehrung losgehen. Doch da man erst in das Polizeibüro nach den Dreharbeiten in diesem Stockwerk konnte, blieb nicht genügend Zeit für die Vorbereitung und dem Eintreffen der Schauspieler. Doch das macht nichts. Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär begrüßen die Fernwehpark Crew auf das Herzlichste und sofort ist klar: Die beiden Hauptdarsteller sind unheimlich nett und freundlich und warten gerne ein paar Minuten, bis alles gerichtet ist.

Während Klaus noch schnell mal mit dem Nudelholz die Abdrücke der Folie vom Ton eleminiert, wird sich schon mal unterhalten. „Ballauf und Schenk“ gefällt die Kombination der Namen „Klaus“ – der der Vorname von Herrn Behrendt und Beer ist – und die Nachnamen „Beer“ mit „Bär“. Zudem stellte Dietmar Bär fest, dass der Nachname der Hofer Keramikkünstlerin Rosa Maria Wolfrum, die die Tonformen für die Star-Handabdrücke zur Verfügung stellt und diese dann auch brennt, im Kölner Raum sehr selten ist. Auch über solche Dinge unterhält man sich am Set, bis alles gerichtet ist. Dann aber kann es auch schon losgehen.

Die STAR-SCHILD Signierung

Wer darf als Erster? Irgendwie steht Hauptkommissar Ballauf näher an seinem Star-Schild und so beginnt man mit ihm. Das ganze Prozedere. Star-Schild Signierung und Handabdrücke. Dann folgt Hauptkommissar Freddy Schenk. Klaus Beer kennt diesen meist nur mit ernstem Gesicht und zusammengezogenen Augenbraunen aus der Tatort-Reihe, doch Dietmar Bär ist ein ganz offener, lustiger, supernetter Typ. Genauso wie Klaus J. Behrendt. Klaus Beer: „Ab heute nimmt der TATORT Köln die erste Stelle im Fernsehgucken am Sonntagabend ein…“

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist. Während Klaus J. Behrendt seine Hände in die Tonform auf der Stellage drückt, bevorzugt Dietmar Bär den Kommissariats-Schreibtisch. „Ach Du liebe Zeit“, denkt Klaus im stillem. „Hoffentlich sauen wir diesen nicht ein“. Denn schon einmal hat er einen Schreibtisch, den des Flmregisseurs Bernd Eichinger im Büro von Neue Constantin Film in München bekleckert, als weiße Tonflüssigkeit auf diesen tropfte. Und das war kein Filmregquisit, sondern der ganz private Schreibtische von Eichinger…

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Dieser Stimmungsbericht soll die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit den beiden TATORT-Hauptkommissaren KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR und aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ – Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so etwas vonstatten geht, bitte sehr… Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen. Dran bleiben. Dann geht`s ins Detail. Dann sind Sie hautnah mit dabei…

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

KLAUS J. BEHREND (TATORT Köln, Hauptkommissar Max Ballauf) – Biografie am Ende der Story

DIETMAR BÄR (TATORT Köln, Hauptkommissar Freddy Schenk) – Biografie am Ende der Story

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch „May Ballauf“ und „Freddy Schenk“ kommen mühelos alleine zurecht.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem die TATORT-Stars die linke Hand in der grauen Masse verewigt haben ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Klaus: In diesem Fall hätte man vielleicht nur eine Hand und an der Stelle der anderen eine Pistole in den Ton drücken können… Doch Friedenszeichen und Waffe, vielleicht nicht wirklich passend…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da machen Klaus J. Behrendt und Dietmark Bär gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malen“ die beiden TATORT-Hauptkommissare ihre Namen in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 400 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen.

Kommen Ballauf und Schenk mit der „Spusi“ in den Fernweh-Park?

Und da der TATORT Gerichtsmedizine Joe Bausch schon im Fernweh-Park war lädt Klaus Beer natürlich auch Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär herzlich zu einem Besuch ein. Doch Köln ist leider so weit weg. Aber vielleicht hat einer eine Leiche aus dem Kölner Raum in den Betonuntergrund eingemauert, als im Jahre 2018 die neuen Pfosten gesetzt wurden? Denn dann würden Max Ballauf und Freddy Schenk schon mal anrücken, mit der „Spusi“…

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurück blicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ fragte Klaus die Stars meist noch, ob sie nicht auch das Fernwehpark Star-Mobil signieren würden, das schon mal ein Blickfang war. Das Fahrzeug war über und über mit Autogrammen übersät. Denn immer, wenn sich ein Star in der Nähe des Autos aufhielt, bat ihn Klaus Beer, darauf zu unterschreiben. So sind Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs mit Unterschriften regelrecht übersät. Als dann fast kein freier Platz mehr zu finden war, ging es auf dem Dach weiter.

Doch irgendwann gab das Auto gab seinen Geist auf. Es wurde zerlegt und die Autoteile mit den wertvollen Starunterschriften warten auf die Gelegenheit, einmal zusammen mit den Star-Handabdrücken im geplanten Fernweh-Star-Museum ausgestellt zu werden. Danach gab es noch ein 2. Star-Mobil, diesmal in weinrot, auf dessen Kühlerhaube es dann mit den Unterschriften weiter ging.

Da mittlerweile beide Star-Mobile nicht mehr existieren, gab es notgedrungen einige Zeit keine Autogramme mehr auf Blech, obwohl Klaus schon des öfteren wieder Gelegenheit gehabt hätte, Stars auf dem Auto unterschreiben zu lassen. Doch da es immer so schön war, kam Klaus erstmals bei Wotan Wilke Möhring auf die spontane Idee, diese Aktion wieder einzuführen, zumindest einen Teil eines Autos mitzubringen, um dieses signieren zu lassen.

Da es doch recht aussergewöhnlich ist, plötzlich mit einem Autoteil aufzutauchen, hat Klaus eine Fotocollage mitgebracht, auf dem das alte Starmobil abgebildet ist. Darauf sind auch einige Stars zu sehen, wie sie gerade darauf unterschreiben. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, wissen die Prominenten so immer gleich Bescheid um was es geht. Und da auch dieses erste Autoteil und danach noch weitere schon wieder mit Autogrammen voll belegt sind, hat Klaus ein Neues organisiert, das Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär mit ihren Unterschriften eröffnen dürfen. „TATORT Köln“ schreibt „Max Ballauf“ mit drauf.

Das Ganze hat aber mit dem Fernweh-Park selbst nichts zu tun. Das macht Klaus ganz privat für sich. Wenn sich also jemand ein Autogramm auf ein T-Shirt oder Handyhülle geben lässt, so hält halt Klaus sein Auto, oder zumindest ein Teil davon, zum Signieren bereit. Just for Fun. Gedacht aber auch als Leihgabe für das geplante Star-Museum, wo neben den Star-Handprints diverse persönliche Gegenstände von Stars – und eben die mit Unterschriften übersäten Kühlerhauben, Kotflügel oder Autotüren ausgestellt werden sollen. Kaum zu glauben, welche Dimenson die erste Unterschrift von Frank Elstner auf weißem Autolack im Jahre 2003 angenommen hat…

Ein VIDEO gibt es wie bei bei unseren anderen Star-Ehrungen der letzten Jahre diesmal nicht. Denn auch Fernsehteams sind an diesem Set nicht erlaubt. So muss diese wunderschöne Geschichte voller Handprint-Action leider ohne bewegte Bilder bleiben.

Die Verabschiedung ist herzlich. Denn jetzt wird weitergedreht. In einem Chinarestaurant, wie zu erfahren war. Wann der Film ausgestrahlt wird, deren Titel wir natürlich nicht verraten? „Wird im Jahre 2020 sein„, sagt die nette Assistentin von Bavaria Fiction.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR am Set der Dreharbeiten des TATORT Köln zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an die beiden superfreundlichen Management der beiden Schauspieler und an die ebenfalls sehr nette Betreuung vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von KLAUS J. BEHRENDT und DIETMAR BÄR, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Kurzbiogafie KLAUS J. BEHRENDT

Der Theaterschauspieler Klaus J. Behrendt startete 1989 mit der Fernsehserie „Rote Erde“ seine Fernsehkarriere. Durch seine Rolle als Max Ballauf erlangte er von  1992 bis 1994 und wieder seit 1997 in der WDR-Krimireihe „Tatort“ einen hohen Bekanntheitsgrad. Allerdings zunächst als Assistent von Kommissar Flemming, gespielt von Martin Lüttge in Düsseldorf, später als Kommissariatsleiter mit seinem Kollegen „Freddy Schenk“, verkörpert von Dietmar Bär in Köln.

Von 1995 bis 1997 war er in der Sat.1-Serie A.S. in der Rolle des Privatdetektivs Alexander Stein zu sehen. In der Fernsehproduktion „Das Wunder von Lengede“ spielte er die Rolle enes Bergmanns, den Beruf, den er selbst einmal ausübte. 2005 spielte er in der ZDF-Fernsehserie „Kanzleramt“ den fiktiven Bundeskanzler Andreas Weyer. 2006 war er an der Seite seines Kollegen Dietmar Bär in dem zweiteiligen Katastrophen-Drama „Der Untergang der Pamir“ zu sehen.  2007 mimte er in dem ARD-Fernsehdrama „Einfache Leute“ einen Familienvater, der seine Homosexualtität versteckt. Seine Filmografie ist unendlich lang und kann in Wikipedia eingesehen werden.

Klaus J. Behrend erhielt viele Preise und Auszeichnungen, u.a. Goldener Gong, Deutscher Fernsehpreis, Marler Fernsehpreis für Menschenrechte, Bayerischer Fernsehpreis, International Emmy Award, 1Live Krone, KIND-Award.

Klaus J. Behrendt engagiert sich zudem in vielen sozialen Bereichen. Er engagiert sich mit dem Berliner Vereein „pro futura“ für Zukunftsperspektiven von Jugendlichen und Lanzeitarbeitslosen, gründete mit Mitgliedern des Tatort-Teams den Verein „Tatort – Straßen der Welt, der sich für philippinische Straßenkinder einsetzt.  Seit 2009 ist Klaus J. Behrendt zusammen mit Dietmar Bär und Joe Bausch Schirmherr der Aktion „Golfen gegen Krebs“. 2011 gründete Klaus J. Behrendt mit dem Geschäftsmann Reinhard Höfelmeyer in Osnabrück den Verein“Wir starten gleich e.V.“, der neue, vollausgerüstete Schulranzen für Schulanfänger aus sozial schwachen Familien beschafft. Diese Arbeit wurde auf Köln, Bonn, Dortmund, Wuppertal, Bielefeld, Aachen und Berlin ausgeweitet. Zudem ist  Klaus J. Behrendt als Botschafter für die Deutsche Knochenmarspendedatei und die Organsspendeausweis-Kampagne aktiv.

Kurzbiografie DIETMAR BÄR

Dietmar Bär absolvierte von 1982 bis 1985 die Westfälische Schauspielschule Bochum. 1984 wurde er in einer der ersten Rollen als Hooligan des MSV Duisburg in dem Tatort „Zweierlei Blut“ bekannt. Auch war er in Doris Dörris Film „Männer“ zu sehen. Ab 1988 bis 1994 trat er immer an den Wuppertaler Bühnen auf. Seit 2010 steht er im Schauspielhaus Bochum auf den Brettern. Er ist bekennender Fan des Fußballvereins Borussia Dortmund – so auch in seiner Rolle als Freddy Schenk an der Seite von Klaus J. Behrendt in den Kölner Tatorten. Seine Filmografie im Kino und Fernsehen ist ellenlang, s. Wikipedia.

Wie Klaus J. Behrendt setzt sich Dietmar Bär mit dem Berliner Verein „pro futura“ für Zukunftsperspektiven von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen ein und gründete 1998 mit Mitgliedern des Tatort-Teams den Verein „Tatort – Straßen der Welt e. V.“, der sich für philippinische Straßenkinder einsetzt. Zudem tourt er mit dem irischen Pater Shay Cullen durch Deutschland und wirbt für fairen Handel gegen Armut und Benachteiligung der Menschen auf den Philippinen und in anderen Ländern. Außerdem engagiert sich Bär für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und unterstützt den Weißen Ring.

Dietmar Bär erhielt viele Ehrungen und Auszeichnungen, u.a. Deutscher Darstellerpreis, Deutscher Fernsehpreis, KIND-Award, 1Live Krone, Goldene Kamera, Rheinlandthaler.

Fotokamera: Sylvia Schildbach

Videokamera: Jolanta Stettner

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

 

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