Byamsuren Davaa („Byambaa“)

Wer kennt ihn nicht. Den Film „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ der mongolischen Regisseurin und Filmemacherin BYAMBASUREN DAVAA. Preisgekrönt – für den Oscar nominiert.

„Byambaa“, wie sich die Filmemacherin in Kurzform ihres Vornamens nennt, hat an der Münchner Filmakademie studiert und lebt heute in Berlin. Ihre anrührende Geschichte vom weinenden Kamel war ihre Prüfungsarbeit – und hat sie sofort berühmt gemacht. Weiter entstand der Film „Das Lied von den zwei Pferden“.

Als Kind spielte sie in einer Theatergruppe in Ulaanbaatar, moderierte eine Kindersendung und besuchte später in ihrer Landeshauptstadt die Filmhochschule. Über einen Studienfreund kam sie nach München. Neben dem Filmen entdeckte sie ihre Freude an der Fotografie. Daraus entstand ihre Multivisionsshow „Meine Mongolei“, mit Bildern des Fotografen Jörg Reuther, der sie auf zwei Reisen in ihre Heimat begleitete. Auch ihr Mentor, der bekannte Vortragsreisende Michael Martin, stiftete zu der Show einige Bilder bei.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 12. November 2017.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Byambasuren Davaa im neuen Fernweh-Park Oberkotzau.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von BYAMBASUREN DAVAA in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Die STAR-SCHILD Signierung

„Das ist die erste Aufnahme eines Stars in die Signs of Fame im neuen Fernweh-Park Oberkotzau – im Schnee“ sagt Fernwehpark Initiator Klaus Beer, der zusammen mit Erika Beer, stellvertr. Vorsitzende des Fernwehpark Vereins, die berühmte Filmemacherin aus der Mongolei am Sonntag Nachmittag im Fernweh-Park empfing. Denn als Byambaa im Amphitheater vor der exotischen Schilderkulisse ihren Schildergruß zu signieren begann, schneite es die ersten Flocken des Jahres 2017.

Doch das tat der Freude über ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ keinen Abbruch. Und über Kälte in Deutschland kann Byambaa nur lachen. Denn in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, herrschen oft bis zu 50 Grad Temperaturunterschied, sagt sie in ihrem Vortag am Abend im Festsaal der Freiheitshalle Hof. Fotograf und Veranstalter Dietmar Schmid hatte die bekannte Regisseurin in seine Vortragsreise „Faszination Erde“ mit ihrem Bildvortrag eingeladen. Im Vorjahr begeisterte kein geringerer als ihr Mentor, Michael Martin, in der Freiheitshalle das Publikum.

Bummel durch den neuen Fernweh-Park

Beim anschließen Bummel durch den Fernweh-Park gab es dann natürlich noch weitere Fotos. Denn für jede Bilderstory werden oft bis zu 400 Aufnahmen geschossen. Klaus Beer: „Doch da heute die Witterungsbedingen nicht gerade ideal sind, um des dezent auszudrücken, werden es wohl etwas weniger werden.“

Bereits neben dem Eingangstor des Fernweh-Parks mit der großen Willkommenstafel entdeckt Byambaa ein Schild, bei dem die sonst eher zurückhaltende junge Frau in sichtbare Begeisterung gerät. Sie hat das Ortsschild von ULAN BATOR, ihrer Heimatstadt entdeckt, die im Original Ulaanbaatar heißt. Und dann im Asienenck noch ein Schild aus der Mongolei im allgemeinen. Natürlich muss es davor Bilder geben.

In der Reihe weltberühmter Filmregisseure

Auch vor der Reihe großer Filmregisseure wie Roland Emmerich, Bernd Eichinger, Wim Wenders, Doris Dörrie, Dominik Graf und Sebastian Niemann werden dann noch Fotos gemacht. Klaus Beer: „Wir hätten da einen Pfahl frei lassen sollen. Jetzt müssen wir, um die Reihe der geehrten Regisseure fortführen zu können, wohl ein anderes Schild umhängen müssen, denn die mongolische Filmemacherin gehört hier unbedingt mit dazu.

Der Fernweh-Park – Zeichen für das friedliche Zusammenleben aller Völker und Kulturen

Erika und Klaus Beer haben sich den Film über das „weinende Kamel“ schon vor vielen Jahren angesehen. Im eigenen Heimkino. Denn Klaus Beer, selbst Filmemacher (Terra Film), bereist seit vielen Jahren die Welt und hat insgesamt über 30 abendfüllende Reise-Kulturfilme gedreht: In Indien, Nepal, Thailand, Ladakh, der Sahara, Australien, Neuseeland, Venezuela, Agypten, Jordanien und in Gebieten, in die man heute gar nicht mehr hinreisen kann. „Wir haben den tollen Bazar in Aleppo gesehen, haben in Palmyra gefilmt, das die Teufel von IS zum großen Teil zerstört haben. Wir haben Länder kennengelernt, in die man heute wegen den Kriegszuständen nicht mehr fahren kann“, sagt Klaus Beer voller Bitterkeit und Traurigkeit. „Ganz schlimm.“ Deshalb habe ich auch den Fernweh-Park geschaffen. Denn durch meine Reisen in der Welt spreche ich nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis.  Ich weiß wie wunderschön unser blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Macht- und Geldgeilheit und religiösen Fanatismus, soviel Leid über Unschuldige bringt. Deshalb habe ich mir geschworen eines nicht zu tun. Nicht den Kopf in den Sand zu stecken sondern ein Zeichen zu setzen. So wurde der Fernweh-Park bewußt an einem magischen Datum errichet, nämlich am 9. November 1999, zehn Jahre nach dem Fallen der Mauer, als Zeichen für GRENZENLOSE FREIHEIT und für VÖLKERBERST’ÄNDIGUNG und GEGEN RASSISMUS. Der Fernweh-Park ist deshalb eine echte Herzensangelegenheit von mir. Und wenn viele Prominente hinter dieser Ideologie des völkerverbindenden Friedensprojekts stehen, so wie heute Byamba, da freue ich mich sehr.“

Die Geschichte von weinenden Kamel…

…entstand im Jahre 2003. Buch und Regie stammen von der aus der Mongolei stammenden Regisseurin Baybasuren Davaa in Zusammenarbeit mit dem italienischen Regisseur und Kameramann Luigi Falorni. Ob auch sie selbst hinter der Kamera stand, wollte Filmemacher Klaus Beer von Bambaa wissen. „Ich fühle in Bildern“, sagt Klaus. „Mein sehnlichster Wunsch war immer Kameramann zu werden. Die Bilder müssen erst durch mich hindurch, bevor ich auf den Auslöser drücke. Es gibt für mich nichts befriedigerendes auf Reisen, als durch den Sucher einer Kamera zu sehen und da die Motive hineinkomponieren zu können“, fachsimpelt er beim Bummel durch den Fernweh-Park mit Byambaa. „Und die Seidenstraße und die Mongolei ist noch so ursprünglich, die hätte ich auch gerne verfilmt, neben den grandiosen Landschaften vor allem die Menschen mit ihren Sitten und Gebräuchen.“

Die Handlung des Films erzählt die Geschichte einer Nomadenfamilie, die mit ihrer Schafherde in der Wüste Gobi lebt. Eines Tages wird ein weißes Kamel geboren, das von seiner Mutter verstoßen wird. Durch eine Pferdekopfgeige wird die Kamelmutter in einem Hoos-Ritual dazu animiert, ihr Junges letztendlich doch anzunehmen. Denn die Musik macht sie traurig, sie muss weinen und wird dadurch auf ihr Junges sensibilisiert. Ein immer noch praktiziertes Rituel, kein Märchen, sagt Byambaa in ihrem faszinierenden Bildervortrag über ihre Heimat, die Mongolei. Klaus Beer, begeisternder Cineast: „Wir können diesen Film nur empfehlen. Wir lieben diesen Film. Und ich hätte vor Jahren nie gedacht, dass ich die Regisseurin einmal persönlich kennenlernen darf.“

Der Film, der lt. Lexikon des internationalen Films „halb dokumentarisch, halb inszeniert, mit betörenden Bildern der Wüste in langsamem Tempo erzählt wird“, erhielt zahlreiche Ehrungen. Die Regisseure wurden für die beste Domumentation des Jahres ausgezeichnet. Und bei der Oscarverleihung 2005 war der Film in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk, zumindest seit den Jahren, wo das Star-Schild nicht mehr aus Stahlblech, sondern aus leichterem Dibondmaterial besteht. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit –BYAMBAA zurück denken und in positivster Weise darüber berichten….

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von BYAMBASUREN DAVAA, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Erika Beer / Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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