Rollo Gebhard und Burghardt Pieske

ROLLO GEBHARD – Ein Leben für die See

Vermutlich wurde ihm der Virus „Fernweh“ schon in die Wiege gelegt, sagt er von sich selbst. Denn bereits auf einer REISE seiner Eltern erblickte er das Licht der Welt. Das war 1921 in Salzburg.

So übt, seit er laufen kann, das Wasser eine große Anziehungskraft auf ihn aus. 1956 kaufte ROLLO GEBHARD sein erstes Boot. Damit unternahm er einen ebenso ersten, waghalsigen Versuch. Er wollte über das Mittelmeer und das Rote- und das Arabische Meer nach Indien gelangen. Von Piraten gekapert, kam Rollo nur knapp mit dem Leben davon. Zwei Jahre später überquerte er, um Erfahrungen reicher, auf seiner „Solveig II“ zum ersten Mal den Atlantik. Von 1983 bis 1991 folgte die dritte Weltumsegelung, eine sechsmonatigen Non-Stop-Fahrt über drei Ozeane von Australien bis Europa, 20.000 Meilen Seefahrt ohne einen Hafen anzulaufen oder fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, zusammen mit seiner Frau.

Das Schöne daran: Rollo Gebhard läßt andere an seinen Abenteuern teilhaben, wie auch Fernwehpark Initiator und Filmemacher Klaus Beer, der wie Rollo Gebhard in den Anfängen auch mit Super 8-Filmen über seine Reisen berichtete. Mit seinen fesselnden Fernsehberichten, Filmvorträgen und als Autor vieler erfolgreicher Bücher füllte Rollo Gebhard Vortragssäle und ist so für Millionen zum Inbegriff des segelnden Abenteurers geworden.

Titel wie „Mein Pazifik“, „Rolling Home“, „Mit Rollo um die Welt“, „Ein Mann und sein Boot“ oder „Wellen, Wind und Abenteuer“ sind neben seinen zahlreichen Fernsehdokumentationen und Vortragsfilmen nur ein kleiner Ausschnitt aus seinen Veröffentlichungen.

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes und höchster Seglerauszeichnungen gründete 1991 zusammen mit seiner Frau die „Gesellschaft zur Rettung der Delphine“.

Rollo Gebhard starb am 27. Dezember 2013 im Alter von 92 Jahren in Bad Wiesee. Der „Fernwehpark“ wird ihn immer in ehrendem Gedeenken behalten.

BURGHARD PIESKE – Auf den Spuren der Bounty, auf den Spuren von Captain Bligh

Sein erstes Boot hieß SHANGRI-LA – ein Name, der in der Melodie der Aussprache schon von fernen Ländern, Palmen, Traumstränden, der Südsee kündet. Die See als Schauplatz von Geschichte – und Geschichten. Auf den Punkt gebracht ist das das Leben des wohl bekanntesten deutschen Fahrtenseglers und Berufsabenteurers, des Lübecker BURGHARD PIESKE. Einer seiner neuesten Geschichten ist die von „Captain Bligh“.

SHANGRI-LA hieß sein erstes Boot, mit dem er 1977 zu einer ersten Abenteurerreise aufbrach, zu einer 10-jährigen Weltumsegelung. Für diese Umsegelung von Kap Hoorn als erster Deutscher in Ost-West-Richutng mit einem Katamaran erhielt er den Trans-Ocean-Preis.  Weiter ging es in arktisches Eis, aber auch in die Karibik, aber alles forderte ihn nicht so wirklich heraus. Am 29.04.1998, dem 209. Jahrestag der Meuterei auf der Bounty, brach Pieske auf, um auf den Spuren von Käpt Bligh nachzuvollziehen wie es war, von seiner Mannschaft in einer Schaluppe auf offener See ausgesetzt zu sein, begleitet von 18 seiner Leute. Eine Idee, ein roter Faden zu einem Extrem-Törn.

Pieske erzählt: „Von 53 Seetagen waren mindestens 10 von der ganz harten Sorte. Kurz vor der australischen Küste erwischte mich „Suterly Buster“, ein Südsturm. Ich mußte stundenlang um mein Leben schöpfen.“ Vor jeglicher Witterung ungeschützt und ohne jede Möglichkeit, sich auf Grund der aufgewühlten See eine warme Mahlzeit kochen zu können, ernährte sich der Abenteurer überwiegend aus Früchten, Müsli und rohem Fisch. Doch er gab nicht auf.

Begeisternde Empfänge auf den einzelnen Reiseetappen bestätigten sein Unternehmen. Seine Abenteuer, „auf den Spuren von Capt. Bligh“, bewegte die Menschen in den Staaten der Südsee. Segeln als völkerverbindende Mission. „Klasse“, sagt da auch Klaus Beer voller Achtung vor diesem Abenteurer. Sogar der König von Tonga bat Pieske zum Tee in den Palast. Burghard Pieske danach: „Es war das härteste Seestück meines Lebens, aber auch das Schönste“

Von 2006 bis 2008 war er Burghard Pieske Partner im Projekt Euro-Viking. Dieses ließ europäische Jugendliche in nachgebauten Wikingerschiffen rund um Europa segeln. Heute ist Pieske, der in Lübeck lebt, freier Mitarbeiter der Zeitschrift „Yacht“.

Aufnahme von Rollo Gebhard und Burghard Pieske in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 27. Oktober 2001.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeiten deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf ROLLO GEBHARD und BURKHARD PIESKE im Fernweh-Park.

SIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von ROLLO GEBHARD und BURGHARD PIESKE in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

ROLLO GEBHARD hatte einen Vortrag in Bad Steben, den der CLUB MARITIM KLABAUTERMANN veranstaltete. Rollo stellte dort auch sein neues Buch „Blaue Donau – Schwarzes Meer“ vor. Am anderen Tag, nach dem Frühstück dann, ließ er es sich nicht nehmen, zusammen mit seiner Frau Angelika den Fernweh-Park in Hof zu besuchen. Mit ihm auch sein Freund und Abenteurer-Kollege BURGHARD PIESKE,  seines Zeichens ebenfalls Weltumsegler, Publizist und Leiter spektakulärer Expeditionen.

Die beiden Abenteurer besuchten den Fernweh-Park, als dieser noch jung, sehr jung war. Er steckte sozusagen noch in den Kinderschuhen, was man an den Schildern sieht. Nur ganz wenige hingen im Jahre 2001 an den spärlichen Pfählen, die nur eine spiralförmige Anordnung waren. Der linke Teil und weitere Pfosten im hinteren Bereich entlang des Gehweges zur Saale kamen erst Jahre später dazu. Als die beiden Abenteuer von dem neuen Projekt, das für Fernweh, Völkerverständigung und für eine friedvollere Welt steht erfuhren waren sie sogleich begeistert und versprachen, persönlich in den Fernweh-Park zu kommen, um dort ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ durchzuführen.

Klaus Beer ist begeistert von diesem Mann, diesen Vollblut-Abenteurer und Tierschützer. Und so ist eines klar: Unter den großen Namen weltbekannter Abenteurer darf er nicht fehlen: Rollo Gebhard, der von sich selber sagt: „Ich fange erst richtig zu leben an, wenn ich Schiffsplanken unter meinen Füßen fühle und wenn ich auf eigenen Kiel in die Ferne hinausfahre.“  Klaus kann das so richtig nachvollziehen, zwar in anderer Beziehung, aber mit vollem Herzen: „Ich fange erst richtig zu leben an, wenn im dampfenden Dschungel das Hemd patschnass am Körper klebt, die Hitze der Wüste über mir brütet, die Piste mich in die aufgehende Sonne führt – und ich das alles im Sucher der 16-mm Filmkamera in herrliche Bildsequenzen legen kann…“

Und Klaus ist begeistert von Burghard Pieske, der ebenfalls schon so viel von der Welt gesehen und die tollsten Abenteuer auf hoher See erlebt hat – und so ist eines klar: Beide müssen, wenn sie schon zusammen heute ihre Grußschilder im Fernweh-Park signieren, auch gemeinsam in die „Signs of Fame“ aufgenommen werden.

Die STAR-SCHILD Signierung

„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel trimmen…“ steht auf dem Schild, das ROLLO GEBHARD dann signiert. Wo? Auf dem weißen Segel natürlich.

Und BURGHARD PIESKE hat ein Schild mitgebracht mit dem klangvollen Namen, der allein schon Fernweh verursacht: „SHANGRI-LA / TRANS-OCEAN“.

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

Das Fotoshooting

Also von „Shooting“ konnte damals überhaupt noch keine Rede sein. Man machte einfach ein paar Bilder. Zwar fotografierte Klaus schon mit einer ersten digitalen Kamera, auf die er sehr stolz ist, obwohl die heutigen Handykameras mehr Pixel haben, als diese damals. Zuvor verwendete er Rollfilm. Die Bilder wurden entwickelt und für die Fernwehpark Homepage eingescannt. Die Bildqualität war furchtbar. So kann man froh sein, bei Rollo Gebhard und Burghard Pieske zumindest mit diesen ansehnlichen Fotos an deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ erinnern zu können.

Nach Arved Fuchs und Rüdiger Nehberg sowie den beiden Weltumradlern Axel Brümmer und Peter Glöckner – die ersten Abenteurer im jungen Fernweh-Park, sind nun auch ROLLO GEBHARD und BURGHARD PIESKE mit ihren Star-Schildern im Reigen der berühmten Abenteurer vertreten.

Freddy Quinn legte das Fernweh

„Ja, den Freddy Quinn habe ich damals auch rauf- und runtergespielt“, erzählt Rollo, als er das Schild „Freddy-Quinn-Saloon“ an einem Pfosten entdeckt und Klaus Beer berichtet, dass Freddys Lieder auch bei ihm in seiner Jugendzeit Träume und das sprichwörtliche Fernweh nach fremden Ländern weckte. Besonders mit dem Lied: „Unter „fremden Sternen“. „Ja, der Freddy Quinn war es, der als die Grundlage all meiner Reisen zu sehen ist“, sagt Klaus Beer.

Im Bild zu sehen: Angelika und Rollo Gebhard (links) stellten sich zusammen mit Klaus Beer und Ehepaar Pieske natürlich gerne zu einem Erinnerungsfoto vor der Fernwehpark Kulisse auf. Zum Abschied noch ein Gruppenfoto mit Mitgliedern des CLUB Maritim Klabutermann: von links: Schauspieler aus Tschechien, Vortragsbegleiter, sowie den 1. Vorsitzenden des Club Maritim, Gerd Dreeßen (4. von links).

Die Handabdrücke gab es damals noch nicht und wenn, dann nur sporatisch und in den Anfängen war das Gemisch noch aus echtem Zement. Deshalb beschränkte sich die Ehrung bei den beiden Abenteurer auf das Signieren ihrer Star-Schilder.

Fotos: Der Fotograf kann nicht mehr ermittelt werden

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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