Schilderstraße AUSTRALIA

In dieser Rubrik finden Sie Bildergeschichten, in denen wir die Schilderübergaben für den Fernweh-Park von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, Institutionen etc. dokumentiert haben – Ausflüge von Familien, Busreisenden und Besuchern aus aller Welt – in den FERNWEH-PARK.

Die Übergaben der Schildergrüße werden meist in tolle Events verpackt, oft regelrecht zelebriert – und sind immer mit schönen Erlebnissen gefüllt. „Auftritte“ mit über 100 Personen im Fernweh-Park sind keine Seltenheit. Ein Schilder-Kaleisdoskop mit Schildergrüßen aus der ganzen Welt.

Lassen Sie sich überraschen, wie Fernweh-Park Besucher ihre Schildübergabe präsentieren – vielleicht sind demnächst auch SIE mit Ihrem ganz persönlichen Schildergruß dabei?

Bringen Sie einfach von Ihrer nächsten Reise ein Ortsschild, Straßenschild etc. mit – und machen damit Ihre Traumreise unvergesslich. Und: bitten Sie, wenn sie Besuch aus dem Ausland erwarten, ihre Freunde darum, das Ortsschild ihres Heimatortes in den Koffer zu packen oder vorab an Sie zu senden. Ein ganz besonderes, einmaliges Erlebnis für Sie und Ihre Gäste.

Bei der Schilderübergabe an den Fernweh-Park fertigen wir für Sie Bilder sowie einen Pressebericht für die Stadt an, aus der das Schild stammt. So sieht der dortige Bürgermeister, wie das „Schild seiner Stadt“ in Deutschland präsentiert wird. Ideal wäre es natürlich, wenn Sie auch ein Foto von der Übergabe des Schildes aus dem Reiseland hätten. Denn dann ist gleich eine Verbindung von dem Land zu der Präsentation im Fernweh-Park hergestellt – und rundet unsere Story ab. 

Wenn Sie uns also einen Schildergruß mitbringen, erhalten Sie eine BILDERGESCHICHTE, wie diese hier…

15.09.2004: Vom Fernweh-Park nach down under Australien – mit dem Fahrrad

Am Mittwoch, den 15. September 2004, 12.00 Uhr, startete der bekannte Fahrradabenteurer TILMANN WALDTHALER vom Fernweh-Park „Signs of Fame“ zu seinem letzten großen Fahrradabenteuer nach Australien.

Weltenbummler und Filmemacher Klaus Beer und der Fahrradabenteurer Tilmann Waldthaler verstanden sich auf Anhieb prächtig, trieb doch beide das sprichwörtliche „Fernweh“ immer wieder hinaus in die Welt. Jeder auf seine Art. Und so schenkte Tilmann Klaus zwei seiner wertvollen Fahrräder für das geplante Fernweh-Star-Museum. Zwei Räder, behaftet mit Charisma aus Abenteuer, Freiheit und Fernweh…

1974 arbeitete Tilmann Waldthaler in Darwin, wo er den Zyklon Tracy erlebte, der die Stadt fast völlig zerstörte. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle begegnete mitten in der ausstralischen Wüste einen Fahrradfahrer aus Belgien, der die Welt per Rad umstrampelte. Er war davon so beeindruckt daß er beschloss, seinem Leben eine neue Wendung zu geben und es ihm gleich zu tun. Er verkaufte sein Auto zugunsten eines Reiserads für umgerechnet 1600 € und begann sein abententeuerliches Leben. Er erkundete die Welt mit dem Fahrrad.

TILMANN WALDTHALER begann 1977 seine erste Fahrradtour in Australien. Nun will er sozusagen „back to the roots“ auf erneuter Weltreise seine Fahrradtouren dort beenden, wo er angefangen hat. Auf spektakulärer Bikertour – Endziel Australien. Dort möchte er sich im Alter von 61 Jahren mit seiner Frau Renate, die ebenfalls begeisterte Fahrradabenteuerin ist, ein endgültiges Zuhause schaffen.

Die Radtour führt vom Fernweh-Park durch den Balkan, die Türkei, Syrien, Jordanien, Iran, Pakistan, China Vietnam, Laos und Kambodscha und von dort ab in den Süden bis nach Cairns in Australien. Rund 30.000 Kilometer, die TILMANN WALDTHALER bis zum Jahresende 2005 zurückgelegt haben will.

Seine Bio ist einzigartig. Geboren 1942 in München, aufgewachsen in Südtirol, unternahm Tilmann Waldthaler in seinem Leben mehr als ein Dutzend große Reisen mit dem Fahrrad, besuchte 140 Länder der Erde und legte dabei fast 500.000 Kilometer zurück.

Seine spektakulärsten Touren: 

  • Von der Antarktis bis in die Arktis 1977-1981, 55.000 km
    Vom Nordkap bis zu den Medizinmännern in Afrika 1982-1985, 28.000 Km
    Die Zentralgebirge-Tour Sommer 1986, 4.000 km
    Die Nilreise 1987 – 1988, 6.000 km
    Die Äquatour 1989 – 1992, 35.000 km
    Quer durch Australien 3 Monate 1994, 6.000 km
    Rund um die 14 Achttausender der Erde 4 Monate 1995, 4.500 km
    Bike Camel Bike 7 Monate 1997-1998, 7.400 km
    Von Alaska bis nach Patagonien 2001 bis 2003
    Vom Nordkap nach Neuseeland 2010, das er im Alter von 70 Jahren erreichen wollte
    Von Basel über den Balkan nach Istanbul, weiter bis Indien, Südostasien nach Singapur und nach Invercargill Neuseeland 2011- 2012
    Australien Savannah Way und die Gibb River Road in Australiens Norden 2013 Umrundung seines neuen Heimatkontinents Australien 2014

Tilmann Waldthaler veröffentlichte bisher 17 Bücher und ist Dauergast in einschlägigen Fahrradabenteuer-Magazinen, die sein markantes Konterei auch gerne auf die Titelseite nehmen. Auf Vortragstouren begeistert er sein Publikum.

SCHILDERSTRASSE AUSTRALIA

Doch Tilmann Waldthaler kann man nicht festlegen. Er hat zwar jetzt in Australien ein Zuhause gefunden, doch da hält es ihn, wie man an seinen neuen Touren sieht, auch nicht lange. Immer wieder bricht er zu größeren und kleineren Fahradabenteuern auf und erkundet den Roten Kontinent – und hält Wort. Er ist dabei auf der Suche nach Schildern, die er zu Klaus Beer sendet, die dieser im Fernweh-Park in der SCHILDERSTRASSE AUSTRALIA präsentiert.

Klaus Beer: „Da Tilman selbst ein super Typ ist, wollte ich ihn nicht nur in den „Signs of Fame“ verewigen, sondern ihn gleichzeitig ein kleines Denkmal setzen. Deshalb habe ich ihm diese Schilderstraße Australia gewidmet. Da sind auch so tolle Schilder dabei, die man gar nicht im Freien anbringen kann. Das sind wunderschöne License Plates mit australischen Motiven. Diese sollen einmal in dem geplanten Star-Museum, zusammen mit den Handabdrücken der Stars und besonderen Utensilien von Abenteurern und Prominenten besonders zur Geltung kommen.“

Im Kopfkino wegträumen nach Down under

Wenn Besucher des Fernweh-Parks nun vor der „Schilderstraße Australia“ stehen, können die sich im „Kopfkino“ nach down under“ wegträumen. Denn diese Schilder findet man nur dort, in Australien eben. Jetzt aber auch auf einem Punkt konzentriert präsentiert an mehreren Pfählen, wo sie Fernweh nach den Roten Kontinent verursachen.

So spektakulär seine Fahrradtlouren um die ganze Welt auch klingen mögen, Tilmann Waldthaler bezeichnet sich selbst nicht als „Extremradfahrer“. Er legt Wert darauf, sich selbst nie unter Zeitdruck gesetzt zu haben. Er sagt (Zitat Wikipedia: „Unterwegs habe ich mir die Zeit geschenkt, das heißt ich habe nicht um ein bestimmtes Pensum kämpfen müssen. (…) Ich habe so etwas nie gemacht, ich habe mich nie vergewaltigt in diesem Sinne. Ich bin immer mit der Natur gefahren.[

2007: Besuch im Fernweh-Park

„Ich plane kaum, sondern fahre von A nach B und dazwischen passieren Sachen“, sagt Tilmann Waldthaler weiter – so auch sein spontaner Besuch im Fernweh-Park: „Here I’am“.

28. Oktober 2007: Im August dieses Jahres ist Tilmann Waldthaler von Down Under nach good old Germany geflogen, plant Vorträge, schließt Sponsorverträge ab. Und schreitet heute zum ersten Mal seit der Entstehung entlang SEINER „Schilderstaße Australia“. „Tolle Sache Klaus, was Du hier gemacht hast“, sagt er, „meine Unterstützung hast Du jederzeit.“

Beim Bummel durch die Schilder aus Australien kommen Erinnerungen auf:

„SAVANNA WAY“ – eine Piste, quer durch den australischen Kontinent. Ein Fernweh-Traum, ein Alptraum bei Gluthitze, unbarmherzig, ein australisches Abenteuer. Schmerz, Freude, aber unendliche Freiheit… „Und HIER bin ich durchgefahren…„ sagt Tilmann Waldthaler und deutet auf das Schild.

Dabei plaudert der Moutainbike Globetrotter, auch ein bischen aus dem Nähkästchen. Denn Klaus möchte wissen, wie sich ein Tag so im Irgendwo und Nirgendwo auf der Welt so gestaltet…

Ein Fahrradtag des Tilmann Waldthaler – Irgendwo im Nirgendwo

„Mein Tag beginnt um fünf Uhr. Das habe ich mir von der Natur abgeschaut: Sobald es hell wird, gehen die Blumen auf, die Tiere kommen heraus… Es ist eine sehr angenehme Zeit des Tages, kühl, Ruhe… Deswegen packe ich Zelt und Schlafsack sofort zusammen und fahre los, frühstücke später. Ich fahre so ca. 70, 80 km, bis zehn, elf Uhr, bis es richtig heißt wird. Dann raste ich, esse mein Müsli, kümmere mich um Wäsche und Ausrüstung, schaue mir etwas an, achließend kaufe ich fürs Abendessen ein und koche oder gehe etwas essen. Gegen drei, vier Uhr fahre ich nochmal los bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit…“ (Auszug aus „RADtouren, 5/07)

Klaus Beer hat einen Heidenrespekt vor seiner Fitness. Denn Fahrradfahren ist nichts für Klaus. Viel zu anstrengend. „Dafür schleppe ich halt meine Filmausrüstung durch Wüsten und durch Gebirgsbäche“, sagt er, wie man auch in seinen neuen Film „Shooting Wild West – Traumlandschaften im Visier“ sehen kann. (www.terra-film.de) Jedem das seine.

Auch Klaus war als Weltenbummler und Filmemacher schon in den verschiedensten Regionen der Welt unterwegs und hat seinen ersten großen 16-mm Film in Australien gedreht. Er ist dort mit dem Campmobil quer duch das australische Outback gefahren. So auch der Titel seines Films „TransAustralia – Rotes Abenteuer Outback“.

Zu Besuch in Beers Bazar

Tilmann Waldthaler wird von Klaus und Erika Beer nach dem Besuch des Fernweh-Parks noch in dessen Wohnung eingeladen, in der sich Tilmann richtig heimisch fühlen kann. Denn der Vorsaal der Beer`s ist ein richtiger kleiner Bazar. Da hängen an den Wänden Batiken, Mützen, Käppchen, Dolche, Butterlampen und vieles mehr, alles Gegenstände, die Klaus von seinen Reisen aus Indien, Nepal, Thailand, Sri Lanka, Ladakh, Südafrika, Syrien, Jordanien und vielen Ländern mehr mitgebracht hat.

Tschüß Tilmann Waldthaler, wir wünschen Dir weiterhin alles Gute auf dem Fahrradsattel. Lebe Deinen Lebenstraum weiter – nun in down under Australia.

Am 18. Februar 2017 schrieb Tilmann Waldthaler auf Facebook: „Seit meinem letzten Aufenthalt in Europa 2016 habe ich hier in Australien mit dem Bike 5230 Km abgestrampelt. Bis September 2017 möchte ich auf 10.000 km kommen.“

Dazu wünschen wir Dir lieber Tilmann weiterhin viel Kraft und Freude und ein kleiner Hinweis mit dem „Schilderpfahl“: „Wir freuen uns natürlich über jedes weitere neue Schild, das durch Dich vom Roten Kontinent Einzug in die SCHILDERSTRASSE AUSTRALIA findet.“

Ein Gedanke zu „Schilderstraße AUSTRALIA

  • 5. März 2017 um 11:38
    Permalink

    Lieber Klaus,
    ich habe soeben die neue Website vom Fernweh-park gesehen. Alle Achtung, denn die Arbeit welche Du hier vollbringst ist erstaunlich und bewundernswert. Danke für die Neugestaltung. Sobald ich meine neue Website habe, werde ich einen Link organisieren. Besten Dank und alles alles Gute.
    Liebe Grüsse von uns hier in Cairns Tilmann und Renate

    Antwort

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