Freddy Quinn

Wenn es um „Fernweh“, fremde Länder und Seefahrt geht, gibt es seit über 50 Jahren nur einen Namen: FREDDY QUINN. Doch diesen Star der Superlative mit über 50 Millionen verkaufter Schallplatten nur auf dieses Genre festzulegen, wäre falsch. Freddy Quinn ist nicht nur Sänger, sondern auch Leinwandstar, Theaterschauspieler, Zirkusartist und Fernsehmoderator.

FREDDY QUINN – ein Mann und seine (Seemanns) – Lieder. Wer kennt sie nicht? „Unter fremden Sternen“, „Heimatlos“, „Die Gitarre und das Meer“, „La Paloma“ und natürlich sein wohl größter Erfolg: „Junge komm bald wieder“. In den Fünfziger und Sechziger Jahren dreht er auch viele Kinofilme, wie z.B. „Freddy, die Gitarre und das Meer“, „Freddy und das Lied der Südsee“ oder „Freddy, Menschen, Tiere, Sensationen“. Freddy Quinn, der „Junge aus St. Pauli“, mit Goldenen Schallplatten und Preisen geradezu überhäuft, ist schon zu Lebzeiten eine Legende.

Freddy Quinn wurde in Wien geboren, zog aber mit seinem Vater in die USA und besuchte in Morgantown/West Virginia die Grundschule. Englisch wurde seine zweite Muttersprache. Während des 2. Weltkriegs kam er durch Kinderlandverschickung nach Ungarn. Auf der Flucht vor der Roten Armee gelang es ihm, sich den GIs als Amerikaner zu verkaufen und wurde 1945 auf Ellis Islang gebracht, dann aber wieder zurück geschickt nach Antwerpen. So lernte er Niederländisch und Französich sprechen.

Bereits in Jugendzeit reiste er per Autostopp durch Südeuropa und Nordafrika. Bei seinem Wanderleben bei Zirkusunternehmen entstand seine Liebe zum Zirkus. Er ließ sich als Akrobat und Seilläufer ausbilden. Bereits vor Fremdenlegionären sang er Lieder von Sehnsucht und Heimweh. 1954 wurde er in der Washington Bar in Hamburg St. Pauli von Jürgen Roland und Werner Baecker entdeckt. 1956 wurde die B-Seite seiner Platte mit dem Titel „Heimweh“ (Memories Are Made of This) in Deutschland zur meistverkauftesten Platte des Jahres. Es folgten Musikfilme, die auf seinen Vornamen zugeschnitten waren.

Seine Lieder, die von der See, Freiheit und der weiten Welt, von Abschied, Einsamkeit und eben Fernweh handelten, fanden gerade im Nachkriegsdeutschland ein großes Publikum.  Später folgte ein Song gegen den Vietnamkrieg „Eine Handvoll Reis“ und sein letzter Nummer 1 Hit: „Hundert Mann und ein Befehl“. 1974 sang er bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft vor 62.000 Zuschauern und 600 Millionen TV-Zuschauern mit den Fischer-Chören das Lied „Das große Spiel“.

Sein Faible für den Zirkus zeigte er z.B. bei „Stars in der Manege“, wo er mit spektakulären und ungesicherten Hochseilauftritten das Publikum begeisterte. Mehrfach moderierte er die ZDF-Sendung „Zirkus, Zirkus“, wo er auch Regie führte. 1981 trat er in der Carnegie Hall in New York auf. Auf zahlreichen Tourneen und in Fernsehsendungen blieb er immer präsent. Freddy Quinn spricht sieben Sprachen und hat in zwölf gesungen – um es zu wiederholen – er ist schon zu Lebzeiten Kult.

Ab 2009 hat der sich völlig aus dem Rampenlicht zurück gezogen und gab keine Interviews mehr. Er soll in Hamburg, „seiner Stadt“, zurückgezogen leben.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 11. Januar 2003.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf Freddy Quinn in der Freiheitshalle Hof.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von FREDDY QUINN in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie hochauflösend in voller Größe und Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Gehen Sie mit uns auch auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte – Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit FREDDY QUINN. Back to the roots sozusagen… 

So mit 12, 13 Jahren, war für Klaus Beer „Freddy“ der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer und legte in jungen Jahren jene Sehnsucht und Träume von fremden Ländern in sein Herz, die ihn bis heute hinaus in die Welt treiben.

Klaus Beer: „Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong…“ allein diese Textzeile aus dem Lied ‘Unter fremden Sternen’ jagte mir Gänsehaut über den Rücken, ließ mich in Gedanken in fremde Kulturen eintauchen und entfachte in mir jenes sprichwörliche FERNWEH, dem ich bis heute verfallen bin. Ich habe das Lied sooft gespielt, bis die Platte kaputt war“.

Der eigentliche „Vater des Fernweh-Parks“

Jetzt standen sie sich gegenüber. Freddy Quinn und Klaus Beer. Der eigentliche „Vater des Fernwehs“ und der heutige „Fernweh-Macher“, der nicht musikalisch, sondern mit seinen Filmproduktionen, Bildbänden und dem „Fernweh-Park“ Freddy Quinns Erbe in optischer Vielfalt an sein Publikum weitergibt. So war es einfach ein Muss, das persönliche Idol des Fernwehpark Initiators mit einem persönlichen Grußschild im Fernweh-Park zu verewigen.

Klaus Beer: „Ohne Freddy und seine Liedern in meiner Jugendzeit hätte ich dieses Fernweh nie verspürt. Und ohne meine daraus resultierenden Reisen und Filme gäbe heute den Fernweh-Park nicht. So kann man Freddy als den eigentlichen „Vater des Fernweh-Parks“ bezeichnen.“

Freddy-Quinn-Saloon

Als Herr Quinn von seiner Aufnahme in die „Signs of Fame“ erfuhr, sagte er zu Klaus Beer am Telefon: „Ich bringe nicht ein Ortsschild mit, sondern ich habe da etwas ganz Besonders. Ein Schild, das einmal Dekoration in einer Fernseh-Sendung war. Nun schenke ich es Ihnen für den Fernwehpark, wo es sicher viel mehr gesehen wird als bei mir zuhause“.

Klaus Beer freute sich natürlich sehr über dieses ganz besondere und persönliche Geschenk von Freddy Quinn, hat er doch auch schon von Peter Kraus einen ganz persönlichen Schildergruß erhalten – das Schild „Peter-Kraus-Platzl“, das bei ihm in der Garage hing. Und sein Jugendschwarm Wencke Myhre brachte ihm ihr Heimatorschhild „Qyer“ mit.

Chemiefilms statt Digital – und keine Handabdrücke

Was waren das für Zeiten. Klaus fotografierte damals noch mit dem guten alten Chemiefilm. Musste nach 36 Aufnahmen immer eine neue Filmpatrone einlegen. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge dann auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2003 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich. Historische Zeiten eben.

Zudem stand kein kein offizieller Fotograf zur Verfügung. Fotoshootings bis zu 400 Bilder pro Starevent wie heute gab es damals nicht. Es wurde nur ein paar Mal auf den Auslöser des Fotoapparat gedrückt. So gibt es für dieses schöne und wichtige Startreffen – für die „Grundlage des Fernweh-Parks“, nur diese wenigen „Beweisbilder“ aus Papierbildabzügen.

Die Aufnahme in die „Signs of Fame“ wird mit Handschlag besiegelt.

Klaus Beer: „Freddy Quinn hat die ganze Welt bereist, und war zwischen seinen Auftritten immer irgendwo auf unserer Erde unterwegs. Er besitzt einen ganz speziellen Humor und auch jene gewisse Kantigkeit, die ihn in der Welt bestehen ließ. Seine so viel besungenen Träume haben seine Augen nicht vor der Realität verschlossen. Er kennt wie ich die ‘Hinterhöfe der Welt’ zu genau und macht sich viele Gedanken um Umwelt und Bestand der letzten Paradiese auf unserem wunderschönen blauen Planeten Erde. Und das finde ich einfach nur super. Zusammen mit Pierre Brice wird Freddy Quinn, meine beiden Vorbilder aus der Jugendzeit, immer meine Idole bleiben.“

Unter fremden Sternen

Während Freddy Quinn in Klaus Beers Bildband „Alaska-Highway No 1“ blättert, hält er auf einer Seite inne und deutet auf eine Landschaft, die ihn besonders zu fesseln scheint: „Das sieht so ähnlich aus, wo ich 1956 meinen schönsten Film drehte“, sagt er. Sein schönster Film? „Das war ‘Unter fremden Sternen’. Wir drehten damals in Kanada, nur Landschaft, keine Menschenseele, es war einfach wunderbar“.

Klaus Beer bekommt glänzende Augen, schließt sich doch plötzlich der Kreis des Fernwehs. Denn „Unter fremden Sternen“ war auch SEIN FILM. Klaus verbindet diesen, allein schon vom Titel her, immer mit Freddy Quinn. „So wie nur Pierre Brice Winnetou sein kann und immer bleiben wird“, sagt Klaus, und summt die Melodie „Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong…“ und Freddy textet dazu: „Steht eine Würstchenbude am Elbestrand…“ So ist Herr Quinn eben, den man in kein Klischee pressen kann. Klaus Beer. „Und fast jeder Satz, der von ihm kommt, hat es in sich. Man hat mit seiner, dieser Antwort oft nicht gerechnet – und muss sich schon genau überlegen was man sagt. Die Konversation mit Herrn Quinn fordert. Bei ihm gibt es keinen oberflächlichen Smalltalk…“

Wiedersehen mit Freddy – „get your kicks…“

Bei einem zweiten Treffen mit Freddy Quinn in Nürnberg überreichte Weltenbummler und Filmemacher Klaus Beer dem ebenfalls weit gereisten Star seinen Bildband „Route 66 – Die Legende lebt“, ein Geschenk wie es passender nicht sein könnte für jemand, der Amerika wie seine Westentasche kennt.

Klaus Beer: „Herr Quinn, ich wünsche Ihnen viel Fernweh damit. Get your kicks…on Route 66“. Denn ihn nur mit „Freddy“ anzusprechen, hört er nicht gern. Als Gentleman der alten Schule legt der Künstler großen Wert auf die Wahrung von Umgangsformen. Und das ist auch gut so.“

Steinzeitlich: Arbeiten mit Rollfilm

Was waren das für Zeiten. Klaus fotografierte zudem noch mit dem guten alten Chemiefilm. Musste nach 36 Aufnahmen immer eine neue Filmpatrone einlegen. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge dann auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2001 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich. Zudem stand bei dem so wichtigen Treffen leider kein offizieller Fotograf zur Verfügung. So gibt es nur ein paar wenige „Beweisbilder“, aus Papierbildabzügen, in demensprechender nicht so guter Qualität – und das ausgerechnet bei so einem wichtigen Treffen: der Grundlage aller Aktivitäten von Klaus Beer, die in Jugendjahren durch Freddy Quinn bei ihm in Gemüt und Seele gepflanzt wurden und sein ganzes Leben bestimmen sollten…“

Auch waren im Jahre 2003 die Handabrücke gerade im Entstehen. Man pobierte noch am obtimalsten Gemisch, so dass die Hände von Freddy Quinn leider nicht in Ton verewigt werden konnten.

Das 1. Treffen

Klaus Beer traf Freddy Quinn insgesamt drei Mal. Das erste Mal 1995, als er seinem großen Idol seine ersten beiden Bildbände „Fernweh – Mit der Kamera um die Welt“ schenkte.

Freddy Quinn ludt Klaus Beer in der Hofer Freiheitshalle in seine Künstlergarderobe ein, wo Klaus für „Freddy Quinn“ seine beiden Bildbände signierte und man sich ungestört über gemeinsame Reisen in der Welt unterhielt. Im Gegenzug setzte „Freddy“ seinen Namenszug auf ein Filmplakat von Klaus Beer`s Film „TransAustralia – Rotes Abenteuer Outback“.

Freddy-Quinn-Gedächnis Park

Damals gab es den Fernweh-Park noch gar nicht, der erst drei Jahre später, am 09.11.1999, entstand. Sinnigerweise hatte Klaus Beer seine Bildbände aber schon mit „Fernweh“ betitelt.

Als man dann für das Projekt einen Namen suchte spielte Klaus mit dem Gedanken, Freddy Quinn, durch den das Friedensprojekt letztendlich entstanden ist, den Park zu widmen. Klaus sprach dabei selbst mit Quinn am Telefon darüber, doch dieser meinte: „Ich fühle mich zwar sehr geehrt, doch was ist, wenn ich nicht mehr bin, da kennt mich doch niemand mehr und mein Name ist dann mit Ihrem Projekt verbunden…“

Ein tolles Geschenk für das Fernweh-Park „Star-Musuem“

Klaus telefonierte danach noch ein paar Mal mit seiner Managerin Lilli Blessmann in Hamburg, mit der der Künstler, wie erst 2004 zu erfahren war, verheiratet war. Und da man sich mittlerweile kannte, machte Freddy Quinn Klaus 2012 ein tolles Geschenk.

Eines Tages traf bei Klaus Beer ein dickes Kuvert aus Hamburg ein – von Herrn Quinn höchstpersönlich. Es fühlte sich weich an. Was da wohl drin ist? Als Klaus es öffnete, traute er seinen Augen nicht. Darin befand sich, säuberlich zusammengefaltet, das Original Kostüm, das Freddy Quinn in dem 1964 gedrehten Film „Freddy-Tiere-Sensationen“ auf dem Hochseil trug. Aus blauem Stoff, mit Bailetten bestückt. Und die dünnen Drahtseil-Schuhe waren auch mit dabei.

Klaus Beer freute sich sehr über dieses ganz persönliche, wertvolle Geschenk, das einmal in dem geplanten Star-Museum des Fernweh-Parks ausgestellt werden soll.

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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