Rüdiger Nehberg „Sir Vival“

RÜDIGER NEHBERG, gelernter Konditor, Schriftsteller, Vortragsreisender und Menschenrechtler, fuhr von 1951 bis 1960 mit dem Fahrrad die halbe Welt.

1972 war er erstmals mit einem selbstgebauten Boot auf dem Blauen Nil unterwegs, setzte sich ab 1980 für das Indianervolk der Yanomami in Südamerika ein, überquerte mit einem Tretboot den Atlantik und machte mit weiteren spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam. U.a. marschierte er bei der „Human Race“ im Wettstreit mit einem Iron Man und einem Aborigine zu Fuß durch das australische Outback, überquerte mit der Aktion „The Tree“ auf einem Floß den Atlantik und ließ sich 2003 mit einem Hubschrauber ohne jegliche Ausrüstung im brasilianischen Urwald absetzen, um den Regenwald mit all seinen Gefahren zu bezwingen.

Aufsehen in der Gesamtbevölkerung erreichte er durch das Verspeisen von im allgemein als ekelig empfundenen Würmern, Insekten und Kleintieren. U.a. kratzte er auf einem Fußmarsch durch Deutschland totgefahrene Igel von der Straße, da er sich mit nichts anderem ernähren wollte, als von dem, was er am Wege vorfand. So gilt Nehberg als „Überlebenskünstler“ und machte „Survival“ – die Kunst des Überlebens in der Wildnis, einer breiten Masse zugänglich. Er wurde diesbezüglich auch „geadelt“ und als „Sir Vival“ bezeichnet.

Im Jahre 2000 gründete er die Menschenrechtsorganisation TARGET, mit der er große Erfolge in der Beschneidung von Frauen in islamisch geprägten Ländern führt. Dafür erhielt er 2008 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Weiteres dazu und seine bereits erzielten großen Erfolge und seine letzte große Vision – am Ende unserer Bilderstory…

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernwehparks am 09. Oktober 2000.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf Rüdiger Nehberg mehrmals, das erste Mal im Jahre 2000 im Fernweh-Park.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von RÜDIGER NEHBERG in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE


Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Gehen Sie mit uns auch auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte – Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit RÜDIGER NEHBERG. Back to the roots sozusagen…

Rüdiger Nehbergs Geschenk für das Fernwehpark „Star-Museum“

Neben den Ortsschildern aus aller Welt und Star Schildern im Fernweh-Park sollen in einem geplanten „Star-Museum“ auch Gegenstände präsentiert werden, die von berühmten Abenteurern stammen, auf spektakulären Expeditionen eine Rolle spielten oder einfach in besonderer Geschichte zu dem Star stehen. Aber auch Künstler können neben Ihren Handabdrücken auch etwas Persönliches beisteuern.

Und einige Stars haben Fernwehpark Initiator Klaus Beer schon etwas mitgebracht. Nach einem Original-Bühnen-Cowboystiefel, den die bekannte Countrymusic-Gruppe TRUCK STOP auf ihr Hamburg-Schild nagelte und einer Schallplatte des „deuschen Elvis“ Peter Kraus, signierten Boxhandschuhen von Vitali und Wladimir Klitschko und Henry Maske, Skier von Arved Fuchs  u.v.a.m. wurde die Sammlung nun um eine echte „Fernweh-Attraktion“ bereichert. RÜDIGER NEHBERG vermachte Klaus Beer seinen Original WASSERKARREN, den er bei der spektakulären Australien-Durchquerung „HUMAN RACE“ 1996 mit sich führte und der in der damaligen ZDF-Reportage eingehend zu bewundern war.

Medienspektakel

Als Rüdiger Nehberg den Fernweh-Park besucht, ist dieser noch ganz jung. In einem Monat wird er 1 Jahr alt. Und da Klaus Beer Rüdiger Nehberg schon immer sehr bewundert hat und er zudem das Thema „Fernweh“ und „Abenteuer“ wohl wie kein Zweiter auslebt, wollte er ihn unbedingt im Fernweh-Park verewigen. Und zwar so schnell als möglich. So zählt SIR VIVAL, wie der Überlebenskünstler auch genannt wird, mit zu den ersten Stars im „Signs of Fame“.

Im Beisein diverser Fernsehteams wie SAT 1, des Bayer. Rundfunks und Oberfranken TV sowie zahlreicher angereister Journalisten, übergab der durch Regenwürmer verspeisende und mit Vorliebe im Eismeer badende bekannt gewordene Konditormeister aus Hamburg das gute Stück an Fernweh-Park Initiator KlausBeer.

The Tree

Danach stellte der Abenteurer und Autor von bislang 18 Büchern die dazugehörige Geschichte mit seinem soeben erschienen neuen Werk, „The Tree“,vor. Ein Boot, geschnitzt aus einem 17 Meter langen Baumstamm, mit dem er am 4. April 2000 – nach 43 einsamen Tagen und 2000 Seemeilen auf dem Atlantik in Fortaleza an der Nordostküste Brasiliens landete.

Auf dem 30 Quadratmeter großen Segel seines Gefährts steht der Apell seiner Menschenrechtsorganisation an die brasilianische Regierung: „500 Jahre Brasilien – Schützt die Indianer – Respektiert ihre Landrechte – Erhaltet den Regenwald“. Bei seiner Ankunft in Brasilien bot sich Nehberg ein großer Empfang. Neben zahlreichen Medien wird er von Vertretern indianischer Organisationen und Mitarbeitern der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) willkommen geheißen. So soll ein Bild seines Bootes auch sein STAR-SCHILD zieren, das einige Zeit später für ihn angefertigt wird.

HUMAN RACE: Der berühmte Wasserkarren

In seinem Buch beschreibt Nehberg drei noch nie veröffentlichten Abenteuer: eben jene Atlantik-Überquerung auf dem Baumstamm, seine Zeit in jordanischen Gefängnissen und den AUSTRALIENMARSCH, auf dem er 700 Wüstenkilometer durch das australische Outback mit einem amerikanischen Spitzensportler und einem australischen Ureinwohner durchquerte. Auch bei dieser um die Welt gehenden sportlichen Herausforderung, Survival-Spezialist gegen Naturmensch und Extremsportler, wollte er auf das bedrohte indianische Naturvolk der Yanomami im brasilianischen Urwald hinweisen. Und immer mit dabei, für Nehberg überlebenswichtig, der WASSERKARREN.

Rüdiger erzählt nochmal am Fernweh-Park: „Drei Männer unterschiedlichster Prägung sollten durch das knochentrockene, australische Outback laufen. Um die Wette versteht sich. Und nicht gemeinsam, sondern jeder auf einer anderen Route, jeder auf eigene Faust. Alles was wir zum Überleben brauchten, mußten wir entweder mitnehmen und das heißt schleppen – oder unterwegs suchen. Wer Fremdhilfe annahm, schied aus. Diese Aufgabe reizte mich zunächst vom Survival her. Sie faszinierte mich noch mehr, als ich hörte, wie verschieden wir waren.“

„Da war der junge Amerikaner, der Jugend, Kraft und Zukunft vertreten sollte. Er war ein Iron Man, hatte aber von Survival keine blassen Schimmer. Dann war da ich, der „Opa aus Europa“ – Nehberg haut sich dabei lachend auf die Oberschenkel – „der sich alte Instinkte und Fertigkeiten reaktiviert hatte und es war da der Aborigine, der Ur-Einwohner. Er sollte zeigen, wie jemand den Busch meistert, der in Australien geboren ist, der sich am Sternenhimmel genauso auskennt wie mit der Pflanzenwelt.“ Sein einziges Handicap: er war schon 75 Jahre alt. Das Ende gestaltete sich jedoch völlig anders, als die Fernsehleute es erhofft hatten…“

Hier die Aufnahme von Rüdiger Nehberg in die „Signs of Fame“, noch ohne Handabdrücke. die nachgeholt wurden. Wie erwähnt, arbeitete man im Jahre 2000 noch mit dem guten alten Chemiefilm. Für die Fernwehpark Homepage mussten die Bildabzüge dann eingescannt werden. Demzufolge auch die Qualität der Bilder in dieser Bilderstrecke. Bei der Handabdruck-Aktion, drei Jahre später, wurde aber schon digital fotografiert.

An den Rädern – roter Sand aus dem Outback

Im Fernweh-Park hatten die zahlreichen Zuschauer nun das Vergnügen, Nehberg in sprühender Erzählweise zu erleben. Dynamisch und gestenreich gab er Hintergrundgeschichten über den Australienmarsch zum Besten, die man gleich indem noch druckfrisch mitgebrachten Buch nachlesen konnte. Und man konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass der Wasserkarren im harten Einsatz in down under war: An den Rädern klebte noch roter Sand des Outbacks.

„Ein neues Buch istimmer wie eine Geburt“, sagte er und signierte vor laufenden Kameras gleich eines für Klaus Beer’s Fernweh-Park. „Noch etwas rote Erde dazu?“, meint er schelmisch, und puhlt aus dem Relief eines Reifens des Wasserkarrens noch etwas festgepappte roten, australischen Sand…

Dann werden zwei Informationstafeln an einem der Fernweh-Pfähle angebracht. Auf einer ist Rüdiger Nehbergs Botschaft an die Besucher desFernweh-Parks zu lesen:

„ACHTUNG! Heute beginnt der Rest des Lebens. Nutzt die verbleibende Zeit. Schaut Euch die Welt an. Zieht Vergleiche. Dann werdet Ihr feststellen, wie saugut wir es in Deutschland haben“

Rüdiger Nehberg und Klaus Beer freuen sich, dass der raustralische Wasserkarren nun ein echtes „Fernweh-Zuhause“ gefunden hat. Und Rüdiger verriet Klaus seine neueste Aktion:

„Da muß ich laufen, rennen, da werden viele mich loshaben wollen, das wird das schwierigste sein, was ich jemals gemacht habe…. und wenn ich dabei draufgehe, ist’s mir auch egal… die Sache ist mir’s wert…da werden jeden Tag 5000 junge Mädchen an den Genitalien verstümmelt….dagegen muß ich etwas unternehmen!“

Ein STAR-SCHILD am 16.11.2002 für „Sir Vival“

Doch der weltbekannte Abenteurer ohne STAR-Schild? Das konnte nicht sein.

So wurde nachträglich ein entsprechendes Schild angefertigt, das Rüdiger Nehberg bei einem weiteren Treffen am 16.11.2002 signierte. Darauf ist sein Boot „The Tree“ abgebildet, mit dem er im Jahre 2000 auf das bedrohte Indiovolk der Yanomami im brasilianischen Urwald aufmerksam machte.

01.11.2003: Das Wiedersehen: HANDABDRÜCKE als Zeichen gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt

Jetzt fehlten nur noch seine Handabdrücke. Als Rüdiger Nehberg nach seinem spektakulären Dschungel-Marsch, bei dem er 14 Tage als verschollen galt, einen Vortrag in Bad Steben hielt, wurden diese natürlich nachgeholt. Und Nehberg wäre nicht Nehberg, würde er hier nicht etwas tun, was bislang keiner wagte… Er hob die Faust, und… Aber der Reihe nach.

Drei Jahre nach seinem Besuch im Fernweh-Park trifft Klaus Rüdiger wieder. Man ist längst per Du und beide freuen sich über das Wiedersehen. Klaus hat diesmal eine Tonschale mitgebracht.

Nach der Signierung folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist. So ist das zumindest heute der Fall. Doch wie man sieht, fehlte damals diese Stellage. Auch gab es das Messing Untergrundgestell für die Tonform sowie die Frontleiste mit dem Logo des Fernweh-Parks noch nicht. Die Tonplatte wird einfach auf einen Tisch gestellt. Folienfetzen hängen davon. Klaus Beer: „Heute undenkbar. Aber das waren halt die Anfänge des Fernweh-Parks. Alles hat sich aus der Praxis heraus entwickelt. Heute sträuben sich bei mir die Haare, wenn ich diese Bilder sehe.“ Doch nach bislang über 300 Stars steht Professionalität schon lange an 1. Stelle.

So werden heute für jede Bilderstory beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit. 2003 wurden aber noch nicht so viele Bilder gemacht. Auch achtete man da nicht so auf den Hintergrund, wo man Infoplakate an der Holzwand sieht. Heutzutage – undenkbar.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der  zweiten Begegnung mit mit RÜDIGER NEHBERG und aufzeigen, wie so ein Signs of Fame-Shooting, 2003 nannte man das noch Fotografieren, in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen zu so einem Startreffen, bitte sehr. Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen… (Hinweis: Bitte klicken Sie auf die Bilder, um diese groß und in hochauflösender Qualität zu sehen)

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

Dann aber wird es ernst. „Am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er später auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen…

Die Dampfhammer-Faust

Doch bei Rüdiger Nehberg ist keine Hilfestellung nötig. Der, sich sich selbst nicht schont und sich im Dschungel und zu Wasser oft bis zur Schmerzgrenze schindet, hebt die rechte Hand, ballt diese zur Faust und lässt sie mehrmals wie einen Dampfhammer auf seine Linke im Ton knallen. Klaus kann gar nicht hinschauen. Wahnsinn! Rüdiger Nehberg eben.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Rüdiger die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Rüdiger Nehberg, der die letzten Naturvölker unserer Erde besucht und dessen Sitten und Gebräuche kennengelernt hat, natürlich gerne mit.

Rüdiger Nehberg und Klaus Beer – nicht wegschauen

Und da auch Klaus Beer auf seinen Reisen, z.B. im Dschungel Venezuelas die Indios, in Indien, Nepal und Thailand Bergstämme, in Marokko die Berberstämme, in der Sahara die Tuaregs oder in Australien die Aborigines kennengelernt hat, mit all ihren Sitten und Gebräuchen, kann er nicht wegschauen, wenn auf der Welt irgendwo Unrecht geschieht. Damit all diese Menschen mit ihren eigenen Kulturen und Religionen in Frieden miteinander leben – dafür hat Klaus Beer den Fernweh-Park ins Leben gerufen.

Klaus Beer: „Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Nach über 30 Jahren Reisen mit der Filmkamera in der Welt (www.terra-film.de) unterwegs weiß ich, wie wunderschön unser blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Macht- und Geldgeilheit und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich habe mir deshalb geschworen eines nicht zu tun: Nämlich den Kopf in den Sand zu stecken, vielmehr werde ich versuchen zum Nachdenken aufzurufen, wachzurütteln, Zeichen zu setzen. So steht der Fernweh-Park, bewusst errichtet an einem magischen Datum, am 9.11.1999 – zehn Jahre nach dem Fall der Mauer – als Zeichen für grenzenlose Freiheit, Völkerverständigung und für eine friedvollere Welt. Und wenn viele Prominente mit ihrem bekannten Namen mithelfen, unsere Friedensbotschaft um die ganze Welt zu tragen, dann freuen wir uns darüber sehr und bedanken uns bei jedem neuen Star, der uns hierbei in der wohl schönsten Sache der Welt unterstützt.“

Und so verbindet Klaus Beer und Rüdiger Nehberg eines gemeinsam. Nicht wegschauen und denken, ich kann ja doch nichts bewirken. Nein. Im Gegenteil. Einmischen. Machen. Tun. Beide versuchen auf ihre Weise etwas zu bewegen.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ Rüdiger Nehberg in wunderschöner Schrift seinen Namenszug in die graue Masse.

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ bittet Klaus Rüdiger dann noch, das Fernwehpark Star-Mobil zu signieren. Das macht er natürlich gerne. Denn schon damals war das Auto ein Blickfang. Schon etliche Stars haben darauf unterschrieben. Doch 2003 war selbst auf der Kühlerhaube noch Platz, so dass sich Rüdiger Nehberg dort „austoben“ konnte. Neben seiner Unterschrift malt er einen „Fuß“ dazu.

Jahre später sind, wie man auf dem Bild sieht, Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs über und über mit Unterschriften verziert. Da fast kein freier Platz mehr zu finden war, ging es auf dem Dach weiter. Und später, als das „weiße Star-Mobil“ seinen Geist aufgab, wurden die Star-Autogramme auf dem nächsten, diesmal weinrotem Fahrzeug, fortgesetzt. Die Autoteile mit den wertvollen Star-Unterschriften sollen zusammen mit den Star-Handabdrücken in dem geplanten Star-Museum“ ausgestellt werden. 

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander, gegen Ausländerfeindlichkeit und für eine friedvollere Welt. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tollen Begegnungen mit RÜDIGER NEHBERG zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu sehen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislan güber 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von RÜDIGER NEHBERG, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Das 3. Treffen, 05.12.2004: RÜDIGER NEHBERGS neuestes Ziel: TARGET – Kampf gegen das Verbrechen an der Frau: Genitalverstümmelung

Wie bereits am Fernwehpark angekündigt, machte der Aktivist für Menschenrechtler auch im Kampf gegen die Verstümmelung der Frau Nägel mit Köpfen. RRÜDIGER NEHBERG gründete den Verein TARGET, was „Ziel“ bedeutet. TARGET will das Verbrechen an Frauen beenden, das vor allem in vielen afrikanischen Ländern praktiziert wird: Die weibliche Genitalverstümmelung, die einigen Ländern, unabhängig von Volkszugehörigkeit und Religion, auf über 5000 Jahre zurück reicht. So ist verdammt schwer, vielleicht sogar unmöglich, mit uralten Tradtionen zu brechen, vor allem wenn man das als Mensch aus einem völlig anderen Kulturkreis versucht.

Deshalb will RÜDIGER NEHBERG, zusammen mit einflussreichen Rechtsgelehrten des Islam, diesen grausamen Brauch der Frauenverstümmelung beenden und bedient sich dabei der Grundlage des Korans, der dieses Ritual als unvereinbar mit der Ethik des Islam sieht.

Klaus Beer traf Rüdiger Nehberg im Schmetterlingsparadies in Neumarkt/Oberpfalz, wo er in einem Vortrag in Wort und Bild sein abenteuerliches Leben schilderte. Neben seinem Kampf gegen die Ausbeutung der Yanomami Indianer, Grundlage seiner spektakulären Aktionen, um weltweites Aufsehen zu erregen, ging Nehberg ausführlich auf sein neues Ziel ein.

Für seine Ausführungen hatte er ein großes Transparent mitgebracht. Darauf steht in knappen Sätzen die wichtigste Botschaft. Und ein Mädchen ist darauf abgebildet. Laila. Die seit ihrer Verstümmelung nicht mehr spricht.

Rüdiger Nehberg hat diesem Wahnsinn den Kampf angesagt. Einzelkämpfermäßig. Denn seine Organisation umfasst nur sieben Leute. Das macht TARGET reaktionsschnell, unkonventionell, flexibel, wie er sagt.

Den Verein TARGET unterstützt zudem ein hochqualifizierterr Beraterstab. Nehberg findet nicht nur im Deutschen Orient-Institut in Hamburg und in der der Ärtzteschaft, sondern in den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, auch im Zentralrat der Muslime und im Auswärtigen Amt. Sogar unter den geistlichen Führern in Afrika. Darüber hinaus basiert die die Power von TARGET auf einem Förderkreis, der auch Fernwehpark Initiator Klaus Beer angehört, d.h. mit einer jährlichen kleinen Spende möchte er sein Schärflein für die Arbeit von Rüdiger Nehbergs beitragen.

Wer Rüdiger Nehberg im Kampf gegen dieses Verbrechen an den Frauen unterstützen will, kann sich unter www.target-human-rights.com weiter informieren. (Quelle: Rüdiger Nehbergs Broschüre, die mit angefordert werden kann)

Das 4. Treffen, 25.11.2018: Freiträumertag in Plauen

Beim aktuellen des von Mario Goldstein initiierten „Freiträumer-Tag“ in Plauen, wo Rüdiger Nehbeg mit seinen „Lagerfeuer-Geschichten“ das Publikum begeisterte – und am Ende Staning Ovation erhielt, gab es ein weiteres, herzliches Wiedersehen zwischen Klaus und Rüdiger. Klaus Beer und der Fernweh-Park Verein e.V. waren wie im jedem Jahr auch diesmal wieder vor Ort und stellten mit drei Rollups den NEUEN Fernweh-Park im Markt Oberkotzau einem Zielpublikum vor – also Leuten, die gerne reisen, sich für fremde Länder und damit landeskundliche Vorträge interessieren, eben mit „Fernweh“ im Herzen. Gerne stellte und kniete sich Rüdiger Nehberg vor die Schilderwand und es gab ein hübsches Wiedersehensfoto.

Zwischenzeitlich hat Rüdiger Nehmberg und seine Frau Annette mit TARGET, ihrem ZIEL, viel erreicht im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Im November 2006 organisierte und finanzierte TARGET eine Konferenz unter der Schirmherrschaft des ägyptischen Großmuftis Ali Gomaa an der al-Azhar-Universität in Kairo. Das Ergebnis: Führende islamische Rechtsgelehrte verurteilten diese Frauen herabwürdigenden Praxis. Im März 2009 besuchte Nehberg gemeinsam mit Tarafa den islamischen Rechtsgelehrten und Publizisten Baghjati Yusuf al-Qaradawi in Katar. Dieser gilt als die wichtigste zeitgenössische Autorität des sunnitischen Islam.  Nach der Unterredung bezeichnete al-Qaradawie in einer ausgefertigten Fatwa die genitale Verstümmelung von Mädchen als „Teufelswerk“, das unter allen Umständen verboten werden muss, da sie gegen die Ethik des Isam verstößt. (Quelle: Wikipedia)

Das alles hat Rüdiger Nehberg erreicht. Wie sagte der jetzt 83-jährige beim Freiträumer-Tag:  „Mir läuft langsam die Zeit davon. Ich konzentriere mich jetzt nur noch auf mein, unser Ziel“, und schaut dabei seine Frau Annette liebevoll an.

Die Wüstenklinik

Auch schufen Rüdiger und Annette Nehberg-Weber in der Danakil-Wüste Äthiopiens, in Faras Dagge, eine Wüstenklinik, durch die schon viele Menschenleben gerettet werden konnten. Hier war, wie Rüdiger sagt, besonders seine Frau maßgeblich an der Planung beteiligt. „ich hätte da nur einen Krankenhaus-Kasten hingestellt“. Wenn man die Bilder von der Klinik sieht, wirkt sie allein schon optisch wie eine Oase, wie ein Paradies im „Höllenloch der Schöpfung“, wie die Danakil-Desert auch bezeichnet wird. Der „Fernweh-Park verneigt sich vor dieser großartigen Leistung !

Vision Mekka

Und Rüdiger Nehberg  hat mit TARGET eine große Vision: er möchte in Mekka, im Zentrum und im Herzen des Islam verkündigen: „Weibliche Genitalverstümmelung ist ein strafbares Verbrechen, das gegen die höchsten Werte des Islam verstößt. Sie ist Sünde.“ Zitat Rüdiger Nehberg: „Wenn in Mekka, in der Hauptpilgerzeit, in der Millionen Menschen aus aller Welt hierher pilgern, Männer und Frauen, auch verfeindete islamische Strömungen, um gemeinsam zu Allah zu beten, wenn alle diese Botschaft hören, dann würde sie sich wie ein Lauffeuer um die Erde verbreiten, und das Verbrechen an den Mädchen hätte ein Ende.“

Klaus Beer: „Wir, der Fernweh-Park, können uns nur vor Rüdiger Nehbergs großer Tat und der Mithilfe seiner Frau verneigen und hoffen, dass ihm noch viel Kraft und Jahre geschenkt werden, um seine große Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wir, der Fernweh-Park und ich als Initiator des Projekts, werden jedenfalls alles Machbare tun, um Menschen auf sein großes Hilfswerk TARGET aufmerksam zu machen und sie bitten, für dieses zu spenden. Wir selbst haben als gemeinnütziger Fernwehpark Verein leider nicht die Mittel dafür, da wir selbst auf Sponsoring angewiesen sind um existieren zu können – aber wir wollen sein tolles Projekt bei Führungen und Vorträgen im Fernweh-Park gerne weiter verbreiten… „

Und: Starten Sie Ihre eigene Spendenaktion für TARGET: Zum Geburtstag, Jubiläum, zu einem ganz besondeen Ereignis, spenden Sie den Erlös aus einem Flohmarkt oder Marathon, der Ideen sind keine Grenzen gesetzt: Weitere Infos: www.target-nehberg.de/aktion. / aktion@target-nehberg.de / www.target-nehberg.de

SOS Amazonas

Auch gibt es die Möglichkeit ein Hilfsprojekt für die Waiapa-Indianer in Brasilien zu unterstüzten. Sie können auch eine Urwald-Patenschaft übernehmen: Barrieren zum Schutz des Amazonas Regenwaldes und der indigenen Völker Brasiliens. amazonas@target-nehberg.de / www.target-nehberg.de

 

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.