Willie Nelson

In der Reihe großer Namen wie Johnny Cash, John Denver und Garth Brooks zählt WILLIE NELSON zu der Elite der amerikanischen Countrystars und – als OUTLAW der Countrymusic, da er diese immer in ureigendster Form bevorzugte – mit Gitarre einfach und Texten, in denen er auch brisante Themen anging. Vor allem aber wollte er sich im Rahmen der Outlaw-Bewegung, die sich regelrecht um ihn scharte, von kommerziellen Banden Nashvills befreien.

Mitte der 80er Jahre trat er mit weiteren Countrygrößen wie Johnny Cash, Kris Kristofferson und Waylon Jennings unter dem Namen „Highwaymen“ auf. Diese Verbindung begeisterte zehn Jahre lang auf Welttourneeen. Doch der Ruhm, aber auch Tiefen des Lebens veränderten den schmächtigen Mann mit dem schulterlangen Haaren nicht. Er blieb sich immer treu.

Willie Neson war mit 22 Nummer 1 Hits und 14 Nummer 1 Alben in den Billboard-Country Charts vertreten. Zu seinen bekanntesten Songs zählen „On the road again“, „Blu Eyes Crying in the Rain“, „Always on My Mind“ oder „City of New Orleans“.

Nelson ist aber auch auf der Kinoleinwand präsent. Er spielte in fasg 40 Film- und Fernsehproduktionen mit. Bereits 1979 war er neben Robert Redford und Jane Fonda in dem Film „Der elektrische Reiter“ zu sehen. Sein letzter Film erschien 2008 mit dem Titel „Beer for My Horses“. Weiter zählt er laut „Rolling Stone“ zu den 100 besten Gitarristen der Welt. Heute lebt Willie Nelson, der eine Cherokee-Indianerin heiratete, in Austin/Texas. Zu seiner Aufnahme in die „Signs of Fame“ Deutschland signierte er deshalb auch ein Ortsschild seiner Heimatstadt Austin für den Fernweh-Park.

Noch nach seinem 80. Geburtstag begeisterte er mit seinen Songs neue Hörerschichten und seine Alben erlebten auch in den regulären US-Alben-Charts einen besonderen Boom. Seine letzten Studioalben belegten die höchsten Plätze seit über 30 Jahren. Zudem erlangte Willie Nelson mit über 80 Jahren den schwarzen Gurt in Gongkwon Yusul.

Willie Nelson wurde mit vielen Preisen, u.a. mit gleich mehreren CMA Awards, Gammys und American Music Award ausgezeichnet. 1993 erhielt er die größte Ehrung, die das Genre Countrymusik zu vergeben hat – er wurde in die „Country Hall of Fame“ aufgenommen.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 16. Mai 2000.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Willi Nelson in Geiselwind.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von WILLIE NELSON in die „Signs of Fame“

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Und: Gehen Sie mit uns auch auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte – Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit WILLIE NELSON. Back to the roots sozusagen…

Security wie beim Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

Die Sicherheitsvorkehrungen von Willie Nelsons Auftritt in der Music Hall der Familie Strohofer in Geiselwind scheinen dem des Präsidenten der Vereinigten Staaten in nichts nachzustehn. Gleich vier  muskelbepackte Bodyguards in weißen Hemden und schwarzen Krawatten flankieren rechts und links den Countrystar und lassen keine Maus zu dem mit dunklen Scheiben versehenen Künstlerbus durch. Selbst die Presse und Radioleute müssen draussen bleiben.

Nelsons Agentur hat nur drei Pressetermine vergeben – aber erst nach dem Konzert: Angelika Demmerschmidt von Antenne Bayern, Doc Schulze von Radio Euroherz und Fernwehpark Initiator Klaus Beer , denen Willie Nelson das Ortsschild seines Heimatortes AUSTIN / TEXAS für das Friedensprojekt Fernweh-Park widmet.

Die AUSTIN Schild-Signierung

Klaus Beer berichtet: „Nach dem Konzert heißt es noch einmal warten. Willie Nelson macht sich nach einem über zwei Stunden dauernden Bühnenauftritt noch etwas frisch. Dann sitzen wir ihm gegenüber. Einem zierlichen, fast zerbrechlich wirkenden Mann. Er hat die Zöpfe gelöst und das Haar fällt ihm engelsgleich über die Schultern.

Der Vergleich ist berechtigt. Denn er begegnet seinem Gegenüber mit einem Charisma, das ich noch bei keinem anderen Künstler erlebt habe. Er scheint mit sich selber in Harmonie und tiefen Frieden zu leben. Seine Augen blicken warm und gütig und selbst Fragen und Autogrammwünsche der ihn umgebenden Journalisten erfüllt er mit solch einer Ruhe, dass ich es mir fast nicht traue, nach dem Signieren des Schildes noch einen Artikel in dem Countrymagazin „COUNTRY CIRCLE“ signieren zu lassen, das den Fernweh-Park in der jüngsten Ausgabe auf zwei Seiten und der Titelseite vorstellt.

Steinzeitlich wie bei Familie Feuerstein: Arbeiten mit Rollfilm

Leider existieren ausgerechnet von dieser aussergewöhnlichen Begegnung  – und zudem noch bei so einem großen Countrystar aus Amerika nur ganz wenige Bilder – und zudem in einer nicht gerade tollen Bildqualtität.

Denn beim Treffen war der Fernweh-Park, errichtet am 9. November 1999, gerade mal vier Monate alt. Klaus Beer fotografierte damals noch mit dem guten alten Chemiefilm. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge dann auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2000 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich. So gibt es leider hier nur ein paar „Beweisbilder“ aus Papierbildabzügen.

Und: Die Handabdrücke gab es zu dieser Zeit auch noch nicht. Klaus Beer: „Zu schade, den diese von diesem großen Countrystar, ja Weltstar zu haben, wäre toll gewesen, zumal wir so lange privat mit ihm im Tourbus zusammen saßen. Das hätte er sicherlich gemacht…“

Willi Nelson on stage

Auch der Auftritt auf der Bühne war beeindruckend. Der große Countrystar ging zum Publikum, schüttelte Hände und setzte mal diesen, mal jenen Hut, der ihm zugeworfen wurde, für ein, zwei Songs auf.

Nach dem Konzert, zurück zum Tourbus, muss Willie Nelson durch den VIP Bereich, in dem sich die Fernwehpark Crew zusammen mit den Medienvertretern aufhält. Zwischen Bühne und VIP erspäht der US-Countrystar einen ca. 50-jährigen Fan, der schüchternen abseits steht. Er hat sich bis hierher durchgemogelt, doch weiter darf er nicht. Als Willie Nelson ihn aus den Augenwinkeln heraus wahrnimmt, geht er auf ihn zu und schreibt ihm ein Autogramm auf sein T-Shirt. Sein Weg zum Bus führt in auch durch den Raum, in dem Country-Kollegen auf den Auftritt „nach Nelson“ warten. Kein leichter Stand für sie, nach so einer Größe beim Publikum noch Gefallen zu finden. Er geht auf jeden zu und schüttelt jedem die Hand. Klaus: „Was für eine Persönlichkeit, was für ein Mensch…“

Klaus erzählt weiter: „*Über eine halbe Stunde saß ich keinem Meter von ihm entfernt. Wer bislang noch kein Nelson-Fan war, der ist es sicher nach seinem Auftritt und vorallem, nach so einer ganz persönlichen Begegnung mit ihm geworden.“

Ich sage zu ihm: „Einen Song habe ich heute Abend leider vermisst und stimme diesen, obwohl ich überhaupt nicht singen kann, kurz an: „Good morning america, how are you…“ Meinen Lieblingssong! ’‘City of New Orleans’, sagt Willie Nelson. Er lächelt und nimmt einen Schluck Tee aus dem roten Kaffeetopf, der neben ihm steht. ‘Wo das Schild nun hängen wird?“ fragt er. ‘Natürlich ganz vorne am Fernweh-Park.“ Dieser ist erst wenige Monate alt und da findet sich sicher an der Frontseite noch eine tolle Stelle, wo sein Schildergruß richtig gut wirken kann und von Passaten und Autofahrern zugleich gesehen wird. “

Wir verabschieden uns von einer wirklichen Größe aus der Musikszene, einem Weltstar, der trotz seines Erfolges immer Mensch geblieben ist.“

Fotos: Peter Wyrostek / Erika Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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