Giora Feidman

Leonard Bernstein sagte über ihn: „Er überbrückt Klüfte zwischen Generationen, Kulturen und sozialen Unterschieden. Und er tut all dies mit künstlerischer Vollendung“.

GIORA FEIDMANN ist ein Weltstar. In Buenes Aires geboren, zählt er zu den weltweit bedeutendsten Instrumentalsolisten der traditionellen jüdischen Klezmer-Musik. Bei seinen Konzerten hat das Publikum das Gefühl, dass seine meisterlich gespielte Klezmer manchmal zu lachen scheint, dann wieder zu weinen, ja menschliches Empfinden in Musik umsetzen würde.

Mit 21 Jahren verließ Giora Feidman Buenos Aires und wanderte in das noch junge Israel aus. Dort spielte er 18 Jahre beim Israel Philharmonic Orchestra. Anfang 1970 begann er eine Solokarriere in New York. 1984 trat er mit Esther Ofarim in dem Theaterstück „Ghetto“ auf. Dies machte ihn in Deutschland bekannt. Mit dem Organisten Matthias Eisenberg ging er seit 2002 in Deutschland auf Tournee.

Giora Feidman war auch auf der Kinoleinwand zu sehen. Er spielte u.a. in den Filmen „Jenseits der Stille“ und in den „Comedian Harmonists“. Weiter wirkte er bei der oscargekrönten Filmmusik von Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ mit. In „Nothing but music“ erzählt er 2005 von Stationen seines Lebens. Dieses Werk wurde 2008 mit großem Erfolg am Teatro Cranco Parenti in Mailand aufgeführt.

Am Weltjugendtag 2005 musizierte er vor ca. 800.000 Christen und Papst Benedikt. Es folgten u.a. Auftritte bei Ökumenischen Kirchentagen. 2012 tat er sich mit den „Gitanes Blondes“ zusammen und starte eine Deutschlandtournee. 2017 folgte eine Tournee „Feidman Plays Beatles!“ durch Deutschland und der Schweiz.

Auf Grund seiner besonderen Verdienste um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden wurde Giora Feidman 2001 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und erhielt für sein jahrelanges musikalisches Engagement für die Versöhnung zwischen den Kulturen den Internationalen Brückepreis für Völkerverständigung 2005. Zudem wurde er 1997 und 2003 mit dem deutschen Musikpreis ECHO Klassik ausgezeichnet.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 28. Januar 2003.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Giora Feidman in Plauen.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von GIORA FEIDMAN in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie hochauflösend in voller Größe und Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Von dem musikalischen Können des Weltstars Giora Feidman konnten sich auch die Zuhörer in der vollbesetzten Johanniskirche in Plauen überzeugen, wo Giora Feidmann zusammen mit Matthias Eisenberg an der Orgel ein Konzert gab. Gelegenheit, den Maestro für seine Musik zu ehren und ihn in den „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks aufzunehmen.

Fernweh-Park Initiator Klaus Beer: „Sigrid Lang, Inhaberin des Hofer Israelladens ‚En-Gedi‘, hatte den Kontakt hergestellt und wir erhielten einen Termin in Plauen. Der Wunsch von Sigrid Lang war es, ein Schild von dem weltberühmten Klarinettisten an dem vom ‚Israelladen‘ gespendeten Pfahl anzubringen, an dem weitere Ortsschilder aus Israel angebracht sind. Nach einer Anfrage über seine Agentur war Herr Feidman sofort bereit, seine Unterschrift auf das Grußschild zu setzen, womit er dokumentieren wollte, dass ihm der Frieden selbst ein großes Anliegen sei – und die Hand zu heben gegen Rassismus. Denn auch mit seiner Musik versucht Giora Feidman Menschenherzen zueinander zu bringen, was ihm bei seinen Konzerten auch immer gelingt.

Als wir die Johanniskirche betreten, erfüllt bereits Orgelmusik und die Klänge seiner Klarinette den Raum. Der Maestro ist noch bei der Probe. Als diese beendet ist, kommt er auf uns zu und reicht uns die Hände. Er entledigt sich seines wärmenden Parkers und zeigt sich für die Fotoaufnahmen in einem traditionellen Gewand.“

Ohne jegliche Starallüren studiert der Maestro das Fernweh-Park Prospekt und lässt sich – „wir reden am besten in Englisch“ – von uns den Fernweh-Park erklären. Als wir auf die Starabbildungen in der Fernwehpark Broschüre zu sprechen kommen winkt er bescheiden ab. „Ich bin kein Star, ich bin ein ganz normaler Mensch.“ 

Shalom

Nachdem Klaus Beer Mr. Feidman nocheinmal persönlich von der völkerverbindenden Idee des Parks berichtet hat, greift er mit Freude zum Stift und signiert sein Grußschild. Darunter setzt er „Shalom“.

 

Klaus Beer freut sich sehr, „The King of Klenzmer“ in die „Signs of Fame“ aufnehmen zu dürfen. Denn die Welt seiner Musik kennt weder Grenzen zwischen Musikstilen, noch zwischen Völkern. Es ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, mit dem Palästinenser Mawassii aufzutreten. Giora Feidman – ein Paradebeispiel für die Grundaussage des Fernweh-Parks als kosmopolitisch neutraler Ort, in dem bekannte Pesönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein Zeichen setzen können für eine friedvollere Welt, gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und für die Erhaltung der Lebensräume auf unserem wunderschönen blauen Planeten Erde.

Für eine weiteres Foto mit Sigrid Lang deutet Giora Feidman das Unterschreiben nicht nur an, sondern signiert ein zweites Mal mit „Shalom“.

Leider steckten die Handabdrücke im Jahre 2003 noch in den Kinderschuhen. Deshalb wurde Giora Feiman „nur“ mit seinem Grußschild in die „Signs of Fame“ aufgenommen.

Historische Zeiten

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit. „Ja, super – und nochmal bitte hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken… So ist das heute. Doch damals konnte von einem „Shooting“ auch nicht ansatzweise die Rede sein. Es wurde nur ein paar Mal auf den Auslöser der Kamera gedrückt. Diese war bei Giora Feidman schon nicht mehr analog. Klaus Beer arbeitete bereits mit einer ersten „Digitalen“ –  aber: mit ganz wenig Pixel. Da hat heute jedes Handy mehr. Das waren eben die Anfänge des Fernweh-Parks und man lernte laufend dazu. Alles entwickelte sich eben aus der Praxis heraus.

Ein Danke für die Aufnahme in die „Signs of Fame“

Wir hätten zu danken, für die Zeit, die er uns gewidmet hat. Doch Giora Feidman drückt uns die Hand und bedankt sich herzlich für die ihm zugedachte Ehrung, von denen er sicher in seinem Leben weit größere empfangen hat.

Das Konzert

Bei seinem Konzert in Plauen zog Giora Feidmann das Publikum von Anfang an in seinen Bann. Beginnend mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Andante con variazioni D-Dur“ lauschten die Gäste gespannt den Klängen seiner Klarinette, die mal leise, verhalten, dann wieder laut jauchzend alle Gefühlsrichtungen auszudrücken schien.

Dazwischen erklang auch seine Stimme. Bei „Shalom Chaverim“ animierte er die Zuhörer mitzusingen und überraschte nach dem aufwühlenden Lied mit einem ganz anderem Spiel: „Der Entertainer“, so unkompliziert und froh, dass keiner etwas dabei fand, so unterschiedliche Stücke nahtlos aneinander gereiht zu hören. Im Gegenteil: Lächeln auf allen Gesichtern. Es ist kein ernstes Konzert, es ist ein frohmachendes – und das ist seine Absicht.

Und dann wanderte er mit seiner Klezmer durch die Kirche und spielte nochmal hautnah für die Besucher rechts und links in den Kirchenbänken…

Fotos Ehrung: Erika Beer

Fotos Konzert: Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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