Pierre Brice

Er gehört zu einen der ganz Großen der Leinwand. Er spielte mit Mastroianni und der Loren. Bekannt geworden ist er durch eine Rolle, die sein Leben prägte und mit der er immer verbunden bleiben wird: WINNETOU – der Häuptling der Mescalero-Apachen.

„Der Schatz im Silbersee“ wurde zum Wendepunkt im Leben des Franzosen PIERRE BRICE. Von 1962 bis 1968 verkörperte er den edlen Apachen-Häuptling elfmal auf der Kino-Leinwand und avancierte zum Mega-Star schlechthin. Im Jugendmagazin „BRAVO“ erscheint er 56 Mal auf die Titelseite und erhält 12 Mal die Publikums-Auszeichnung des BRAVO-Otto für die Figur dieses Indianers, davon neunmal in Gold.

PIERRE BRICE trug jedoch nicht nur das Filmkostüm des edlen Indianerhäuptlings, nein, er kämpfte real in einer Soldatenuniform des Marinekommandos. Diese Zeit in Indochina und Algerien haben ihn geprägt. So besuchte er 40 Jahre später noch einmal Kriegsgebiet. Diesmal in Bosnien. Doch nicht um zu kämpfen, sondern im Gegenteil. Um zu helfen. Unter sehr gefährlichen Bedingungen führte er einen Hilfskonvoi in das Ex-Juguslawien an, dorthin, wo die Karl-May-Filme gedreht wurden.

PIERRE BRICE, der das Leid in der Welt gesehen hat, kann seitdem den Blick nicht davon wenden. So engagiert er sich seitdem für notleidende Kinder in der Welt. Als UNICEF-Botschafter.

STAR-STERN Verleihung am 25. 02. 2007

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des völkerverbindenden Friedensprojekt „Fernweh-Park“ am 04. 11. 2004. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Nachruf –  Persönliche Worte:

Der Fernweh-Park trauert um Pierre Brice. Er starb am 6. Juni 2015 im Alter von 86 Jahren bei Paris. Wir werden ihn immer in guter Erinnerung behalten. Er wird unvergessen sein.

Fernweh-Park Initator Klaus Beer: „Ich trauere um Pierre Brice, deshalb ein paar persönliche Worte zu meinem großen Idol. Pierre Brice war Winnetou – und Winnetou war Pierre Brice. Wohl kein Gesicht des Kinoleinwand ist so mit einer Filmfigur verbunden wie er. Einmal in die Augen von „Winnetou“ schauen – das durfte ich. Denn Pierre Brice kam zu mir in den Fernweh-Park, wo ich ihm 2007 einen Star-Stern verleihen durfte. Von dieser ganz persönlichen Begegnung hatte ich schon als Kind geträumt. Das es aber einmal Wirklichkeit werden würde, habe ich nie zu hoffen gewagt. Pierre Brice wird für mich immer im Herzen weiterleben und immer „Winnetou“ verkörpern. Und: Im „Boulevard der Humanität“ im Fernweh-Park wird sein Star-Stern für immer an ihn erinnern. Danke Pierre Brice für Deine „Winnetou-Filme“, für die Verkörperung des aufrechten, für Gerechtigkeit kämpfenden furchtlosen Indianers. Ich, wir, Millionen von Fans, werden dich nie vergessen.“

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

STAR-STERN Verleihung

STAR-STERNE, ähnlich des weltberühmten „Walk of Fame“ in Los Angeles / Hollywood, werden an Prominente vergeben, die sich in besonderer Weise für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt engagieren oder sich karitativ betätigen und zur Erhaltung der Lebensräume, Umwelt, auf unserer Erde stark machen – also zum Wohle des Menschen und dessen Lebensräume wirken.

Deshalb wird der Starwalk im Fernweh-Park entsprechend der Grundlage zum Erhalt dieser Auszeichnung „Boulevard der Humanität“ genannt. Im Gegensatz zur allgemeinen Aufnahme in die „Signs of Fame“, bei der die Ehrung auch ausserhalb durchgeführt werden kann, findet eine STAR-STERN Verleihung ausschließlich im Fernweh-Park statt. Dazu wird die zu ehrende Persönlichkeiten auf den Roten Teppich eingeladen, wo im Beisein der Medien der STAR-STERN enthüllt wird.

Die STAR-STERN Verleihung ist die größte Auszeichnung, die das Friedensprojekt zu vergeben hat.

Nach der Aufnahme von Pierre Brice in die „Signs of Fame“ 2004 wurde dem Schauspieler 2007 eine weitere Ehrung zuteil: Roter Teppich, Blitzlichtgewitter. Feeling Hollywood im Fernweh-Park. Vor den Objektiven zahlreicher Fernsehteams und Pressefotografen wird der Winnetou-Legende PIERRE BRICE ein Star-Stern verliehen.

Als Inbegriff des edlen Apatschen-Häuptlings Winnetou, Idol von Millionen Kids und Erwachsener, lehnte er in den sechziger Jahren einen Hollywood Vertrag ab – einen Stern ähnlich des „Walk of Fame“ in Hollywood erhielt er mit 78 Jahren dennoch. Wenn schon nicht am Hollywood Boulevard in Los Angeles, so jetzt auf dem Gehweg vor der exotischen Schilderkulisse des „Signs of Fame“ im Fernweh-Park. Pierre Brice wurde damit jedoch nicht allein für seine filmische Darstellung des Karl-May Helden geehrt, sondern für seinen persönlichen Einsatz  für notleidende Kinder auf der Welt.

Ein TV-Team von „Boulevard Bayern“ hautnah mit dabei

Grundlage des Fernweh-Parks mit dem integrierten STAR-SCHILDERN, STAR-HANDABDRÜCKEN und STAR-STERNEN sind die Reisen und Filmproduktionen (www.terra-film.de) von Initiator Klaus Beer in der ganzen Welt. Ohne die Dreharbeiten in Kanada, im dortigen „Sign Post Forest“ in Watson Lake, hätte es das deutsche Pendant nie gegeben. So möchte ein Fernsehteam von „BOULEVARD BAYERN“ nicht nur die Star-Stern Verleihung filmen, sondern den Fernsehzuschauern, sozusagen back to the roots, auch die Idee und Entstehung des  „Fernweh-Park“ aufzeigen.

11.00 Uhr: Es wird in der Wohnung von Erika und Klaus Beer gedreht, deren Einrichtung und Deko mit Reisesouvenirs aus aller Herren Länder allein schon „Fernweh“ verursacht. Der Weltenbummler mit der Kamera, der in keiner „sterilen Wohnung leben kann“, wie er sagt und sich auch im Alltag mit Erinnerung an seine Weltreisen umgeben will, berichtet über die Entstehung des Fernweh-Parks.

Überall ist das TV-Team mit dabei. Beim Einladen des Roten Teppichs bis natürlich zur Fahrt in den Fernweh-Park selbst. Bei jedem Handgriff schaut die Fernsehkamera Klaus Beer über die Schulter.

15.00 Uhr: Ankunft des Fernwehpark Star-Mobils am Fernweh-Park. Drei weitere TV-Teams sind zwischenzeitlich dort eingetroffen: die ARD mit „BRISANT“ aus München und ein weiteres TV-Team kam für „FRANKENSCHAU“ aus Nürnberg. Natürlich ist auch der lokale TV-Sender TV OBERFRANKEN mit vor Ort.

Jeder Handgriff wird nun sogar von mehreren Fernsehkameras gefilmt.  So auch das Ausladen des „Roten Teppichs“, über den Pierre Brice bald schreiten wird – und: Der STAR-STERN. Kräftige Männer der Straßenbaugesellschaft packen an. Muss-Bilder für die Kamerateams. Der Stern wird schon mal von allen Seiten gefilmt. Für kurze Augenblicke ist er noch unverhüllt. Vom Steinmetz Bernhard Oppenrieder aus Kirchenlamitz geschaffen, ist auch der Stern „multikulturell“. Der dunkle Stein in ein „Ampala“ aus Südafrika, der hellgelbe Granit des Sterns selbst stammt aus dem nahen Epprechtsein.

Dann wird der Stern mit dem eingemeiselten, goldglänzenden Namen des Stars schnell wieder verhüllt. Klaus bedeckt ihn mit einem roten Prokattuch. Kein Passant soll lesen können, wer heute den 3. Star-Stern verliehen bekommt. Denn wäre der Name des Geehrten vorher in der Presse bekannt gegeben worden, würde es am Fernweh-Park von Schaulustigen nur so wimmeln. Der Besuch von Pierre Price ist also top secret und wird nur im engen Kreis des Fernweh-Parks verliehen. Nur die Medien sind eingeladen und Vertreter der Stadt Hof.

„Warum wird ein Star-Besuch vorher nicht bekannt gegeben?“

Aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von städt. Auflagen wurde die Ehrung nicht offiziell publik gemacht. Denn als Klaus Beer einmal über die Zeitung den Besuch eines Stars ankündigte, musste er 50 Euro Ordnunggebühr zahlen. Für was, weiß er heute noch nicht genau. „Aufruf für eine öffentliche Versammlung oder so…“  Die Publicity hatte die Stadt Hof, dessen Name durch die Starberichterstattung auf vielen Fernsehsendern und in Printmedien genannt wird. Eine tolle PR für die Stadt durch Stars und Schilderübergaben, seit Jahren. Kostenlos. Alles private Arbeit von Klaus Beer, den Star in den Fernweh-Park zu holen. Zudem wird der Stern selbst vom Fernweh-Park Verein mit Hilfe von Sponsoren bezahlt. Die Stadt tat kein Ding dazu, war nur Nutznießer der PR. Vertreter der Stadt lächelten dann aber gerne in die Fernsehkameras – und als „Dankeschön“ sollte dann noch an die Stadverwaltung gezahlt werden? Von einem Verein, der nur auf Spenden angewiesen ist? Also wird so ein Star-Besuch nie mehr öffentlich bekannt gegeben.

„Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich auch gerne gekommen. Warum werden die Hofer Bürger da nicht vorher informiert? Das ist nicht schön…“ solche Fragen und Vorwürfe werden dann an den Fernweh-Park Initiator gerichtet. Klaus Beer kann da nur noch sagen: „Bitte wenden Sie sich an die, die solche Rechnungen ausstellen…“ So sind leider oft schöne Vorhaben mit viel ehrenamtlicher Arbeit mit negativen Dingen belastet.

Interviews auf dem Roten Teppich – und „Winnetou“ ist noch gar nicht mal da…

30 Minuten noch bis zur Ehrung. Der Bayerische Rundfunk interviewt Klaus Beer auf dem Roten Teppich. Rote Absperrkordeln sollen spontan einfindende Zuschauer, aber auch Medienvertreter auf Abstand halten. Denn auch die Presse und TV-Teams tun sich erfahrungsgemäß keinen Gefallen, wenn sie zu dicht am Geschehen agieren. Dann hat niemand vernünftige Bilder.

Auch das TV-Team von „BRISANT“ bittet Initiator Klaus Beer vor die Kamera. Inzwischen sind Wolken aufgezogen. Kein Problem. Ein Reflektorschirm wird ausgefahren und hellt die Szene auf.

Hoher Besuch aus KULMBACH ist eingetroffen. Bürgermeister Stefan Schaffranek ist mit einer Pressevertreterin der „Bayerischen Rundschau“ angekommen, die neben der Star-Stern Verleihung auch eine Reportage über das „Kulmbach-Schild“ machen will, das kein geringerer als Thomas Gottschalk vor Jahren schon mit einem flotten Spruch signiert hat. Da es damals noch keine „Handabdrücke“ gab, will Bürgermeister Schaffranek den berühmten TV-Moderator bitten, diese demnächst nachzuholen – und damit auch wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Showbiz ein Zeichen für den Frieden in der Welt und gegen Rassismus zu setzen. Wie in Pierre Brices Autobiographie zu lesen ist, hat Thomas Gottschalk in „Wetten dass…“ auch den Bosnien-Hilfstransport mit Spendengeldern unterstützt und spendete persönlich eine Gage. Seitdem verbindet Pierre Brice und Thomas Gottschalk eine tiefe Freundschaft.

Pierre Brice wird abgeholt

15.50 Uhr: Pierre Brice muss vom Hotel Central abgeholt werden. Die „Signs of Fame“-Fotografin übernimmt dazu das Fernwehpark Star-Mobil, dessen Kühlerhaube Pierre schon bei der ersten Begegnung zu seiner Aufnahme in den „Signs of Fame“ signiert hat.  Denn sie soll nach den ersten Willkommensbildern im Hotel gleich wieder zum Fernweh-Park zurück fahren, um dort „Winnetous“ Ankunft und den Presserummel im Bild festzuhalten. Pierre Brice und Klaus Beer steigen in einen angemieteten „Benz“, um den großen Filmstar standesgemäß zu chauffieren. Mit an Bord, ein Kameramann von „Boulevard Bayern“, der wie bereits erwähnt, seit Beers Wohnung alles genau dokumentiert.

Jetzt nach drei Jahren stehen sich Klaus Beer und Pierre Brice wieder gegenüber. Pierre trägt einen hellbraunen Mantel und strahlt wie immer ein Charisma aus, bei dem man weiche Kniee bekommt – und kann sich noch gut an die Handabdruck-Aktion erinnern.

Applaus für „Winnetou“

16.15 Uhr: Ankunft am Fernwehpark. Pierre Brice wird mit großem Applaus empfangen. Er schreitet über den Roten Teppich. Klaus weist den Weg zu dem noch von dem roten Tuch verhülltem Stern. Der Menschenauflauf ist gewaltig. Zwischen Presse und TV drängen sich zahlreiche Schaulustige. Wie zu erfahren war, hat „Antenne Bayern“ ohne Wissen von Klaus Beer den Besuch „Winnetous“ am Fernweh-Park angekündigt. (Wahrscheinlich erhält der Radiosender jetzt eine Rechnung von der Stadtverwaltung Hof).

Klaus Beer heißt den berühmten Filmstar herzlich willkommen und geleitet ihn, zusammen mit vom Fernweh-Park engagierten Securityleuten, durch den Pulk der wartenden Menschen über den roten Teppich zu seinem Stern. In der sich anschließenden Laudatio informiert er zuerst über den großen Einsatz des Filmstars für hilfsbedürftige Menschen – Voraussetzung, einen Star-Stern überhaupt verliehen zu bekommen:

Beer: „Pierre Brice sammelte 1995 für seinen Pierre-Brice-Hilfskonvoi über zwei Millionen Mark an Spenden, die er als Hilfsgüter mit acht LKW ins Kriegsgebiet des Ex-Jugoslawien brachte. Als UNICEF-Botschafter setzte er sich für Minenopfer in Kambodscha ein und für die UNESCO sammelte er Spenden für die Opfer des Tsunami auf Sri Lanka.“

Zwischenepisode: Das Buch

Diese Ausführungen klingen nüchtern, trocken. Es ist deshalb unbedingt zu empfehlen, sein Buch zu lesen: „WINNETOU und ICH“. Nur so kann erahnt werden, unter welchen teils bedrohlichen, ja lebensgefährlichen Umständen und Situationen Pierre Brice sein Vorhaben in Bosnien umgesetzt hat, um den dort hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Er fuhr mitten hinein ins Kriegsgebiet und riskierte zwischen Granaten und Kugelhagel sein Leben – für andere. (Quellenangabe: „Winnetou und ich“, Lübbe-Verlag)

Und erlebte auch dieses (Auszug): „Ein Paar näherte sich, die Frau hielt ein Kind in den Armen, der Mann ging unsicher einen Schritt hinter ihr, die Hand auf ihrer Schulter. Er war blind, und die Frau ließ ihn nicht aus den Augen. Das Profil, das sie mir zeigte, war schön wie das einer Madonna. Die Jungfrau Maria, die das Jesuskind trägt. Als sie vor mir standen, konnte ich jedoch mein Erschrecken kaum verbergen… ihr Gesicht war grauenhaft entstellt… sie und ihr Mann sind auf eine Mine getreten… in diesem Moment fiel mir auf, dass ihr rechter Arm furchtbare Brandnarben aufwies und man ihr die Hand amputiert hatte. Aber wie zärtlich gingen die Drei miteinander um. Sie redeten leise miteinander und ein Lächeln erhellte das Gesicht des Mannes. Liebevoll streichelte er die Wange der Frau, die er liebte. Vielleicht steckte ja ein geheimer Sinn dahinter, daß die Minenexplosion ihm das Augenlicht raubte und er nicht seine Beine verloren hatte. So bewahrte er auf ewig das Bild ihrer unversehrten Schönheit im Gedächtnis.

„… ich dachte an die Ruinen von Saint Louis in Brest, der Stadt meiner Jugend, und betete so inbrünstig, dass ich har nicht merkte, wie eine Frau mit einem kleinen Mädchen an der Hand auf mich zukam. Erst als sie ‚Bitte‘ sagte und flehend die Hand ausstreckte, fuhr ich aus meinen Gedanken auf. Ohne zu zögern gab ich ihr einen Hundertmarkschein. Staunend blickte sie darauf, dann bedecke sie meine Hand mit Küssen und murmelte Dankesworte, die ich nicht verstand. Nur das Wort „Allah“ hörte ich und ich dachte, ganz gleich, welchen Namen er hat, im Grunde ist es immer derselbe ewige und einzige Gott. …“ Dieses Mädchen wird es dann auch sein, das Pierre Brice und seinen Gefährten vielleicht das Leben rettete, denn es warnte am Abend vor einer Gruppe von Mafiosi, die vorhatten, Brice zu überfallen und den Konvoi zu stehlen.“

Pierre Brice weiter: „Was ist erfüllender für die Seele, als helfen zu können, als ein Kind an der Hand zu nehmen und sein Schicksal zum Besseren zu wenden? Ein Lächeln auf seine Lippen zu zaubern und ihm zu sagen, daß es die Zukunft der Welt in den Händen hält. Die Erde gehört nicht uns, sondern wir ihr, und es wird von diesen Kindern abhängen, ob eines Tages Liebe, Respekt und Toleranz auf der Welt herrschen werden…“

Wieder zurück aus Bosnien spricht Pierre Brice Klaus Beer und dem Fernweh-Park aus dem Herzen, empfindet die Sinnlosigkeit des Krieges:„…dass sich die Völker bekämpfen und gegenseitig vernichten, dass das Gesicht dieser ekelhaften Bestie namens Rassismus wieder auftaucht…“ Pierre Brice hat sich dagegen gestellt, etwas getan.

Als ihm in Anerkennung seines Engagements im September 2000 der Thomas-Morus-Ehrenpreis verliehen wurde betonte er in seiner Dankesrede wie wichtig es ihm sei, nicht nur notleidenden Kindern, gleich welcher Nationalität zu helfen, sondern auch ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit zu setzen: Brice: „Ich bin nur ein Mann, der von seinem Ruf profitiert, um den Kindern in Not zu helfen, ob in Bosnien, in Kambodscha, in Deutschland oder wohin auch immer man mich rufen wird…“

Und ihm ist dabei wichtig, eine Botschaft weiterzugeben: „Friede, Freiheit, Menschenrechte, Toleranz und Respekt vor dem anderen. Mit einem Wort: Liebe.“ (Auszüge aus dem Buch „Winnetou und ich / Lübbe-Verlag“)

Klaus Beer: „Pierre Brice spricht das aus, was ihm wichtig und wertvoll ist, er redet über all das, was auch der Fernweh-Park in seiner Ideologie beinhaltet und auszuleben versucht.“

Ein Stern wird enthüllt

Am Ende der Laudatio ergreift Pierre Brice das Wort: „Ich glaube, jetzt muß ich wohl etwas sagen“, meint er in unwiderstehlichem französischem Akzent. Und meint schlicht: „Für mich ist es selbstverständlich, dass ich meine Popularität für Menschen in Not, besonders für Kinder, einsetze.“

Umringt von Kameras verrät Pierre Brice dann noch: „Ich war gestern den ganzen Tag im Flugzeug und bin noch etwas müde“. Er kommt gerade von Dreharbeiten aus Ghana zurück. Doch das Jetlag sieht man ihm nicht an. Auch im Alter wirkt er dynamisch und attraktiv, das bei seinem Anblick nicht nur Frauenherzen schmelzen.

Dann der große Augenblick, auf den alle Medienvertreter warten. Der Star-Stern wird enthüllt. Langsam zieht Klaus Beer das rote Prokattuch von der Granitplatte. Teile des Sterns werden sichtbar. Der eingravierte Namenszug von Pierre Brice funkelt golden. Ein denkwürdiger Moment. Pierre Brice erhält als Dank für seinen Einsatz für hilfsbedürftige Kinder auf der Welt und für seine Vorbildrolle des Kinohelden „Winnetou“ den 3. STAR STERN auf dem „Boulevard der Humanität“ im Fernweh-Park verliehen. Zwischen dem Klicken der Kameras brandet Applaus auf.

Dann Shake Hands hinterm Stern. Schtlich erfreut präsentiert Pierre Brice SEINEN Stern. Ein kräftiger Händedruck besiegelt die Ehrung.

Großes Medienaufgebot

Der Ansturm der Medien ist gewaltig. Dicht drängen sich Fernsehteams, Pressefotografen und Rundfunkleute und richten Kameras und Mikrofone auf den Geehrten. Die gut gemeinte Absicht, auch die Medienvertreter auf Abstand zu halten, damit jeder tolle Bilder einfangen kann und man sich nicht gegenseitig behindert, hat nicht geklappt. Die Absperrung wurde einfach überrannt und die Kameras rückten immer naher an „Winnetou“ heran…

Nicht funktioniert hat auch die Anweisung an die Security, den Hintergrund frei von Schaulustigen zu halten. Da sich Klaus um Pierre Brice, seine Rede und die Enthüllung des Stern kümmern musste, konnte er nicht auch noch kontrollieren, was hinter ihm passiert. So muss er auf den Bildern feststellen, dass sich hinter seinem Rücken Schaulustige aufhielten und den Bildhintergrund mit den Schildern verstellten.

Bummel durch den Fernweh-Park

Nach der offiziellen Ehrung lässt es sich Pierre Brice nicht nehmen, sich bei einem Bummel durch den Fernweh-Park von Klaus Beer die Ideologie des Friedensprojekts vor Ort erläutern zu lassen. Klaus führt ihn dabei natürlich auch zu seinem vor gut drei Jahren signierten Star-Schild. Dabei gibt es noch Bilder mit Sponsoren des Projekts und Fans.

Rückfahrt und noch viele Fragen

Auf der Fahrt zurück ist Zeit, die von Klaus mitgebrachten DVD’s mit den „Winnetou-Filmen“ signieren zu lassen. Und zwei Schallplatten, die schon über 40 Jahre alt ist. Klaus zu Pierre: „Das ist der Beweis, dass ich Sie schon als Jugendlicher verehrt habe. Die Singles habe ich mir damals von meinem Taschengeld gekauft und solange aufbewahrt, bis einmal die Gelegenheit kam, sie von Ihnen signieren zu lassen.“

Der Benz muß an einer Ampel halten. Es ist nicht mehr weit zum Hotel. Letzte Minuten mit „Winnetou“ auf Du und Du.  Klaus gesteht: „Sie werden es nicht glauben, ich habe seit über 20 Jahren kein Buch mehr gelesen. Wenn auch? Neben dem Beruf fraß jede Minute meiner Freizeit die Bearbeitung meiner Reisefilme und das Bücherschreiben selbst –  und jetzt natürlich der Fernwehpark. Doch Ihre Biografie habe ich gelesen.“ Pierre Brice lächelt und sagt nur: „Danke“.

Gerne wäre Klaus noch auf sein Lieblingsland Amerika zu sprechen gekommen und über seine Erfahrungen mit den Native Americans, den Indianern Nordamerikas. Er führt die Stelle in seinem Buch an, an der Pierre beschreibt, wie es ihn geärgert hat, dass die Abschiedsszene des Films „Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten“ am Grand Canyon gedreht wurde. Mit Doubles. Pierre Brice war nicht dabei. Wie gerne hätte er damals einmal den Grand Canyon gesehen… Klaus Beer kennt die größte Schlucht der Erde nach vielen Besuchen nur zu gut. Was hätte man noch alles über Amerika, den „Wilden Westen“, reden können. Doch jetzt ist man am Hotel angekommen.

„Winnetou“ und „Old Schilderhand“

Während auf der Leinwand Winnetou und Old Shatterhand am Ende eines Films meistens in den Sonnenuntergang reiten, trennen sich hier die Wege von dem edlen „Häuptling der Apatschen“ und „Old Schilderhand“, wie in einem Pressebericht Klaus Beer nun bezeichnet wird.

Pierre Brice hat heute noch einen großen Auftritt mit FLORIAN SILBEREISEN im „Frühlingsfest der Volksmusik“ in der Freiheitshalle vor sich, wo er beweist, wie gerne er neben seinem Beruf als Schauspieler auch singt.

Ein STERN wird gesetzt

Damit es nach der Ehrung sofort losgehen konnte, wurden eine Stunde zuvor die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Durch dieses Timing und dem minutengenauen Abmischen des Bindemittels hatte Pierre Brice die Gelegenheit, nach der offiziellen Zeremonie das Setzen seines Star-Sterns vor Ort mitzuverfolgen.

Actionreiche Bilder für die Fernsehteams, die das Setzen des STAR-STERNS mit Begeisterung dokumentieren. Der „Walk of Fame“, der im Fernwehpark „Boulevard der Humanität“ genannt wird, wächst. Nach den Star-Sternen von Sarah Connor und James Last erhält der kleine Starwalk am Fernweh-Park mit dem Stern von Pierre Brice langsam ein Gesicht.

Pierre Brice – Stargast bei Florian Silbereisen

Florian Silbereisen, der ebenfalls schon „im „Signs of Fame“ verewigt ist, ludt PIERRE BRICE in sein „Frühlingsfest der Volksmusik“ ein. Hier einige Bildimpressionen der Veranstaltung in der Hofer Freiheitshalle mit vielen Stars, von denen die meisten bereits im „Signs of Fame“ vertreten sind.

Backstage der Veranstaltung trifft Klaus so manche Künstler wieder. Das Wiedersehen ist herzlich, besonders mit Karel Gott. Doch ER ist noch nicht im „Signs of Fame“ vertreten:  DECLAN, der Shootingstar aus England, der mit seinem phänomenalem Talent und seiner aussergewöhnlichen Stimme die Herzen von Millionen im Sturm eroberte und sogar schon vor der Queen sang. Er begrüßt die Fans in der Freiheitshalle auf deutsch und singt im Duett mit Florian Silbereisen den Klassiker „Rote Lippen soll man küssen“. Das Tolle: In Belfast sang er im Dezember 2002 in der Odyssey Arena mit 80.000 Kindern aus aller Welt. Simultan verbunden.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von PIERRE BRICE in die „Signs of Fame“ (Star-Schild Signierung und Handabdrücke) mit BILDERSTRECKE.

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

STAR-SCHILD Signierung

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in einer Fernsehsendung selbst haben die Stars ihre Hände schon im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Pierre Brice bereits drei Jahre vor der Star-Stern Verleihung in der „Bücherwelt“ am Westpark in Ingolstadt., um ihn dort mit der Signierung seines Star-Schilds und seinen Handabdrücke in Ton in die „Signs of Fame“ aurtzunehmen.

FREIHEIT, FRIEDE, MENSCHENWÜRDE und TOLERANZ…

diese Ideale vertritt PIERRE BRICE, dafür kämpft er. Fernwehpark Initiator Klaus Beer: „Niemand anders lebt die Ideologie des völkerverbindenden Friedensprojekt ‚Fernwehpark‘ besser aus als er. Sein Engagement in Bosnien ist eines von vielen Beispielen. So ist es einfach ein Muß, den beliebten Filmschauspieler und Idol von Millionen mit der Aufnahme in die ‚Signs of Fame`zu ehren.“

Vor drei Jahren schon telefonierte Klaus Beer deshalb mit seiner Frau Hella in Paris, die sofort von dem völkerverbindenden Projekt begeistert war. Doch erst heute kam ein Treffen zustande. Fernseh- und Filmtermine verhinderten es bislang. Nun ludt das Management von Pierre Brice Klaus Beer zu einer offiziellen Begegnung mit dem Star ein. Grundlage war ein Buchtalk anlässlich seiner im September 2004 erschienen Autobiografie „Winnetou und ich“ in der „Bücherwelt“ am Westpark in Ingolstadt.

Zu der Begegnung hat Klaus Beer die BR Redaktion „Boulevard Bayern“ eingeladen, die schon bei dem Besuch von „Tatort“-Kommissar Miro Nemec im Fernweh-Park drehten und nun auch mit einem Kamerateam in Ingolstadt dabei sind.

Als Pierre Brice erscheint – er kommt gerade aus dem Fernsehstudio des BR in München, wo er in bei „Wir in Bayern“ live auf Sendung war – bittet ihn die Redakteurin gleich vor die Kamera. Denn auch für das Boulevard-Magazin soll der Filmstar zu seinem Buch erzählen. Danach erfolgt die Aufnahme in die „Signs of Fame“. Volles Programm heute also wiedermal für ihn.

Pierre Brice, ein Bild von einem Mann, auch heute noch, im fortgeschrittenem Alter. Klaus Beer, der heute das erste Mal seinem großen Idol persönlich begegnet. „Einmal ‚Winnetou‘ gegenüberstehen, war schon immer mein Traum. Pierre Brice war die Idealbesetzung der Rolle des heldenhaften, edlen Apachenhäuptlings und verkörpert dieses Image auch heute noch. Seine Ausstrahlung, sein gesamtes Erscheinungsbild, sein Charisma: Piere Brice IST Winnetou und wird es ewig bleiben. Blickt man in seine vor Temperament blitzende Augen, traut man ihm noch immer zu, sich auf das Pferd zu schwingen und mit seinem Freund Old Shatterhand gegen das Böse zu kämpfen.“

Mit einem umwerfenden Lächeln begrüßt Pierre Brice die Zuhörer in der bis zum letzten Platz besetzten Buchhandlung. Und kommt ohne lange Vorreden gleich zum Punkt. Zu seinem Buch, aus der er zur Einführung einige Passagen liest. In unserer Story jedoch soll zuerst von seiner Aufnahme in den „Signs of Fame“ berichtet werden.

Zuerst das STAR-SCHILD

Schauplatz der Aktion ist die Bühne, die vorher der Lesung diente. Um die Ehrung in Ruhe durchführen zu können sollen jedoch erst einmal alle Autogrammwünsche erfüllt und gewartet werden, bis das Publikum die Buchhandlung verlassen hat. Gleich zwei TV Sender, „Boulevard Bayern“ und ein regionales Fernsehteam dokumentieren jetzt die Signierung des Star-Schilds.

Doch die Location ist nicht optimal. Klaus ist immer daran gelegen, eine freie Wandfläche zu finden, damit kein störender Hintergrund von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenkt. Doch in der Buchhandlung gibt es absolut keine entsprechende Stelle. So wird diesmal einfach zum Stift gegriffen und Pierre Brice signiert sein Star-Schild, mit dem er die Besucher des Fernweh-Parks grüßt. Auf einen passenden Hintergrund kann man heute keine Rücksicht nehmen.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Signierung folgen die Handabdrücke. Das Schild wird dazu auf einer Stellage im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für diese Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit PIERRE BRICE und aufzeigen, wie so ein Signs of Fame–Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen zu so einem Startreffen, bitte sehr. Einfach hier weiterlesen…

Fernsehkamera oder nur Fotos – die Entscheidung ist schwer

Die Fotoaufnahmen gestalten sich als nicht so einfach. Der Fernweh-Park Fotograf steht nicht direkt neben der Fernsehkamera, mit der der Schauspieler in Blickkontakt ist. Es ist zwar immer schön, wenn bei einer Aufnahme in die „Signs of Fame“ auch ein TV-Team dabei ist, doch meistens gelingen dann für die Fernweh-Park Homepage nicht die besten Bilder. Der Augenkontakt spielt sich meist mit der Fernsehkamera ab. Und so sieht das Ergebnis entsprechend aus. Pierre Brice schaut oft nach unten und es ist schwer, ihn während des „Arbeitens“ zu animieren, in das Objektiv des FWP-Fotografen zu blicken. Hebt er dann einmal den Kopf, dann hat meist die Fernsehkamera Vorrang. Deshalb ist immer abzuwägen ob es nicht sinnvoller ist, so eine Ehrung ohne Fernsehen durchzuführen. Da hat man dann auf jeden Fall die Bilder die man braucht. Aber Fernsehen erreicht einfach mehr Zuschauer.

Das Shooting beginnt

Wie immer erklärt Klaus zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend. Klaus: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

Dann aber wird es ernst. „Am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu kommen… Doch bei Pierre Brice muss Klaus nicht mithelfen. Wie immer schafft „Winnetou“ alles ganz allein.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Pierr Brice die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Dann müssen die Prints nur noch signiert werden.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden.

Doch keine Angst. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor der Veranstaltung oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer schmunzelnd zu Pierre Brice: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen ihre Handabdrücke und Ihr Star-Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausgabe ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. Meist ist man zu diesem Zeitpunkt schon beim „Du“ – und Klaus kann bis heute auf unendlich viele schöne Startreffs zurückblicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogamm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

„Winnetou und ich“ – Der Buch-Talk

Grundlage des Treffens in Ingoldstadt ist die Lesung aus seiner Autobiografie „Winnetou und ich“- Mein wahres Leben“, erschienen im Lübbe-Verlag. Auf 460 Seiten mit vielen Bildern auch aus der Jugend- und Militärzeit, spricht Pierre Brice über den Mann hinter Winnetou.

Brice: „Bevor irgendjemand eine Biografie über mich verfasst habe ich mich entschieden, selbst meine Lebensgeschichte als Autobiografie aufzuschreiben“. So erklärt Pierre Brice den Anreiz, selbst zu Papier und Füller gegriffen zu haben. „Nur wenige Leute wissen, wie ich vor und seit Winnetou gelebt habe und lebe. Winnetou war ein wichtiger Teil meines Lebens und ich habe ihm viel zu verdanken. Doch neben Winnetou haben noch viele andere Menschen und Situationen eine wichtige und prägende Rolle in meinem Leben gespielt“, sagt er.

Pierre Brice greift zur Brille und zitiert eine Stelle, in der er von einem schönen Abend am Kamin mit seiner Frau Hella erzählt. Die Zuhörer in der vollbesetzten Buchhandlung hängen wie gebannt an seinen Lippen…

Frau Claudia Richarz-Götz von der Chefredaktion des Kunst, Kultur und Desing Magazins „Gladdys“ moderiert die Talkrunde. Mit Bravour und Einfühlungsvermögen führt sie durch das Programm und es gelingt ihr, den Filmstar auch dann noch bei Laune zu halten, als das Mikrofon nicht die Töne von sich gibt, die es eigentlich sollte. Stimmungs-Porträts, die Klaus Beer mit der „langen Tüte“ aus dem Zuhörerkreis schießt.

„Winnetou und ich“: In diesem Buch reiht Pierre Brice nicht nur seine Filme und deren Anekdoten aneinander, sondern öffnet zum ersten Mal auch sein Herz – und spricht über „den Mann hinter Winnetou“. Alle seine Aussagen, oft auch sehr persönlich, stammen von ihm. Hier war kein Ghostwriter am Werk. Pierre Brice hat jeden Satz selbst geschrieben.

Zwei Buchautoren unter sich – vom Silbersee zur Route 66

Lesung und Talk sind vorüber, die vielen Autogrammwünsche erfüllt. Eine lange Menschentraube zog sich durch das Geschäft, alle mit seinem Buch in der Hand, um es von ihm signieren zu lassen. Die letzten Fans haben die Buchhandlung verlassen. Ein langer, anstrengender PR-Tag geht zu Ende.

Buchautoren unter sich. Nachdem Pierre Brice auch für Klaus Beer ein Buch signiert hat, überreicht ihm Klaus im Gegenzug seinen Bildband „Route 66″ mit dem dazugehörigen Film auf DVD. Jetzt läuft die Signierung andersrum. Klaus Beer schreibt für Pierre Brice eine Widmung in das Buch: „Viel Freude damit und nochmals vielen Dank für die wunderbare Begegnung“. Für Klaus, der bislang knapp 150 Stars persönlich kennengelent hat, ging heute ein Jugendtraum in Erfüllung: „Einmal Winnetou gegenüber stehen.“

Die Star-Mobil Signierung.

Danach fragt Klaus Pierre Brice, ob es möglich sei, sein Autogramm auf die Kühlerhaube des Fernweh-Park Star-Mobils zu setzen, das gleich am Haupteingang des Einkaufszentrums steht. Obwohl das heute ein langer Tag für ihn war sagt er zu und signiert auch noch das Auto.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander, das symbolische Heben der Hand für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus. Die Begegnungen mit Pierre Brice, der einmal „Winnetou“ war und es für immer und alle Zeiten bleiben wird, wird unvergessen sein.

Danke aber auch an das freundliche Management für die gute Zusammenarbeit und an die supernetten Betreuer des Stars vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt erfolgen.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu sehen sein – als einmalige Sammlung des „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von PIERRE BRICE erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Persönliches

Millionen von Kids und Erwachsener lieben „Winnetou“. Es gibt keine idealere Personifizierung mit dem edlen Häuptlling der Apatschen, als eben Pierre Brice. Sein Gesicht ist immer gegenwärtig, wenn man an die legendäre Karl-May Gestalt denkt. So lastet auf den Schultern des Schauspielers auch Verantwortung, den mit seiner Person verbundenen Werten und Erwartungen gerecht zu werden. Wie in seinem Buch beschrieben, ist sich das Pierre Brice auch bewußt.

Klaus Beer, der Initiator des Friedensprojekts „Fernweh-Park“ zählt zu einen der unzähligen Fans, die „Winnetou“ in seiner Jugendzeit verehrt haben und so sein wollten wie er.

Klaus Beer: „Ich hatte ehrlich gesagt Sorge, dass die persönliche Begegnung mit meiner Jugend-Traumfigur das in mir aufgebaute Idealbild zerstören könnte. Der Schauspieler hätte ja privat auch völlig anders sein können, vielleicht mit Star-Allüren, die mein Traumbild von ihm total zerstört hätten. Ich wollte „ Winnetou“ und damit untrennbar verbunden, Pierre Brice, so in Erinnerung behalten, wie ich ihn vor über 40 Jahren auf der Leinwand gesehen und so auch im Herzen verewigt habe. Doch er hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich bin ein noch größerer Fan von ihm geworden.

„Ich habe in alten Photoalben gestöbert und ein Bild gefunden, das mich im Alter von 12 Jahren als ‚Winnetou‘ zeigt. Meine Oma mußte mir unbedingt das Winnetou-Kostüm nähen und ich malte selbst das Schlangen-Kopfband nach, das dann wirklich sehr echt aussah.

Jetzt, im Alter von 56 Jahren, habe ich mir alle „Winnetou-Filme“ zuerst auf DVD und dann nochmal auf Blu-ray nachgekauft und schaue sie zusammen in unserem Heimkino per Beamer auf 3 Meter Leinwand ab und zu immer wieder gerne an. Wenn dann die Winnetou-Melodie erklingt und Sie, lieber Pierre Brice mit ‚Old Shatterhand‘ über die Prärie reiten, werde ich wieder zum Kind…“

Fotos Star-Stern: div. Fotografen

Fotos Bühne: Klaus Beer

Fotos „Signs of Fame“: Ralf Standke/Hartmut Böhringer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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