EIN FILM ENTSTEHT

Stress am Set

Am Anfang filmte die Fernweh-Park Crew nur mit einer Kamera. Doch wenn manchmal ein zweiter Kameramann vor Ort ist, werden die Videos abwechslungsreicher, da dieser Bilder aus einer anderen Perspektive liefert. So kann Klaus beim Schnitt die aus einem anderen Blickwinkel gedrehten Aufnahmen ab und zu über die Grundbilder mit dem O-Ton legen, der immer Priorität hat. Der Ton des Zuspielmaterials, der meist leiser, lauter oder dumpfer ist, wird nicht verwendet. Außer: wenn der O-Ton von Kamera 1 kein gutes Ergebnis liefert, z.B. trotz Fell-Tonschutz der Wind reinblubbert. Und dann auch nur mit entsprechender Nachbearbeitung, sprich Angleich an den Grundton.

Ran ans Motiv

So werden die Szenen durch die synchron eingeschnittenen Bilder der Zweitkamera abwechslungsreicher, peppiger: Totale, Nahaufnahme, Gegenschuß, Totale… Zudem kann Klaus jetzt mit Naheinstellungen, Closeups arbeiten, die Kameramann 1 nicht liefert, da dieser meist, auch so gewollt, die Totale filmt, mit gerademal Hinzoomen auf die Hände und auf das Gesicht. Letzteres leider oft viel zu wenig. Klaus als leidenschaftlicher Kameramann schärft zwar seinen Kameraleuten immer ein: „Leute, ran ans Motiv. Wir brauchen Nahaufnahmen des Gesichts des Künstlers und dessen Hände. “Aber natürlich nur, wenn es auch sinnvoll, logisch ist. Entweder wenn der Star „redet oder drückt“. Man sieht das auch oft im Fernsehen bei der Rede eines Politikers. Erst wenn dieser vom Manuskript aufschaut oder eine Handbewegung macht, rattern die Kameras, bricht das Blitzlichtgewitter los.

Der richtige Zeitpunkt für eine Zoomfahrt

Eine Nahaufnahme des Gesichts ist aber auch Unsinn, wenn die Person nichts sagt oder auf die Hände, wenn in der Tonschale nichts passiert. Man muss also instinktiv durch den Ton im Kopfhörer ahnen, was der Star als nächstes tun oder sagen wird. Dann gilt es, mit der Linse nah dran zu sein. Zum richtigen Zeitpunkt auf die Zoomtaste zu drücken. Da diese langsam auf das Objekt zufährt muss man den das richtige „Go“ erwischen und deshalb die Worte des Stars mitverfolgen. Denn wenn man erst in der Mitte eines Satzes die Zoomfahrt beginnt ist, wenn dann das Gesicht bildfüllend im Sucher erfasst ist, der Satz zu Ende. Dann geschieht im Bild nichts mehr. Oder bei Zoomfahrt auf die Hände, die vorher in Action waren und als dann die Teleeinstellung dort landete, war tote Hose in der Schale. Alles schon vorgekommen, da eben Amateure hinter der Kamera stehen und keine Profis. Was soll man dann mit dem Bildmaterial anfangen? Papierkorb. Denn eine Zoomfahrt bedeutet immer die Steigerung eines Ereignisses. Wenn die Zoomfahrt im Ziel ist, muss dort Action sein. Sonst fühlt sich der Zuschauer in der Erwartungshaltung des „nahen“ Bildes „verarscht“. Im Sucher muss was abgehen…

Beim Filmen mitdenken, mitfühlen, die Bilder spüren…

Klaus, der nur in Bildern denkt, sieht und fühlt: „Man muss beim filmen mitdenken, die Szenen einfangen, die der Zuschauer in diesem Augenblick erwartet. Wenn gesprochen wird, Gesicht closeup. Wenn Action in der Tonschale – ranzoomen. Die Bilder muss man sehen, spüren und dann individuell reagieren…. „Doch wenn man keine Kameraerfahrung hat, kann man das nur schwer umsetzen. Also gibt es vor jedem Shooting immer eine Kamerabesprechung in der Hoffnung, dass die Kameraleute das in der Praxis dann auch beherzigen. Leider kann Filmemacher Klaus Beer nicht selbst hinter der Filmkamera stehen. So ist er immer im totalem Stress, bis – hoffentlich – alles bestens im Kasten ist…

Verschiedene Bildperspektiven

Wenn jedoch kein 2. Kameramann zur Verfügung steht, platziert Klaus auf einem Stativ eine kleine Actioncam seitlich zu der Hauptkamera, um damit das Geschehen in der Tonschale aus einer anderen Perspektive einzufangen. Er hat dann in der GoPro in diesem Fall kein Extrem Weitwinkel eingestellt sondern einen Bildausschnitt gewählt, dass die Aufnahmen aussehen, als würden sie von einer zweiten Großkamera stammen. Die Farbunterschiede werden in der Filmnachbearbeitung angeglichen, denn jede Kamera zeichnet anders. Klaus geht es darum, ab und zu andere Bildperspektiven einschneiden zu können, um das Geschehen so abwechslungs- und actionreich wie nur möglich zu gestalten. Idealfall ist natürlich, wenn man Bilder eines zweiten Kameramanns vorliegen hat, der anstelle starrer Stativaufnahmen individuelle Einstellungen liefert.

Aus dem dann letztendlich vorliegendem Material fertigt der Filmemacher, der mit seiner neuesten digitalen Produktion „Shooting Wild West – Traumlandschaften im Visier“  mit Vorträgen in Hallen und Kinos unterwegs ist, dann das Video. Jedes ist anders, denn auf die Kameraführung und Kameraeinstellungen hat er wie gesagt keinen Einfluss, da immer jemand anderes die Videokamera bedient. Mal semiprofessionell, mal amateurhaft. Klaus versucht dann immer, das Beste aus dem ihm vorliegenden Material herauszuholen…“

Professionelle Kameraarbeit

Klaus Beer: „Ich möchte die Stars und Prominenten, die wir in die Signs of Fame aufnehmen, in bestmöglichster technischer Art und Weise, also so professionell wie nur möglich, in Szene setzen. Denn das bin ich den Stars, die mit ihrem bekannten und wertvollen Namen mitmachen und hinter der Botschaft des Friedensprojekts stehen, schuldig. Und auch deren Managements, die Vertrauen in die Arbeit des Fernweh-Parks setzen.

Deshalb wird nur „best of the best“ gezeigt. Aber ich arbeite wie gesagt mit Amateuren zusammen. Der Fernweh-Park basiert auf Idealismus, ist völlig kommerzfrei und kann nur durch Sponsoren existieren. Wir können uns keine professionellen Fotografen und Kameraleute leisten. So bin ich, da ich ja seit vierzig Jahren selbst filme und fotografiere, bei den Starehrungen aber nicht selbst hinter den Kameras stehen kann, immer im purem Stress. Denn ich muss versuchen, bei Fahrten zu Stars in weit entfernten Städten und Orten, durch den damit verbundenen großen Einsatz von Zeit und nicht vorhandenem Budget das Beste für die Nachberichterstattung in Film und Foto herauszuholen. Und ich gebe es zu: Da ich jeden Blickwinkel eines Shootings und Videodrehs schon im Kopf habe, kann man es mir kaum recht machen.

Ich selbst hätte nach Sichten des Filmmaterials oft eine andere Perspektive gewählt. Denn 16:9 ist Breitwand und da platziert man die Person eben nicht in die Mitte, sondern seitlich. Und im Sucher ist dann noch Platz für das Umfeld. Und das in das Motiv mit hinzukomponieren, ist die große Kunst. Was nützt das schönste Porträt des Stars im z.B. rechten Bildanteil, wenn links leere Pfosten oder andere unattraktive Dinge zu sehen sind. Diese Szene ist für den „Papierkorb“. Einen Schritt weiter nach links oder rechts – und schon hätte man den nicht ansehnlichen Hintergrund, der den gesamten Bildeindruck zerstört, ausgefiltert. Doch das muss man eben: SEHEN. Den bestmöglichsten Bildeindruck SPÜREN. Entweder man hat´s oder man hat`s nicht. Ich mache das instinktiv, muss darüber gar nicht mehr nachdenken. Ich sehe das Motiv und weiß sofort, welche Einstellung ich blitzschnell wählen muß, damit die Szene wirkt. Mehr als schulen kann ich meine Leute nicht. Ich muss froh sein, sie überhaut zu haben, dass sie ihre Freizeit unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Meine oberste Priorität lautet: Dem Star und dem Management muss nicht nur das Projekt selbst und die Aktion, so entspannt und charmant gestaltet wie nur möglich, gefallen, sondern auch die Bild- und Film-Nacharbeit dazu. Aber: Unsere Fotografin und unsere Kameraleute werden immer besser, lernen von Star zu Star dazu…“

Der Schnitt

Pro Video müssen mindestens 1-2 Tage Bearbeitungsszeit, von früh bis abends, eingerechnet werden. Bei längeren Videos, z.B. bei Star-Stern-Verleihungen, sitzt Klaus Beer zwischen 3- und 4 Tagen am PC. Nach dem Schnitt rendert der Film dann nochmal ein paar Stunden. Danach kann er auf You Tube hochgeladen werden und wird dann in die jeweilige Star-Bilderstory eingebunden.

ALLE STAR-VIDEOS aber auch Filme über die ENTSTEHUNG des Fernweh-Park, Abbau in Hof und Neuinstallation im Markt Oberkotzau sowie viele andere Videos rund um den Fernweh-Park sind kompakt aufgeführt zu sehen in unserer Rubrik FILME – zu weiteren Videos… (FWP-Startseite rechts unten).

Der TRAILER

Da so mancher Mensch einen oder mehrere Lieblingsstars hat, geht er vielleicht nur wegen SILBERMOND, HELENE FISCHER, MAX GIESINGER, STATUS QUO, DENZEL WASHINGTON, BEATRICE EGLI, PHILIPP LAHM, TOBIAS MORETTI, PETER MAFFAY oder KEVIN COSTNER  (bei bislang über 400 Stars aus Musik, Film, TV, Bühne und Sport finden da sicher viele Fans IHREN STAR) auf die Fernweh-Park Homepage und liest dort auch nur deren Bilderstory. Mit anderen Inhalten unserer Website wird er sich eventuell nicht befassen – da er im Moment noch gar nicht ahnen kann, was ihn dort alles erwartet.

Damit jedoch jeder „Fan“ automatisch einen Eindruck von der Vielfältigkeit des Fernweh-Parks  erhält, soll ihn unser Trailer, der vor jede Star-Bilderstory geschaltet ist, dorthin führen. Er wird dadurch mit der Anlage und Größe des NEUEN Fernweh-Parks konfrontiert, sieht das Amphitheater, die Showbühne, die Panorama-Schilder-Weltkulisse und die Pfostenreihen, die zu den einzelnen Schilder-Themenstraßen führen. Besonders die Dronenaufnahmen, die das europäische Friedensprojekt aus der Vogelperspektive zeigen, können die Weite und bunte Vielfalt der Schilderstraßen aufzeigen – und: dadurch neugierig geworden, werden die Homepage-Besucher dann sicher mal einen Ausflug in den Fernweh-Park nach Oberkotzau unternehmen, um sich diesen in aller Ruhe in Natura anzuschauen – wie schon tausende Male passiert.

Aussage einer Besucherin: “ Ich habe jetzt den Fernweh-Park bestimmt schon das 20. Mal besucht – und heute habe ich wieder etwas entdeckt, was mir bislang noch nie aufgefallen ist…“ Also: Kamera oder Smartphone nicht vergessen, denn es gibt wahnsinnig viel zu fotografieren.

Besonders wenn die Sonne scheint, strahlen die Schilder in bunten Farben, wie von innen beleuchtet… Und wenn Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind kann es passieren, dass Sie plötzlich Ihrem Lieblingsstar gegenüber stehen, der gerade seine Hände in Ton drückt, einen Star-Stern verliehen bekommt oder auch nur so, ganz privat, den Fernweh-Park besucht…