Kultfigur: Musik-Kabarettist FREDL FESL besucht den Fernweh-Park

Herzlich willkommen zu einer spannenden Stimmungsstory, vielen tollen BILDERN und einem FILM über die Aufnahme von FREDL FESL in die „Signs of Fame“- doch zur Einstimmung auf die geehrte Persönlichkeit, zuerst eine kleine Biografie: 

FREDL FESL, der eigentliche Erfinder des bayerischen Musik-Kabaretts, wuchs in Erding auf und absolvierte eine Lehre als Kunstschmied, arbeitete in mehreren Berufen wie zum Beispiel u.a. als Kürschner, Bühnenschreiner beim Film, Statist und Antiquitätenhändler. Er war Ringer und oberbayerischer Meister im Gewichtheben. Nachmittags trat er als Artist im Zirkus Atlas auf, und abends fand im Zelt ein Fesl-Konzert statt.

Seinen Durchbruch als Musiker und Sänger hatte er mit dem Lied „Der Königsjodler“. Doch ihn „nur“ auf diesen Song festzulegen, wäre nicht richtig. Er schrieb über 150 Lieder, darunter „Ritter Hadubrand“, Taxilied“, „Der edle Rittersepp“, „Anlass-Jodler“, „Fußball-Lied“, , Der „Bi-Ba-Butzemann“, „Preiß´n-Jodler“, „Weil i net mog“, „Ein Pferd hat vier Beiner“ oder „Riesenneger im Nieselregen“.

Sein Markenzeichen war, dass die Vorstellung eines Liedes oft länger dauerte als der Titel selbst. Am Schluß einer Vorstellung absolvierte er meist noch eine Handstand auf dem Stuhl, auf dem er zuvor mit seiner Gitarre saß.

Fredl Fesl war Gast in den bekanntesten Musik- und TV-Shows des deutschen Fernsehens und hatte eine eigene Fernsehsendung „Fredl und seine Gäste“.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 05.09.2020.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Fredl Fesl im Fernweh-Park im Markt Oberkotzau.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von FREDL FESL in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE und VIDEO. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken, können sie nicht ahnen, welch unglaubliche Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage, mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Bevor`s losgeht – zu der am häufigsten gestellten Frage: Sie sind begeistert von diesem spannenden Stimmungsbericht mit BILDERN und VIDEO und möchten wissen, welche Stars mit ihren Stories sonst noch auf unserer Homepage vertreten sind? Sozusagen AUF EINEN BLICK? Gehen Sie einfach auf SIGNS OF FAME. Hier können Sie von 1999 bis heute ALLE Stars finden. Einfach nach unten scrollen… 

Erst kürzlich wurden ein Porträt über das Leben von Fredl Fesl in der Sendung „Lebenslinien“ im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt und Hannes Ringlstetter besuchte ihn für seine TV-Talksendung „Ringlstetter“ bei sich privat zuhause. Dort stellte Fredl Fesl auch seine 2013 von ihm erfundene „Schunkelhilfe“ vor, ein abgerundetes Sitzgerät, mit dem man automatisch in den Schunkelrhytmmus fällt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer:  „Nachdem so gut wie alle großen Kabarettisten und Comedians im „Signs of Fame“ vertreten sind, nur er noch nicht, war diese Sendung für mich der Anstoß, endlich Kontakt mit ihm aufzunehmen und ihn in den Fernweh-Park einzuladen, wo ihn auch sein größter Fan, Gery Gerspitzer, ein Ständchen gab.“

Gery Gerspitzer, Allround-Entertainer und „größter Fesl-Fan“

Gerspitzer ist der lokale Star in Hof und mit seinen zahlreichen Auftritten, vor allem mit seiner Band „Gery and the Johnboys“, seit Jahren auch überregional bekannt. Da Gery Fredl Fesl schon seit seiner Kindheit verehrt und damals schon Texte von ihm auswendig lernte war es sein größter Wunsch, sein Idol einmal persönlich kennzulernen. Doch es ergab sich noch mehr. Gery durfte seine Lieder singen und begeisterte mit seinem Fredl-Fesl-Abend. Um das Rad nicht neu erfunden fragte Klaus nach der Sendung „Lebenslinien“ Gery: „Du kennst doch den Fesl. gut. Ehe ich alleine an ihn wegen seiner Ehrung herantrete, willst Du ihn, da Du ihn ja näher kennst, nicht mal fragen, ob er da mitmachen will?“

Und ob er wollte. Monika Fesl setzte sich zur Durchführung seiner Ehrung mit Klaus Beer in Verbindung und man vereinbarte einen Termin direkt im Fernweh-Park. Samstag Mittag, den 5. September, 12.00 Uhr, ist es dann soweit. Monika und Fredl Fesl fahren am Fernweh-Park vor. Da man diesmal auch über die Frankenpost den Besuch dieses Stars ankündigen durfte, erwarten ihn auch zahlreiche Fesl-Fans.

Wetter-Kapriolen

Wenn man die Bilder sieht denkt man, alles ist easy. Doch hinter den Kulissen – Nervenkrieg – wegen des Wetters. Die Regen-App zeigt plötzlich blaue Stellen an: Regen. Und es beginnt tatsächlich leicht zu tröpfeln. Doch um 12.00 Uhr, bei der offiziellen Begrüßung sieht man im Wolkenverlauf, dass die Regenschauer abziehen werden. Eigentlich ist auf dies App immer Verlass. Trotzdem ist das allen zu unsicher. „Schnell Leute, wir bauen den Pavillon auf“, sagt Erika. Erst wenige Wochen verfügt der Fernweh-Park Verein über einen eigenen Pavillon, gerade für solche Fälle. Doch wirklich kurz nach Zwölf keine Regentropfen mehr. Also: der Pavillon, der Star-Schild und die Form mit den Ton für die Handabdrücke abdecken soll, wieder weg von der Showbühne und schnell seitlich hingestellt. Denn er würde bei dem Shooting die Panaorama-Schilder-Weltkulisse verdecken. Und gerade diese soll ja mit auf die Bilder. Deshalb sind Fredl Fesl uns seine Gattin Monika ja in den Fernweh-Park gekommen…

Die Star-Schild Signierung

Als erstes bittet Klaus Fredl Fesl auf die Showbühne, um dort sein Star-Schild zu signieren. Applaus brandet auf – die Fesl-Fans…

Die Handabdruck-Aktion

Dann bittet Klaus den Künstler zu der Tonschale, hinter der Fredl Fesl auf einem Stuhl Platz nimmt. Damit sein signiertes Star-Schild während der Handprint-Aktion immer mit zu sehen ist, wird es auf einer Stellage im Hintergrund platziert.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und noch mal. Klasse… Und noch mal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Nach dieser ersten Einführungsbeschreibung soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit FREDL FESL und aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ – Shooting in der Praxis abläuft.

Sollte Ihnen der Text unserer Story zu umfangreich sein, können Sie nach der BILDERSTRECKE und dem VIDEO aussteigen. Wenn Sie aber einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so eine Aktion vonstatten geht, bitte sehr… Einfach weiterlesen, dran bleiben. Denn dann geht`s ins Detail und Sie sind bei dem actionreichen Shooting und spannenden Erlebnissen mit dem Star hautnah dabei.

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an. Mit dem sich rechts und links daneben befindlichen Pfeilen können Sie dann wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie blättern. 

Das Video

Während die Fernwehpark Fotografin Sylvia die Bilder macht, steht als Kamerafrau heute wieder Jolanta hinter der Filmkamera. Klaus: „Obwohl ich ja eigentlich Filmer bin, machten wir bis 2017 bei den Startreffs immer nur Fotos. Denn da ist die Anspannung, alles optimal hinzubekommen, immer so hoch, dass man sich unmöglich auch noch auf das Filmen konzentrieren kann. Und vor allem, wer sollte den Part an der Filmkamera übernehmen? Denn in der Regel waren wir immer nur zu zweit unterwegs. Und früher, mit 16-mm Zelluloidfilm zu drehen, war sowieso undenkbar. Videos wurden erst mit den kleinen Kameras in Full-HD möglich. So sind uns bei bislang über 400 Stars leider viele schöne lebendige Bilder entgangen und wir ersuchen nun, parallel zu den Fotos, auch immer die Videokamera mit zum Einsatz zu bringen, aber auch jetzt immer nur sporadisch, wenn neben dem Fotografen auch noch ein Kameramann oder eine Kamerafrau zur Verfügung steht und je nach Künstler und Möglichkeit…

Stress am Set

Und wenn manchmal ein zweiter Kameramann vor Ort ist, werden die Videos noch schöner, da dieser aus einer anderen Perspektive filmt. So kann Klaus beim Schnitt andere Bilder über die Grundaufnahmen mit dem durchgehenden O-Ton legen, die Szenen werden dadurch abwechslungsreicher, peppiger. Zudem kann er mit Naheinstellungen, Closeups arbeiten, da Kameramann 1 meist die Totale filmt, mit gerademal Hinzoomen auf die Hände und auf das Gesicht. Letzteres leider oft viel zu wenig.

Klaus als leidenschaftlicher Kameramann schärft zwar seinen Kameraleuten immer ein: „Leute, ran ans Motiv. Wir brauchen Nahaufnahmen des Gesichts und der Hände.“ Aber nur, wenn es auch sinnvoll, logisch ist, entweder wenn der Star redet oder drückt. Eine Nahaufnahme des Gesichts ist Unsinn, wenn er nichts sagt oder auf die Hände, wenn in der Tonschale nichts passiert.. Alles schon vorgekommen, da die Filmamateure bei solchen Startreffs natürlich auch aufgeregt sind. Man muss beim filmen mitdenken, die Szenen einfangen, die der Zuschauer in diesem Augenblick erwartet. Wenn gesprochen wird, Gesicht closeup. Wenn Action in der Tonschale – ranzoomen. Die Bilder muss man sehen, spüren und dann individuell reagieren…. Doch wenn man keine Kameraerfahrung hat, kann man das nicht so umsetzen. Also gibt es vor jedem Shooting immer eine Kamerabesprechung in der Hoffnung, dass die Kameraleute das in der Praxis dann auch beherzigen. Leider kann Filmemacher Klaus nicht selbst hinter der Filmkamera stehen. So ist er immer im totalem Stress, bis – hoffentlich – alles bestens im Kasten ist…

Wenn jedoch kein 2. Kameramann zur Verfügung steht, platziert Klaus auf einem Stativ seine GoPro seitlich zu der Hauptkamera, um damit das Geschehen in der Tonschale aus einer anderen Perspektive einzufangen. In der kleinen Actioncam ist in diesem Fall kein Extrem Weitwinkel eingestellt sondern ein näheren Bildausschnitt gewählt, so dass die Aufnahmen aussehen, als würden sie von einer zweiten Großkamera stammen. Die Farbunterschiede werden in der Filmnachbearbeitung angeglichen, denn jede Kamera zeichnet anders. Klaus geht es darum, ab und zu einen anderen Bildausschnitt einschneiden zu können, um beim Filmschnitt das Geschehen so abwechslungs- und actionreich wie nur möglich zu gestalten. Idealfall ist natürlich, wenn man Bilder eines zweiten Kameramanns vorliegen hat, der anstelle starrer Stativaufnahmen individuelle Einstellungen liefert. Da die GoPro natürlich keine so guten Tonaufnahmen wie von dem externen Mikrofon bringt, wird der Originalton immer von Kamera 1 verwendet und das Actionfilmmaterial synchron über die Grundbilder der Hauptkamera gelegt.

Heute aber gibt es bei Fredl Fesl das volle Kameraprogramm. Videokamera 1 und 2 fangen die Hauptbilder aus verschiedenen Perspektiven ein – und die kleine GoPro auf Weitwinkel eingestellt dokumentiert das Ganze im Überblick. Doch aus insgesamt 3 Kameras das Filmmaterial synchron zusammenzuschneiden, ist eine Heidenarbeit…

Und aus dem ihm dann letztendlich vorliegendem Material fertigt der Filmemacher, der mit seiner neuesten digitale Produktion „Shooting Wild West – Traumlandschaften im Visier“ ebenfalls auf Vortragstournee unterwegs ist, dann das Video. Jedes ist anders, denn auf die Kameraführung und Einstellungen von Kamera 1 hat er wie gesagt keinen Einfluss, da immer jemand anderes die Videokamera bedient. Mal semiprofessionell, mal amateurhaft. Klaus versucht dann immer, das Beste aus dem ihm vorliegenden Filmmaterial herauszuholen…“

Wenn Sie also einmal in bewegten Bildern, sprich im Film, die Handprint-Aktion von FREDL FESL und seien anschließenden Bummel durch den Fernweh-Park mitverfolgen wollen, hautnah, hier das VIDEO, in dem Sie den Geehrten ganz persönlich kennenlernen können.

 

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Klaus Beer: „Wir haben schon viele Stars ihre Hände in den Ton drücken sehen. Mal kraftvoll, mal zögerlich. Mal voller Elan. Wenn zaghaft, mache ich dem Star ein Angebot. Damit man merkt, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragte ich manchmal, ob ich das kurz mal aufzeigen soll…“.

So hat Klaus Beer schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus kurz mitgedrückt, obwohl Mr. Universum sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen…

Geburtstag und Hochzeitstag – im Fernweh-Park

Der seit 1997 an Parkinson leidende Musiker wird bei der Aktion von seiner Gattin Monika tatkräftig unterstützt, die die ebenfalls von denen sich im Amphitheater eingefundenen zahlreichen Zuschauern und Fredl-Fans mit großem Applaus bedacht wird, denn sie feiert an diesem Tag Geburtstag – und Hochzeitstag zugleich. Trotz ihres Ehrentages ließ sie es nicht nehmen, 700 Kilometer vom oberbayerischen Pleiskirchen, wo die Fesls in der Einöde Häuslaign wohnen, hin- und zurück unter die Räder zu nehmen. Mit nach Oberkotzau gekommen waren auch auch seine Schwester und Mann.

Gery Gerspietzer überreicht Monika Fesl zu ihrem Ehrentag einen großen Blumenstrauß und Erika Beer übergibt als stellvertretende Vorsitzende des Fernweh-Park Vereinsein Tragerl mit verschiedenen Bieren aus der Region.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Ach ja, „Problemzone“ darf Klaus ja nicht mehr sagen“, hat doch damals Kim Fisher im „Riverboat „entrüstet“ bemerkt: „Ich habe keine Problemzonen…“ Natürlich im Scherz, man sieht`s in ihrem Video…“ Doch Männern ist das egal.

Und auch FREDL FESL gibt sein Bestes. Klaus: „Der Ton heute ist super weich. Kann aber auch fester sein. Es kommt immer auf die Konsistenz an. Ich stecke da nicht drin. Ich muss ihn so nehmen, wie ich ihn angeliefert bekomme. Sollte er mal etwas länger liegen bis zum Einsatz, wässere ich ihn persönlich, damit er weiter geschmeidig bleibt. Aber es kann trotzdem  passieren, dass man auch mal mehr Kraft ausüben muss und die Sache etwas anstrengender wird…“

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem FREDL FESL die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich die Hände von FREDL FESL im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Außer Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Außer einem Oscar aus Hollywood vielleicht…“

Und bei den beiden Hauptkommissaren „Schenk & Ballauf“ des Kölner TATORTS überlegte Klaus Beer schon mal, ob er sie nicht fragen sollte, ob sie vielleicht nicht ein paar Handschellen in den Ton drücken wollten… Wäre sicher auch ein Gag gewesen. Absolute Premiere aber sind die Pfoten eines Tieres – so etwas gab es bislang noch nie, die von der süßen Hundedame „PrimaDonna“ von „Superstar-Gewinner 2009“ Yvo Antoni.

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen Rechtsextremismus und für eine friedvollere Welt. „Unser Projekt steht aber auch für die Erhaltung unseres wunderschönen blauen Planeten Erde, sprich für Umwelt- und Klimaschutz, heute wohl so aktuell wie nie“, sagt Klaus Beer als Ergänzung derIdeologie des Projekts. Und da macht FREDL FESL gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD werden die Handabdrücke dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ FREDL FESL seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 400 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen. Oder besuchen später den Fernweh-Park, wenn sie gerade mal in der Nähe auftreten oder durch Oberfranken fahren. Nicht zu übersehen sind da die Kultur-Touristik-Hinweisschilder, die seit Januar 2020 an den Autobahnen A9 und A93 auf den Fernweh-Park im oberfränkischen Markt Oberkotzau hinweisen..

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurück blicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ fragte Klaus die Stars meist noch, ob sie nicht auch das Fernwehpark Star-Mobil signieren würden, das schon mal ein Blickfang war. Das Fahrzeug war über und über mit Autogrammen übersät. Denn immer, wenn sich ein Star in der Nähe des Autos aufhielt, bat ihn Klaus Beer, darauf zu unterschreiben. So sind Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs mit Unterschriften regelrecht übersät. Als dann fast kein freier Platz mehr zu finden war, ging es auf dem Dach weiter.

Doch irgendwann gab das Auto gab seinen Geist auf. Es wurde zerlegt und die Autoteile mit den wertvollen Starunterschriften warten auf die Gelegenheit, einmal zusammen mit den Star-Handabdrücken im geplanten Fernweh-Star-Museum ausgestellt zu werden. Danach gab es noch ein 2. Star-Mobil, diesmal in weinrot, auf dessen Kühlerhaube es dann mit den Unterschriften weiter ging.

Da mittlerweile beide Star-Mobile nicht mehr existieren, gab es notgedrungen einige Zeit keine Autogramme mehr auf Blech, obwohl Klaus schon des öfteren wieder Gelegenheit gehabt hätte, Stars auf dem Auto unterschreiben zu lassen. Doch da es immer so schön war, kam Klaus erstmals bei Wotan Wilke Möhring auf die spontane Idee, diese Aktion wieder einzuführen, zumindest einen Teil eines Autos mitzubringen, um dieses signieren zu lassen.

Da es doch recht außergewöhnlich ist, plötzlich mit einem Autoteil aufzutauchen, hat Klaus eine Fotocollage mitgebracht, auf dem das alte Starmobil abgebildet ist. Darauf sind auch einige Stars zu sehen, wie sie gerade darauf unterschreiben. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, wissen die Prominenten so immer gleich Bescheid um was es geht.

Das Ganze hat aber mit dem Fernweh-Park selbst nichts zu tun. Das macht Klaus ganz privat für sich. Wenn sich also jemand ein Autogramm auf ein T-Shirt oder Handyhülle geben lässt, so hält halt Klaus sein Auto, oder zumindest ein Teil davon, zum Signieren bereit. Just for Fun. Gedacht aber auch als Leihgabe für das geplante Star-Museum, wo neben den Star-Handprints diverse persönliche Gegenstände von Stars – und eben die mit Unterschriften übersäten Kühlerhauben, Kotflügel oder Autotüren ausgestellt werden sollen. Kaum zu glauben, welche Dimension die erste Unterschrift von Frank Elstner auf weißem Autolack im Jahre 2003 angenommen hat…

Bummel durch den Fernweh-Park

Nach der Ehrung ließ es sich Fredl Fesl nicht nehmen, noch einen Bummel durch die Schilderreihen zu unternehmen, staunte über die zahlreichen ihm bekannten Kolleginnen und Kollegen aus dem Showbiz und lachte sich in de Sektion der lustigen und kuriosen Ortsnamen fast kringeling, besonders über „Oberanschissing“ Kreis Grafenau, in dessen Ort er geboren wurde.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit FREDL FESL und seiner bezaubernden Gattin zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von FREDL FESL, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Sylvia Schildbach

Fotos: Günter Tauwaldt (5 Handybilder)

Videokamera 1: Jolanta Stettner

Videokamera 2: Erich Wollner

Videokamera 3, GoPro: Michaela Bergmann

Foto-Video-Postproduktion: Klaus Beer

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