Wladimir Kaminer

WLADIMIR WIKTOROWISCH KAMINER , russisch Владимир Викторович Каминер, am 19. Juli 1967 in Moskau geboren, zählt zu den bekanntesten Schriftstellern und Kolumnisten Deutschlands. Seine Erzählbände „Militärmusik“  und „Russendisko“ machten ihn auch international bekannt. Die Gesamtauflage seiner Bücher und Hörbücher lag 2018 bei 3,7 Millionen. Allein „Russendisko“ hatte bis März 2012 eine Gesamtauflage von über 1,3 Millionen.

Wladimir Kaminer studierte neben einer Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk Theaterdramaturgie im Moskauer Theaterinstitut. 1990 erhielt er humanitäres Asyl in der DDR. Er war Mitglied der „Reformbühne Heim & Welt“, wo er seine Geschichten zum Besten gab. Zudem veröffentlichte er Texte in verschiedenen deutschen Zeitschriften und erhielt beim SFB 4 Radio Multikulti eine wöchentliche Sendung mit dem Titel „Wladimirs Welt“. Zudem wurden seine Beiträge im ZDF Morgenmagazin veröffentlicht. Im „Kaffee Burger“ organisierte er Veranstaltungen wie „Russendisko“, einen Mix aus alter und neuer russischer Popmusik und Underground. Seit 2014 schreibt er für die Kinozeitschrift epd Film eine Kolumne in „Kaminers Kino“. 2012 entstand der Film „Russendisko“ mit dem Schauspieler Matthias Schweighöfer, basierend auf Kaminers Kurzgeschichtenband. Zudem ist Kaminer gern gesehener Gast in vielen Talkshows.

Wladimir Kaminers Bibliografie ist ellenlang und können hier nur in Auszügen wiedergegeben werden. Es erschienen u.a. Werke wie „Russendisko“ (2000), „Schönhauser Allee“ / „Frische Goldjungs“  / „Militärmusik“ (2001), „Die Reise nach Trulala“ (2002), „Helden des Alltags“ (2002), „Mein Leben im Schrebergarten“ (2007), „Es gab keinen Sex im Sozialismus“ (2009), „Onkel Wanja kommt. Eine Reise durch die Nacht“ (2012), „Das Leben ist (k)eine Kunst“ (2015), „Meine Mutter, ihre Katze und ihr Staubsauger“ (2016), „Goodbye Moskau“ (2017), „Einige Dinge, die ich über meine Frau weiß“ (2017), „Ausgerechnet Deutschland“ (2018), „Die Kreuzfahrer“ (2018).

Der Schriftsteller ehielt mehrere Auszeichnungen, darunter Ben-Witter-Preis, Stahl-Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt, Berliner Bär.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 16. November 2018.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen WLADIMIR KAMINER im Hotel an der Oper in Chemnitz.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von WLADIMIR KAMINER in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Wladimir Kaminer hatte eine Lesung Im BrauClub Chemnitz. Und das gleich an zwei Abenden. Und alle beide Vorstellungen waren ausverkauft.

Schon im Mai 2018 wollte Fernwehpark Initiator Klaus Beer den bekannten Schriftsteller in die „Signs of Fame“ aufnehmen, und zwar am Sonntag, den 19. Mai im Rahmen einer Lesung im König-Albert Theater Bad Elster. Das war am Tag nach der Eröffnung des NEUEN Fernweh-Parks im Markt Oberkotzau. Doch nach dem grandiosen Grand Opening mit vielen prominenten Gästen, darunter der Hollywoodlegende Elke Sommer mit Fernsehen und Medien, hatte Klaus Beer am zweiten Tag der offiziellen Eröffnung keine Chance, vom Fernweh-Park wegzukommen. Die Eröffnungsfeierlichkeiten gingen weiter und es wurden Führungen durch den neuen Fernweh-Park angeboten. Und da musste der Initator natürlich vor Ort sein, denn wohl niemand anders als er kann eine Führung so detailgetreu und praxisnah durchführen wie Klaus Beer selbst.

Und so suchte man seit Mai dieses Jahres einen passenden Termin, um Wladimir Kaminer mit dieser Ehrung zu bedenken. Und die Gelegenheit war nun in Chemnitz gekommen.

Chaos um Merkel Besuch in Chemnitz

Doch ausgerechnet an dem Tag, an dem die Fernweh-Park Crew Kaminer in Chemnitz treffen sollte, hörte man in den Medien, dass große Teile der Innenstadt gesperrt seien. Die Bundeskanzlerin besucht Chemnitz und will nach den Ausschreitungen vor zwei Monaten dort mit Bürgern diskutieren. 10.000 Polizeikräfte seien in Bereitschaft, hieß es. Denn diesmal wolle man auf alles vorbereitet sein. So fuhr Klaus Beer mit seiner Fernweh-Park Crew mit sehr gemischten Gefühlen nach Chemnitz…

Doch selbst als man am „Nischl“ vorbei fuhr, sah und vernahm man – NICHTS. Die Demonstranten beider Seiten mussten wohl woanders in Stellung gegangen sein. Die Stadt war ruhig, nur ab und zu sah man einige Polihzeifahrzeuge. Ungehindert erreichte man das Hotel an der Oper in der Straße der Nationen.

Die STAR-SCHILD Signierung

Das Hotel versprüht im Eingangsbereich den Charme des alten Russland. Hieß es doch früher sogar „Mosqua“. Waltraud Raubold, „Signs of Fame“ Staragentin der Neuen Bundesländer, ging in Jugendjahren dort immer zum Tanzen hin, erzählt sie. Das Management von Wladimir Kaminer hatte den „Fernwehpark“ bereits angekündigt und so wird der „Fernweh-Park“ freundlich empfangen. „Ich schicke Herrn Kaminer um 12.30 Uhr zu Ihnen runter“, sagte der nette Herr vom Managment zu Klaus am Telefon. An dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an die Gechäftsleitung Hotels für die Gastfreundschaft zur Durchführung der Ehrung.

Waltraud ist schon da und alle sind voller Spannung und Vorfreude auf das Treffen mit dem bekannten Schriftsteller. Denn Klaus Beer hat bis dato schon einige namhafte Persönlichkeiten in Genre Literatur in die „Signs of Fame“ aufgenommen, z.B. Corinna Hoffmann („Die Weiße Massai!“), Matthias Politicky, Anselm Grün, Erich von Däniken und „Iny Lorentz“ (Iny Klocke & Elmar Lorentz), die Bücher wie „Die Wanderhure“ und „die Ketzerbraut“, beide verfilmt, schrieben.

Auf der Suche nach der richtigen Location  

Klaus Beer hat wie bei jedem Startreff vorher die richtige Location ausgesucht. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

Doch hier im Hotel ist das gar nichs so einfach. Es gibt so gut wie keine freien Wandflächen. Die einzige Möglichkeit ist die lange Wandfront im Gang, wo der Speisesaal einmündet. Hier hat die Fotografin genügend Distanz, um ein paar Meter zurück treten zu können für den nötigen Abstand, den sie für die zu fotografierende Person benötigt. Der Gang selbst wäre viel zu eng gewesen.

So ist alles bestens vorbereitet damit, wenn der Star kommt, sofort mit der Ehrung begonnen werden kann. Klaus hat auch die Fotokamera gecheckt,  letztere auf die im Raum herrschenden Lichtverhältnisse eingetestet und ein paar Probeschüsse gemacht. Somit ist alles bestens vorbereitet damit, wenn Herr Kaminer kommt, sofort mit der Ehrung begonnen werden kann.

Ein Brief an Angela Merkel

Herzlich begrüßt Wladimir Kaminer Klaus Beer und die Fernweh-Park Crew. Er sieht Klasse aus. Tolles, schwarzes Jacket,  darunter trägt er ein schwarzes T-Shirt mit einem kleinen roten Stern und einer Aufschrift, die Klaus nicht lesen kann. Zudem schwarze Hosen, schwarze Stiefeletten, gelbe Socken. „Tolles Jackett“, sagt Klaus. Und irgendwie passt er optisch heute auch zu ihm. Hat er sich doch ebenfalls für ein schwarzes Lederjackett entschieden und trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Hard Rock Cafe Las Vegas“. Der Schriftzug ist in kleinen, silbernen Perlen aufgesetzt. Optisch schon mal OK, würde Thomas Gottschalk sagen…

„Ich war gerade dabei, einen Brief an Angela Merkel zu schreiben“ sagt er, wegen Klimaschutz – und Klaus entgegnet, dass er da mit ihm und dem Fernweh-Park auf einer Wellenlänge ist. Denn das Friedensprojekt steht nicht nur gegen Rassismus, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Antisemitismus, gegen Rechtsextemisus und Extremismus jeglicher Art, sondern auch für die Erhaltung der Lebensräume auf unserem wunderschönen blauen Planeten Erde. Kaus erzählt das offen in die Videokamera und Wladimir Kaminer gibt dazu auch einen Kommentar ab. „Wird sicher wieder ein tolles Video werden“, denkt Klaus, denn der Schriftsteller nimmt öffentlich Stellung zu dem, was ihm im Moment auf der Seele brennt und das er der Kanzlerin mitteilen möchte. Klaus freut sich insgeheim schon auf den Schnitt des Filmmaterials…

Und wie passend sein Anliegen doch ist. „Sie könnten den Brief ihr eigentlich gleich persönlich geben“, sagt Klaus, „denn die Bundeskanzlerin ist heute in Chemnitz.“ Wladimir Kaminer hat das nicht gewusst, denn vom Hotel aus bekommt man wirklich nichts davon mit. „Komisch, es fahren kaum Autos draußen“, sagt Klaus. Wahrscheinlich alles abgesperrt…

Wie auch immer. Der Brief an die Bundeskanzlerin muss jetzt erstmal warten  „Ich schreib dann weiter“, sagt der Schriftsteller – jetzt ist erstmal seine Ehrung an der Reihe.

Klaus erklärt in knappen Worten noch einmal die Ideologie des Friedensprojekts anhand des Fernweh-Park Prospekts. Wladimir Kaminer hört interessiert zu und ergreift mit Freude den Stift. Mit Schwung signiert er sein Star-Schild, mit dem er die Besucher des Fernweh-Parks grüßt. Und fragt: „Darf ich Chemnitz dazu schreiben?“. „Ja natürlich, alles was Sie möchten“, erwidert Klaus und Kaminer schreibt zu seinem Namen: „Ich liebe Chemnitz“. Wer später durch den Fernweh-Park im Markt Oberkotzau bummelt und sein Star-Schild sieht wird sich vielleicht wundern, warum da Chemnitz steht, aber dafür gibt es ja unsere Stimmungsgeschichten mit den Eindrücken rund um das Treffen mit den Stars. Daraus geht dann alles hervor.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Dieser Stimmungsbericht soll die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit ELKE SOMMER und aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ – Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so etwas vonstatten geht, bitte sehr… Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen. Dann sind Sie hautnah mit dabei!

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch Wladimir Kaminer  kommt mühelos alleine zurecht.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Wladimir Kaminer die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Wladimir Kaminer natürlich gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ Wladimir Kaminer seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurückblicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ fragt Klaus die Stars meist noch, ob sie nicht auch das Fernwehpark Star-Mobil signieren würden, das schon mal ein Blickfang war. Das Fahrzeug war über und über mit Autogrammen übersät. Denn immer, wenn sich ein Star in der Nähe des Autos aufhielt, bat ihn Klaus Beer, darauf zu unterschreiben. So sind Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs mit Unterschriften regelrecht übersät. Als dann fast kein freier Platz mehr zu finden war, ging es auf dem Dach weiter.

Doch irgendwann gab das Auto gab seinen Geist auf. Es wurde zerlegt und die Autoteile mit den wertvollen Starunterschriften warten auf die Gelegenheit, einmal zusammen mit den Star-Handabdrücken im geplanten Fernweh-Star-Museum ausgestellt zu werden. Danach gab es noch ein 2. Star-Mobil, diesmal in weinrot, auf dessen Kühlerhaube es dann mit den Unterschriften weiter ging.

Da mittlerweile beide Star-Mobile nicht mehr existieren, gab es notgedrungen einige Zeit keine Autogramme mehr auf Blech, obwohl Klaus schon des öfteren wieder Gelegenheit gehabt hätte, Stars auf dem Auto unterschreiben zu lassen. Doch da es immer so schön war, kam Klaus erstmals bei Wotan Wilke Möhring auf die spontane Idee, diese Aktion wieder einzuführen, zumindest einen Teil eines Autos mitzubringen, um dieses signieren zu lassen.

Da es doch recht aussergewöhnlich ist, plötzlich mit einem Autoteil aufzutauchen, hat Klaus eine Fotocollage mitgebracht, auf dem das alte Starmobil abgebildet ist. Darauf sind auch einige Stars zu sehen, wie sie gerade darauf unterschreiben. Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, wissen die Prominenten so immer gleich Bescheid um was es geht. Und so signiert Wladimir Kaminer gerne eine noch freie Ecke auf dem mitgebrachtem Autoblech.

Das Ganze hat aber mit dem Fernweh-Park selbst nichts zu tun. Das macht Klaus ganz privat für sich. Wenn sich also jemand ein Autogramm auf ein T-Shirt oder Handyhülle geben lässt, so hält halt Klaus sein Auto – oder zumindest ein Teil davon zum Signieren bereit. Just for Fun. Gedacht aber auch als Leihgabe für das geplante Star-Museum, wo neben den Star-Handprints diverse persönliche Gegenstände von Stars – und eben die mit Unterschriften übersäten Kühlerhauben, Kotflügel oder Autotüren ausgestellt werden sollen. Kaum zu glauben, welche Dimenson die erste Unterschrift von Frank Elstner auf weißem Autolack im Jahre 2003 angenommen hat…

.Wladimir Kaminer als Kapitän

Und da das neue Buch von ihm „Kreuzfahrer“ heißt und Waltraud Raubold eine begeisterte Kreuzfahrin ist und am liebsten mit der Queen Mary über die Ozeane schippert, hat sie eine Kapitänsmütze mitgebracht, die Wladimir Kaminer für die Bilder gerne mal aufsetzt. In seinem neuen Buch erzählt Wladimir Kaminer mit Witz und viel Neugier von seinen Erlebnissen auf Kreuzfahrtschiffen.

Die sind wohl eine ganz eigene Welt. Und wer könnte schöner, spannender und amüsanter davon erzählen als Wladimir Kaminer, der auf diesen Luxuslinern die Menschen dort ganz genau beobachtete… Für Klaus Beer aber wäre so eine Kreuzfahrt nichts. Das betont er immer wieder. Auch Waltraud gegenüber, die wie gesagt, ein ganz großer Fan davon ist. Festgebunden auf einem Schiff, mit Buffet und festlicher Garderobe – und dann werden Hunderte von Touristen zu Ausflügen an Land geschwemmt… Nein. Klaus der Weltenbummler ist lieber bei Sonnenaufgang auf der Piste, je holpriger und sandiger und matschiger desto besser. Aber nur mit der Filmkamera im Anschlag. Und dann das Land hautnah erleben, die Sitten und Gebräuche der fremden Menschen und Kulturen kennenlernen. Essen und Schlafen ist für ihn Nebensache. Je schrumpeliger die Motels, desto lieber sind sie ihm. Gegensatz: Ihm gefallen aber auch die großen Hotels in Las Vegas mit ihren irren Attraktionen. Aber er muss sich immer frei dabei fühlen beim Reisen. Rings um ihn nur Wasser, er kann nicht weg oder Stau auf der Autobahn. Eingesperrt sein. Das ist nichts für ihn. Aber Wladimir Kaminers Buch über diese eigene Spezies der Liebhaber von Kreuzfahrten zu lesen, das mag er schon – sich darüber amüsieren… Nur leider hat er nie richtig Zeit zum Lesen. Obwohl er selbst schon einige Bücher geschrieben hat ist es ihm bislang noch nie gelungen, sein eigenes Buch, wenn es von der Druckanstalt kommt, von vorn bis hinten durchzulesen. Wann denn? Er muss ja Filme drehen, schneiden, synchronisieren… Sein fertiges „Baby“ auf der Leinwand erleben, das tut er dann aber schon…

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit WLADIMIR KAMINER zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an das freundliche Management und die Tourbegleitung für die gute Zusammenarbeit vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die mittlerweile jetzt über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von WLADIMIR KAMINER,  erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotokamera: Sylvia Schildbach

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.