WILSBERGENSIS – Kunterbuntes mitten aus dem Leben

In dieser Rubrik NEWS finden Sie Besuche, Events und Aktivitäten im und um den Fernweh-Park, bei denen es nicht direkt um Aufnahmen von Stars in die “Signs of Fame” oder um Schilderübergaben geht, für die es eigene Rubriken gibt – die aber so interessant sind, dass wir Ihnen diese nicht vorenthalten möchten.

28.02.2026: Ein Kleinod -mitten in „White Lake City“

Weißenstadt am See, seit kurzem „Kurbad Weißenstadt am See“, ist für Fernweh-Park Initator Klaus Beer schon immer eine feste Größe in seinem Tun und Handeln gewesen, denn seit vielen Jahren präsentiert er dort im Kurzentrum seine Reise-Kulturfilme den Kurgästen. Drei- bis viermal im Jahr ist er da und entführt die Kurenden in fremde Welten – und auch so mancher Spaziergang rund um den Weißenstädter See mit seiner Frau Erika wird dort unternommen, wenn er vom Fernwehpark- und Filmstress einmal entspannen will.

Dass es aber dort, mitten im Ort, ein Geschäft gibt, an dem er schon hundertmal vorbeigefahren ist, aber nie so richtig wusste, um was es sich da handelte, wurde ihm erst durch einen Zufall bekannt. Als er an einem Samstagabend ein Blueskonzert seines Freundes Erich Meinlschmidt besuchte, der für ihn auch die Musik für einige seiner Reise-Kulturfilme komponierte, u.a. „Route 66“ und die CD „Fernweh-the Soundtrack“ erstellte, sagte dieser: „Kennt ihr eigentlich Wilbergensis?“ Als Klaus und Erika verneinten, meinte er: „Da müssen wir nach dem Konzert unbedingt mal hin. Laßt Euch überraschen…“

Und so war es dann auch. Als Klaus und Erika dann noch zu später Stunde einen Abstecher in diesen Laden machten, blieb ihnen schon beim Betreten die Spucke weg. Klaus: „Ich war sofort wie geplettet. Ich bin in der Lage, beim Betreten eines Geschäfts sofort zu checken, ob das was Besonderes ist, ob es war für mich ist oder einfach wert, das Ganze mal genauer zu betrachten. Und hier traf es mich wie der Blitz. Das war nicht einfach ein – Trödelladen. Das wäre eine Beleidigung. Das ist ein Museum mit Gegenständen – aus dem Sperrmüll, wie Olga Hirschmann, die Betreiberin dieses Lokals immer wieder betont. Raritäten, Kostbarkeiten, von denen man nie glaubt, die im „Müll“ zu finden – alles so trapiert, wie in einem Museum.

Es ist unmöglich, all die Tausenden von kleinen und großen Kostbarkeiten bei nur einem Besuch auch nur im geringsten zu erfasssen. Man wird, nein, man ist erschlagen von dem, was da auf einen optisch einprasselt. Bücher, Bilder, Kunst und Krempl, Klaviere und Schreibmaschinen, Nippes und Kurioses und Dinge von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt…  Und Olga, mit ihrem Papagei auf der Schulter, passt wie aus einem der Nostalgiebilder gesprungen, mitten hinein in das bunte Sammelsurium der Lustbarkeiten.

Doch warum diese Geschichte in der Rubrik NEWS der Fernweh-Park Homepage? Klaus:Wir kooperieren mit dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth und dem Donald Duck-Museum in Schwarzenbach a.d. Saale und ich möchte einfach den Touristen tolle Dinge aus unserer Region nahebringen. Denn: Wir möchten, so auch der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, den Beuchern ein Touristenpaket schnüren, in dem für jeden etwas dabei ist: Der Fernweh-Park, um gedanklich auf Weltreise zu gehen, das Comic-Museum für Kinder und Erwachsene, Geschichtliches in Mödlareuth, auch was für Wanderer wie das Felsenlabyrinth in Wunsiedel oder die geplante Höllentalbrücke im Frankenwald, für die es ja leider auch Gegner gibt, die nicht über den sprichwörtlichen Tellerrand zu gucken vermögen, um den Tourismus in unserer Region anzukurbeln. Wenn wir da aber für jeden etwas dabei haben bleiben die Gäste vielleicht auch ein paar Tage bei uns im schönen Fichtelgebirge und Frankenwald, wo es soviel Tolles zu besuchen und zu erleben gibt.

Wie auch jetzt neu das Projekt WILSBERGENIS. Natürlich könnte ich weitere Sehenswürdigkeiten anführen, aber da gibt es ja schon die Reiseführer, die z.B. 99 oder 111 Attraktionen in Oberfranken aufzeigen, wo unter den Sehenswürdigkeiten natürlich auch immer der Fernweh-Park vorgestellt wird. Das alles aber hier unter NEWS mit anzugeben, würden den Rahmen dieser Rubrik sprengen. Wo ich aber eine ganz persönliche Beziehung zu einer ganz besonderen Attraktion gefunden habe ist es mir ein Herzensbedürfnis, diese den Besuchern des Fernweh-Parks auch mitzuteilen. Wie hier eben WILBERGENSINS. Aussergewöhnlicher Name, finde ich, hat was mit der Fernsehserie „Wilsberg“ zu tun? Aber dazu später mehr. Was er bedeutet. Nachdenken und aufhorchen aber läßt er schon mal…“

Hier einige Bildimpressionen, die Klaus Beer beim Rundgang durch die vielen verwinkelten Räume des Hauses schnell mal mit dem Handy geschossen hat. Diese stellen aber nur einen Hauch von einem einmaligen Erlebnis dar, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Früher wurden im Obergeschoß auch Veranstaltungen durchgeführt. Lesungen, Musikabende. Jetzt ist es aktuell ein Lokal, wo an diesem Abend auch Leute zu finden sind, die auch selbst irgendwie einfach in dieses bunte Tohuwabuhu von Gegenständen passen: Intellektuelle, Dichter und Denker, Künstler allenfalls oder einfach Menschen, die sich mit aussergewöhnlichen umgeben wollen und dabei selbst aussergewählich scheinen – und werden. Und schon wird eine Sektflasche geköpft, zu einer Stunde, wo ältere, „normale“ Leute vorm Fernseher längst eingedöst sind oder schon im Bette liegen. Da erst geht es in Wilsbergenis so richtig los… und das mitten in Bad Weißenstadt, direkt am Marktplatz Nummer 5, am See…

 

Doch was ist das Projekit WILSBERGENSIS. Das erfährt man am besten auf deren Homepage www.wilsbergensis.de

Nur soviel dazu (Quelle: Homepage Wilsbergensis):  Die Grundindee: Ein Platz für unabhängigen Austausch und Kommunikation in der Kleinstadt. Jede Kultur ist willkommen, jede Kunstform akzeptiert. Voneinander lernen und miteinander austauschen. Wir begrüßen Forscher und Unternehmer, Künstler und Bürger jeder Art.

Die Geschichte: 2020 wurde das Antiquariat am Marktplatz 5 in Weißenstadt übernommen. Der Förderverein Wilsbergensis besteht aus Kerstin Olga Hirschmann und Philipp Charaoui, die sagen: „Seither ist bei uns viel passiert, unsere Geschichte könnte ein ganzes Buch füllen. Einen Thriller/Romanze/Krimi oder Enzyklopädie. Manchmal auch einen Comic.“

Bleed Schaua: Einfach hinsetzen und aweng bleed schauen. Bücher, Antikes, oder raus auf den Marktplatz. Die fränkische Art der Meditation.

Genießen: Zu unseren Veranstaltungen gibt es selbst-kreierten Gin von Sack’s Destille. Nebenan gibt es leckere Pizza und Eis.

 

Fotos: Klaus Beer

 

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