Himmelkron und seine berühmte Baille-Maille-Allee

In dieser Rubrik finden Sie Bildergeschichten, in denen wir die Schilderübergaben für den Fernweh-Park von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, Institutionen etc. dokumentiert haben – Ausflüge von Familien, Busreisenden und Besuchern aus aller Welt – in den FERNWEH-PARK.

Die Übergaben der Schildergrüße werden meist in tolle Events verpackt, oft regelrecht zelebriert – und sind immer mit schönen Erlebnissen gefüllt. „Auftritte“ mit über 100 Personen im Fernweh-Park sind keine Seltenheit. Ein Schilder-Kaleisdoskop mit Schildergrüßen aus der ganzen Welt.

Lassen Sie sich überraschen, wie Fernweh-Park Besucher ihre Schildübergabe präsentieren – und vielleicht sind demnächst auch SIE mit Ihrem ganz persönlichen Schildergruß und Bilderstory dabei, so wie diese hier: (Hinweis: Bitte klicken Sie auf die Bilder, um diese hochauflösend und in voller Bildqualität zu sehen)

17.04.2018: HIMMELKRON und seine Touristenattraktion BAILLE-MAILLE

Peter Schoberth aus Münchberg, der selbst schon zwei schöne Schilder aus der Slowakei für den Fernweh-Park mitgebracht hat, hatte die Idee, als ehemaliger „Himmelkroner“ ein Ortsschild der Stadt und der dortigen Attraktion, der „Baille-Maille-Allee“ in den Fernweh-Park einzubringen. Er setzte sich dazu mit dem Bürgermeister Gerhard Schneider sowie mit der Vorsitzenden des Baille-Maille Förderkreises, Frau Inge Tischer, in Verbindung. Diese waren von der Idee, sich mit der Ortstafel und dem Hinweis auf die Touristenattraktion im Fernweh-Park präsentieren zu können sofort begeistert und ließen dazu extra ein spezielles Grußschild anfertigen.

Nun hing es nur noch am Wetter, um die Schilderübergabe durchführen zu können. Nach Monaten kalter und trüber Tage war es endlich soweit. Der Frühling zog auch endlich in Oberfranken ein und eine Delegation aus Himmelkron startete den Ausflug in den Fernweh-Park nach Oberkotzau.

Darüber freute sich auch der zweite Bürgermeister des Marktes Oberkotzau, Erich Pöhlmann und der Chef des Kulturamtes, Günter Tauwaldt. Der Erste Bürgermeister Stefan Breuer, der sich zur Zeit in Urlaub befand, ließ ebenfalls herzliche Grüße ausrichten. Fernwehpark Intitiator Klaus Beer, zugleich 1. Vorsitzender des Fernweh-Park Vereins „Signs of Fame“ e.V. und der gesamte Vorstand des Vereins, die stellvertr. Vorsitzende Erika Beer, Sylvia Schildbach und Sigi Obermüller, begrüßten die Gäste aus Himmelkron ebenfalls auf das herzlichste.

Unsere Bilder zeigen Bürgermeister Gerhard Schneider, Vanessa Uome vom Kulturamt Himmelkron sowie Erwin und Inge Tischer bei den Schilderübergaben für den Fernweh-Park.

Fotoshooting

Als Klaus Beer mit Inge Tischer am Telefon über die Schilderübergabe sprach erwähnte diese: „dann machen wir sicher auch ein Bild für unsere Zeitung“. Was dann folgte war nicht nur ein Bild, sondern ein ganzes Shooting. Denn wer mit Klaus Beer dem Filmemacher zu tun hat, der nur in Bildern denkt und sieht, der erhält bei so einem Event natürlich ein Fotoshooting vom Allerfeinsten.

Manch einer hätte einfach losfotografiert, auch wenn eine Wolke die Lichter auf den Schildern ausgeknipst hat. So nicht Klaus Beer. Denn dieser fotografiert erst dann, wenn die Schilderkulisse im Licht der Frühlingssonne erstrahlt und leuchtet. Die Wartezeit dazwischen überbrückte er mit einer Einführung über die Idee, Entstehung und Ideologie des völkerverbindenden Friedensprojekts. Beer: „Man muss schließlich wissen, um was es hier geht und warum bis heute über 400 Stars aus Musik, TV, Film, Bühne und Sport mitgeholfen haben und weiterhin helfen, unsere Friedensidee um die ganze Welt zu tragen.“

Baille-Maille-Allee

Die “Baille-Maille-Allee“ ist eine heute von 600 Lindenbäumen gesäumte, 800 Meter lange Allee in Himmelkron, einer Gemeinde in Oberfranken, Kreis Kulmbach. Markgraf Christian Ernst legte 1662 die erste Lindenallee an. Diese sollte aus dem ehemaligen Kloster Himmelkron ein Jagdschloss des Markgrafen machen. Das Mailspiel, auch Kolben- oder Laufspiel genannt, mit dem man sich dort gerne die Zeit vertrieb, erinnert entfernt an das in England weit verbreitete Crocket und gab der Lindenallee  ihren Namen.

Der MAIL war nichts anderes als ein hölzerner Hammer mit langem Stiel, ofmals mit Eisen beschlagen und eine in der Regle aus Buchbaum gedrehten Kugel (franz. BAILLE). Nach französischem Vorbild bestand die Anlage aus einer vierfachen Baumreihe – jede Reihe aus 200 Linden. Das Volk spielte auf einfachen Wegen. Der Sinn des Mail-Spieles war es, eine Kugel mit dem hölzernen  Kolbenschläger während des  Laufens fortzuschlagen und mit wenigen Schlägen schnellstmöglichst zum Ziel zu bringen. Man spielte über weite Distanzen. (Quelle: Infotafel in der Baille-Maille-Allee).

In dieser Zeit gab es bei Schlössern viele Alleen. Doch die von Himmelkron war die berühmteste, da sie als die längste und schönste in Europa galt. 1792 von preußischen Soldaten abgeholzt, wurde sie am 17. Oktober 1986 mit 160 Bäumen wieder neu bepflanzt.

Doch kommt einem dieser Namenszug nicht von irgendwo anders her bekannt vor? Ja, richtig. Der heute vergessene Freizeitsport des damaligen Adels wurde von einer englischen Zigarettenmarke aufgegriffen: „Pall Mall“. Und die Haupttangente „The Mal“ ist auch in der Weiterentwicklung des Wortes in den bekannten „Shopping Malls“ zu finden.

Ein Spaziergang durch die Lindenallee – wie im Garten Eden.

Ein wunderschöner Frühlingstag. Die Sonne lacht vom dunkelblauen Himmel. Die Lindenbäume haben ausgetrieben und bilden im Gegenlicht eine von Sonne durchfluteten filigranen Vorhang. Klaus Beer: „Bei so einem Traumwetter wäre es Sünde, zuhause am PC zu sitzen und Pressearbeit für den Fernweh-Park zu machen. Wir wollten heute die Baille Maille Allee einmal selbst erleben – und haben die PR-Arbeit nach draussen verlagert. Wir wollten uns selbst ein Bild von der berühmten Baille Maille Allee machen, sozusagen Recherche für die Bilderstory vor Ort.  Und es war traumhaft. Beim Laufen durch die 800 Meter lange Lindenallee wähnten wir uns wie im Garten Eden. Die Vögel zwitscherten um die Wette und freuten sich ihres Lebens. Wir waren an diesem Morgen die Einzigen in der Allee und wir genossen die Ruhe, die Sonnenstrahlen, die die Schatten der Äste wie verschlungenes Gitterwerk auf den Gehweg zauberten. Gelbe Blumeninseln zwischen den Bäumen wurden von Insekten umschwirrt. Und ganz hinten an der Allee, bei dem kleinen Pavillon, besuchten wir den ältesten Baum, am plätschernden Streitmühlbach, einem Zufluß des Weißen Mains…  Es war an diesem Morgen wie im Paradies. Klar, dass auch meine Kamera mit dabei war, die folgende Impressionen von der Baille Maille Lindenalle einfing“: 

 

Heute bemüht sich der „Förderkreis zur Erhaltung und Verschönerung der Kulturlandschaft im Bereich der Gemeinde Himmelkron e.V.“ darum, dieses Kleinod mit Kunst und Aktivitäten, wie dem jährlichen Alleefest, über die Region hinaus bekannt zu machen. Dies geschieht federführend und mit großem persönlichen Engagement durch die 1. Vorsitzendes des Förderkreises, Inge Tischer und ihrem Gatten Erwin – und auch im Fernweh-Park wird man jetzt darauf hingewiesen.

Die Gemeinde HIMMELKRON

HIMMELKRON ist eine Gemeinde im Landkreis Kulmbach und umfasst aktuell ca. 3500 Einwohner. Es hieß ursprünglich Pretzendorf. Im Jahre 1279 wurde das dortige Schloß ein Kloster und erhielt den Namen „Kloster Himmelkron“. Im 16. Jahrhundert wurde der Name auf den Ort übertragen. Partnergemeinde ist Kynšperk nad Ohří  (Königsberg an der Eger) in Tschechien, von wo vielleicht auch bald ein Ortsschild die jetzigen Schildergrüße ergänzt.

Beim Bummel durch den idyllischen Ort fällt auf, dass man bemüht ist, diesen so schön wie nur möglich zu gestalten. Die Gehwege sind mit hellem Pflaster belegt und es gibt auch einen kleinen Park, der auf Himmelskrons Partnerstadt Kynšperk nad Ohří  hinweist. Hier einige Bildimpressionen von Himmelkron.

IHR persönliches Schild im Fernweh-Park

Bringen Sie einfach von Ihrer nächsten Reise ein Ortsschild, Straßenschild etc. mit – und machen damit Ihre Traumreise unvergesslich. Und: bitten Sie, wenn Sie Besuch aus dem Ausland erwarten, ihre Freunde darum, das Ortsschild ihres Heimatortes in den Koffer zu packen oder vorab an Sie zu senden. Ein ganz besonderes, einmaliges Erlebnis für Sie und Ihre Gäste.

Bei der Schilderübergabe an den Fernweh-Park fertigen wir für Sie Bilder sowie einen Pressebericht für die Stadt an, aus der das Schild stammt. So sieht der dortige Bürgermeister, wie das „Schild seiner Stadt“ in Deutschland präsentiert wird. Ideal wäre es natürlich, wenn Sie auch ein Foto von der Übergabe des Schildes aus dem Reiseland hätten. Denn dann ist gleich eine Verbindung von dem Land zu der Präsentation im Fernweh-Park hergestellt – und rundet unsere Story ab.

Wir freuen uns auf Ihren Schildergruß – und freuen Sie sich auf ihre ganz persönliche BILDERGESCHICHTE, mit der Sie dann hier auf unserer Homepage vertreten sind…

Fotos Schildübergabe: Sylvia Schildbach / Klaus Beer

Fotos Baille Maille und Himmelkron: Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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