Helge Schneider

HELGE SCHNEIDER ist Multiinstrumentalist, Schauspieler, Film- und Theaterregisseur und Schriftsteller. In seinen Bühnenvorstellungen verbindet er improvisierten Klamauk mit Jazz und bedient die Erwartungen seines Publikums nie so, wie diese es von ihm erwarten, d.h. Helge Schneider ist ein Meister der Improvisation und nie in eine Schublade zu pressen. Er provoziert und verblüfft durch absurden Humor, den andere nie wagen würden.

Den Durchbruch gelang Schneider 1994 mit dem Lied „Katzeklo“. Danach folgten die Singles „Fitze Fitze Fatze“, „Helgas-Möhrchen-Lied“ und „Käsebrot“. Zwischen 1993 und 2007 drehte Schneider fünf Kinofilme: „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem“, „00 Schneider – Jagd auf Nihl Baxter“, „Praxis Dr. Hasenbein“, „Jazzclub – Der frühe Vogel fängt den Wurm“ und „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“. 2009 folgte seine Tour „Komm, hier haste ´ne Mark“. 2013 hatte sein Film „00 Schneider – im Wendekreis der Eidechse“ Premiere.

Helge Schneider begann 1972 nach einer Sonderbegabtenprüfung ein Klavierstudium am Duisburger Konservatorium. Doch er interessierte sich mehr für Jazz. Seinen Unterhalt verdiente er als Landschaftsgärtner, Dekorateur, Polsterer und Tierpfleger. Er war oft in Eduscho-Stehcafes anzutreffen, wo er die Menschen beobachtete. Diesem „Eduscho-Studium“ maß er große Bedeutung für seine spätere Bühnenarbeit bei.

Ab 1977 zog es ihn auf die Bühne, z.B. hatte er Auftritte mit „Peter Burschs Bröselmaschine“. 1986 spielte er die Hauptrolle in dem Film „Johnny Flash“, danach drehte er seinen eigenen Kurzfilm „Stangenfieber“. Er war Co-Moderator der Sendung „Off-Show“ neben Reinhold Beckmann. Erste Sketche folgten in der Sendung des HR „Queens Palace“.

Mit seinem ab 1989 festgelegten Beinamen „Die singende Herrentorte“ stieg seine Bekanntheit. Danach gab es Auftritte mit seiner Band „Hardcore“. Dabei parodierte er Schlager, gepaart mit absurden Geschichten und Jazzmusik. Seinen endgültigen Durchbruch erreichte Helge Schneider mit seinem Auftritt von „Katzeklo“ bei „Wetten dass…“ 1994. Und genau dort traf ihn Fernwehpark Initiator Klaus Beer das 1. Mal, da Beer bei Thomas Gottschalk Saalkandidat war.

Helge Schneider wird eine außerordentliche Musikalität bescheinigt. Er besitzt die Fähigkeit, jedes Instrument innerhalb kurzer Zeit erlernen zu können. So spielt er zum Beispiel u.a. Saxophon, Akkordeon, Gitarre, Geige, Bockflöte, Trompete, Hammondorgel, Cello, Contrabass und Schlagzeug.

Helge Schneider wurde u.a. mit dem Echo-Award, RSH-Gold, Goldene Schallplatte, Deutscher Comedypreis, Prix Pantheon, Deutscher Kleinkunstpreis, Satirepreis und dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 15. November 2008.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen Helge Schneider in Bamberg.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von HELGE SCHNEIDER in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie groß und in hoher Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Im Herbst 2008 tourt Helge Schneider mit seiner Band unter dem Titel „Akopalüze Nau!!!“ durch Deutschland. Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew treffen Helge Schneider in Bamberg.

Es schüttet wie aus Eimern, darunter mischen sich auch einige Schneeflocken, als das Fernwehpark Starmobil vor der YAKO-Arena in Bamberg vorfährt. „Bamberg an der Bam“, wird Helge später zu diesem Auftrittsort sagen. „Ich habe eine Landkarte gekauft, und da war Bamberg drauf…“ Schon diese wenigen Sätze charakterisieren einen Ausnahmekünstler im Genre Comedy.

Klaus Beer und der FWP Fotograf checken den Backstagebereich der Halle, um eine günstige Location für das Fotoshooting zu finden. Ein möglichst einfarbige Wandfläche, damit kein störender Hintergrund von dem Künstler ablenkt. Beer geht ins Catering und trifft dort auf eine nette Dame der Hallenleitung die sagt, dass Helge und sein Manager noch gar nicht in der Halle sind und erst in ca. 30 Minuten eintreffen. Man besichtigt die von Klaus Beer vorgeschlagene weiße Backstein-Wand und plötzlich, als Klaus gerade beginnt, Schild, Stellage, Tonform, Hocker und Kameras dorthin zu bringen, kommt Helge.

Helge ist schon da…

„Hallo, da geh ich doch gleich mal mit“, sagt er und kehrt aber sofort wieder um, als Klaus entgegnet: “Wir haben aber noch nicht ganz aufgebaut“. Helge macht auf dem Absatz kehrt und meint „Dann komm ich später wieder…“

In Windeseile wird das Star-Schild aus der Transporthülle genoffen, aufgebaut, die Tonform für die Handprints vorbereitet, die Kamera an den externen Akkupack angeschlossen, eine Testshots gemacht. „Kann Helge jetzt kommen?“ fragt ein junger Mann und schon ist Helge wieder zur Stelle: „Hallo“.

Klaus mag es, wenn alles fix geht. Nicht lange warten zu müssen, wie z.B. bei einer Künstlerin, bei der das Treffen um 17.30 Uhr angesetzt war und diese aber erst um 20.40 Uhr kam, als die Vorband schon spielte und sie um 21.00 Uhr auf der Bühne stehen musste. Oder wenn gar kurzfristig entschieden wird, die Ehrung nicht wie ausgemacht vor dem Auftritt, sondern erst danach zu durchzuführen. Das ist für Klaus immer Nervenkrieg pur. Denn man weiß nie, wie die Künstler nach der anstrengenden Bühnenshow noch drauf sind und noch groß Lust hat, ihre Hände in Ton zu drücken… Auf der anderen Seite aber ist es peinlich, wenn der Star schon erscheint, wenn man noch mitten in den Vobereitungen ist. Deshalb ist die Fernwehpark Crew immer schon mindestens eine Stunde eher in der Halle, um die Location zu checken und die Kameras einzutesten. Denn Klaus möchte, dass, wenn der Künstler kommt, immer alles perfekt ist und mit der Ehrung sofort begonnen werden kann.

Das 1. Treffen: bei Thomas Gottschalk

Klaus ist überrascht. Er hat Helge Schneider etwas älter in Erinnerung. Heute steht ein jugendlich wirkender Mann vor ihm. In den über 14 Jahren des ersten Kennenlernens hat sich Helge anscheinend rückverwandelt. Er ist „gejüngt“, hat Klaus den Eindruck. Oder ist das etwa gar nicht Helge? Vielleicht ein Double? Bei Helge weiß man ja nie…

„Wir kennen uns“, sagt Klaus und Helge erwidert: „Ich weiß“. Klaus: „Oh, Sie erinnern sich? Woher denn?Weiß ich nicht mehr“, sagt Helge trocken. Es ist schon jetzt zum Schießen…

Klaus versucht in Kürze, Helge auf die Sprünge zu helfen: „Wir begegneten uns das erste Mal bei Thomas Gottschalk in der Sendung ‚Wetten dass…’ in der Freiheitshalle Hof. Es muß fast 15 Jahre her sein. Ich war damals Saalkandidat. In der Hofer Sendung wurde erstmal die Prominentencouch gegen eine Loge getauscht, in der meine Frau und ich bewirtet wurden. Mit Sekt und Häppchen. Sie waren damals mit ihrem Hit ‚Katzeklo’ der Star-Gast’.“

Da geschieht das Unglaubliche. Helge sagt: „Ja ich erinnere mich“. Und das nach so langer Zeit, in der der Künstler so viele Tourneen absolviert, Filme gedreht und so viele Menschen getroffen hat. Und da erinnert sich Helge Schneider an Klaus in der Loge bei ‚Wetten dass“ in Hof. Im Grunde aber nichts aussergewöhnliches. Hatte doch ANKE ENGELKE nach Ihrer Spontanaufnahme in die „Signs of Fame“ beim Abschied gesagt: „Herr Beer, Sie vergess ich nie…“ Wie sie das meinte, weiß man nicht, doch Klaus Beer wird ein besonderes optisches Erscheinungsbild bescheinigt…

„Und Sie haben dann gleich ein Erdbeer-Schnittchen genascht, die wir von Gottschalk serviert bekommen haben.“, sagt Klaus. „Ich war danach im Krankenhaus….“ antwortet Helge trocken.

Und fragt nach: „Wie war doch gleich mal die Wette? Hat damals Gottschalk gewonnen oder verloren?“ Klaus sagt: „Meine Wette lautete…“ Doch das kann man in unserer Star-Geschichte über die Aufnahme von THOMAS GOTTSCHALK in die „Signs of Fame“ erfahren…

Die STAR-SCHILD Signierung

Nach dieser ersten Plauderei geht es dann aber auch wirklich los. Helge ergreift den Stift und sagt mit Blick zum Fotografen: „Ich halte das Schild etwas schräger, wegen der Reflexion“. Das hat von den bislang 200 Stars im „Signs of Fame“ noch nie jemand beachtet. Ein echter Profi, der „Doc Snyder“.

Fitze Fitze Fatze, ratzfatz ist die Unterschrift auf dem Schild. „Und einen Blick in die Kamera bitte…“ So hat Klaus den Helge noch nie im Fernsehen erlebt: Lachend, glatt rasiert. Er kennt ihn eigentlich nur mit Stoppelbart, nuschelnd und mit vorgeschobenen Kinn. So zweifelt Klaus immer noch: Ob’s wirklich der „Echte“ ist?

Shake Hands mit einem Comedyman, der schon zu Lebzeiten eine Legende ist.„Und nun? War’s das? Ich muß noch viel telefonieren…“ sagt Helge und ist schon wieder auf dem Sprung. Man weiß bei ihm nie, meint er es ernst oder ist es Spaß. „Hetz nicht so“, sagt Waltraud Raubold, die Fernwehpark Star-Agentin der Neuen Bundesländer, die heute mit Enkelin Celine extra von Chemnitz nach Bamberg gekommen ist. Waltraud hat Helge schon öfters getroffen, schreibt sich mit dem „Hausmeister“, Helges „Sprachrohr“ und Newsletter-Versender und ist seit Jahren mit dem Management, sprich dem „Hausmeister“ in Kontakt, um Helge Schneider diese Ehrung zukommen zu lassen. So ruft sie „Helge, Stop, es geht schon noch weiter.“

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit HELGE SCHNEIDER und aufzeigen, wie so ein Signs of Fame-Shooting in der Praxis abläuft.

Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten, bitte sehr. Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen… und am Schluß gibt`s, wie bei so manchen anderen Starstories auch, einige Stimmungsbilder von seiner Bühnenshow.

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch der Helge kommt mühelos alleine zurecht.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Helge die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Doch was macht Helge? Er ballt eine Hand zur Faust und schlägt damit auf die andere im Ton, hämmert diese richtig in die graue Masse. Das schaut richtig gefährlich aus. Das sich dies aber gelohnt hat, sieht man am Schluß. Helge Schneider gelingt damit eine der mit plastischten Prints unter bislang 200 Star-Handabdrücken.

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich beide Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hättens wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ach ja, ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht noch…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Helge Schneider gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ Helge Schneider seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. Meist ist man zu diesem Zeitpunkt schon beim „Du“ – wie auch bei Helge. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurückblicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogamm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Die Katzenbürste fürs „Katzeklo“

Auf der Fahrt nach Bamberg hat der Fernwehpark Fotograf in einem Ort bei einem Einkaufsmarkt gestoppt. „Was will er denn da jetzt? Wir müssen doch weiter…“ hat sich Klaus im Geheimen gefragt, der immer sehr nervös ist, wenn es zu einem Star-Treff geht. Denn auf den Straßen kann immer soviel passieren. Nichts schlimmer als ein Stau, wenn ein Termin im Nacken sitzt oder das Navi das Star-Mobil z.B. durch die Schrebergärten von Chemnitz lotst, als man zu Andy Borg nach Pobershau wollte… Nervenkrieg vom Feinsten also immer. So ist auch Klaus auf der Fahrt zu Helge Schneider wie immer auf „180“, da Ralf nur gesagt hat: „Ich muß schnell mal was besorgen“. Was das war, sieht man hier. Ralf hat drei „Katzenklo-Reinigungs-Schieber“ gekauft, passend zu Helge Schneiders „Katzeklo“-Song und Helge wird nun gebeten, diese zu signieren. Toller Einfall von Ralf.

Auch Waltraud Raubold bittet Helge, doch noch schnell mal seine Unterschrift auf ihr Starköfferle zu setzen, das Waltraud bei jedem Startreff mit dabei hat und auf dem fast schon kein Platz mehr frei ist. Danke Helge für Deine noch zusätzliche,private Autogrammstunde. Ist eben ein Pfundskerl, dieser „Doc Snyder“.

„Akopalüze Nau!!!-

Die ersten drei Titel seiner Tour „Akopalüze Nau“ dürfen fotografiert werden. Die Securities von Bamberg wachen mit Luchsaugen darüber, dass auch alle Presseleute nach dem dritten Song den Bereich vor der Bühne verlassen und auch keiner mehr heimlich ein Objektiv von hinten Richtung Bühne richtet. Aber Klaus Beer sind diese Vorgaben bei Bühnenfotografie bestens bekannt und beachtet alle Vorschriften genau. Denn man ist ja in den Hallen Gast und will immer in guter Erinnerung bleiben, beim Veranstalter, beim Management und natürlich beim Star selbst.

Helges Kunst: erst verschmäht, dann kulturwissenschaftliche Arbeit

Die von Helge Schneider praktizierte Form extremen Unsinns fand schnell Anhänger, vor allem Jugendliche zählen zu seinen Fans. Und diese bilden heute auch die Mehrzahl in der fast vollbesetzten Halle. Helge Schneider wurde aber auch Zielscheibe heftiger Kritik. Seine Kunst wird lange Zeit als „bedauernswerte Zeit-Erscheinung des Humorverfalls“ bezeichnet. Heute ist sie Thema kulturwissenschaftlicher Arbeiten.

Elegant, elegant. Ein ganz anderer „Snyder“ begrüßt sein Publikum. Natürlich dürfen dabei auch die „Trompeten von Mechico“ nicht fehlen. Anbei nun einige Stimmungsbilder, die Klaus Beer mit der „langen Tüte“ schießt.

„It’s Tee Time“.

Immer wieder erscheint ein Butler und serviert frischgebrühten Tee für den „Meister der Comedy“, der heute, anders als sonst, sehr schick, mit dunklem Anzug, Krawatte und weinfarbenem Einstecktuch, auf der Bühne brilliert. Nix mit „Mechico-Sombrero“ oder Pappglatze, wie auf dem Pressefoto, das er Klaus Beer zur Anfertigung seines Star-Schilds gemailt hat.

Helge achtet heute auf Eleganz und verbringt Minuten damit, sich auf der Bühne den Kamm durch seine lange Mähne zu ziehen. Die verschiedenen Gesichtsaudrücke und Grimassen sind dabei ein Teil des Programms. Einordnen, nein, das kann das Publikum diesen Part sicher nicht. Ob´s ein spontaner Einfall war oder zum ausgekügelten Bühnprogramm gehört? Man weiß es nicht. Denn jede seine Bühnenshow ist anders, sagt man.

Eine der umwerfendsten, ja fantastischten Parodien von Helge Schneider ist die von Udo Lindenberg. Schließt man die Augen, glaubt man, Udo persönlich zusammen mit Helge am Flügel sitzen zu hören. Der Wechselgesang der Beiden ist einfach genial.

Leider zählt Udo Lindenberg noch nicht zu den bislang über 200 Stars im „Signs of Fame“, und das, obwohl sich Udo Lindenberg so stark macht für die Hilfsbedürftigen auf unserer Welt. Auch plant er in Hamburg die Einrichtung eines Museums, „eine ständige Panik-Zentrale“, wie dieser Tage zu erfahren war. Gerne würde Klaus Beer Udo Lindenberg mit Star-Schild und Handabdrücken, wie auch heute Helge Schneider, für seine Erfolge ehren und damit gleichzeitig ein Zeichen für den Frieden in der Welt setzen lassen. Doch bisher hat sich noch keine Gelegenheit ergeben, damit an ihn heranzutreten. Doch vielleicht kann Helge ein bischen behilflich sein? Das wäre Klasse. Denn auf Grund seiner Einstellung gegen Krieg gehört der Kult-Rocker einfach in den „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts, da dies ja zu dessen Ideologie gehört.

Und immer wieder gibt es Tee, für Helge. Dabei scheucht er seinen „Butler“ mit dem roten Zirkusdirektor Kostüm ganz schön herum und hat ihn im Griff, wie auch die Zuschauer der vollbesetzten JAKO-Arena in Bamberg.

Wer das hinten am Schlagzeug mit der Aufschrift „PETE“ wirklich ist, ahnt in diesem Augenblick, als diese Bilder gemacht werden, noch keiner von der Fernwehpark Crew und vom Publikum wahrscheinlich auch nicht…

Begegnung mit einer Drummer-Legend: Pete York

Die Show ist Ende. Beifall, Begeisterung! „Auf so einen Blödsinn, der fasziniert, muß man erst mal kommen“, sagt eine Besucherin.

Klaus Beer will gerade die Kameras zusammenpacken, da kommt Ralf. Dieser ist plötzlich nicht wiederzuerkennen. Der sonst kaum aus der Fassung zu bringende Fernwehpark Fotograf, der immer „recht unbeteiligt tut“, ist völlig aus dem Häuschen, ja man kann sagen, am Ausflippen. Hat Doc Snyder mit ihm eine Gehirnwäsche vollzogen?

„Ich habe soeben einen Fototermin mit Pete York ausgemacht“. Mit WEM?“ fragt Klaus verwundert. „Mit Pete York, dem weltbesten Drummer“, sagt Ralf. „Er spielt in Helges Band, ich habe erst jetzt geschnallt, das es DIESER PETE YORK ist. Eine Musik-Legende. Bekannt als Drummer bei der Spencer Davis Group.“

„Ihr erwischt Pete am besten hier“, sagt ein freundlicher junger Mann mit langen Haaren am Hinterausgang der Halle. Er muß gleich hier rauskommen“. Es ist, wie Klaus erst später erfährt, der „Hausmeister“, der Manager von Helge Schneider, mit dem Klaus schon laufend wegen des Termins in Kontakt stand, ihn aber noch nicht, auch heute vor dem Konzert nicht, persönlich begrüßen und für die bislang gute Zusammenarbeit danken konnte.

Ralf, der früher bei vielen Bands mitgearbeitet hatte und ein echter Musikexperte ist, kennt alle guten Musiker der Rockgeschichte. So ist es für ihn heute ein ganz besonderes Erlebnis, IHN, die Drummer-Legende, PETE YORK persönlich zu treffen – und läßt sich natürlich gleich ein Autogramm geben.

Auch Klaus, im Bild mit Pete, ist der absolute Rock- und Oldie Fan. Für ihn war die Zeit der „Stones“ und der „Beatles“, mit deren Musik er groß geworden ist, die Songs der „Mamas and the Papas“, der „Tremelous“, die Hits von „Dave Dee, Dozy, Beaky Mich and Tich“, die Lieder von Procol Harum, Herman‘s Hermits, die der „Troggs“, der „Sweet“, „Nazareth“, „Pink Floyd“, „The Beach Boys“, „The Birds“, „Creedence Clearwater Revival“, der „Moody Blues“, „Manfred Mann“ „Dave Clark Five“, „Monkees“, „The Who“ oder eben der „Spencer Davies Group“ das Beste der Pop-Musikgeschichte.

Klaus Beer: „Das war einfach noch Musik. Mit Rap und Techno oder House etc. kann ich überhaupt nichts anfangen.“ So lebt Klaus Beer musikalisch nur in der Zeit der good olf sixtries. Und Pete York hat schon fast mit allen gespielt, eine Musikgeschichte geschrieben haben. Er spielt u.a. mit Spencer Davies, Steve Winwood, Chris Barber, Eric Clapton, Charly Watts, Alexis Korner, Klaus Doldinger, 2005 gründete er die Formation „Drum Legends“. Von 2006 bis 2008 tourt York mit Helge Schneider durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Toll Pete, dass wir Dich auf diese Weise auch einmal kennenlernen durften.

DANKE für`s mitmachen Helge Schneider – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit HELGE SCHNEIDER zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an das superfreundliche Management und die Tourbegleitung für die gute Zusammenarbeit vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von HELGE SCHNEIDER, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos Ehrung: Ralf Standke

Fotos Bühne: Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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