DONOVAN

ER ist Legende. ER ist Kult. ER war der Star der Sechziger Jahre und die Verkörperung der Zeit, als die Blumenkinder nach San Francisco zogen: DONOVAN. Seine mit einfühlsamer Stimme interpretierten Songs wie „Sunshine Superman“, „Jennifer Juniper“, „Mellow Yellow“ oder „Hurdy Gurdy Man“ wurden zu regelrechten Jugend-Hymnen der Flower-Power Zeit.

Sein größter Song, einer von mehr als 1000 im Laufe seiner Musikkarriere, die Flower Power-Hymne „ATLANTIS“, ging um die ganze Welt – und verkaufte sich mehr als fünf Millionen Mal.

Beeinflußt von Bob Dylan, spielte DONOVAN zunächst fast nur akustischen Folk, in die er 1966 Rock-Elemente einfließen ließ –  das Ergebnis dieser Eigenkompositionen waren „Sunshine Superman“, Mellow Yellow“, „Hey Gyp“ oder „Hurdy Gurdy Man“.

1968 reiste DONOVAN mit den Beatles nach Indien. Hier nahm er an einem mehrwöchigen Medationskurs des Gurus Maharashi Mahes Yogi teil. Er zog sich danach immer mehr aus der Popszene zurück. 1971 komponierte er für den Film „The Pied Piper“ die Filmmusik und besetzte dort auch die Hauptrolle. 1973 folgte das Album „Cosmic Wheels“.

2003 erhielt DONOVAN den Ehrendoktortitel „Doctor Of Letters“ der University of Hertfordshire. Im Jahr 2009 wurde er von der französischen Regierung mit dem „Orden der Künste und Literatur“ geehrt.

DONOVAN trat am 4. April 2009 zugunsten der „David Lynch Foundation for Consciousness-Based Education and World Peace” in der Radio Music Hall in New York City auf, u.a. mit Paul McCartney und Ringo Starr.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 09. August 2005.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf DONOVAN im Malzhaus Plauen.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von DONOVON in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in voller Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf DONOVON während seines einzigen Deutschland-Konzerts im Malzhaus Plauen. Doch trotz Zusage und terminlicher Absprache mit dem Management verlief die Begegnung schwieriger als geplant. Die Ehrung hing bis zur letzten Minute an einem seidenen Faden.

Klaus Beer erzählt: „Als ich von Donovans Konzert in Plauen erfuhr, nahm ich sofort Kontakt mit dem Management in Schottland auf. Doch die ihm zugemailte englische Presseinformation über das Friedensprojekt blieb unbeantwortet. Ich mußte zudem einige Tage nach Luzern, um mit meinem Buchverlag die endgültige Bildauswahl für meinen neuen Bildband „New York City“ vorzunehmen. So konnte ich mich nicht mehr um die Sache kümmern, die ich letztendlich Christine Ströhlein, Fernwehpark Star-Fotografin und Philipp Spiegel, Moderator von Radio Galaxy mit der Bitte, das Management zu erreichen, überließ.

Im Zug – eine Stunde Zeit, alles zu arangieren

Dann endlich, auf der Rückfahrt von Luzern nach Hof, am Tag des Konzerts, klingelte im Zug plötzlich mein Handy. Philipp war am Telefon und teilte mir mit, dass er jetzt endlich den Manager erreicht hatte und ihn über die Aufnahme von DONOVON in die Signs of Fame informieren konnte. Der Manager sei begeistert gewesen und gab die offizielle Zusage. Ich konnte DONOVAN nach dem Soundcheck um 16.00 Uhr treffen – HEUTE (!!!). Genauer gesagt, in vier Stunden…

Da wir die teuren Star-Schilder natürlich nicht auf gut Glück, sondern nur nach offiziellem OK des Management anfertigen lassen konnten, musste ich jetzt schnell reagieren  – und improvisieren. Vom Zug aus. Mir blieb nur eine Stunde Zeit, während der Fahrt die zu der Aktion notwendigen Schritte vorzubereiten. Irgend jemand musste fotografieren. Schnell ein Anruf bei Peter, Fernwehpark Vereinsmitglied und semiprofessioneller Fotograf, ob er die Bilder machen könnte. Peter sagte zu. Die erste Hürde war überwunden. Doch ich hatte kein Schild, das er signieren konnte.

14.50 Uhr. In Hof angekommen, mit dem Taxi nach Hause, Kameras geschnappt, rein ins Auto und ab mit Peter nach Plauen. Da ich kein Star-Schild hatte, bat ich eine Mitarbeiterin des Malzhauses um das Konzertplakat, auf das er seine Unterschrift setzen konnte.  Dieses sollte dann als Grundlage für das nachträglich anzufertigende Starschild dienen. Kurz vor 16.00 Uhr erschienen wir pünktlich bei der Bühne des Open Air beim Malzhaus.

„Hi Klaus“ – der freundliche Manager ist voll im Bilde und sagt, dass DONOVAN in ungefähr 20 Minuten kommen würde. Da jedoch vorher die Technik aufgebaut und die Instrumente gestimmt werden mussten, verging jedoch noch über eine Stunde, bis es soweit war, das er vom Hotel zum Soundcheck abgeholt werden konnte.

Eine Musiklegende on stage

Ich erwartete einen älteren Herrn. Doch DONVAN hat sich gut gehalten. Ich bin überrascht. Er macht einen fast jugendlichen, ja agilen Eindruck und begibt sich natürlich erstmal zum Soundcheck auf die Bühne. Er trägt organgefarbene Jeans und ein dazu rotes Shirt. Eine dunkle Sonnenbrille verbirgt seine Augen. Auf der Bühne schnappt er sich gleich die E-Gitarre, stimmt sie noch ein wenig und legt dann los.

Die Probe mit der Band dauert nochmal über eine Stunde. Bei einem einzigen Konzert in Deutschland in diesem Jahr muss die Zusammenarbeit, wahrscheinlich sogar mit fremden Musikern, geprobt werden. Zeit für uns, DONOVON zu beobachten, ein paar Bilder zu schießen und in seinen Songs zu schwelgen.

Als er mit vibrierender Strimme „Hurdy Gurdy Man“ anstimmt, spüre ich die Gänsehaut, die mir entlang der Arme und über den Rücken läuft. Ich liebe diese Zeit der good old Sixtees, die mich zurück versetzt in meine Jugendzeit. Ich bin mit der schönsten Musik aufgewachsen, die es je gab – Flower Power, Liebe statt Krieg. „Give peace a chance“. Deshalb steht dieser Spruch nicht ungefähr auf dem Globus, der an höchster Stelle über dem Fernweh-Park auf einem Pfosten thront…

Countdown zum Signs of Fame

Als DONOVAN die Gitarre zur Seite legt, kommt sein Tourbegleiter auf mich zu und meint, dass die Aufnahme in die „Signs of Fame“ besser am Abend stattfinden sollte. Denn wenn die Leute sehen, dass DONOVAN für eine Aktion bereit steht, würden sie ihn sicher bestürmen. Doch ich habe am Abend einen Termin, den ich unmöglich verschieben kann. Auf Grund des Unsicherheitsfaktors des Treffens habe ich diesen nicht abgesagt. Denn ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass die Begegnung mit Donovan klappt. Ich kann also sein Konzert leider nicht besuchen. Und jetzt, nach fast drei Stunden Warten, unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren? Unmöglich. Ich spreche mit dem Tourbegleiter.

„OK, only this projekt is possible“, sagt dieser. „No pictures, no signs at this time“, „keine Autogramme oder Fotos sonst.“ Als dies die umstehenden Konzertbesucher und Fans mitbekommen, drängen sie zur Bühne, halten Poster und CD’s hoch und bitten um Autogramme. Doch der Betreuer winkt ab. „Nicht jetzt. Donovan muß zurück ins Hotel, relaxen. Sich für das Konzert am Abend ausruhen.“Und zu uns gewandt: „Kommen Sie zu unserem Auto, dort machen wir es.“

Peter und ich eilen zu seinem dunkelblauen Wagen. Ich warte neben der Beifahrertür. Als DONOVAN die Bühne verlässt, strecken sich ihm zig Hände mit Autogrammbitten entgegen. Ein Reporter fragt, ob er ein Interview bekommen könnte. „Not this time“. DONOVAN ist beim Auto angelangt, setzt sich auf den Beifahrersitz, wo zum Schutz gegen die jetzt massiv herandrängenden Fans die Aufnahme in die „Signs of Fame“ stattfinden soll. Notlösung. So eine Situation hat es bislang noch nie gegeben.

Sehr interessiert an dem Friedensprojekt

Ich zeige DONOVON das Fernwehpark Prospekt und deute auf einige dort abgebildeten internationalen Künstler. Er zeigt sich interessiert, ja begeistert und studiert die abgebildeten Stars, die bereits im „Signs of Fame“ vertreten sind.

Ich versuche ihm zu erklären, dass wir auf Grund der späten Zusage leider kein Star-Schild anfertigen konnten und er vorab das Konzertplakat signieren möchte, das als Grundlage für seinen nachträglich produzierten Schildergruß dienen soll. Auch gibt es leider wie sonst keine Tonschale für die Handabdrücke, die immer mit dazu gehören…“

Ein vernünftiges Gespräch ist jetzt aber kaum mehr möglich, da sich immer mehr Menschen um das Auto drängen. Peters Standort zum Fotografieren ist äußerst schwierig. Wie soll er durch die halb geöffnete Türe vernünftige Fotos machen?

Die Star-Schild (Plakat) Signierung

DONOVAN signiert das Plakat und Peter fotografiert. Mein „please look to the camera“ geht im Tohuwabohoo der Fans unter. Sie sehen, dass Donovan etwas unterschreibt und möchten natürlich alle ein Autogramm auch auf ihren ihre Postern und CD’s.

Die Unterschrift ist auf dem Plakat. Blitzschnell drehe ich es um, halte es hoch, bitte Donovan um einen Blick in die Kamera und – „Flash“. Peter macht sein Bild in dem Augenblick, als Donovan für einen Bruchteil von Sekunden in die Kamera schaut.

Letztendlich bleibt nur 1 vernünftiges Bild. Bei allen anderen Staraufnahmen haben wir in der Regel zwischen 200 und 300 Aufnahmen, manchmal sogar auch mehr, zur Auswahl.

Ansturm der Fans – und Flucht

Jetzt wird es eng. Da auch ich kaum mehr vom Auto wegkomme wäre es für DONOVAN unmöglich, das gleich daneben stehende Fernwehpark Star-Mobil zu signieren. Tür zu, Fenster runter. Fort. Einfach weg. Schnellstens zurück ins Hotel, lautet jetzt die Devise seines Tourbetreuers und Fahrers, der jetzt mit seinem Star aus Schottland regelrecht die Flucht antreten muss.“

Zum Schluß winkt DONOVAN der Fernwehpark Crew von Auto aus noch einmal freundlich zu, sehr zum Leidwesen der umstehenden Fans und Medien, die an diesem Nachmittag leider leer ausgingen…

Klaus Beer: „Wie man in den anderen Starstories sieht, läuft die Aufnahme eines Stars in die Signs of Fame immer anders ab. So ein Tohuwabohu ist der zu ehrenden Persönlichkeit und auch dem Projekt nicht würdig. Entweder richtig, oder lieber gar nicht. Doch in diesem Fall ging es einfach nicht anders. Deshalb sind wir froh, dass es unter diesen Umständen überhaupt geklappt hat.“

Wer später das Star-Schild von DONOVON im Fernweh-Park erblickt, kennt seine Geschichte und den damit verbundenen Nervenkrieg nicht, außer, man liest eben diese Stimmunsstory über das Treffen mit dem Kultstar der Sechziger hier auf der Fernweh-Park Homepage.

Und: wer Klaus Beer auf dem Beitragsbild sieht wird vielleicht merken, „wie fertig“ er da aussieht. Denn drei Tage im Buchverlag „terra magica“ in Luzern waren ebenfalls sehr nervenaufreibend. Es ging dort darum, welches Foto in welcher Größe in dem Bildband erscheint – aus Hunderten von Aufnahmen. Und der dortige Buchredakteur und Klaus Beer waren da nicht immer einer Meinung. Klaus musste da regelrecht um jedes Bild kämpfen, ringen, dessen Bedeutung erklären… Klaus Beer: „Nach drei Tagen Bildauswahl war ich erstmal platt, wollte bei der Rückfahrt im Zug eigentlich nur noch relaxen. Doch dann kam der Anruf DONOVON treffen zu können – in drei Stunden. Und nichts war dazu vorbereitet… “ Und schmunzelnd: „Mein Leben war und wird nie langweilig.“

Fotos: Peter Kosa

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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