Heidi Kabel

HEIDI KABEL zählte zu einer der bekanntesten und beliebtesten Volksschauspielerinnen des deutschen Theaters. Ihren Durchbruch feierte sie am „Ohnsorg-Theater“ in Hamburg, wo sie in ca. 250 Stücken mitspielte und dafür auch die Goldene Kamera erhielt, neben unzähligen weiteren Preisen wie dem Bambi und der Hermann-Löns-Medaille in Platin für ihre besonderen Verdienste um die Volksmusik. Insgesamt stand die Charakterdarstellerin 75 Jahre auf der Bühne.

Weiter war Heidi Kabel in unzähligen Fernsehrollen zu sehen und begeisterte auch auf der Filmleinwand mit Heinz Erhardt und Gustav Knuth.  Ihre Filmografie ist sehr lang. Sie spielte in Filmen mit wie „Das Mädchen mit den Katzenaugen“, „Wenn die Heide blüht“, „Otto und die nackte Welle“, „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, „Klein Erna auf dem Jungfernstieg“, „Haifischbar“, „Der Sonne entgegen“, „TATORT Pleitegeier“, „Die große Freiheit“, „Die Kinder von Alstertal“ u.v.m. Im Jahre 2007 war sie im Alter von 92 Jahren in dem Film „Hände weg vom Mississippi“ zu sehen.

Heidi Kabel wurde am 27. August 1914 im Haus Große Bleichen Nr. 30 in Hamburg geboren, direkt gegenüber dem ehemaligen Sitz des späteren Ohnsorg Theaters. 1932 begleitete sie eine Freundin zum Vorsprechen in dieses Theater, das damals „Niederdeutschen Bühne Hamburg“ hieß und Bühnenstücke in plattdeutscher Sprache aufführte. Sie wurde entdeckt, vom Fleck weg engagiert und erhielt vom Theatergründer Richard Ohnsorg ihr erstes Engagment in dem Stück „Ralves Carstens“. Dann erst nahm sie Schauspielunterricht bei Ohnsorg-Schauspielern und blieb dieser Bühne 66 Jahre treu.

1937 heiratete sie ihren Kollegen Hans Mahler, ihre Tochter Heidi Mahler wurde ebenfalls Schauspielerin am Ohnsorg Theater, dessen Leiter 1949 ihr Ehemann wurde, der ihr die Rollen quasi auf den Leib schrieb. Als 1954 ihre Bühnenstücke im Fernsehen übertragen wurden, errang sie einen großen Bekanntheitsgrad im gesamten deutschsprachigen Raum. 1984 nahm die mittlerweile 84-Jährige Abschied von der Bühne, übernahm jedoch mit 92 Jahren noch eine kleine Rolle in Detlev Bucks o.g. Film.

Heidi Kabel engagierte sich zudem sozial. So sammelte sie u.a. 1992 im Hamburger Hafen Geld für die Aktion Sorgenkind, unterstützte Hamburger Obdachlosenprojekte, das Kinderheim von St. Pauli und den Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck.

Am 4. September 2011 wurde auf dem Hachmannplatz das Heidi-Kabel-Denkmal, eine lebensgroße Bronzefigur eingeweiht. Zudem wurde ein Teil des Platzes vor der neuen Spielstätte des Ohnsorg-Theaters in Heidi-Kabel-Platz umbenannt.

Heidi Kabel starb am 15.06.2010. Der „Fernwehpark“ wird sie immer in guter Erinnerung behalten.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 30. Mai 2002.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Mitglieder des Fernweh-Park Vereins trafen HEIDI KABEL in Hamburg.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von HEIDI KABEL in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Und: Gehen Sie mit uns auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte und die Kameras heutiger Smartphones mehr Pixel haben, als die ersten Digitalen von damals. Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit Heidi Kabel. Back to the roots sozusagen…

Das Gesangsduo „Hinz und Kunz“, zugleich Fernwehpark Vereinsmitglied, deren Herz für Büsum und die Nordsee schlägt und das bereits eine eigene CD „Moin, Moin… Grüsse an die Nordsee“ veröffentlichte, nahmen die große Schauspielerin in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks auf.

Die Star-Schild Signierung

Auf dem Weg zu einem Auftritt in Büsum/Schleswig-Holstein besuchte das Gesangsduo (Tanja Hanakam und Elke Luther) Heidi Kabel in Hamburg. Begeistert von der Idee, hatte sie Frau Kabel spontan in ihr Haus in Hamburg Blankenese eingeladen. Nach einer herzlichen Begrüßung wurden Tanja und Elke ins Wohnzimmer geführt, wo Heidi Kabel gerne ihre Unterschrift auf das mitgebrachte Grußschild setzte.

Steinzeitlich wie bei Familie Feuerstein: Arbeiten mit Rollfilm

Was waren das für Zeiten. Man fotografierte damals noch mit dem guten alten Chemiefilm. Musste nach 36 Aufnahmen immer eine neue Filmpatrone einlegen. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2002 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich.

Heute unvorstellbar: 1 einziges Foto mit Heidi Kabel

Zudem stand bei dem Treffen mit Heidi Kabel kein offizieller Fotograf zur Verfügung. Irgend jemand drückte auf den Auslöser und dachte, dass ein oder zwei Bilder genügen würden. Wäre Fernwehpark Initiator Klaus Beer dabei gewesen, wäre zumindest ein ganzer Film durch die Kamera gejagt worden. Doch wer nichts mit Fotografie am Hut hat, der drückt eben nur wenige Male auf den Abzug – und man hat dann letztendlich, wie in diesem Fall, nur ein einziges Bild von Heidi Kabel selbst. Und wenn das dann auch noch verwackelt ist, muss man damit leben…

Heute werden pro Fotoshooting ca. 400 Aufnahmen gemacht… So gibt es leider nur diese wenigen „Beweisbilder“ aus Papierbildabzügen – und die auch noch in einer sehr sehr schlechten Grundqualiltät, aus der man selbst mit neuesten Bildbearbeitsprogramm nichts Besseres herausholen kann.

Nach einem kleinen „Klönschnack“ überreichten „Hinz und Kunz“ als Dankeschön ihre CD „Moin, Moin“ und die Fernweh-Park CD, auf der sie mit ihrem eigens für den Fernwehpark komponierten Song „Gedanken im Fernweh-Park“ vertreten sind. Natürlich richteten sie auch viele Grüsse von Fernweh-Park Initiator Klaus Beer aus.

Heidi Kabel freute sich sehr über ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks und ließ sich gerne mit Tanja (links) und Elke (rechts) und natürlich mit ihrem Star-Schild fotografieren, das sich in guter „nordischer“ Gesellschaft befindet. Denn auch die Gruppe Truck Stop und Freddy Quinn, beide Hamburger Originale, sind im Fernweh-Park vertreten. Später kam dann auch Ina Müller (TV-Serie „Inas Nacht“ aus der Kneipe „Zum Schellfischposten“) und Jörg Pilawa, ebenfalls ein waschechter Hamburger Jung, dazu. Auch ein Original Emaille-Schild des „BEATLES-Platz“, gelegen auf der Reeperbahn, ist mittlerweile im Fernweh-Park vertreten.

Leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine Handabdrücke, bzw. diese waren gerade erst im Entstehen. Der Erste, der im Jahre 2002 seine Hände in eine undifnierbare Masse drückte, war Peter Kraus. Erst später wurde nach der Kleckserei mit echtem Zement ein Spezialton entwickelt, mit dem man Klaus Beer heute noch arbeitet.

Fotos: Fotograf/in unbekannt

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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