Rainhard Fendrich

„Es lebe der Sport“, „Macho Macho“, „Schickeria“, „Tango Korrupti“, „Strada del Sole“, „Zwickt‘s me“, „Die Blume aus dem Gemeindebau“ und „Oben ohne“ kennt fast jeder. Irgendeine Textzeile, eine Melodie haben Kids bis Großväter im Ohr. Besonders natürlich „…ich hoab koane Lire, und koane Papiere… „bis „Schifoan“ natürlich, der Hymne auf den Sport, der hoch leben soll.

Die Rede ist von RAINHARD FENDRICH, österreicher Liedermacher, Moderatur und Schauspieler, der zu den erfolgreichsten Vertretern des sogenannten Austropopp zählt und diesen entscheidend prägte.

Fendrich trat ab 1980 am Theater an der Wien auf und spielt dort 1982 den Judas in dem Musical Jesus Christ Superstar. Seinen ersten Fernsehauftritte als Sänger hatte er in der ORF Sendung „Wir-extra“ zugunsten von Kindern in der Dritten Welt. 1981 landete er mit Strada del sole seinen ersten Superhit, weitere Erfolgssongs folgten und bald wurde er als Shootingstar des Autropopp gefeiert.

Aber auch als Filmschauspieler ist Fendrich präsent, ebenso spielte in in Musicals mit (1998 „Chicago“ und 2002 „WakeUp“) und war Moderator der erfolgreichen TV-Show im deutschen Fernsehen „Herzblatt“. 2010 erreichte sein Studioalbum „Meine Zeit“ nach wenigen Verkaufstagen Goldstatus und Platz 1 in der österreichischen Hitparade, ebenfalls sein 2013 eschienes Album „Besser wird´s nicht“, das er auf einer Tournee vorstellte. Anläßlich seines 60. Geburtstages veröffentlichte er das Album „Auf den zweiten Blick“, danach erschien sein 17. Studioalbum „Schwarzoderweiß“.

Reinhard Fendrich ist bekennender gläubiger Christ. In einem Interview mit einem Kirchenmagazin antwortete er im November 2010 auf die Frage „Hört beim Glauben die Toleranz auf?“: „Ich akzeptiere jeden Atheisten, aber ein Atheist ist für mich ein Trottel. Denn jeder Mensch, der mit wachen Augen durch die Natur geht, egal welcher Religion er angehört, muss irgendwann bemerken: Das hat irgendwer gemacht, der schlauer ist als wir. Der Glaube ist etwas, das ich lange verdrängt habe. Aber er war immer da, und jetzt habe ich ihn wiedergefunden. Mir ist es eine Zeit lang sehr schlecht gegangen. Der Glaube war meine Hilfe.“ (Rainhard Fendrich)

Rainhard Fendrich erhielt dreimal die „Goldene Romy“, den „Austrian Music Award“ und wurde 2002 in Österreich zum „besten Entertainer des Jahrzehnts“ gekürt.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 10. Mai 2001.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen RAINHARD FENDRICH in Bayreuth.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von RAINHARD FENDRICH in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Und: Gehen Sie mit uns auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte und die Kameras heutiger Smartphones mehr Pixel haben, als die ersten Digitalen von damals. Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit Reinhard Fendrich  Back to the roots sozusagen…

Mit seinem Programm „Männersache“ ist Rainhard Fendrich auf Tournee und macht auch in Bayreuth Station. Nachdem Fernwehpark Initiator Klaus Beer bei seinem Management angefragt hatte, ob er sich an dem völkerverbindenden Projekt beteiligen und neben seiner Ehrung auch ein öffentliches Zeichen für Völkerverständigung und für eine friedvollere Welt setzen möchte, sagte er sofort zu – die Signierung seines Star-Schildes und die Handabdrücke können vor seinem Auftritt durchgeführt werden.

Als Rainhard Fendrich die Oberfranken-Halle betritt, geht er sofort auf Klaus Beer zu und schüttelt ihm freundlich die Hand. „Signs of Fame, ha?“ sagte er cool und lächelt. Fendrich trägt ein T-Shirt und einen schwarzen Ledermantel. Seine Haare sind kurzgeschnitteten, wild und zerzaust.

„Mache erst noch den Soundcheck, dann bin ich bei Euch“ sagt er, mit einem Blick auf Schild und Bottich, in dem Klaus schon mal begonnen hat, den Zement vorzubereiten, denn Rainhard soll neben seinem Star-Schild im Fernweh-Park auch mit seinen Handabdrücken in Beton verewigt werden und damit symbolisch die „Hände heben“ gegen Ausländerfeindlichkeit. Im Jahre 2001 sicher noch nicht so prisant wie in den kommenen Jahren, war aber damls schon in der Ideologie des Fernweh-Parks verankert.

Auf der Suche nach der richtigen Location

Fernwehpark Initiator Klaus Beer ist wie bei jeder Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“ vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

So ist das immer bei allen nachfolgenden Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ zu lesen. Doch im Jahre 2001 war der Fernweh-Park gerade wenige Monate alt und da achtete Klaus auf solche Dinge noch nicht wirklich. Alles entwickelte sich aus der Praxis heraus. Doch wie man sieht, wählte er damals schon einen neutralen Hintergrund für die Fotos.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Die Ehrung von Rainhard Fendrich fand noch zu einer Zeit statt, in der die Stars ihre Hände in echten Zement drückten. Das erforderte eine zeitraubende Vorbereitung, war eine „schmutzige Angelegenheit“ und verursachte viel Streß, da man auf die Mischung und Konsistenz des Zements Rücksicht nehmen mußte – zugleich aber auch auf die Zeit des Stars.

20 Minuten später ist Rainhard Fendrich zurück. Doch der Zement ist noch nicht ganz so, wie er sein soll. So wird er erstmal von Joffrey Streit, dem Moderator von Oberfranken TV in Beschlag genommen und interviewt. Danach aber geht’s wirklich zur Sache.

Klaus bittet Rainhard in die Hocke und für ein Bild schon mal beide Hände leicht aufzulegen. Dann am besten mit der linken Hand rein in die graue Masse und mit der rechten Hand jeden Finger einzeln eindrücken. Und dann umgekehrt. So wird das später mit dem Ton gemacht. Doch der Zement ist nicht so geschmeidig und gibt durch den beigemischten Sand nicht so nach wie die Tonmasse. Die aufgelegten Hände dringen nur ganz wenig ein und hinterlassen einen nur eher verschmierten Abdruck. Und so sehen hinterher auch entsprechend aus. Das Ganze ist eine Riesenkleckerei und für einen Star eigentlich gar nicht zumutbar. „Wie machen die das denn blos in Hollywood“, denkt Klaus und ist sich eines klar. Es muss eine Masse her, bei der das besser geht… Und drückt selbst mal auf die beiden Hände von Rainhard Fendrich in der Hoffnung, dass diese noch ein wenig mehr in den Zement eindringen.

Klaus Beer: „Heute ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. Früher war das Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Und so entwickelte die Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum eine Ton Spezialmasse, die bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar bleibt. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Steinzeitlich wie bei Familie Feuerstein: Arbeiten mit Rollfilm

Was waren das für Zeiten. Klaus fotografierte zudem noch mit dem guten alten Chemiefilm. Musste nach 36 Aufnahmen immer eine neue Filmpatrone einlegen. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge dann auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2001 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich. Historische Zeiten eben. Zudem steht kein offizieller Fotograf zur Verfügung. So gibt es leider nur ein paar wenige „Beweisbilder“ aus Papierbildabzügen.

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe.

Die STAR-SCHILD Signierung

Rainhard Fendrichs Hände sind nun nicht mehr für das Signieren seines Star-Schildes geeignet. Sie sind mit Zement verschmiert. Klaus schüttet Wasser darüber und Rainhard wäscht seine Hände über dem Betonkübel. Ein Supertyp. Unkompliziert, trotzdem unsagbar cool und „Persönlichkeit“.

Auch hier hat die Crew des Fernwehparks dazugelernt. Wie man den neueren Bilderstories über die Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ entnehmen kann, macht man es nun umgekehrt. Zuerst wird das Star-Schild signiert und dann geht es zur Aktion der Handabdrücke. Das signierte Schild steht dabei auf einer Stellage im Hintergrund, damit es beim Fotoshooting der Handprints immer mit im Bild ist.

Dann aber schnappt sich Rainhard das Schild und signiert die weiße Fläche der darauf abgebildeten österreichische Flagge. „Viele Grüsse an den Fernwehpark und alle Biker und USA-Fans“ steht darauf. Nicht umsonst, denn der Star hat zu Hause auch eine Harley stehen. „Leider komme ich nicht mehr so oft zum Fahren“, sagt der österreichische Star – und erhält zur Erinnung an seine Aufnahme in die „Signs of Fame“ von Filmemacher Klaus Beer dessen neuen Bildband über die Kultstraße Amerikas, der Route 66, die man am besten eben mit einer Harley bereist. Hier geht es nun umgekehrt. Jetzt signiert Klaus Beer als Autor des Buches dieses für Rainhard Fendrich.

Das Friedenszeichen

Hoppla, das gehört auf jeden Fall mit dazu. Doch die Idee kam ebenfalls erst später, als dann die Handprints im geschmeidigen Ton stattfanden. Denn das ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das aber ging damals im Zement nicht. Das Gemisch war zu grob und die Signatur nicht leserlich. Dafür erhielten die Stars, deren Hände noch in Beton verewigt wurden, eine Messingplakette mit Ihrem Namen. Die Schrauben dazu wurden einfach in den Zement gedrückt. Wie gesagt, historische Zeiten eben..

Das Konzert

Und hier noch drei Bilder von seinem Konzert „Männersache“ in der Oberfrankenhalle Bayreuth. Im Gegensatz zu späteren Jahren, wo beim Auftritt des geehrten Künstlers bis über 600 Bilder geschossen werden, hier nur wenige Papierbildabzüge…

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit RAINHARD FENDRICH zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an das freundliche Management und die Tourbegleitung für die gute Zusammenarbeit vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nachdem der Zement ausgehärtet ist, wird der wertvolle Handabdruck erst einmal eingelagert. Denn er kann natürlich nicht, wie das bei Star-Schildern der Fall ist, im Freien ausgestellt werden. Die ersten, noch in Beton verewigen Handprints, sollen wie die späteren Star-Handabdrücke in Ton, in einem geplanten STAR-MUSEUM präsentiert werden – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt. Und da werden diese mehrere Kilo wiegenden Betonblöcke mit den Starprints die Unikate sein.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von RAINHRD FENDRJICH, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Fotograf kann nicht mehr ermittelt werden

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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