Leningrad Cowboys

Sie laufen die Treppen rückwärts hoch und passen in kein Auto. Schuld daran sind ihre XXL-Pikes an den Füssen und die haarspraygestählten Tollen, die sie wie Lebewesen eines fremden Planeten aussehen lassen.

Das Reportoire ihrer Musik reicht von Punk und Rock’n Roll über Sechziger-Jahre-Pop, Folk und Country, russischen Volksliedern bis zu jamaikanischen und orientalischen Klängen. Die LENINGRAD COWBOYS, eine dreizehnköpfige Band aus Helsinki, Finnland, sind bis heute Kult.

Die Band besteht aus folgenden Mitgliedern: Richard G. Johnson, Veeti Kallio, Heinäsirkka, Sakari Järvenpää, Mato Valtonen, Tuomas Uusitalo, Marzi Nyman und Pemo Ojala.

Ursprünglich waren die Leningrad Cowboys eine fiktive Band aus dem Film „Leningrad Cowboys-Go Amerika“ von 1989. Sie setzte sich hauptsächlich zusammen aus den Mitglieder der bekannten finnischen Punkrock Band „Sleepy Sleepers“. Nach dem internationalen Leinwanderfolg entwickelte die Filmband ein Eigenleben und traten als „Leningrad Cowboys“ auf. Sie brachten 16 Alben, mehrere Singles und Videos heraus. 1994 folgte ein weiterer Film mit dem Titel „Leningrad Cowboys Meet Moses“.

Neben typischen Rockmusik-Instrumenten fließen in ihre Konzerte auch Akkordeon, Tuba, Geige, Trompete, Klarinette und Ukuele ein.  Daraus entstand eine Mischung aus Rock´n Roll, Polka und Country, die jeden vom Sitz reißt. Oftmals werden ihre musikalischen Klischeevorstellungen über die Sowjetunion mit Gogo-Tänzerinnen untermalt, den „Bakikonur Girls“, die in ihrem Outfit an die Sowjetmode der 1960er Jahre erinnern.

Auch traten sie zusammen mit dem Chor- und Tanz-Ensemble der Sowjetarmee auf. Zusammen interpretierten sie die Stücke wie „Stairway to Heaven“ und „Yellow Submarine“. Am 12. Juni 1993 begeisterten sie in Helsinki rund 70.000 Zuschauer.  Über ihr Konzert „Total Balalaika Show“ entstand auch ein Film und auf Grund des großen Erfolges ging man mit dieser Show auch auf Tournee. 2003 kam ein weiterer Film dazu: „Global Balalaika Show“.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 01. Februar 2000.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen die LENINGRAD COWBOYS in der Freiheitshalle Hof.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme der LENINGRAD COWBOYS in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Und: Gehen Sie mit uns auf Zeitreise, zurück zu den Anfängen, wo der Fernweh-Park noch in den Kinderschuhen steckte, wo man noch analog, mit Rollfilm, dem guten alten Chemiefilm, fotografierte und die Kameras heutiger Smartphones mehr Pixel haben, als die ersten Digitalen von damals. Bilddokumente dieser Fernweh-Park Ära. So wie heute mit den LENINGRAD COWBOYS. Back to the roots sozusagen…

Von der Ideologie und Botschaft des völkerverbindenden Friedensprojekts begeistert, wollten sie persönlich den Fernweh-Park besuchen, doch da gab es nur ein Problem. Sie passten mit ihren Hairspray gestylten Frisuren in kein Auto. Diese formten sie immer erst kurz vor ihrem Auftritt.

Trotzdem ließ es sich die finnische Kultband vor ihrem Auftritt „Terzo Mondo“ in der Freiheitshalle nicht nehmen, Fernwehpark Initiator Klaus Beer persönlich zu empfangen und ihren Schildergruß zu signieren. Und so ist dieses Star-Schild der Petersburger Kuhhirten mit ihren gehärteten Einhorn-Frisuren das wohl Schärfste im Signs of Fame des Fernweh-Parks.

Steinzeitlich wie bei Familie Feuerstein: Arbeiten mit Rollfilm

Was waren das für Zeiten. Klaus fotografierte damals noch mit dem guten alten Chemiefilm. Musste nach 36 Aufnahmen immer eine neue Filmpatrone einlegen. Dann wurden die Aufnahmen entwickelt, Papierbilder angefertigt. Doch wie kamen die Bildabzüge dann auf die Homepage? Sie wurden eingescannt. Man sieht die verminderte Qualität auf den ersten Blick. Kein Vergleich zu der Farbbrillanz und Schärfe der Bilder von heute. Die digitale Fotografie war im Jahre 2000 noch nicht weit verbreitet und gute Digitalkameras unerschwinglich. Historische Zeiten eben. Hier zumindest ein paar „Beweisbilder“.

Klaus Beer: „Dieses Treffen mit den Leningrad Cowbyos ist wohl das beste Beispiel dafür, wie sich im Fernweh-Park alles aus der Praxis heraus entwickelt hat. Ich selbst hatte damals noch keine Ahnung, was wir aus den ersten Treffen mit Stars überhaupt machen. Ein Schild zum Signieren, das war klar. Und bei dieser Band fehlte sogar noch ein Bild als Wiedererkennungswert auf ihrem Star-Schild.“ Und Klaus rauft sich die Haare. „Solch tolle Rockstars – und es gibt davon nur diese wenigen Bilder. Aber zumindest machte ich mit Chemiefilm auch ein paar Konzertfotos. Aktuell gehen wir aus einem Star-Shooting nicht unter 400 Aufnahmen, mindestens. Das waren eben die Anfänge, zumindest mit diesen  Bildern dokumentiert“.

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe. Mit den Pfeilen rechts und links können Sie dann wie in einem Bilderbuch weiterblättern.

 

Das Konzert

Und hier noch ein paar Konzertfotos. Klaus Beer: „Die Leningrad Cowboys sind Spitze, ich bin ein Riesenfan dieser Band, die auch im Jahre 2012 in Wacken begeisterte.“

Im Jahre 2000 gab es auch die Handabdrücke in Ton noch nicht. Der 1. Star, der seine Hände in ein undefinierbares Gemisch, sprich eine Art Zement drückte, war Peter Kraus. Das  war am 12. September 2001. Danach wurde lange getüftelt, um nach dem Zement auf eine weniger schmutzige Angelegenheit übergehen zu können. So gibt es von den Leningrad Cowboys leider keine Handabdrücke.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an das Treffen mit den LENINGRAD COWBOYS zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Fotos: Fotograf nicht mehr feststellbar

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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