Hans-Dietrich Genscher

HANS-DIETRICH GENSCHER zählt zu den letzten unvergessenen, großen Staatsmännern Deutschlands, die Geschichte geschrieben haben.

Achtzehn Jahre lang, von 1974 bis 1992, war Hans-Dietrich Genscher Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor gehörte er viereinhalb Jahre als Bundesminister des Innern der Bundesregierung an.

Am 30. September 1989 ging Hans-Dietrich Genscher mit dem wohl berühmtesten unvollendeten Satz der Wendezeit in die Geschichte ein. Er verkündete vom Balkon der westdeutschen Botschaft in Prag die Ausreisegenehmigung für Tausende DDR-Flüchtlinge. „Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise…“ Der Rest des Satzes ging im Jubel von etwa 4000 DDR-Flüchtlingen unter. Sechs Tage später fiel die Berliner Mauer. Man sagt, das Hans-Dietrich Genscher das „erste Loch in die Mauer“ geschlagen hat.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernweh-Park“ am 26. Juli 2009.

Der „Fernweh-Park“ trauert um Hans-Dietrich Genscher. Der große Staatsmann starb am 31. März 2016 im Alter von 89 Jahren. Wir werden ihn immer in guter Erinnerung behalten.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in einer Fernsehsendung selbst haben die Stars ihre Hände schon im Ton versenkt.

STAR-STERNE, ähnlich des weltberühmten „Walk of Fame“ in Los Angeles / Hollywood, werden an Prominente vergeben, die sich in besonderer Weise für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt engagieren oder sich karitativ betätigen und zur Erhaltung der Lebensräume, Umwelt, auf unserer Erde stark machen – also zum Wohle des Menschen und dessen Lebensräume wirken. Deshalb wird der Starwalk im Fernweh-Park entsprechend der Grundlage zum Erhalt dieser Auszeichnung „Boulevard der Humanität“ genannt. Im Gegensatz zur allgemeinen Aufnahme in die „Signs of Fame“, bei der die Ehrung auch ausserhalb durchgeführt werden kann, findet eine STAR-STERN Verleihung ausschließlich im Fernweh-Park statt. Dazu wird die zu ehrende Persönlichkeiten auf den Roten Teppich eingeladen, wo im Beisein der Medien der STAR-STERN enthüllt wird.

HANS-DIETRICH GENSCHER war maßgeblich an der Entspannungspolitik und des Ost-West-Dialogs der siebziger Jahre beteiligt und ist als ein maßgeblicher Wegbereiter der deutschen Einheit anzusehen. Aus diesem Grund entschloß sich Fernwehpark Initiator Klaus Beer, dem großen Staatsmann mit allen dem Friedensprojekt „Fernweh-Park“ zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu ehren und ihm damit DANKE zu sagen für seinen ganz persönlichen Einsatz dazu.

HANS-DIETRICH GENSCHER hat es unter Einsatz seines Lebens möglich gemacht, dass die Prager Flüchtlinge 1989 in den Westen ausreisen durften. Er hat dadurch sozusagen das „erste Loch in die Mauer“ geschlagen. Und dafür soll er jetzt mit einem STAR-STERN geehrt werden.

Nach gut zwei Jahren stand endlich der Termin zur Durchführung der Ehrung fest: 26. Juli 2009. Dazu teilte Klaus Beer dem großen Staatsmann mit: „Wenn Sie in den Fernweh-Park kommen, werden Sie nicht nur mit der Signierung Ihres Star-Schilds und Ihren Handabdrücken in Ton in die `Signs of Fame` aufgenommen, sondern erhalten die größte Auszeichnung, die das multikulturelle und völkerverbindende Friedensprojekt zu vergeben hat – einen STAR-STERN. “

STIMMUNGSBERICHT über die STAR-STERN-Verleihung und die Aufnahme von HANS-DIETRICH GENSCHER in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Und da sich an Politik die Geister scheiden, dieser Hinweis zu dieser Sparte im „Signs of Fame“: Im Fernweh-Park setzen Menschen aus aller Welt ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischer Weltanschauung.  So sehen wir z.B. Islamisten, Hinduisten, Buddhisten, Christen, Juden etc. ausschließlich als Menschen, ungeachtet ihres Glaubens. Das gleiche gilt für Politiker in Bezug auf deren politische Gesinnung. Deshalb bitten wir neben Stars auch bekannte Persönlichkeiten aus der Politik die Hände zu heben gegen Rassismus und für das friedliche Zusammenleben aller Menschen und Kulturen. Da der Fernweh-Park nicht nur kommerzfrei, sondern auch parteilos ist, sind deshalb bei uns neben Stars aus Musik, Film, TV, Bühne oder Sport eben auch Vertreter aus diesem Bereich herzlich willkommen – aber ausschließlich als Privatperson, als „Mensch“, ungeachtet Ihres Amtes. Bei manchen Parteien jedoch, die nicht der Ideologie und Werte unseres Projekts entsprechen, nehmen wir jedoch bewußt Abstand von deren Leitfiguren und distanzieren uns ausdrücklich davon. 

Sonntag, 26. Juli 2009. 9.00 Uhr. Die vom Fernweh-Park bestellte Security trifft ein. Sowie erste Medienvertreter. Darunter ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks, die das Ankommen Genschers bis zur Star-Stern-Verleihung, das Setzen des Sterns und die Handabdruck-Aktion filmen möchte.

10.45 Uhr. Fernweh-Park Initiator verlässt den Fernweh-Park und fährt zum Hofer Theater.  Denn dort hat er mit Hans-Dietrich Genscher den Treffpunkt ausgemacht, um mit ihm in aller Ruhe wichtige Einzelheiten zum Ablauf der Star-Stern Verleihung zu besprechen.

Vor dem Stern – Rede am Wirth-Denkmal

Denn wenige Tage vorher erreichte Genscher eine Anfrage der Stadt Hof, ob er nicht vor der Sternverleihung bei einer Feierstunde am Wirth-Denkmal in der Innenstadt vorbeischauen könnte. Doch Genscher antwortete, daß er das von Klaus Beer abhängig macht. „Wenn es für Herrn Beer in Ordnung sei, würde er kommen. Denn er ist ja in erster Linie für die Verleihung seines Sterns nach Hof gefahren. Nicht für etwas anderes. „
Auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Hof und wegen der guten Sache „Pressefreiheit“ selbst gab Beer die Zustimmung und warf dabei sogar den offiziellen Zeitplan der am Fernweh-Park wartenden Medienvertreter über den Haufen. Er teilte den Presse- und Fernsehleuten mit, daß sich die geplante Ankunft von H.D. Genscher um ca. 30 Minuten verschieben wird.

Neben dem offiziellen FWP-Fotografen ist als einziger weiterer Medienvertreter das Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks dabei. Denn der BR will das erste Zusammentreffen von H.D. Genscher mit Klaus Beer für das Porträt über den Fernweh-Park dokumentieren.

Danach fährt Klaus Beer mit Hans-Dietrich Genscher zum Wirth-Denkmal, wo Genscher zu Ehren des 1798 in Hof geborenen Kämpfers für Pressefreiheit eine Rede hält.

Die Ankunft

11.35 Uhr. Der große Staatsmann trifft im Fernweh-Park ein. Er hat die Ehrung am Wirth-Denkmal vorzeitig verlassen, denn er wollte Wort halten. Denn als Klaus beim Treffen vor dem Theater Genscher wegen der am Fernweh-Park wartenden Medien fragte, ob man die Zeit der Verschiebung einhalten würde, sagte Genscher zu ihm „Machen Sie sich da mal keine Sorgen.“
Natürlich dauerten die Reden am Wirth-Denkmal länger als geplant. Plötzlich schaute Genscher auf die Uhr, ging zum Oberbürgermeister und teilte diesem mit, daß er sich nun verabschiede. Mitten in der noch andauernden Feier verließ er diese und fuhr mit Klaus Beer zum Fernweh-Park. Denn dort wartete ja sein Stern auf ihn. Und wegen diesem ist er ja schließlich nach Hof gekommen. Und er hatte versprochen, zu gegebener Zeit vor Ort zu sein.

Ein großer Staatsmann aus der Ära Brandt, Schmidt und Kohl, der auch wie damals bei der Zusage, daß die Prager Flüchtlinge auf ihrer Ausreise durch die DDR nichts zu befürchten haben, sein Versprechen hält. Im Großen wie im Kleinen. Ein Staatsmann, auf dessen Wort man felsenfest bauen kann.

Applaus für Genschman

Mit Applaus wird Hans-Dietrich Genscher am Fernweh-Park empfangen. Fernsehteams, Rundfunk und viele Pressefotografen erwarten ihn hier bereits sowie Hofer Bürger, die sich den Besuch des großen Politikers am Fernweh-Park nicht entgehen lassen wollen.

Klaus Beer geleitet den großen Staatsmann über den roten Teppich zu seinem Stern, der noch mit einem roten Prokattuch verhüllt ist. Beer heißt Hans-Dietrich Genscher auf das herzlichste willkommen. Neben dem Hofer Oberbürgermeister hat sich weitere lokale Politprominenz am Fernweh-Park eingefunden. Auch der CSU-Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Peter Friedrich begrüßt den großen Politiker.

Da der Fernweh-Park nur aus Idealisbus basiert und ohne Sponsoren nicht bestehen könnte, stellt Klaus Beer Genscher zuerst einmal die wichtigsten Sponsoren vor.

Größe durch Bescheidenheit

Obwohl Klaus Beer den Ablauf des Protokolls und die Reden schriftlich fixiert hat, spricht er frei. Um aber bei den Namen der Sponsoren niemand zu vergessen, nimmt er kurz das Manuskript zur Hand. Da es in diesem Augenblick etwas schwierig ist, die Seite umzublättern und zudem das Mikrofon zu halten, nimmt ihm Hans-Dietrich Genscher das einfach aus der Hand und sagt: „Ich halte das jetzt einfach mal für Sie“.

Der Staatsmann, der mit den Mächtigsten der Welt an einem Tisch saß und Geschichte geschrieben hat, zeigt Größe durch Bescheidenheit. Das gibt spontanen Applaus. Hans-Dietrich Genscher hat spätestens jetzt mit dieser so menschlichen Geste, wie auch unser Bild in der Bilderstrecke zeigt, die Herzen der Anwesenden im Sturm erobert.

Mediengetümmel

Klaus Beer weist in seiner Laudatio darauf hin, dass der Fernweh-Park DAS verhindern will, was man im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth vor Augen geführt bekommt:  „Den Irrsinn menschlicher Gedanken und Tuns, sprich: die hässliche Mauer, die endlich gefallen ist. Dank auch Ihrer Hilfe.“  Nach Genschers Dankesworten für die Ehrung ist es dann soweit. Umringt von einem Pulk aus Presse und TV wird der Star-Stern wird enthüllt.

Der Stern wird gesetzt

Männer des Bauhofs haben Stunden zuvor alles für das Setzen des Sterns vorbereitet. In dem Gehweg wurden Platten entfernt, zurechtgeschnitten und der Untergrund des so entstandenen Rechtecks mit feinem Splitt gefüllt, damit nach der offiziellen Ehrung der Star-Stern gleich gesetzt werden kann – im Beisein von Hans-Dietrich Genscher. Dann eine Abdeckplatte darauf und der rote Teppich darüber…

Interessiert verfolgt „Genschman“ mit der örtlichen Politprominenz, wie sein Stern im „Boulevard der Humanität“ eingelassen wird. Mit Hans-Dietrich Genschers Stern hat der kleine Starwalk am Fernweh-Park nun schon eine beachtliche Größe erreicht.

Die STAR-SCHILD Signierung

Vor der Verleihung seines Star-Sterns hat Klaus Beer Hans-Dietrich Genscher in die „Signs of Fame“ aufgenommen. Dazu zählt die Zeremonie der Star-Schild Signierung und die Handabdrücke in Ton – actionreiche Bilder, die natürlich alle Medienvertreter mitnehmen wollen. So herrscht hinter den roten Absperrkorderln tüchtiges Gedränge, denn jeder will die besten Bilder einfangen. Denn wenn der große Staatsmann hollywoodlike seine Hände in der feuchten grauen Masse versenkt, das ist schon was. Das gab`s noch nie…

Klaus drückt mit

Damit Hans-Dietrich Genscher merkt, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Da Genscher einwilligt, drückt Klaus auf die Hände des großen Staatsmanns. Diesmal schon mit gemischten Gefühlen, denn wer darf schon so etwas.  Auch die umstehenden Kommunalpolitiker staunen nicht schlecht…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Prominenten nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne, Sport oder wie in diesem Fall Politik, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Hans-Dietrich Genscher natürlich gerne mit. Last not least signiert der unvergessene, in die Geschichtsbücher eingehende Staatsmann, seine Handabdrücke.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis noch ein Miniaturschild Ihres Starschilds. Klaus Beer zu Hans-Dietrich Genscher:  „Bei Oscar-, Bambi- oder der Verleihung der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir können uns zwar nicht mit solche Ehrungen vergleichen, möchten aber unserem Star für seine Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben. Deshalb erhalten Sie ein Miniaturschild Ihres Star-Schildes als kleine Erinnerung.“

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken von der Künstlerin und Keramikerin Rosa Maria Wolfraum, die auch den Ton nach Geheimrezept entwickelt hat, seinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu sehen sein – als einmalige Sammlung des „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von HANS-DIETRICH GENSCHER, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Ralf Standke, Sylvia Schildbach, div. Fotografen

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

 

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