David Copperfield

Seit Jahrzehnten versetzt DAVID COPPERFIELD die Welt mit immer neuen Illusionen und spektakulären Aktionen in Staunen. In Las Vegas wird er angekündigt mit „Magician of the Millenium“ and „Living Legend“.

Er ist der Meister der Großillusionen und schrieb damit Zaubergeschichte. Er ließ ein ganzes Flugzeug verschwinden, schließlich die Freiheitsstatue von New York. Aber auch an Originalschauplätzen in der Welt verblüffte er sein Publikum mit den dort fest installierten Sehenswürdigkeiten. So floh er aus Alcatraz, ging durch die Chinesische Mauer, schwebte über den Grand Canyon und ließ ein Schiff im Bermuda-Dreieck erscheinen.

Dann entschwand er in letzter Sekunde aus einem in die Luft gesprengten Haus und entfesselte sich auf den Niagarafällen, bevor er von den Fluten hinuntergerissen wurde. Weiter entwickelte Copperfield die Kunst des Schwebens auf der Bühne zu einer bislang noch nie dargebotenen Perfektion.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Friedensprojekts „Fernweh-Park“ am 20. Januar 2007.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in einer Fernsehsendung selbst haben die Stars ihre Hände schon im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen David Copperfield im Forum Bamberg.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von DAVID COPPERFIELD in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Nachdem Siegfried & Roy bereits im „Signs of Fame“ verewigt sind war es natürlcih ein Muss, auch David Copperfield mit dieser Ehrung zu bedenken. Denn bei den vielen Aufenthalten von Fernweh-Park Initiator Klaus Beer in Las Vegas, sah dieser auch das Konterfei dieses großen Illusionisten am MGM prangen, wo dessen Show angekündigt wurde. Da Klaus Beer nach Las Vegas kein Star-Schild und Tonschale für die Handabdrücke mitnehmen konnte, fand die Ehrung für David Copperfield in Bamberg statt, wo dieser auf Grund der großen Nachfrage gleich zwei Vorstellungen gab. Nach der ersten sollte das Treffen stattfinden.

Die 1. Show ist zu Ende. „Verzaubert“ durch Illusionen, die der Verstand nicht begreift, verläßt das Publikum den Saal. Klaus Beer und die Fernwehpark Fotografin waren zu der Vorstellung eingeladen und stehen ebenfalls noch im Bann und Eindruck des Erlebten. Jetzt eilen sie von der oberen Tribüne nach unten, um die Utensilien zur Ehrung für David Copperfield aufzubauen.

Doch 2007 war da noch nicht viel herzurichten. Damals fehlte die Stellage, auf der das Star-Schild beim Shooten der Handabdrücke im Hintergrund immer mit im Bild zu sehen ist. Auch gab es das Messing Untergrundgestell für die Tonform noch nicht. Die Tonplatte wurde einfach auf einen Plastikhocker gestellt. Ebenso fehlte die Frontleiste mit den Logo des Fernweh-Parks. Alles hat sich erst im Laufe der Zeit aus der Praxis heraus entwickelt…

Klaus wollte eigentlich wie bei jedem Startreff vorher die richtige Location aussuchen. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Doch das ist heute nicht möglich. Die Ehrung soll nach der Show auf der Bühne durchgeführt werden. Klaus ist darüber gar nicht so glücklich. Denn der Hintergrund dort ist ein schwarzer Vorhang. Und das bedeutet, dass Schwarz, wenn es im Bild zu sehr dominiert, die Belichtung beeinflussen kann und dann die helleren Hauttöne überbelichtet werden. Deshalb muss man die Blende schon mal um ein bis zwei Stufen schließen. Aber diese manuelle Korrektur muss vorher mit einigen Probeshots eingetestet werden. Dazu ist aber jetzt kaum Zeit…

Denn kaum sind die Kameras in Schusspostion gebracht, kommt er schon – the „Magician of the Millenium“: David Copperfield. Umschirmt von persönlichen Betreuern und Bodyguards.

Sein Gesichtsausdruck ist offen und herzlich. Ebenso die Begrüßung. Er nimmt den Spezialstift von Klaus Beer entgegen und signiert in weißem Lack die dunkle Fläche seines STAR-Schildes mit seinem Porträt, das der Fernwehpark von Copperfields Management für diesen Zweck zur Verfügung gestellt bekam: Copperfield mit magischen Blick, die Hände dem Betrachter in „Zauberpose“ entgegen gestreckt…

Aufregung um den Lackschuh

Doch was ist das? Der Stift tropft. Wenn man nämlich zu fest aufdrückt, schiebt sich die Spitze in den Stift zurück und dann kann es passieren, dass der Lack daneben austritt. Ist zwar selten, kam aber schon mal vor. Denn bevor ein neuer Stift benutzt werden kann, muß man „pumpen“. Das heißt, man muß die Stifspitze in schneller Folge so oft in den Tubus zurück schieben, bis sie sich mit der Farbe vollgesogen hat. Dann aber nicht mehr drücken, sondern noch – schreiben.

Doch David Copperfield hat einfach zuviel Kraft, drückt zu sehr auf, die Spitze des Stifts schiebt sich zurück – und schon ist es passiert. Das Schlimme: die weiße Farbe tropft nicht nur auf den Boden, sondern trifft auch seine glänzenden schwarzen Lackschuhe, die er bereits für seinen zweiten Auftritt anhat.

Der Schreck ist groß. Der Fernweh-Park hat die Schuhe des welberühmten „Zauberers“ befleckt. Kaum passiert, fällt neben Copperfield eine junge Dame zu Boden. „Du liebe Zeit, was haben wir da blos angerichtet“, schießt es Klaus durch den Kopf. Doch das junge Mädchen ist nicht etwa ohnmächtig geworden über dieses Vorfall, sondern ging blitzschnell in die Hocke und wischte mit einem Taschentuch die Farbspritzer von seinen Schuhen. Alles wieder gut. David Copperfield nahm diesen „Unfall“ gelassen hin.

Handabdrücke a`la HOLLYWOOD

Dann erklärt Klaus Beer wie immer als erstes was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erhalten. „Zuerst beide Hände knapp über der Tonoberfläche anfixieren, um ein Gefühl für den Abstand zu gewinnen, dann am besten die linke Hand auflegen und mit der anderen jeden einzelnen Finger fest eindrücken. Und das Ganze dann umgekehrt.  Und dann mit der linken beginnen und mit der anderen Hand jeden Finger einzeln, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger wie von selbst hinein…“ Doch dieser so oft geübte Spruch ist heute nur Theorie.

David Copperfield legt beide Hände auf den Ton – und bittet Klaus Beer, das dieser seine Finger in die graue Masse drückt. Klaus, der dies schon bei so manchem Star praktiziert hat, ist sich heute dieser Ehre besonders bewußt: Die „zauberhaften“ Hände des “Magican of the Milenium“ selbst in Ton drücken zu dürfen – nicht nur wie sonst einen Finger, um auszuzeigen, welcher Druck ausgeübt werden muss, um gute Reliefs zu erhalten, sondern die Finger seiner beiden Hände. Was Copperfield Fans in der ganzen Welt wohl darum gegeben hätten, dies tun zu dürfen?

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit. So auch bei David Copperfield.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit DAVID COPPERFIELD und aufzeigen, wie so ein Signs of Fame-Shooting in der Praxis vonstatten geht. Doch dieses verläuft heute ganz, ganz anders als gewohnt…

Klaus Beer: „Und das ist eben das Schöne an Euren Stimmungsstories, dass man das erfährt, was man sonst nie erfahren würde, was beim Treffen mit den Stars hinter den Kulissen alles so passiert… ließen uns schon viele Besucher der Fernweh-Park Homepage wissen.“

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Das vergessene Friedenszeichen

Sehr schön zeichnen sich die Relief der beiden Hände von David Copperfield im Ton abe. Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da würde David Copperfield sicher gerne mitmachen, wenn es – nicht vergessen worden wäre.

Klaus und auch die Fernweh-Park Fotografin sind von dem Missgeschick mit dem verunreinigten Schuh und dass Klaus alle Finger des Weltstars selbst in den Ton drücken sollte so aus dem Konzept, dass keiner der beiden mehr an diese Pose gedacht hat.

Klaus hat also feste gedrückt. Die sonst übliche Reihenfolge, erst die linke Hand, dann die Rechte und dazuwischen immer mal wieder einen Blick in die Kamera, entfielen. Dafür aber gibt es schöne Bilder, wo David Copperfiel mit aufgelegten Händen in die Kamera blickt – und Klaus drückt. Und dann letztendlich noch seinen Namen zwischen seine Prints in den Ton „malt“. Doch all die Bilder dürfen wir Ihnen nicht zeigen…

Vorfreude auf eine tolle Bilderstory

Was war das für eine Begegnung. Wie am Anfang erwähnt, superschnelle Zusage, superfreundliches Management und Betreuung vor Ort. Ein gutgelaunter, ebenfalls superfreundlicher David Copperfield, der das Missgeschick mit dem tropfenden Stift locker wegsteckte und ganz toll bei der Handabdruck-Aktion mitmachte. Im „Kasten“ sind superschöne Bilder.

Die Verabschiedung ist herzlich. Klaus freut sich, den Leserinnen und Lesern der Fernweh-Park eine tolle Bildergeschichte liefern können. Doch beim Verlassen der Bühne sagt jemand aus dem Mitarbeiterkreis von Copperfield so nebenbei: „Die Bilder dürfen Sie aber nicht veröffentlichen“.

Der Schock

Klaus glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Wurde da eben gesagt, dass die geschossenen Fotos nicht veröffentlicht werden dürfen? Wozu haben wir diese dann überhaupt gemacht? Für private Zwecke braucht die Fernweh-Park Crew kein einziges Bild. Wir sind ja nur gekommen, um die Ehrung für David Copperfield auch dokumentieren zu können? Denn was nützt das signierte Schild und der schönste Handabdruck, wenn nicht gezeigt werden darf, wie dies alles entstanden ist. Könnte ja jeder seine Hände da reingedrückt haben. Das muss im Bild dokumentiert werden.

Klaus ist wie traumatisiert. Erst die Farbspritzre auf seinem Lackschuh, dann das vergessene Friedenszeichen und jetzt noch die Anweisung, die tollen Aufnahmen nicht verwenden zu dürfen. Ist vielleicht irgendwo die“Versteckte Kamera“ im Spiel?

Wie auch immer. Da der Fernweh-Park jede Anweisung der Managements befolgt um bei den Stars immer in guter Erinnerung zu bleiben ist es nun leider so, dass David Copperfield der einzige Star von bislang über 300 Stars und Prominenten aus Musik, Film, TV, Bühne, Sport und Politik ist, der keine Bildergeschichte vom Signieren des Star-Schildes und der Handabdrück-Aktion erhält. Schade auch für seine vielen Fans in der Welt, die die schönen Bilder davon sicher gerne sehen würden.

Klaus Beer spielt mit dem Gedanken, nach jetzt zehn Jahren noch einmal an das Management heranzutreten und zu fragen, ob nach Prüfung des damaligen Bildmaterials nicht doch einige Aufnahmen nachträglich freigegeben werden könnten. Das wäre natürlich schön. Denn so nah und unkompliziert sich David Copperfield der Fernweh-Park Crew gegeben und sogar selbst gewünscht hat, dass Klaus auf seine Hände drückt – diese Distanzierung zu den Bildern dann, passt einfach nicht zu ihm. Klaus: „Ich hätte mir das vorstellen können, wenn vielleicht Berührungsängste da gewesen wären. Abstand zum Star, keinerlei persönliche Annäherung. Doch genau das Gegenteil war der Fall.“

Der „Fernweh-Park“ respektiert natürlich diese Vorgabe und veröffentlicht in diesem Fall nur das signierte Star-Schild und das Ergebnis der Handabdruck-Aktion.

Der Fernweh-Park bedankt sich ganz herzlich bei David Copperfield für`s Mitmachen und die Möglichkeit, diese weltbekannte Persönlichkeit so hautnah und völlig unkompliziert erleben zu dürfen und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu sehen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von DAVID COPPERFIELD, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

„The Magic Of David Copperfield“

Freitag, 28. Oktober 2005. 18.30 Uhr. The Show begins!

Die Fernwehpark Crew sitzt, nach Check aller Sichterheitskontrollen und offizieller Akkreditierung, mit entsprechenden Ausweisen unter den Zuschauern des ausverkauften Forum Bamberg. Die Utensilien mit dem Ton für die Handabdrücke und das STAR-Schild, verborgen in der großen Transporttasche, warten auf die Begegnung mit dem Weltstar.

„The Magic Of David Copperfield“ beginnt. Ein Stangengerüst wird mit einer Plane bedeckt – diese gelüftet, und scheinbar aus den Nichts erscheint David Copperfield auf einer glänzenden Harley.

Unter großem Beifall betritt DAVID COPPERFIELD die ganz in schwarz gehaltene Bühne, leger gekleidet mit weißem T-Shirt, offen getragenem hellblauen Hemd und schwarzer Hose. Im Gegensatz zu anderen Kollegen dieses Genres tritt Copperfield nicht als die unnahbare, glitzernde oder gar mythische, theatralische Showgestalt auf, nein, der größte Illusionist aller Zeiten gibt sich amüsant, menschlich und publikumsnah.

Er, der Flugzeuge und die Freiheitsstatue verschwinden läßt, die Chinesische Mauer durchschreitet, sphärisch durch die Lüfte fliegt oder blitzschnell aus einem einstürzenden Gebäude entkommt, vollführt die scheinbar einfachen, kleinen Tricks ohne großen Aufwand vor dem Bühnenvorhang gerne mit Hilfe von Personen aus dem Publikum, die er sich, so auch in Bamberg, mit dem Fangen von Frisbeescheiben oder Bällen aus dem Publikum auswählt.

„Bitte schließen Sie ihre Augen und träumen Sie sich an den Ort, an dem Sie schon immer einmal sein wollten“, sagt Copperfield. Als er diese Worte als Einleitung seiner Show spricht, beginnt das Herz von Fernwehpark Initiator Klaus Beer schneller zu schlagen. Entspricht dies doch genau der Ideologie des Fernweh-Parks: Mit Blick auf die Schilder, sprich Städte- und Ortsnamen aus aller Welt, sollen bekannte Bilder abgerufen und sich damit gedanklich und emotional nach New York, Dubai, Hongkong, Rio oder L.A. versetzt werden.

Wegbeamen an den Beach in Jamaika

David Copperfield erzählt, dass er schon immer davon träumte, sich mit dem Kraft seines Geistes körperlich an alle Orte der Erde versetzen zu können verspricht, dies heute Abend in Bamberg zu praktizieren. Und fürwahr, er tut es.

Er verhilft einen Jungen, seinen lange nicht gesehenen Vater in Jamaika zu begegnen und „beamt“ sich mit ihm dorthin, an einen Strand, zu Palmen, ans Meer. Auf einer Videoleinwand werden zeitgleich Bilder von Jamaika übertragen. Copperfield und der Junge entsteigen dort plötzlich dem Sand und weisen ein Polaroidfoto in die Kamera, auf dem willkürlich aus dem Publikum ausgewählte Menschen zu sehen sind, die in Bamberg auf die Bühne gebeten und fotografiert wurden. Und noch mehr: Eine auf einer überdimensionalen Postkarte angefertigte Zeichnung einer Besucherin, zudem versehen mit einer von einem anderen Zuschauer genannten Zahl, die sich auch auf Copperfields Unterarm wiederfindet, beweist „vor Ort in Jamaika“, das Copperfield und der Junge soeben „aus Bamberg“ kommen.

Dieser läuft in der Videoschaltung in die ausrollenden Wellen, umarmt dann seinen Vater. Er bleibt dort, während David Copperfield Sekunden später wieder mitten im Publikum auftaucht und aus der geschlossenen Hand Sand vom Jamaikas Strand rieseln läßt.

Das Publikum rast. Standing Overations für David Copperfield ! Eine Wahnsinns-Show. Weltklasse!

Fotos (nicht veröffentlicht): Christine Ströhlein

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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