DIE FLIPPERS

2009 feierten „DIE FLIPPERS“ ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Was 1969 mit „Weine nicht kleine Eva“ und ein Jahr später mit „Sha la la, I love you“ begann, erreichte unzähligen Auftritten in der ZDF-Hitparade und der „Schlagerparade“ ihren Höhepunkt in der Dortmunder Westfalenhalle. Hier gab 2004 die erfolgreichste deutsche Schlagerband, nach vielen Tourneen und TV-Specials, ihr bislang größtes Konzert: vor 17.000 Zuschauern !

Im Jahre 1964 gründeten Manfred Durban, Claus Backhaus, Franz Halmich, Manfred Mössner, Manfred Hehl und Hans Springer die „Dancing Band“, die sich ein Jahr später in „Dancing Show Band“ umbenannte. 1965 trat anstelle von Springer Bernd Hengst in die Band ein. 1967 kam Olaf Malolepski für Manfred Hehl dazu.

1969 komponierten die Bandmitglieder Bernd Hengst und Franz Halmich den Erfolgssong „Weine nicht, kleine Eva“. Dieses Lied wurde ein Jahr später unter dem neuen Namen „Die Flippers“ veröffentlicht und ist bis heute untrennbar mit dem Schlagertrio verbunden. Es folgten Konzerte im Inland und im benachbarten Ausland. Nach einigen Wechseln in der Besetzung bestand das Trio von „Die Flippers“ schließlich aus Bernd Hengst, Olaf Maloepski und Manfred Durban.

1986 konnte die Schlagerband mit dem Album „Auf Rosen fallen Tränen“ ihr Comeback feiern. Es folgten unvergessene Titel wie „Die rote Sonne von Barbados“,  Tourneen und TV-Specials auf Mallorca, in Venedig, Griechenland, Portugal oder Istrien, um nur einige zu nennen. Von November 2008 bis März 2009 ging das Schlagertrio auf große Jubiläumstournee „40 Jahre Flippers“. Im Jahre 2011 wurden sie beim „Frühlingsfest der Volksmusik“ offiziell verabschiedet.

DIE FLIPPERS erhielten viele Preise und Auszeichnungen, darunter ECHO, Goldene Stimmgabel, Krone der Volksmusi, Sold Out Award und mehrere Goldene Schallplatten.

Der Sänger Olaf Malolepski startete danach unter dem Namen „Olaf der Flipper“ eine Solokarriere mit seinem Debüt-Album „Tausend rote Rosen“ und mit „Wenn der Anker fällt“. Zu seinem 70. Geburtstag erschien 2016 das Doppelalbum „Du bist wie Champagner“, danach folgte 2017 das Album „Daumen hoch“. Auch trat er mit seiner Tochter, der ebenfalls Schlagersängerin Pia Malo, auf.

Schlagzeuger und Gründungsmitglied Manfred Durban verstarb am 20. Oktober 2016. Der Fernweh-Park wird ihn immer in ehrendem Gedächnis bewahren.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 04.08.2002. Zweites Treffen am 03.04.2005. Handabdrücke in Ton am 09.01.2010.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen –DIE FLIPPERS drei Mal: Einmal in der Freiheitshalle Hof, ein zwetes Mal nochmal dort und das dritte Mal in der Stadthalle Chemnitz, wo letztendlich ihre Handabdrücke nachgeholt wurden.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von DIE FLIPPERS in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf DIE FLIPPERS bereits in den Anfängen des Fernweh-Parks backstage einer TV-Sendung, in der Wencke Myhre in die „Signs of Fame“ aufgenommen wurde.

04.08.2002: Das 1. Treffen – ohne Schild

Als die FLIPPERS von der Ideologie und Botschaft des völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernweh-Park“ erfuhren, waren sie sofort begeistert und versprachen, da Klaus Beer kein vorproduziertes Schild dabei hatte, ein eigenes zu schicken: „Wir haben da was, das bekommen Sie…“ Dieses sollte dann per Fotomontage in das Foto eingebaut werden, das man spontan vorab hinter den Kulissen der TV-Sendung stellte. Hierbei öffnete Klaus Beer entsprechend die Hände, als ob er bereits den versprochenen Schildergruß halten würde – und fertig war das Bild, in das man das später das auf dem Postweg eingetroffene Schild am PC hineinbastelte. Photoshop und dergleichen kannte Klaus damals noch nicht. Da er zudem noch analog fotografierte und der Bildabzug eingecannt wurde, entspricht die Qualität des Bildes der damaligen Zeit.

03.04.2005: Das 2. Treffen – mit Schild

Drei Jahre später traf man sich wieder. Klaus hatte das zwischenzeitlich eingetroffene Schild mit dem Schriftzug „FLIPPERS“ extra noch nicht im Fernweh-Park angebracht, damit man sich bei einem erneuten Treffen – diesmal MIT SCHILD – noch einmal fotografieren lassen konnte, diesmal dann auch digital.

Gesagt, getan. Wieder eine Fernsehsendung, wieder ein Treffen mit den FLIPPERS. Das digital Bild dann natürlich, tausendmal besser. Von links OLAF (Malolepski), MANFRED (Durban) und BERND (Hengst),mit ihrem ganz persönliches Grußschild – ganz in den Farben ihrer so „bunten“ Lieder, Bühnenoutfits – und Karriere.

Mit DIESEM SCHILD waren „DIE FLIPPERS“ nun jahrelang im Fernweh-Park vertreten, neben vielen anderen nachfolgenden Künstlern, die alle eigene Starschilder mit Konterfei und Namen erhielten. Klaus Beer überlegte oft, den Flippers auch so ein Schild, zusätzlich zu dem ihren bereits erhalten anfertigen zu lassen. Dieses war zwar sehr schön, aber es war doch schade, dass diese tolle Gruppe kein Star-Schild wie all die anderen mit eben einem Bild von ihnen hatten. Doch der Fernweh-Park boomte derart, dass durch laufende Events und neue Startreffs kaum Zeit zum Luftholen blieb und man keine Chance hatte, bereits erfolgte Ehrungen noch einmal aufzurollen, bzw. zu vervollständigen.

09.01.2010: Das 3. Treffen – der Handabdruck

Doch dann wollte es der Zufall anders… Es war zur „Krone der Volksmusik 2010“ in Chemnitz.

Man traf sich hier zum 3. Mal. Und das mit Erfolg. Denn ab dieser „Krone“ sind „Die Flippers“ nun auch mit ihren Handabdrücken alá HOLLYWOOD in dem völkerverbindenden Friedensprojekt vertreten – und bald auch noch mit einem weiteren, NEUEN STAR-SCHILD, was jedoch ein 4. Treffen notwendig macht. Denn die Handabdrücke in der Tonschale waren spontan und mit dem Foto davon sollte nachträglich ein richtig großes Star-Schild angefertigt werden. Und das musste natürlich noch signiert werden… Also ein 4. Treffen war notwendig, das jedoch… Aber alles der Reihe nach. Man sieht, der Weg des Star-Schildes der „FLIPPERS“ ist so bunt wie das Trio selbst.

Auf der Suche nach der richtigen Location

Fernwehpark Initiator Klaus Beer ist bei jeder Aufnahme eines Stars vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

Und wenn die Ehrung in der Stadthalle Chemnitz stattfindet, dann ist das schon fast wie ein Heimspiel. Man findet dort zwei Wandflächen, die sich ganz toll als Hintergrund für das Shooting eignen. Eine rustikale Betonwand mit Holzstruktur und eine mit matten Fliesen in warmen Braunton. Dort wurden schon Stars wie Helene Fischer, Andrea Berg, dir Rockband Omega und Suzi Quatro aufgenommen, um nur einige zu nennen.

Die Karawane

Und so schleppt die „Signs of Fame“- Karawane erstmal alles zu der gerade für das Shooting würdig befundenen Location: Star-Schild, Stellage, Tonform mit dem dazugehörigen Untergrundhocker, Nudelholz zum letzten Glattwalzen der Tonmasse, um darauf eventuelle Folienabdrücke zu eleminieren, Fotokoffer mit Akkupacks, Ersatzkamera, Blitzlicht, ab dem Jahre 2017 zudem auch Videocase mit Kamera, Mikrofon und Minischeinwerfer –  und manchmal auch ein Autoteil. Fehlen darf natürlich auch nicht ein kleiner roter Teppich, der der Ehrung einen Hauch von Hollywood verleiht…

Die Zufalls-Ehrung

Nachdem Klaus alles für Ehrung vorbereitet und die Kameras auf die Lichtverhältnisse eingetestet hat, wartet man in Ruhe auf das Kommen des Künstlers. In diesem Fall – Michael Hirte. NICHT die Flippers, die heute ebenfalls bei Gunter Emmerlilch auftreten, der wieder als Moderator fungiert.

Da Klaus weiß, dass bei dieser Show viele weitere bekannte Künstler auftreten hat er vorsichtshalber noch eine weitere Tonform mitgenommen. Man weiß ja nie, ob man nicht ganz spontan diesen oder jenen Künstler, der noch nicht im „Signs of Fame“ vertreten ist spontan animieren kann, mitzumachen. Das ist zwar nicht die Regel und keinesfalls macht das Klaus gerne. Denn es muss für ihn offiziell alles über das Management gehen. Mit offiziellem OK, Termin und Akkreditierung. Auf die Künstler einfach losghen und diese Ansprechen ist unprofessionell. Aber manchmal ergibt es die Situation, dass ein Star gerne, sofort, mitmachen möchte – und dann hat man keine Tonschale dabei…

Als Klaus vor Ort erfährt, dass DIE FLIPPERS da sind, hält er Ausschau nach ihnen. Und plöltzlich läuft ihm backstage Bernd Hengst über den Weg. Klaus erinnert ihn an die beiden stattgefundenen Treffen und das ihm bereits zugesandte „Flipper-Schild“ und sagt, dass die Handabdrücke noch ausstehen, die zu jeder Ehrung dazu gehören. Und fragt, ob „die Flippers“ nicht ganz spontan ihre Hände in Ton drücken würden…

Die HANDABDRUCK-Aktion

Und Bernd geht zu Olaf und Claus – und nach kurzer Zeit erscheinen alle drei „Flippers“ und sagen: „Klar machen wir das. Wo ist die Tonschale?“  Wie man sieht, gut, dass er eine zweite dabei hat…

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Dieser Stimmungsbericht soll die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit den FLIPPERS aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ – Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so etwas vonstatten geht, bitte sehr… Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen. Dann sind Sie hautnah mit dabei!

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

Doch Halt. Dieser schon so oft geübte Spruch gilt heute nicht. Denn heute müssen nicht zwei Hände eines Stars, sondern drei Künstler in den Ton rein – mit je einer Hand. Und drei Hände sind zu schaffen. Mit Leichtigkeit. Denn nach den Flippers haben weitere Bands, Rockbands wie z.B. CITY, KARAT und OMEGA,  also nicht nur drei, sondern vier Hände in den Ton gepresst und VoXXclub ist es sogar gelungen, fünf Hände in der grauen Masse unterzubringen. Eine echte Premiere. Mehr geht aber wirklich nicht.

Und Klaus erklärt weiter: „Also eine Hand erstmal auf den Ton platzieren, arrangieren, wie es mit Drei am besten ausgeht und dann  mit der anderen Hand jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch die Flippers kommen mühelos alleine zurecht. Zudem möchte auch Klaus hier nicht mithelfen, denn eine fremde Hand unter dreien wäre ein zu großes Durcheinander auf den Bildern.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Bernd, Olaf und Claus ihre Hände in der grauen Masse verewigt haben ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Das Friedenszeichen

Doch die Handabdruck-Aktion ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da machen die „Flippers“ gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD werden die Handabdrücke dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzen oder eben „malen“ Olaf, Bernd und Manfred ihren Vornamen zu ihrem Handabdruck in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 400 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an dies immer sehr schönen Begegnungen mit den FLIPPERS zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die bislang über 400 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von den FLIPPERS, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotokamera: Ralf Standke

Foto-Video-Postproduktion: Klaus Beer

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