Hans Rosenthal „in memoriam“

Herzlich willkommen zu einer spannenden Stimmungsstory und vielen tollen BILDERN über die Aufnahme von HANS ROSENTHAL „in memoriam“ in die „Signs of Fame“  – doch zur Einstimmung auf die geehrte Persönlichkeit zuerst eine kleine Biografie.

HANS ROSENTHAL zählte zu den letzten großen Entertainern des deutschen Fernsehens. Er war TV-Moderator, Regisseur und für die Unterhaltung im Radiosender RIAS verantwortlich. Einen großen Bekanntheitsgrad erlang er durch die Fernseh-Kultsendung „Dalli Dalli“. Bei besonders tollen und witzigen Einlagen seiner Quizgäste stellte er immer wieder folgende Frage an das Publikum:  „Sie sind der Meinung, das war …?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief. Dazu vollführte Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung, der zu seinem Markenzeichen wurde.

Hans Rosenthal wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin-Prenzlauer Berg auf. Als Kind erlebte er die antisemitistische Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Sein Bruder und andere Angehörige wurden durch die Greueltaten des Holocaust ermordet. Fernweh-Park Initiator Klaus Beer: „Normalerweise erscheint im Rahmen einer Biografie kein persönliches Statement von mir. Aber das muss hier sein. Ich schäme mich, Deutscher zu sein, wenn ich an diese Teufel der Nazizeit denke. Deshalb steht der Fernweh-Park nicht nur gegen Rassismus, sondern auch gegen Antisemitismus und es gibt auch einen eigenen Israel-Pfahl. Soche Taten von geisteskranken Kreaturen darf es nie mehr geben und allen, die damit sympathisieren, soll die Härte des Gesetzes unserer Demokratie treffen.“

1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk. 1948 wechselte er in den Westsektor zum RIAS, wo er als einer der beliebtesten Quizmaster in den 1950er bis 1980 Jahre Rate- und Unterhaltungssendungen gestaltete und auch selbst entwarf. Dazu zählten u.a. „Allein gegen alle“, „Wer fragt, gewinnt“, „Kleine Leute – große Klasse“, „Das klingende Sonntagsrätsel“, „Spaß muss sein“, „Opas Schlagerfestival“, „Da ist man sprachlos“, „Frag mich was“ oder „Spiel über Grenzen“. Im Fernsehen erfreuten sich folgende Sendungen großer Beliebtheit: „Gut gefragt ist halb gewonnen“, „Dalli Dalli“, „Rate mal mit Rosenthal“, „Alles mit Musik“, „Eins plus eins gegen zwei“, „Erinnern Sie sich noch?“, „Gefragt – Gwusst – Gewonnen“, „Mal seh`n, was uns blüht“, „Quizparade“, „Hans Rosenthal stellt vor“, „Zug um Zug“, „Bitte zur Kasse“ oder „Das Schlagerfestival der 20er Jarhe“ (mit Axel von Ambesser und Theo Lingen). 1960 avancierte er für ein Jahr zum Unterhaltungschef der Bavaria Film, 1962 zum Abteilungsleiter „Unterhaltung“ beim RIAS Berlin.

1983 versuchte Hans Rosenthal  in der ARD-Show „Das gibt`s nur einmal – Noten, die verboten wurden“, die Zeit des Nationalsozialismus zu verarbeiten. Hier zeigte er durch sein Können in politischen Kabarettsendungen, so ein schwieriges Thema auch in einer Unterhaltungsschow zu verarbeiten. Er sagte dazu in seiner Schlussconference: „Vor fünzgi Jahren fing alles an, und wir alle können nur hoffen, dass diese Vergangenheit keine Zukunft hat!“  

Doch auch im Ausland produzierte er einige Sendungen. Bereits 1966 veranstaltete er im Paris Theatre in London anläßlich der Fußballweltmeisterschaft die Sendung „Spaß muss sein“, aber auch in Dänemark und Österreich liefen Sendungen von ihm. Bis heute werden zwei von Rosenthal begründete Hörfunksendungen im Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt: „Sonntagsrätsel“ und das Städtequiz  „Allein gegen alle“, dieses im Rahmen der Reihe „Aus den Archiven“.

Rosenthal engeierte sich seit den 1960iger Jahren im Zentralrat der Juden in Deutschland. Ab 1973 wurde er Mitglied seines Direktoriums in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Weiter engagierte er sich in diversen sozialen Projekten. Nach seinem Tod 1987 wurde die „Hans-Rosenthal-Stiftung“ gegründet. Diese unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Zu den Gründern gehören u.a. Traudl Rosenthal und sein Sohn Dr. Gert Rosenthal.

Hans Rosenthal wurde mit vielen Auszeichnnungen und Ehrungen bedacht, darunter Bundesverdienstkreuz, Bambi, mehrere Goldene Kameras, Goldene Europa oder den Telestar. Neben dem Stadtbad in Berlin-Schöneberg, das den Namen „Hans-Rosenthal-Bad“ trügt, erhielt 2017  der Platz vor der Freiheitshalle Hof die Bezeichnung „Hans-Rosenthal-Platz“, ebenso 2019 die 32. Grundschule im Berliner Bezirk Lichtenberg „Hans-Rosenthal-Grundschule“.

Aufnahme „in memoriam“ in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 15. Juni 2019.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Manchmal werden berühmte Persönlichkeiten aber auch posthum geehrt, wie z.B. Johnny Cash, der durch seinen Sohn John Carter Cash kurz nach seinem Tod mit einer Gedenktafel „in memoriam“ in die „Signs of Fame“ aufgenommen wurde. Diesmal nun ehren wir den großen und unvergessenen Rundfunk- und Fernseh-Moderator Hans Rosenthal, im Beisein von ehemaligen „Allein gegen slle“ Fragesteller im Fernweh-Park.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von HANS ROSENTHAL in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE – mit Erinnerungsschild an die erfolgreichste deutsche Rundfunkt Unterhaltungssendung „Allein gegen Alle“. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Bevor`s losgeht – zu der am häufigsten gestellten Frage: Sie sind begeistert von diesem spannenden Stimmungsbericht mit BILDERN und VIDEO und möchten wissen, welche Stars mit ihren Stories sonst noch auf unserer Homepage vertreten sind? Sozusagen AUF EINEN BLICK? Gehen Sie einfach auf SIGNS OF FAME. Hier können Sie von 1999 bis heute ALLE Stars finden. Einfach nach unten crollen… 

Im Vorfeld weiter erwähnenswert: Diese zwei Schilder „Hans Rosenthal“ und der ebenfalls unvergessenen Radio Unterhaltungssendung „Allein gegen Alle“ werden sogar in zwei Rubriken präsentiert. Einmal ntürlich die Person Hans Rosenthal im „Signs of Fame“ und dann nochmal das Erinnerungschild von „Allein gegen Alle“ in der Abteilung „Das Besondere Schild“.

Fernweh-Park Initiator Klaus Beer lernte Hans Rosenthal das erste Mal bei der Einweihung der neuen Freiheitshalle Hof kennen. Das war im Jahre 1974. Rosenthal begeisterte damals bei der Eröffnungsveranstaltung mit der Veranstaltung „Die Berliner sind immer dabei“. Da Klaus Beer als Filmemacher die Veranstaltungen der NEUEN FREIHEITSHALLE im Film – damals noch Super 8 – dokumentierte, war er mit der Kamera Rosenthal besonders nahe. Beer: „Wenn es damals den Fernweh-Park schon gegeben hätte, hätte ich Hans Rosenthal sofort in die „Signs of Fame“ aufgenommen, wie auch die Stars, die ich damals vor der Filmkamera hatte: Peter Frankenfeld, Peter Alexander, Catarina Valaente, Vico Torriani u.v.a.m.“. Schon immer hatte Klaus Beer ein Faible für Stars, Film, Fernsehen und den Showbiz – was sich auch heute in über 400 Stars aus Musik, Film, TV, Bühne und Sport im „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks widerspiegelt.

Treffen ehemaliger „Quizer“

Die RIAS Quizsendung „Allein gegen Alle“ ist unvergesslich, natürlich besonders für die, die mit dabei waren, die mitgeraten haben, die Fragesteller, die „Quizer“. Diese waren so begeistert, daß sie untereinander nie den Kontakt verloren haben, befreundet sind und sich jährlich in verschiedenen Städten Deutschlands treffen. Diesmal auch in Hof, bzw. im Neuen Fernweh-Park Oberkotzau – und das aus einem ganz besonderen Grund.

Doch beginnen wir unsere Geschichte von vorne: Auf der Fahrt nach Leipzig zu „Riverboat“, wo deren TV-Moderatorin Kim Fisher in die „Signs of Fame“ aufgenommen wurde, klingelte bei Fernwehpark Initiator Klaus Beer das Handy. In der Leitung war Reinhard Bauerfeind, der nur sagte, dass er ein Schild hätte, das er gerne an den Fernweh-Park übergeben wolle. In Leipzig angekommen, rief Klaus sofort zurück und erfuhr, dass sich ehemalige Fragesteller der Sendung „ALLEIN GEGEN ALLE“ – „Drei Hörer gegen drei Städte“, seit Jahren treffen und mit der Verbundeheit zu der bekannten RIAS-Rundfunksendung mit Hans Rosenthal mit einem Schild im Fernweh-Park an diese unvergessliche Quiz-Sendung erinnern wollten, zumal ein Rias-Sendemast viele Jahrzehnte in Hof platziert war.

Vielleicht kommt auch Dr. Gert Rosenthal

Klaus Beer war sofort begeistert und sofort fuhren bei ihm sämtliche Antennen in alle Richtungen aus: „Wie wäre es, wenn wir auch Hans Rosenthal in memoriam in die „Signs of Fame“ aufnehmen würden? Denn das haben wir vor Jahren schon mit Johnny Cash getan. Dazu besuchte dessen Sohn John Carter Cash sogar den Fernwehpark, um dort seinen Vater mit einem Star-Schild zu verewigen. Und vielleicht könnte man dazu auch Hans Rosenthals Sohn, Dr. Gert Rosenthal, einladen, um seinen berühmten Vater mit einem Schild „in memoriam“ zu verewigen. Wenn auch John Carter persönlich in den Fernwehpark kam, warum dann nicht auch der Sohn des berühmten TV-Moderators der alten Schule? Fragen kostet ja nichts. Wir laden ihn einfach dazu ein.“

Freunde Berlins

Um diese Idee an Herrn Dr. Gert Rosenthal heranzutragen gab es keinen besseren Vermittler als Jürgen Stader, Vorsitzender von „Bund der Berliner und Freunde Berlins“. Klaus Beer: „Ich schätze Jürgen und seine Aktivitäten  sehr. Er sprüht geradezu von Ideen und damit haben wir etwas gemeinsames. Wir wollen soviel bewegen, werden aber von so manchen Stellen oft ausgebremst. Wenn es solche „Verrückten“ nicht gäbe, die so viel ehrenamtlich tun, im Gegensatz zu anderen, die ihren bürokratischen Allerwertestes nicht aus dem Amtsschimmel-Sessel hochbekommen, sehe es im Sozialgefüge unseres Zusammenlebens schlimm aus. Was Jürgen schon für Fahrten nach Berlin und Veranstaltungen rund um Berlin durchgeführt hat, kann man nicht mehr zählen. So hat er es auch erwirkt, dass die Stadt BERLIN dessen Partnerstadt LOS ANGELES in den Fernweh-Park gebracht hat. Das Original Ortsschild wurde damals von einem Flugkapitän, der gerade aus L.A. kam, auf dem „Los Angeles Platz“ in Berlin an mich übergeben.“

Der Berlin-Pfahl

Heute prangt das LOS ANGELES Sign an vorderster Front, in der Panormas-Schilder-Welt-Kulisse. Zudem hat Klaus Beer im Fernweh-Park einen „Berlin-Pfahl“ mit Schildern nur aus Berlin kreiert, draunter auch Ortsteilschilder von Kreuzberg und Reinickendorf sowie Origninal Straßenschilder vom Kurfürstendamm, Königsheideweg und der Lindauer Allee.  Auch prangt dort ein Schild „Embassy Berlin“, dass der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, 2011 bei seinem Besuch im Fernweh-Park offiziell von der Botschaft Berlin an Klaus Beer übergeben hat. Zu sehen ist ein auch Schild von RIAS 2, das der bekannte Hörfunkmoderator Dennis King dem Friedensprojekt spendierte.  Und genau an diesem Pfahl sollen die zwei Schilder „Hans Rosenthal“ und „Allein gegen alle“ angebracht werden.“

Eigentlich müsste Hans Rosenthal bei den Star-Schildern im „Signs of Fame“ platziert werden. Aber da es zudem noch ein weiteres Schild gibt, das Erinnerungsschild an die erfolgreiche RIAS-Unterhaltungssendung „Allein gegen Alle“, ist es geradezu ein Muss, beide Schilder in Beziehung zu den Berlin-Schildern zu setzen.

Das Wetter könnte nicht schöner sein, als am Samstagvormittag um 10.00 Uhr eine Delegation von damligen „Quizern“ mit zwei Schildern in den Fernweh-Park pilgern. Sie kommen nicht nur aus Berlin, sondern auch u.a. aus Ludwigsburg, Kaiserslautern und aus dem Schwarzwald. Leider konnte Dr. Gert Rosenthal selbst nicht dabei sein, da er just an diesem Tag einen wichtigen Termin in Berlin wahrzunehmen hatte. Die Einladung an ihn besteht natürlich weiterhin, das Star-Schild seines unvergessenen Vaters im Fernweh-Park zu besuchen.

Auf der Suche nach der richtigen Location

Wie bei jeder Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“ ist Klaus Beer vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“ Doch wenn die Aufnahme eines Stars direkt im Fernweh-Park stattfindet, dann stellt sich die Frage nach der Suche einer passenden Location erst gar nicht. Die exotische Welt-Panorama-Schilderkulisse ist der schönste und beste Hintergrund, den man sich für das Shooting nur vorstellen kann.

Was folgte, war ein Fotoshooting vom allerfeinsten, mit denen die Ratefreunde von „Drei Hörer gegen drei Städte“ nicht gerechnet hatten. Sie dachten, es werden einfach ein paar Bilder „geknipst“ – daraus geworden ist ein Shooting von der Schildübergabe mit über 200 Shots.

Sehen Sie hier die schönsten Bilder von der Schildübergabe zu der Aufnahmen des unvergessenen RIAS Rundfunk- und Fernsehmoderators HANS ROSENTHAL sowie der Gedenktafel „ALLEN GEGEN ALLE“.

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

Unser Bild zeigt die Fragesteller von damals: Reinhard Bauerfeind, Brigitte Haßmann, Marianne Haynold, Thomas Henschke, Klaus Herrmann und Dr. Axel Steiger.

ALLEIN GEGEN ALLE

Klaus Herrmann, einer der „Quizer“ informiert, um was es in dieser beliebten Ratesendung genau ging, die es geschafft hat, nicht nur einen Freundeskreis der „Quizer“ zu bilden sondern bis heute mit aktuellen Unternehmungen, wie zum Beispiel diesen Ausflug in den Fernweh-Park, mit Leben zu füllen (Quelle: Text von Klaus Herrmann):

„Die Hörfunksendung „Allein gegen alle“ wurde zwischen Januar 1963 und Dezember 1977 insgesamt 161 Mal live gesendet. Außer dem Bayrischen Rundfunk, Radio Bremen und dem Sender Freies Berlin waren zeitweise alle Hörfunkanstalten beteiligt. Damit war Allein gegen alle fast in ganz Deutschland zu hören, ebenso in der Schweiz, da der Schweizer Telefonrundspruch angeschlossen war. Zwischen 1978 und 1980 wurden 17 Folgen von Allein gegen alle im Fernsehen gesendet.

In dem von Hans Rosenthal moderierten und live gesendeten Spiel trat ein Hörer gegen eine ganze Stadt an. Der Einzelspieler stellte zunächst fünf schwierige Fragen an eine Stadt bis zu 25.000 Einwohnern. Die Stadt hatte innerhalb der fünfzehnminütigen Ratezeit die Möglichkeit, drei Antwortversuche durchzugeben. Wenn nach Ablauf der Zeit noch nicht alle Fragen beantwortet waren, so wiederholte Rosenthal die Fragen, bei denen die Stadt noch einen Versuch zur Verfügung hatte. Gab die Stadt die richtige Antwort, so bekam sie einen Punkt. Lag sie mit dem letzten Versuch falsch, so bekam der Kandidat einen Punkt. Verlor der Kandidat knapp mit 2:3, so konnte er mithilfe einer Schätzfrage noch ausgleichen und ein Unentschieden erreichen.

Wenn der Kandidat siegte oder nach der Schätzfrage ausgleichen konnte, durfte er in einer späteren Sendung fünf weitere Fragen an eine Stadt bis zu 100.000 Einwohnern stellen. Dann folgten eine Großstadt und schließlich eine Landeshauptstadt oder Millionenstadt. Wenn der Einzelne auch diese Hürde nahm, dann bekam er den Titel: „Männeken Quiz“, oder bei den Damen „Mannequin Quiz“. Nur wenige Mitspieler haben allerdings diese vier Hürden siegreich genommen: Von 265 Fragestellern waren in 161 Sendungen genau 13 Hörer vier Mal erfolgreich.

Auf der anderen Seite spielten insgesamt 207 Orte und Städte mit, 69 (43 Kleinstädte / 17 Mittelstädte / 7 Großstädte / 2 Landeshauptstädte) davon waren erfolgreich; sie erhielten nach drei siegreichen Teilnahmen den Titel „Unschlagbare Rätselstadt“. Zu dem eigentlichen Ratewettkampf stellte der Spielmeister Hans Rosenthal der Stadt noch eine Zusatzaufgabe, die aus einem lustigen Sonderspiel – meist auf dem Marktplatz oder Rathausvorplatz ausgetragen – bestand. Hier mussten die Bürger der jeweiligen mitspielenden Orte beweisen, dass sie auch Humor und Spielfreude besaßen, um ihrer Stadt zu einem Sonderpunkt zu verhelfen. So gab es oft die Gelegenheit, Lieder zu singen, sportliche Wettkämpfe zu bestreiten oder Gedichte vorzutragen. Ähnliche Sonderspiele wurden viel später in der ZDF-Fernsehsendung Wetten, dass …? als sogenannte Stadtwette übernommen.

Von Oktober 2007 bis September 2013 wurde die Sendung im Deutschlandradio Kultur in einer bearbeiteten, gekürzten und von Olaf Kosert und Claus Bredel kommentierten Fassung am Sonntagmorgen (zunächst wöchentlich, seit Oktober 2009 alle vier Wochen) im Rahmen der Reihe „Aus den Archiven“ wiederholt.

Seit dem Jahre 1975 gibt es einen Freundeskreis der ehemaligen Fragesteller von „Allein gegen alle“, der sich vorwiegend in Baden-Württemberg, aber auch in Franken und Berlin einmal im Jahr trifft. Diese jahrzehntelange Freundschaft von ehemaligen Rundfunkquizkandidaten dürfte einmalig in Deutschland sein. Die letzten Treffen waren: 2008 Schorndorf, 2009 Berlin, 2010 Kulmbach, 2011 Ludwigsburg, 2012 Nagold, 2013 Schorndorf/Remseck, 2014 Karlsruhe, 2015 Bamberg, 2017 Gerlingen, 2018 Waiblingen/Backnang und 2019 Hof/Schorndorf.“

„Das ist Spitze“

Nach Erstellung dieser Bilderstory erhielt Klaus Beer von Reinhard Bauerfeind diese Mail in der zum Ausdruck kommt, wie ihm und allen Teilnehmern das Event zur Schilderübergabe im Fernweh-Park gefallen hat. Er schreibt:

„Man spürt so richtig, wie Sie mit Herzblut und Begeisterung die Schilderübergabe unserer Allein-gegen-alle-Gruppe und die Vorgeschichte dazu in Text und Bild umgesetzt und dokumentiert haben. Es gibt kein besseres Lob für diese Text- und Bilderproduktion und überhaupt für Ihre Gestaltung unseres Aufenthaltes im Fernweh-Park als den markanten Spruch unseres geliebten Hans Rosenthal:  

„Das ist spitze!“

Für mich und die anderen Teilnehmer war jener Samstag mit Ihnen in Oberkotzau ein wundervolles, unvergessliches Erlebnis, mit dem wir so nie gerechnet hatten. Als krönenden Abschluss servieren Sie uns noch diese Bilderstrecke. Dafür vielen Dank !!!

Und auch wir sagen: „Danke für Eurer Kommen und die tolle Idee mit den beiden Schildergrüßen.“

Fotokamera: Sylvia Schildbach / Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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