G.G. Anderson

G.G. ANDERSON ist in der Reihe der Schlagersänger der Sechziger und Siebziger Jahre Kult. Aber auch heute feiert er große Erfolge. Der vielseitige Künstler, der als Garant der guten Laune bezeichnet werden kann, avancierte nicht nur zu einem der bekanntesten Schlagersänger Deutschlands, sondern ist zudem auch Komponist und Produzent und hat für Künstlerkollegen und Kolleginnen über 1000 erfolgreiche Titel geschrieben, darunter für Roland Kaiser, Mireille Mathieu, Rex Gildo, Tony Christie oder Thomas Anders. Für den Weltstar Engelbert komponierte er den Welthit „The Spanish Night is over“. Mit seinen Kompositionen wie „Schachmatt“, „Lieb mich ein letztes Mal“ und „Flieg mit mir zu den Sternen“ feierte Roland Kaiser große Erfolge.

Der gelernte Elektriker mit dem bürgerllichen Namen Gerd Grabowski begann seine musikalische Laufbahn 1964 als Bandmitglied bei „The Rackets“, danach sang er bei den „Blue Moons“ und von 1970 bis 1971 in der Band „Love and Tears“. 1973 startete er als Solokokünstler unter „Alexander Marco“, danach nannte er sich „Tony Bell“. Seit 1980 ist er unter dem Namen G.G. Anderson bekannt und startete damit ab 1981 seine große Schlagerkarriere.

Seine bekanntesten Titel wie  „ Mama Lorraine“, „Am weißen Strand von San Angelo,“ Sommernacht in Rom“, „Sommer, Sonne, Cabrio“, „Rosalie“ „Mädchen, Mädchen“,  Wenn Tirol am Nordpol wär“ oder „Weiße Rosen schenk’ ich Dir“ wurden zu Ohrwürmern zum Mitsingen und Wegträumen. Und aus seiner Begleitband ging das Volksmusik-Duo „Wildecker Herzbuben“ hervor.

G.G. Anderson erhielt viele Preise, so wurde er 1981 Vierter beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest und erhielt 1986 die Auszeichnung zum „Sänger des Jahres 1986“. 1991 wurden ihn für seine Erfolge  die „Die Goldene Stimmgabel“ überreicht.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 13. Oktober 2018.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer und die FWP-Crew trafen G.G. ANDERSON bei „Sonnenklar TV“ in der „Jan Kunath Holiday Show“ im Sendestudio München

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von G.G. ANDERSON in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen).

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen. 

Langer Atem bis zu seiner Ehrung – 12 Jahre G.G. Anderson im Hinterkopf

Schon lange wollte Fernweh-Park Initiator Klaus Beer die Kult-Schlagerlegende und den erfolgreichen Komponisten, der mehr als 1000 Titel für Künstlerkollegen schrieb, in die „Signs of Fame“ aufnehmen, da dort bereits viele Schlagerstars dort vertreten sind. Bereits 2006 lief er G.G. Anderson in der Olympiahalle München über den Weg, als er an diesem Tag DJ Ötzi und den Moderator der „Schlagerparade“, Uwe Hübner mit dieser Ehrung bedachte. Doch erst jetzt war die Gelegenheit gegeben.

Der Schauspieler Tom Barcal, der die Hollywoodlegende Elke Sommer bei der Eröffnung des NEUEN Fernweh-Parks am 18. Mai 2018 kennenlernte, war danach bei ihr eingeladen, mit dabei auch G.G. Anderson. Auf Grund dieses Zusammentreffens vermittelte Tom Klaus den Kontakt zu ihm und beide telefonierten, um bei Gelegenhjeit einen entsprechenden Termin zur Durchführung seiner Ehrung zu finden.

Backstage der „Kunath & Co Holiday Show“ 

Und wie der Zufall es wollte, war der Fernweh-Park dann eingeladen bei „Sonnenklar.TV“ nach München, wo Klaus Beer in der großen Samstagabend „Kunath & Co Holiday Show“ den Moderator diese Sendung, Jan Kunath, seine Hände in Ton drücken ließ und das Friedensprojekt „Fernweh-Park“ vorstellte. Mit dabei waren u.a. auch de Schauspieler Tom Barcal und G.G. Anderson. Also brauchte man nach keinen Termin mehr zu suchen -man traf sich in der Holiday Show…

Als die Fernwehpark Crew das FTI Gebäude in der Landsberger Straße erreicht, sind erstmal alle Türen und Tore verschlossen. Denn es ist schließlich Samstag, kurz nach 17.00 Uhr. Doch es muss sicher jemand da sein, denn die LIVE Holiday Show beginnt um 19.00 Uhr. Klaus ruft den Moderator Jan Kuneth an und teilt mit, dass man vor Ort sein. Und Jan läßt es sich nicht nehmen, persönlich zu kommen und das Rolltor zur Tiefgarage auszuschließen. Die Begrüßung ist herzlich, hat sich der Moderator doch schon bei Ansicht des Star-Schild Entwurfes sehr über das für ihn angefertigte Star-Schild und seine in der Sendung geplante Handabdruck-Aktion gefreut. Auch Klaus Beer ist gespannt darauf, denn heute kann er die Handprints vor Hunderttausenden von Fernsehzuschauern durchführen die dann sehen, wie so etwas vonstatten geht.

Das Malheur

Es ist viel zu schleppen: Zwei Star-Schilder (für Jan Kunath und G.G. Anderson), die Schild Stellage, eine Plastikschale mit zwei Tonformen, das dazugehörige Hockergestell sowie zwei Kamerataschen für Foto und Video. Da es mit umgehängter  schwerer Kameratasche nicht einfach ist, die ebenso schwere Tonformen vom Boden hochzuheben, stellt Klaus diese auf der Kühlerhaube seines Autos ab, um den Hebeweg zu verkürzen. In dem Augenblick, wo er sich die Kameratasche umhängt, gibt es einen lauten Schlag. Die Plastikwanne mit den zwei Tonformen und dem Hockergestell obendrauf hat sich selbständig gemacht und knallt von der Kühlerhaube auf den Boden des Parkhauses. Klaus glaubt seinen Augen nicht. Ein Bein des Hockers, auf dem die Tonform später für die Handprints liegen soll, ist weg, die Schweißnaht durchgebrochen. Also kein Hocker für die Handabdrücke… Das ist bitter, für G.G. Anderson, denn für Jan Kunath wird die Tonschale im TV-Studio auf den Moderationstisch gestellt. Hier also kein Problem.

Und was macht der Moderator gut eineinhalb Stunden vor der Live-Show? Er packt mit an und schleppt auch einen Teil es umfangreichen Equipments in das Studio.

Auf der Suche nach der richtigen Location

Fernwehpark Initiator Klaus Beer ist wie bei jedem Startreff vorher auf der Suche nach der richtigen Location. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Das ist für Klaus mit seinem sehr kritischen Foto- und Filmerblick für das perfekte Bild immer sehr wichtig. Klaus: „Ich möchte einfach nicht, dass Dinge, die mit der Ehrung nichts zu tun haben, das Auge des Betrachters irritieren, vom wirklich Wichtigen ablenken,  und das ist eben nun mal der Star und die Aktion selbst.“

Doch da die Ehrung heute direkt im Fernsehstudio stattfindet, ist das Problem schon mal gelöst. Es gibt keinen besseren Hintergrund, als die Fernsehkulisse selbst. Da die Aktion mit G.G. Anderson aber backstage stattfindet, ist die einzige dafür geeignete Möglichkeit für das Shooting der Vorraum zum Studio. Doch an den Wänden hängen überall Bilder von Stars, die Gäste der Holiday Show waren. Und da der Hocker für die Tonform ihren Geist aufgegeben fragt Klaus Sabine, die nette Mitarbeiterin von „Sonnenklar.TV“, ob sie einen geeigneten Ersatz auftreiben könnte. Und sie kann. Kurze Zeit später kommt sie mit einem Plastikpuff zurück, der wie eine Giraffe bemalt ist. Da er aber kleiner ist als das immer zum Einsatz kommende Untergrundgestell, wird sich G.G. Anderson wohl oder übel auf den Boden setzen müssen, um seine Hände in den Ton drücken zu können. Klaus kann bald nichts mehr erschüttern. Bei vielen Startreffs passieren Dinge, die so nicht geplant waren, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat – die aber wiederum „Stoff“ für unsere Stimmungsstories über unsere Stars im „Signs of Fame“ sind.

Die Location – suboptimal

Ursprünglich hatte Klaus gehofft, die Ehrung mit G.G. Anders vor der Sendung direkt in der Kulisse von „Sonnenklar.TV“ machen zu können. Doch da Gerd, mit bürgerlichen Namen Gerd Grabowski (den er auch nicht verschweigt, deshalb können wir ihn auch nennen) leider später kommt, kann das Studio nicht mehr genutzt werden.

Neben einfarbigen Wänden sind für Klaus die Kulissen von Fernsehstudios für die Shootings die beste Location. So haben zum Beispiel schon Guido Cantz bei „Verstehen Sie Spaß?“, Elton bei „Wer weiß denn so was?“, Stephanie Stumph im „Riverboat“, Joseph Hannesschläger (Schauspieler „Rosenheim Cops“) in der Talksendung von Inka Bause „Inka!“ oder Carmen Nebel, Johannes B. Kerner und Ross Antony bei „Willkommen bei Carmen Nebel“ ihre Hände in Ton gedrückt.

Da die Live-Sendung der „Kunath & Co Holiday Show“ aber schon läuft, muss in den Vorraum ausgewichen werden. Und so ist der Hintergrund genau so, wie Klaus ihn nicht haben will. Viel zu viel Unruhe, was optisch vom Künstler ablenkt. Klaus hofft, in in der Bildbearbeitung später durch closeup Bildbeschneidung einiges vom störenden Hintergrund wegfiltern zu können.

G.G. Anderson in der „Kunath & Co Holiday Show“

Noch vor Jan Kunath, der bereits mit Tom Barcal auf Sendung ist, trifft Klaus Beer G.G. Anderson auf dem Gang zum Studio. Die Begrüßung ist herzlich, hat er doch mit Gerd Gerd doch telefoniert und mit ihm alles über den Fernweh-Park und seine geplante Ehrung gesprochen. Da er gleich nach Tom auf Sendung ist, geht es erstmal ab in die Maske.

Das Interview mit Tom Barcal und mit dem Produzenten seiner neuen CD ist beendet. Nun nimmt G.G. Anderson auf dem roten Ledersessel der Stargäste Platz. Auch er hat den Produzenten seines aktuellen Albums „Sommerlove“ mitgebracht, Gerd Jacobs. Und steht nach dem Interviewblock, nur unterbrochen von tollen Reiseangeboten von „Sonnenklar.TV“, zu dem seine Musik von Palmen, weißen Stränden und Fernweh nicht passender sein könnte, natürlich auch auf der Showbühne.

Hier einige Stimmungsbilder vom Auftritt von G.G. Anderson in der „Kunath & Co Holiday Show“ bei „Sonnenklar.TV.“

Die STAR-SCHILD Signierung

Nachdem G.G. Andersons Part in der Holiday Show beendet ist, kann seine Ehrung erfolgen. Da Klaus Beer erst um 22.00 Uhr „auf Sendung“ ist besteht nun Zeit, G.G. Anderson in die „Signs of Fame“ aufzunehmen. Klaus geht mit ihm in den Vorraum, wo bereits alles vorbereitet ist. G.G. Anderson bittet Gerd Jacobs mit aufs Bild, um beim Signieren des Star-Schildes dieses mit zu halten. Mit Schwung setzt der Künstler seine Unterschrift auf das Schild,  mit dem er ab sofort im „Signs of Fame“, dort in der Reihe der Schlagersänger, die Besucher des Fernweh-Parks grüßt.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

Dieser Stimmungsbericht soll die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit G.G. ANDERSON und aufzeigen, wie so ein „Signs of Fame“ -Shooting in der Praxis abläuft. Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten um zu erleben, in welchem „Ritual“, sprich Fotoposen so etwas vonstatten geht, bitte sehr… Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen. Dann sind Sie hautnah mit dabei!

Hinweis: Alle Fotos unserer Bilderstrecken sind erstmal klein eingestellt. Wenn Sie mit der Maus über ein Bild fahren, verdunkelt es sich leicht. Wenn Sie es anklicken, öffnet es sich zur vollen Größe und hochauflösender Bildqualität. Am besten verfahren Sie wie folgt: Klicken Sie das 1. Bild an und blättern Sie dann mit dem sich in dem großen Bild rechts davon befindlichen Pfeil wie in einem Fotoalbum durch die Bildergalerie. 

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch G.G. Anderson kommt mühelos alleine zurecht.

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem G.G. Anderson die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich seine Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hätten´s wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht G.G. Anderson gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ G.G. Anderson seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Die Krone ist natürlich immer, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park stattfindet. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich dorthin und versuchen es irgendwie einzurichten, die Ehrung direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen. So auch G.G. Anderson. Er sagt: „Sobald es möglich ist, komme ich da mal vorbei, um mir alles in Ruhe anzuschauen und auch um zu sehen, wo mein Schild hängt.“ Auch Jan Kunath hat versprochen, sich den Fernweh-Park im Markt Oberkotzau persönlich anzusehen. „Ich komme bei nächster Gelegenheit mal vorbei…“

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurückblicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogramm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Das Video

Während der Fernwehpark Fotograf die Bilder macht, steht als Kameramann heute wieder Werner hinter der Filmkamera. Klaus: „Obwohl ich ja eigentlich Filmer bin, machten wir bis 2017 bei den Startreffs immer nur Fotos. Denn da ist die Anspannung, alles optimal hinzubekommen, immer so hoch, dass man sich unmöglich auch noch auf das Filmen konzentrieren kann. Und vor allem, wer sollte den Part an der Filmkamera übernehmen? Denn in der Regel waren wir immer nur zu zweit unterwegs. Und früher, mit 16-mm Zelluloidfilm zu drehen, war sowieso undenkbar. Videos wurden erst mit den kleinen Kameras in Full-HD möglich. So sind uns bei bislang über 400 Stars leider viele schöne lebendige Bilder entgangen und wir ersuchen nun, parallel zu den Fotos, auch immer die Videokamera mit zum Einsatz zu bringen, aber auch jetzt immer nur sporatisch, wenn neben dem Fotografen auch noch ein Kameramann oder eine Kamerafrau zur Verfügung steht und je nach Künstler und Möglichkeit…“

Und aus diesem Material fertigt Filmemacher Klaus Beer dann das Video. Jedes ist anders, denn auf die Kameraführung und Einstellung hat er keinen Einfluss, da immer jemand anders die Videokamera bedient. Mal semiprofessionell, aber meist amateurhaft. Klaus versucht dann immer, das Beste aus dem ihm vorliegenden Material herauszuholen…“

Wenn Sie also einmal in bewegten Bildern, sprich im Film, die Handprint-Aktion von G.G. Anderson mitverfolgen wollen, hier das VIDEO:

Die Fernweh-Frage

Ab und zu stellt Klaus Beer den Stars auch die „Fernweh-Frage“: „Was fällt Ihnen bei dem Wort „Fernweh“ ein? Gibt es ein Land, das Sie sofort damit in Verbindung bringen oder wo Sie unbedingt einmal hin wollten, vielleicht auch eine Stadt?“

Diese Frage stellt Klaus immer am Schluß und zwar zu dem Zeitpunkt, wenn der Star den fertigen Handabruck präsentiert. Denn dann sind während des Erzählens das signierte Star-Schild und auch die Handabdrücke immer mit im Bild. Was Andreas Sawatzki auf die „Fernweh-Frage“ antwortet, kann man in dem Video erfahren.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit G.G. ANDERSON zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von G.G. ANDERSON, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotokamera: Sylvia Schildbach

Videokamera: Werner Mocker

Fotos Bühne: Klaus Beer

Foto-Video-Postproduktion: Klaus Beer

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