Dr. Sigmund Jähn

Am 26. August 1978 meldeten die Medien in Deutschland eine Sensation: „Der erste Deutsche im All!“ Sein Name: DR. SIGMUND JÄHN. Der Kosmonaut kam aus der DDR und begleitete dort den Rang eines Offiziers der NVA.

Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden, Schlagwörter, die weltweite Schlagzeilen machten. Während der Erdumreisungen, 125 an der Zahl, absolvierte der Kosmonaut zahlreiche wissenschaftliche Experimente und Forschungsarbeiten.

Die Landung war hart. Nach einwöchigem Aufenthalt in der sowjetischen Raumstation Salut-6 landete die Besatzung (an Bord von Sojus-31 war auch Waleri Bykowski) ziemlich unsaft in der Steppe von Kasachstan. Trotz einiger Wirbelstauchungen waren die Kosmonauten wohlbehalten zurück auf der Erde.  Der Deutsche, SIGMUND JÄHN, war ein Held.

Nach seiner Rückkehr wurden ihm viele Auszeichnungen zuteil. Er wurde „Held der DDR“ genannt. Vor der Ost-Berliner Sternwarte wurde eine Büste mit seinem Abbild enthüllt. Auch Schulen und Freizeitzentren der DDR erhielten seinen Namen. Viele weitere Ehrungen für den Kosmonauten aus Morgenröthe-Rautenkranz folgten – im Jahr 2001 wurde der Planetoid 1998BF14 nach ihm benannt.

In der Heimatstadt von Dr. Sigmund Jähn, Morgenröthe-Rautenkranz, wird seit 1979 eine Dauerausstellung des ersten gemeinsamen Kosmosfluges UdSSR-DDR gezeigt. 1990 wurde diese in eine gesamtdeutsche Raumfahrtausstellung integriert. Seit 2007 wird die Ausstellung in einem neuen Gebäude der Deutschen Raumfahrtausstellung präsentiert, die der Raumfahrt und Weltraumforschung gewidmet ist. Weiter wurde zur Erinnerung an den Weltraumflug von Sigmund Jähn in seiner Geburtsstadt eine 4,5 m hohe Stele mit Gedenktafel an den ersten deutschen Kosmonauten errichtet.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernwehparks am 17. März 2006.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf Sigmund Jähn in der Sternwarte Hof.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von SIGMUND JÄHN in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

„…Es war, als würde es in weiter Ferne donnern. Die Rakete begann zu vibrieren, zu zittern. Nach Augenzeugenberichten sah es aus, als sei sie ein feuerspeiender Drache, der ein Meer aus Flammen und Rauch ausstieß. Rot, gelb, blau und violett fauchten die Strahlen aus den fünf Triebwerken. Ein faszinierender Anblick. Meine Pulswerte waren erhöht. Aber dieses Herzklopfen war keine Angst, eher anregend. Und was ich dann sah, war totale Glückseligkeit: Unsere Erde, in leuchtendes Blau gehüllt. Einfach traumhaft…“ (Zitat, Auszug aus einem Interview mit Sigmund Jähn in der SUPERIllu 1998)

Was Dr. Sigmund Jähn im DLR Vortrag 2005 berichtete, war das Ausleben des wohl weitesten „Fernwehs“, das überhaupt möglich ist, das nur jemand erleben kann, der unseren wunderschönen Blauen Planeten ERDE von ganz oben, aus dem Weltall betrachtet.

Als Fernwehpark Initiator Klaus Beer erfuhr, dass Dr. Sigmund Jähn in der Sternwarte Hof einen Vortrag hält, reagierte er sofort: Hatte er diesmal doch nur einen Tag Zeit für die Vorbereitungen. Er setzte sich mit der Leitung der Sternwarte in Verbindung, besprach sein Vorhaben und man einigte sich darauf, dass man die Ehrung ganz spontan durchführen sollte. Sich mit Dr. Jähn vorher in Verbindung setzen, war auf Grund der Kürze nicht möglich. Ein Vorgehen, dass Klaus sonst nie praktiziert. Denn nur mit Wissen der zu ehrenden Persönlichkeit, bzw. des Managements und offiziellem Termin finden die Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ statt. Die Prominienten erst vor Ort zu informieren funktioniert nicht und wird von Klaus Beer nicht praktiziert.

Doch in diesem Fall ging es nicht anders. Die Star-Schild Produktionsfirma erhielt von der Sternwarte ein Pressefoto von Herrn Dr. Jähn und fertigte sozusagen über Nacht das Grußschild an. Eine Tonschale für die Handabdrücke mitzubringen war leider in der Kürze der Zeit nicht möglich.

Die STAR-SCHILD Signierung

19.30 Uhr. Dr. Sigmund Jähn betritt die Sternwarte. Klaus Beer informiert den weltbekannten Kosmonauten anhand des Fernwehpark Prospekts über das völkerverbindende Friedensprojekt und über seine geplante Aufnahme in den „Signs of Fame“, mit dem auch sein Besuch in der Sternwarte Hof dokumentiert werden soll.

Dr. Jähn hört interessiert zu, ist sofort von dem Projekt begeistert und signiert ganz spontan sein Grußschild, mit dem er die Besucher des Fernweh-Parks grüßt. Klaus Beer hat wie bei jedem Startreff vorher die richtige Location ausgesucht. Am besten eine freie Wandfläche. Denn kein störender Hintergrund soll beim Shooten von der zu ehrenden Persönlichkeit ablenken. Doch in diesem Fall soll es einfach mal anders sein. Er wählt als Hintergrund ein großes Sternenteleskoop.

Dr. Jähn freut sich, dass er der erste Mensch unter den bislang knapp 200 Prominenten im „Signs of Fame“ ist, der das weiteste Fernweh, das überhaupt möglich ist, ausgelebt hat. Auf die Frage, was sein absolutes Fernweh-Reiseziel sei, antwortete der, der die Welt von oben betrachtete: „Morgenröthe-Rautenkranz, meine Heimatstadt“. Klaus ist verblüfft, bewundert aber zugleich seine Antwort. ER, der unseren Blauen Planeten in der Schwärze des Alls in wunderbarster Weise leuchten sah, möchte immer nur wieder dorthin, wo er geboren wurde, in seine geliebte Heimatstadt.

Shake Hands mit Fernwehpark Initiator Klaus Beer – Dankeschön für die Ehrung, für die Aufnahme in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts. Wie sagte doch Dr. Jähn anschließend in einem persönlichen Gespräch: „Da werden Milliarden für Kriege ausgegeben, doch für die friedliche Erkundung unseres Kosmos sind nur wenige Mittel vorhanden.“ Klaus Beer: „Wie schön wäre es, wenn viele Nationen friedlich vereint in einer Raumsonde auf unseren Blauen Planeten blicken würde, auf dem alle Völker in Frieden zusammenleben – unsere Erde ist so groß und so schön, Platz genug wäre doch vorhanden…“

Der Vortrag

Der Vortragssaal der Sternwarte platzt an diesem Abend aus allen Nähten. Alle Stühle sind belegt, so dass die Türe geöffnet bleibt, damit auch das sich draußen im Gang drängende Publikum den Ausführungen von Dr. Sigmund Jähn lauschen kann. Auch TV Oberfranken ist gekommen, um mit vielen anderen Printmedienvertretern über den Vortrag von Dr. Jähn zu berichten.

Sigmund Jähn flog auf Sojus 31 zur Raumstation Salut 6. Nach 1990 folgten weitere gemeinsame bemannte Raumflüge deutscher Raumfahrer, z.B. Ulf Merbold 1985. Wie nun sieht die heutige Situation aus? Welchen Beitrag leistet Deutschland gegenwärtig auf dem Gebiet der bemannten Raumfahrt? Gute eineinhalb Stunden referierte der Pionier der deutschen Raumfahrt und erntet für seinen hochinteressanten Vortrag tosenden Applaus. Ein Highlight im großen Vortragsbogen der Sternwarte Hof, den der Fernweh-Park für die gute Zusammenarbeit an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön sagt.

Autogramme

Nach dem Vortrag wird Dr. Jähn sofort von vielen Autogrammjägern umringt, die Plakate, Fotos und auch Briefmarken-Ersttagsbriefe von dem „ersten Deutschen im All“ signieren lassen wollen. Darunter auch viele Kinder, die „ehrfurchtsvoll“ zu dem Kosmoshelden aufblicken. Gerne erfüllt der berühmte und sympathische Kosmonaut, der trotz seines Ruhmes „auf dem Boden blieb“, die zahlreichen Autogrammwünsche.

Unser Bild zeigt die Crew der Sternwarte Hof, darunter von links neben Dr. Sigmund Jähn, Prof. Dr. Wolfgang Richter, u.a. Technologiebeautragter, Mathematik & Physik, von der Fachhochschule Hof, den Hofer Bürgermeister Hans Pechstein und den stellvertretenden Leiter der Sternwarte Hof, Sebastian Wolfrum, der auch direkter Ansprechpartner von Klaus Beer für diese spontan arrangierte Fernwehpark-Ehrung für Dr. Jähn war.

Fotos: Peter Schulze

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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