Katja Ebstein

Dreimal vertrat KATJA EBSTEIN Deutschland beim Grand Prix. Mit Liedern wie „Wunder gibt es immer wieder“ oder „Theater“. Schlager wie „Der Stern von Mykonos“ oder „Wir leben – wir lieben“ nennt man in einem Atemzug mit ihr. Aber auch als Schauspielerin machte sie sich einen Namen, überzeugte z.B. in Stücken wie „Professor Unrat“, in „Jedermann“, in Brechts „Dreigroschenoper“ oder u.a. in den Musicals „Chicago, Sweet Charity“ sowie im Holocaustdrama „Ghetto“.

Wie die vielseitige Künstlerin selbst sagt, ist sie „von Schlagern schon lange weg“. Sie macht das, was sie für richtig hält, was sie vor sich verantworten kann und ihren Zuhörern vermitteln möchte. Ebsteins politische und soziale Instinkte sind hellwach und scharf.

Das Multitalent überzeugte ab 1990 auch bei Literaturabenden und ist seit 2008 mit ihren Vortragstourneen wie „Na und.. wir leben noch“ unterwegs. Die Künstlerin mit dem frischen, rebellischen Geist, war schon in der Studentenbewegung der 1960iger Jahre aktiv, unterstützte in den 80igern die westdeutsche Friedensbewegung und ist Mitglied bei „Attac“. Auch demonstrierte sie gegen den Irakkrieg.

Seit 1992 ermöglicht sie Kindern aus sozialschwachen Familien Aufenthalte in Amrum und gründete 2004 die „Katja-Ebstein-Stiftung“ gegen die Kinderarmut in Deutschland. Sie ist zudem Patin für eine Dorfentwicklung in Mali und unterstützt mit der Welthungerhilfe den Bau von Häusern im peruanischen Hochland. Weiter engagiert sich Katja Ebstein für „Künstler für Christus“ und tritt in musikalischen Benefiz-Gottesdiensten für verfolgte Christen auf.

2008 erhielt die Künstlerin, neben vielen anderen Preisen wie z.B. zweimal die Goldene Europa oder die Goldene Stimmgabel das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands – für ihr soziales und künstlerisches Engagement.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 15. Februar 2003 (Star-Schild) und am 23. Februar 2013 (Handabdrücke).

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Das Team des Fernweh-Parks traf Katja Ebstein im Fernweh-Park.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von KATJA EBSTEIN in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Fotos, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Katja Ebstein tritt bei einer Fernsehsendung mit Carmen Nebel in der Freiheitshalle Hof auf. Als Fernweh-Park Initiator Klaus Beer die Künstlerin über das völkerverbindende Friedensprojekt und über die damit verbundene Aufnahme in die „Signs of Fame“ informiert, sagt sie sofort zu.

Klaus Beer: „Genau solche Künstlerinnen wie Katja Ebestein wünschen wir uns im „Signs of Fame“, verkörpern sie doch neben ihren Erfolgen mit Ihrem Wirken, in diesem Fall mit ihrem großen sozialen Engagment, genau die völkerverbindende Idee und Ideologie des Friedensprojekts.“

Schon der erste Eindruck unterstreicht die Aussagen der Medien über diese Künstlerin. Bei Katja Ebstein gibt es nichts Oberflächliches. „Wenn ich heute nicht in der Sendung wäre, würde ich an der Demo in Berlin gegen den Irak-Krieg teilnehmen“, sagt sie zu Klaus Beer, der sie und ihren Ehegatten vom Hotel Central abholt und zum nahen Fernweh-Park fährt, wo sie gerne ihr Star-Schild signiert. Denn ihr war es wichtig, dies direkt im Fernweh-Park zu tun und nicht im Hotel. Sie möchte das Projekt sehen und sich darüber einen persönlichen Eindruck verschaffen.

„Von Berlin zum Fernweh-Park, lauter gute Gedanken. Schalom“

Katja Ebstein gefällt ihr Grußschild. Birkenholz im Untergrund – und setzt mit Freude zu ihrem Namen den Spruch „Von Berlin zum Fernweh-Park, lauter gute Gedanken. Schalom“.

Die Star-Mobil Signierung

Nach der Signierung ihres Star-Schildes, mit dem sie ab sofort die Besucher des Fernweh-Parks grüßt, fragt Klaus Beer die Künstlerin noch, ob sie nicht auch die Kühlerhaube seines Fahrzeugs unterschreiben würde. Denn vor kurzem hatte Klaus die Idee gehabt, Frank Elstner darauf signieren zu lassen, als dieser ebenfalls im Fernweh-Park war und das Auto direkt neben ihm stand. Klaus: „Das ist eine ganz private Sache von mir und hat nichts mit der Aufnahme von Stars in die „Signs of Fame zu tun. Wie andere sich auch Autogramme geben lassen oder die Stars bitten, ihre Unterschrift auf T-Shirts oder sonstiges zu setzen, bot sich bei mir einfach mein privates Auto an…“

Da nur zwei Unterschriften auf der Kühlerhaube prangen, die von Frank Elstner und von Karel Gott, hat Katja Ebstein noch allen Platz der Welt und kann sich auf dem weißen Lack regelrecht austoben. Und das tut sich dann auch. Richtig schön groß prangt ihre Unterschrift auf der Kühlerhaube.

In ein paar Jahren wird das anders aussehen. Was anfangs nur eine zusätzliche Idee war, hat sich weiter entwickelt. Klaus traf weitere Stars – und immer, wenn sich diese in der Nähe des Fahrzeugs aufhielten bat Klaus sie, darauf zu unterschreiben. Su wurde der Name „STAR-MOBIL“ geboren und bald waren Kühlerhaube und die beiden Kotflügel sowie die Seitentüren mit Autogrammen von Stars aus dem „Signs of Fame“ verziert. Das Fahrzeug wurde zum Blickfang. Bald war kein Platz mehr, es ging auf dem Dach weiter – und eines Tages auch auf einem anderen Auto..

Das 2. Star-Mobil

Denn als dann eines Tages das weiße Star-Mobil seinen Geist aufgab, folgte ein weiterer, fast baugleicher Volvo, diesmal aber in anderer Farbe. Als Klaus Beer Katja Ebstein dann 10 Jahre später wieder traf, setzte sie auch auf dem 2. Star-Mobil ihre Unterschrift auf den diesmal weinroten Lack.

Da es Winter war und das Star-Mobil von der Fahrt her ziemlich verschmutzt, nahm Klaus einfach seinen Schal und putzte damit eine Fläche auf der Kühlerhaube plank, damit sie sich dort mit ihrer Unterschrift verewigen konnte. So ist Katja Ebstein die einzige Künstlerin im „Signs of Fame“, die mit ihrem Autogramm auf gleich auf zwei Star-Mobilen vertreten ist.

Katja Ebstein in der Fernsehsendung

Nach einem Bummel durch die Schilderreihen im verschneiten Fernweh-Park geht es wieder zurück in die Freiheitshalle, wo Katja Ebstein dann am Abend vor einem Millionen Fernsehpublikum auttritt.

 

DAS WAR 2003 – WIEDERSEHEN 2013

Vor genau zehn Jahren, am 15. Februar 2003, wurde KATJA EBSTEIN in die „Signs of Fame“ des völkerverbindenden Friedensprojekts aufgenommen und signierte im Fernweh-Park ein Grußschild. Da die dazugehörigen Handabdrücke damals noch in den Kinderschuhen steckten und Klaus gerade begann, nach „Beton“ mit Hilfe des Hofer Töpferladens ein neues Tongemisch zu entwickeln, sollten die Handabdrücke zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Doch das sollte dauern…

Als Klaus in der Zeitung las, dass Katja Ebstein in der Fichtelgebirgshalle Wunsiedel auftrat, war das die Gelegenheit, ihre Handabdrücke nachzuholen: Genau 10 Jahre später – und mit nur acht Tagen Unterschied, am 23. Feburar 2013.

Die Anfrage über das überaus freundliche Management läuft super und Katja Ebstein ruft sogar persönlich bei der „Signs of Fame“ Mitarbeiterin Sigi Obermüller an, um das genaue Prozedere zu besprechen. Was für eine Frau. War Klaus Beer vor zehn Jahren schon von ihr begeistert, so auch jetzt wieder… Denn ihr soziales Engagement und der Fernweh-Park sind „ein paar Schuh“… passen einfach, ganz toll, zusammen.

Denn als Katja Ebstein in ihrem Konzert am Abend davon singt, warum es Kriege geben muß, über die Kinder in Bagdad und über Leid in den Familien – und sie dann noch vor den Zuschauern bekennt: „Das tollste Ereignis in meinem Leben war miterleben zu können, wie die Mauer fiel…“ verspürte Klaus Beer Gänsehaut pur. Denn der Fernweh-Park wurde bewußt an einem magischen Datum errichtet: am 9. November 1999 – 10 Jahre nach dem Fall der Mauer – als Zeichen für GRENZENLOSE FREIHEIT und für VÖLKERVERSTÄNDIGUNG. Und in seiner Botschaft begegnen sich der “Fernweh-Park“ und Katja Ebsteins Einstellung, ihr Denken und ihre Texte, auch so manche Inhalte ihres heutigen Auftritts von „Na und… wir leben noch“ in vielerlei Art und Weise.

So passt sie wohl wie kaum ein anderer Star 100%ig in dieses völkerverbindende Friedensprojekt. Dazu darf auch ein Mann genannt werden, der ebenfalls für sein ganz spezielles Engagement für die Freiheit der Menschen von Klaus Beer geehrt wurde: HANS-DIETRICH GENSCHER. Dieser große Staatsmann erhielt auf dem „Boulevard der Humanität“ des Fernweh-Parks sogar einen STAR-STERN – für seinen ganz persönlichen Einsatz zur Ausreise der Prager Flüchtlinge 1989. Klaus Beer: „Denn ER war es, der entscheidend dazu beitrug, ein Loch in die hässliche Mauer zu schlagen“. Nicht zu vergessen, wenn es um Freiheit und Frieden geht: JOACHIM GAUCK und der DALAI LAMA, die ebenfalls in den „Signs of Fame“ verewigt sind.

Der Fall der Mauer

Und so freute sich nicht nur Katja Ebstein sehr, als ihr das Publikum in der Fichtelgebirgshalle Wunsiedel spontan applaudierte, als sie vom Fall der Mauer sprach. Auch Klaus Beer klatschte sich in diesem Augenblick die Finger wund. Denn auch er bezeichnet diesen Steinwall nicht nur als Hohn gegen die Menschlichkeit, sondern als Ausgeburt menschlichen Irrsinns.

Beer: „Ich spreche nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Durch über 30 Jahren Reisen mit der Filmkamera in der Welt weiß ich, wie wunderschön unser Blauer Planet ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Macht- und Geldgeilheit, man sieht es an den Bankkonzernen, und religiösen Fanatismus soviel Leid über Unschuldige bringt. Ich habe mir deshalb geschworen eines NICHT ZU TUN. Nämlich NICHTS zu tun. Ich stecke nicht den Kopf in den Sand – sondern tue einfach etwas. So steht der Fernwehpark, bewußt errichtet an einem magischen Datum, am 9.11.1999 – zehn Jahre nach dem Fall der Mauer – als Zeichen für grenzenlose Freiheit und Völkerverständigung.

Und wenn viele Prominente mit ihrem bekannten Namen mithelfen, unsere Friedensbotschaft um die ganze Welt zu tragen, dann freuen wir uns darüber sehr und bedanken uns für jeden neuen Star, der uns hierbei in der wohl schönsten Sache der Welt unterstützt“.

So passen die beiden Freigeister Katja Ebstein und Klaus Beer, die beide ihren Mund nicht halten, nicht tatenlos zusehen sondern rebellieren gegen das Unrecht in der Welt- und was tun, einfach gut zusammen.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Dann ist es endlich soweit. Nur acht Tage Unterschied, dann sind es genau 10 Jahre her, dass Katja Ebstein im Fernweh-Park ihr Grußschild signierte. Und heute, jetzt, werden ihre Handabdrücken als symbolisches Händeheben für den Frieden in der Welt und gegen Rassismus nachgeholt. Wenn das kein gutes Zeichen ist? Diese Konstellation ist schon mehr als Zufall.

Normalerweise steht im Hintergrund immer das signierte Star-Schild. Doch das prangt bereits im Fernweh-Park, trotzt seit wie gesagt seit zehn Jahren Wind und Wetter.

Damit der Hintergrund dann doch etwas in Beziehung zu der Künstlerin steht, entfremdet Klaus Beer schnell mal ein Stellplakat in der Halle, auf der ihr heutiger Auftritt angekündigt wird.

Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen, zweiten Begegnung mit KATJA EBSTEIN und aufzeigen, wie so eine Handabdruck-Aktion in der Praxis abläuft.

Wenn Sie also einmal mitkommen wollen und einen Blick hinter die Kulissen solcher Startreffen werfen möchten, bitte sehr. Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen… und am Schluß gibt`s, wie bei so manchen anderen Starstories auch, einige Fotos von ihrem Bühnenauftritt.

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen…

Da Katja Ebstein wissen möchte, welche Kraft sie aufwenden muß, damit sich die Konturen ihrer Hand auch wirklich gut im Ton abzeichnen, soll das Klaus am besten einmal aufzeigen. Und so drückt dieser einmal kurz, aber fest auf die Hand der Künstlerin.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Katja Ebstein die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen.

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich beide Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hättens wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ach ja, ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht noch…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Katja Ebstein natürlich gerne mit. mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ Katja Ebstein ihren Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Das Konzert

Nur noch eine Stunde bis zum Beginn ihre Konzerts. Die Fernwehpark Crew verabschiedet sich herzlich von Katja Ebstein.

Da in wenigen Tag Filmemacher Klaus Beer selbst in der Fichtelgebirgshalle Wunsiedel seinen neuen Film „Shooting Wild West“ zeigt, hängt an einer Wand sein Filmplakat, vor dem es mit Katja Ebstein natürlich auch ein Foto gibt.

„Na und… wir leben noch“. Sehen Sie hier einige Bildimpressionen eines fantastischen Konzerts mit bewegenden Liedern und Texten. Texten von Hanns Dieter Hüsch, Stephan Sulke, Berthold Brecht, Georg Kreisler, um nur einige zu nennen. Die Künstlerin begeistert mit politischem Humor, poetischen Chansons und eben Liedern mit scharfzüngigen Texten.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese beiden tollen Begegnungen mit einer wunderbaren Ausnahmekünstlerin, KATJA EBSTEIN, zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Danke aber auch an das freundliche Management und die Tourbegleitung für die gute Zusammenarbeit vor Ort. Denn nur mit einem offiziellen Termin und Akkreditierung kann so eine Aufnahme in die „Signs of Fame“ überhaupt stattfinden.

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von KATJA EBSTEIN, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos: Hartmut Böhringer

Fotos Bühne: Klaus Beer

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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