VORSCHAU Ehrung 20.06.2026, 13.00 Uhr im Fernweh-Park: FRANZ XAVER GERNSTL BR TV-Kultserie „Gernstl unterwegs“
Dies ist noch keine Bilderstory über die Aufnahme eines Stars in die „Signs of Fame“. Dies ist eine VORSCHAU dazu.
Am Samstag, den 20 Juni 2026, besucht der bekannte Dokumentarfilmer und Produzent FRANZ XAVER GERNSTL den Fernweh-Park und wird dort um 14.00 Uhr von Initiator Klaus Beer im Amphitheater in die „Signs of Fame“ aufgenommen. Zu der Ehrung sind auch interessierte Zuschauer willkommen.
Um 17.00 Uhr wird der Filmautor, seit 40 Jahren bekannt mit seiner im Bayerischen Fernsehen bekannte Sendereihe „Gernstl unterwegs“ im Rahmen der Oberkotzauer Kulturtage im Kulturhaus Oberkotzau sein neues Buch „Glück gehabt!„ – über das Unterwegssein, das Filmemachen und das Leben an sich“ in einer Autorenlesung vorstellen. Anschließend erfolgt eine Buchsignierung.
Die Besucher können dann gleich vor Ort bleiben und den dann sich anschließenden „Italienischen Abend“ auf dem Marktplatz in Oberkotzau besuchen.
Weitere Termine über VERANSTALTUNGEN, was 2026 im Fernweh-Park so los ist, welche Stars weiter zu erwarten sind, Konzerte, Lesungen u.v.a.m., kann man auf der Fernweh-Park Homepage, Startseite rechts oben, erfahren unter: TERMINE – TIPPS.
Kurzbiografie:
Für seine Reportagereihe „Gernstl unterwegs“, die er zusammen mit dem Kameramann Hans Peter Fischer und dem Tonmann Stefan Ravasz von 1983 bis 2024 drehte, war er Produzent, Regisseur und Moderator zugleich. Meist ungeplant ging Gernstl auf Menschen links und rechts der Straße zu. Er brachte sie zum Reden, ohne selbst viele Worte zu verlieren. Er sprach mit Originalen, unerkannten Philosophen, Weltverbesserern und „ganz normalen Leuten“. Zusammengenommen interviewte Gernstl in dieser Sendereihe mehr als zweitausend Menschen.
Die Sendung war 42 Jahre lang im Bayerischen Fernsehen zu sehen. Insgesamt wurden bisher ca. 160 Sendungen mit ca. 120 Stunden Programm produziert. Die einzelnen Episoden, meist 45 Minuten lang, werden aber auch in 30- oder 15-minütige Fassungen unterteilt. Auch liefen viele Wiederholungen, so dass es wohl kaum jemand gibt, der Gernstl nicht kennt. Markenzeichen seines Filmteams war ein roter VW-Bus.
Eine der ersten TV-Produktionen von Gernstl`s Produktionsfirma „Megaherz Film und Fernsehen“ war die Unterhaltungssendung „Dingsda“, moderiert von Fritz Egner, der als 1. Star im neuen Jahr 2026 ebenfalls Einzug nahm in die „Signs of Fame“. Später folgten unter anderem die Kinder-Wissenssendungen „Willi wills wissen“, moderiert von Willi Weitzel, „Checker Tobi“, „Checker Julian“ und „Checkerin Marina“. Weiter produzierte „Megaherz“ mehrere Kinofilme von Doris Dörrie. Erfolgreiche Kulinarik-Sendungen wie „Landfrauenküche“ oder „Lecker an Bord“ laufen seit vielen Jahren im BR, im SWR und im WDR.
In den Sendungen von „Gernstl unterwegs“ besuchte der Filmemacher nicht nur Orte in Deutschland, sondern war auch weltweit unterwegs, darunter „Gernstl in New York“, „Gernstl in San Francisco“, „Gernstl in Los Angeles“, „Gernstl in Rom“, „Gernstl in Holland“, „Gernstl in Irland“ u.v.a Länder mehr. Franz Xaver Gernstl erhielt für seine TV-Produktionen und auch für seine eigene Sendung im BR mehrere Auszeichnungen, darunter 2x den Grimme-Preis.
Auf der Suche nach irgendwas…
… das beschreibt wohl am ehesten, wie Gernstl und sein Kamerateam an ihre Filmdokumentationen herangehen. Ohne Planung. Rumfahren einfach. Alles dem Zufall überlassen. So etwas ähnliches hat Fernwehpark Initiator Klaus Beer, zugleich Weltenbummler, Filmemacher und Buchautor auch schon mal gemacht. Da er von der Fotografie her zum „bewegten Bild“, dem Filmemachen, kam, ist die Suche nach dem perfektem Bild, Motiv, für ihn auch die Grundlage des Filmens. Für die Fotoausstellung „Ein Tag im Leben von Hof“ ist er schon zwei Mal mit zwei verschiedenen Fotografen losgezogen und hat einfach das fotografiert, was ihm von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr so vor die Linse kam. Jeder für sich. Keiner wusste, was der andere tat, was er vor die Linse bekam. Wo er sich mit der Kamera herumtrieb.
Gut, ein bisschen anders war es schon. Jeder hatte so Orte, bei denen er ganz spontan, manchmal auch angemeldet wo es nicht anders ging, mit der Fotokamera auftauchte. Klaus besuchte dabei zum Beispiel ein Tattoo-Studio, flog in einer Chessna über Hof und fotografierte eine Geburt, dokomentierte aber auch den Tod in einem kalten Raum mit stählernen Fächern im Hofer Krankenhaus. Er hielt dabei auch Dinge im Bild fest, wovor ihn schon sein Leben lang graute. Wo er sonst nie einen Blick dorthin wagte. Mit der Kamera und für diese Sache aber schon. Für diese Fotoaustellung – die Bilder in Schwarzweiß. Doch meist ließ er sich treiben, ging wie Gerstl auf Leute zu, die ihm grade über den Weg liefen, sprach sie an, fragte, ob er sie ganz spontan fotografieren dürfte. Erfragte das woher, wohin und waraum sie gerade an diesem Platz sind. Und stieß dabei auf hochineressante, oft ergreifende Lebensgeschichten. Klaus: „Das war einer der härtesten Tage mit der Kamera im Anschlag überhaupt. 24 Stunden auf den Beinen. Um 22.00 Uhr gab es mal einen Punkt, wo ich kaum mehr konnte. Aber ich habe bis 24.00 Uhr weitergemacht…“
Franz X. Gernstl macht das auch, aber ohne Zeitdruck, ohne Streß. Sagt selbst wenig. Ja man kann sagen, kaum was. Stellt eine Frage, läßt sein Gegenüber plaudern. Am besten frisch von der Leber weg. Klaus: „Ich habe es ja am eigenen Leib erfahren, wie er das tut. Unaufdringlich, immer mit einem freundlichen Lächeln, das seine Mundwinkel umspielt. Mit Blickkontakt. Er ist ganz bei Dir, nimmt einem alle Scheu. Und das ist sein Erfolgskonzept. Gernstl ist einem sofort sympathisch. Geht auch nicht anders, denn sonst würde man sich ihm, den man vor einer Minute noch gar nicht kannte, wohl kaum so öffnen…“
Der Filmautor Franz X. Gernstl ist zugleich auch Buchautor und verfasste seine Biografie „Glück gehabt! Über das Unterwegssein, das Filmemacher und das Leben an sich“. Wie wird seine Bio angekündigt? „Gernstl hat Menschen getroffen, die an Wunder glauben, Menschen, die im Wald ein Aussteigerleben führen, Menschen, die mehr als 20 sündhaft teure Oldtimer in der Garage haben, Menschen auf dem Land, Menschen in der Stadt, Menschen am Rand der Gesellschaft, Menschen auf der Überholspur. Aber wie hat er sie alle gefunden? Wie plant man zufällige Begegnungen? Einfach nur Glück gehabt?“ (Quelle Buchverlag)
„Gernstl unterwegs“ auch im Fernweh-Park
Auch vor dem Fernweh-Park, damals noch in Hof, rollte eines Tages sein roter VW-Bus vor. Initiator Klaus Beer war zufällig vor Ort und traute seinen Augen nicht, als Gernstl und sein Kamerateam ausstiegen und ihn spontan interviewten.
Klaus Beer: „Ich habe die Sendereihe über seine Suche nach irgendwas im Bayerischen Fernsehen gesehen, im letzten Jahr 2025. Faszinierend. Man könnte stundenlang zuschauen, ihn beobachten, wie er und sein Kamerateam, man muss sagen, seine Freunde, auf die Menschen zugehn… Als ich am Ende des Drehs im alten Fernweh-Park zufällig erwähnte, was ich danach mache und sagte, dass ich mal in den Garten fahre, einen Schrebergarten, der eigentlich gar keiner ist, weil dort kein Gemüse zu finden ist, sondern nur Steine, Gesteinslandschaften, für Amphibien und ich die Landschaften im Kleinen nachbaue, die mich auf Reisen gerade faszinierten, zum Beispiel die „Wüsten der Welt“, sagte er spontan: „Dürfen wir da mitkommen? – und plötzlich tauchte das Fernsehen auf zwischen Radieschen und Tomaten der anderen, die bei mir aber nicht zu finden sind…
Noch heute wird Klaus Beer immer wieder auf diesen Beitrag des Fernweh-Parks in der Sendereihe des Bayerischen Fernsehens, „Gernstl unterwegs“, angesprochen, denn es gibt zig Wiederholungen. Sehen Sie hier die BILDERSTORY dazu unter PRESSE/TV, wo auch Gernstl mit seinen Filmleuten selbst, neben vielen anderen TV-Teams, bei seinen Dreharbeiten im „alten Fernweh-Park“ im Bild dokumentiert wurde.
Hier nochmal die BILDERSTORY ausgekoppelt:
Die offizielle BILDERSTORY mit VIDEO erfolgt bei seiner offiziellen Aufnahme in die „Signs of Fame“ am Samstag, den 20. Juni 2026 um 13.00 Uhr Fernweh-Park.
Und hier zum Reinschnuppern der Sendereihe „Gernstl unterwegs“, die Folge mit dem Besuch im Fernweh-Park, damals noch an der Saale in Hof, vom 01.12.2019:
In dieser Folge zu sehen: Die Oberfranken halten drei Weltrekorde: Mit 529 Bäckereien, 714 Metzgereien und 200 Brauereien ist Oberfranken die Region mit der höchsten Bäckerei-, Metzgerei- und Brauereidichte weltweit. Das altehrwürdige, katholische Bamberg ist zwar nicht die Regierungshauptstadt, aber mit neun Brauereien doch die Bierhauptstadt. Hier, im „Fränkischen Rom“, beginnen die drei Flaneure Franz X. Gernstl, HP Fischer (Kamera) und Stefan Ravasz (Ton) ihre Untersuchung, erst am „Würschtlwog’n“ der Maseratifahrerin Gertrud Heil und dann im Schlenkerla. Dort wird ein legendäres Gesöff ausgeschenkt: Bamberger Rauchbier.
Ein paar Kilometer weiter, in Egloffstein, entdecken die drei Feldforscher einen Barockgarten. Sogar einen kleinen Trevibrunnen hat sich Manfred Ritter, Regierungsdirektor a. D., in seinen Garten gebaut.
In der Fränkischen Schweiz gerät das Reporterteam unversehens auf exterritoriales Gebiet: „Willkommen im Königreich Haag“ steht auf dem Ortsschild. Der Dorfschmied Hubert Hunstein behauptet zwar, er sei nur der Hofnarr, aber er und sein Kumpel erklären präzise, wie er ist, der Oberfranke.
In Bad Berneck im Fichtelgebirge erwartet das Team eine üppige fränkische Brotzeit beim Metzgermeister Maisel.
In einem abgelegenen Tal im kalten Frankenwald treffen sie Till Eulenspiegel in Form einer lebensgroßen Bronzefigur, die sich Schullehrer Gerhard Marek vors Haus gestellt hat.
Im äußersten Norden Oberfrankens, in der Stadt Hof, endet die Reise, quasi am Mittelpunkt der Welt. Im Fernwehpark von Klaus Beer treffen Palm Springs, Tuntenhausen und Sydney aufeinander. Der reiselustige Bankkaufmann hat tausende Ortstafeln aus aller Welt zu einem einzigartigen Schilderwald zusammengetragen. (Inhaltsangabe dieser Folge. Quelle BR 01.12.2019 „Gernstl unterwegs“)

