Hans W. Geißendörfer

HANS WILHELM GEISSENDÖRFER, einer der angesehendsten deutschen Film- und Fernsehregisseure, ist der „geistige Vater“ der TV-Kultserie „LINDENSTRASSE“. Zu dieser Serie wurde er durch seine Kindheit in einem Mehrfamilienhaus in Neustadt an der Aisch sowie durch die englische Fernsehserie „Coronation Street“ inspiriert.

Weitere bedeutende Filme von ihm sind u.a. „Der Fall Lena Christ“ (1970), „Sternsteinhof“ (1976), „Die gläserne Zelle“ (1978), „Der Zauberberg“ (1982), „Schneeland“ (2005) oder „In der Welt habt ihr Angst“ (2009), „In der Welt habt ihr Angst“ (2011), „Sommer der Gaukler“ (2011), „Der deutsche Freund“ (2012), „Toter Winkel“ (2017).

Hans W. Geißendörfer studierte Germanistik, Theaterwissenschaften, Psychologie und afrikanische Sprachen. Zusammem mit anderen Autorenfilmern des Neuen Deutschen Films gründete er 1971 den Filmverlag der Autoren. Sein Film „Die gläserne Zeit“ wurde 1979 bereits als bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert.

Geißendörfer gründete 1982 seine eigene Produktionsgesellschaft, die Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion GmbH. Zusammen mit dem WDR produziert sie seit 1985 die Kultserie „Lindenstraße“. Hier führte er teilweise auch Regie.

Für seine filmischen Werke wurde er u.a. mit mehreren Filmbändern, Bambi, Goldene Kamera, Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Adolf-Grimm-Preis mit Gold für „Lindenstraße“ ausgezeichnet.

Aufnahme in die „Signs of Fame“ des Fernweh-Parks am 21. Oktober 2007.

Bitte entnehmen Sie die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Viele Aufnahmen von Stars in die „Signs of Fame“ finden direkt im Fernweh-Park statt. Doch wenn es terminlich nicht klappt, dass die Prominenten persönlich dorthin kommen können, werden die Ehrungen z.B. backstage von Veranstaltungen, Konzerten, TV-Sendungen oder direkt am Set bei Filmdreharbeiten durchgeführt. Oder auch bei Pressebällen, Galas oder gar auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Aber auch in Fernsehsendungen selbst haben die Stars ihre Hände im Ton versenkt.

Fernwehpark Initiator Klaus Beer traf Hans W. Geißendörfer in Hof.

STIMMUNGSBERICHT über die Aufnahme von HANS W. GEISSENDÖRFER in die „Signs of Fame“ mit BILDERSTRECKE. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie hochauflösend in voller Bildqualität zu sehen)

Erleben Sie hier eine nicht nur journalistisch sachliche Berichterstattung über die Ehrung, sondern das ganz persönliche Erleben, die hautnahe Begegnung mit dem Star. Empfindungen, Emotionen, Amüsantes, manchmal aber auch Pannen,  Aufregung hinter den Kulissen. Denn nicht immer geht alles glatt vor Ort, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan etwas verschiebt. Ein sozusagen rundum Stimmungspaket: Spannung, was zum Schmunzeln, Nervenflattern, wunderbare Begegnungen und Freundschaften, die über die Ehrung hinaus bestehen. Alles ist drin in so einer Starbegegnung.

Wenn die Besucher des Fernweh-Parks dann durch die Schilderreihen bummeln und das signierte Star-Schild entdecken können sie nicht ahnen, welche unglaublichen Geschichten oft damit verbunden sind. Deshalb möchten wir Sie liebe Leserinnen und Leser der Fernweh-Park Homepage mit unseren Stimmungsberichten einfach mitnehmen zu tollen „Backstageabenteuern“ bei TV-Veranstaltungen, Konzerten, an den Set zu Dreharbeiten, zu Filmpremieren  oder gar auf den Roten Teppich –  bis hinein in eine Fernsehsendung selbst – und Sie so hautnah wie nur möglich an unseren Starbegegnungen teilhaben lassen.

Großes Vorbild in Sachen Film

Nach ersten Dokumentarfilmen mit der 16-mm Kamera, auch sogenannten „Undergroundfilmen“, zog es Geißendörfer nach Abschluß des Studiums 1967 nach Afrika und Asien – natürlich mit der Filmkamera im Gepäck.

Ein persönlicher Grund für Weltenbummler und Filmemacher Klaus Beer, den bekannten Filmregisseur alle Sympathien entgegenzubringen, ist doch das Reisen mit der 16-mm Filmkamera auch Klaus Beers große Leidenschaft. Über 30 abendfüllende Reise-Kulturfilme aus Asien, Afrika und vor allem Nordamerika hat der Fernwehpark Initiator in den letzten 30 Jahren gedreht, weiß also wovon er spricht, wenn es um das Thema „Fernweh“ und „Filmemachen“ geht. Denn: Der Fernweh-Park selbst ist eigentlich nur ein „Nebenprodukt“ seines 1999 gedrehten Films „Alaska-Yukon-Kanada“, bei dem er den Original „Sign Post Forest“ in Watson Lake dokumentierte. Klaus Beer selbst nennt sich „Film- und Kinobesessen“: „Ich denke und fühle in Bildern und es gibt für mich nichts Schöneres und Befriedigenderes, als hinter einer großen Kamera die Bilder in den Sucher zu komponieren“.

Übrigens: Kameramann von Geißendörfers Film „Der Zauberberg“ war kein geringerer als der bekannte Kameramann MICHAEL BALLHAUS, ein großes Vorbild von Klaus Beer. Ballhaus drehte allein für Rainer Werner Fassbinder siebzehn Filme, die ihn über Deutschland hinaus in der Filmszene bekannt machten und ihm die Türen auch nach Hollywood öffneten. So ist die Begegnung mit Hans W. Geißendörfer für Klaus Beer mehr als nur eine Aufnahme einer prominenten Persönlichkeit in den „Signs of Fame“.

Mittwoch, 21. Oktober, 2007. 17.20 Uhr. Hans-W. Geißendörfer entsteigt dem Auto, mit dem er direkt von Köln nach Hof gefahren ist. Er ist in Hof aus zweierlei Gründen. Einmal, um seinen neuen Film „Zelle“ bei den gerade stattfindenden Internationalen Hofer Filmtagen vorzustellen und nicht zuletzt deshalb, um seine Ehrung, die Aufnahme in den „Signs of Fame“, entgegenzunehmen.

Marie Luise Marjan und die „Lindenstrasse“-Stars im „Signs of Fame“

Denn vor einigen Wochen bereits weilte Klaus Beer in Köln, um in den Filmstudios Köln-Bocklemünd einen Teil der Darsteller der LINDENSTRASSE in die „Signs of Fame“ aufzunehmen, darunter auch das „Aushängeschild“ der TV-Kultserie, „Mutter Beimer“, die großartige Schauspielerin MARIE LUISE MARJAN. Hier nur wenige Bilder von der Aufnahme der LINDENSTRASSEN-STARS in die „Signs of Fame“, sozusagen zum Neugierigmachen…

Eigener Fernweh-Pfahl mit den Lindenstraßen-Schildern

Dabei entschloß man sich, der „LINDENSTRASSE“ einen ganz besonderen „Auftritt“ im Fernweh-Park zu verschaffen, nämlich ihr einen eigenen „Fernweh-Pfahl“ zu widmen. Und dabei darf natürlich auch der Ideengeber und Produzent der erfolgreichsten deutschen „Soap“ nicht fehlen: Hans W. Geißendörfer.

Ein Original LINDENSTRASSE Schild

Um die Lindenstraße-Präsentation im Fernweh-Park optisch zu vollenden, hat sich die Firma Emailliermanufaktur zu Angermünde GmbH bereit erklärt, ein Original Münchener Straßenschild mit der Aufschrift „Lindenstraße“ zu sponsern und es für diesen Zweck extra anfertigen zu lassen. Dafür sagen wir vom Fernweh-Park unseren herzlichsten Dank.

Auch Hans W. Geißendörfer ist überrascht, neben dem Star-Schild von Marie Luise Marjan und einer Gruppenaufnahme der Lindenstraße Darsteller auch noch dieses brandneue Straßenschild der LINDENSTRASSE vorzufinden.

Die STAR-SCHILD Signierung

Last not least zaubert Klaus Beer dann natürlich noch das persönliche Star-Schild für Hans W. Geißendörfer hervor, das es nun zu signieren gilt.

Es ist Ende Oktober und um 17.30 Uhr schon ziemlich schummrig. Zudem herrscht richtiges Nebel-Schmuddelwetter. Bevor sich weitere Informationen über den Fernweh-Park sowie eine persönliche Führung anschließt, bittet Klaus Beer wegen den gerade noch ausreichenden Lichtverhältnissen gleich zur Signierung seines Star-Schildes. „Das ist wirklich sehr ansprechend gestaltet“, sagt Hans W. Geißendörfer, als er sein Grußschild erblickt.

Unverständnis von den Hofern

Mehrere Pressevertreter sowie das lokale Fernsehen TV-Oberfranken ist vor Ort, um die Ehrung zu dokumentieren. Wie heißt es am anderen Tag in der Presse: „Einige Passanten laufen vorbei, schütteln mit dem Kopf“, da sie Hans W. Geißendörfer nicht erkennen und schon wieder „Tam-Tam“ im Fernweh-Park ist. Klaus Beer: „Leider gibt es noch immer Hofer, die absolut nicht begreifen, um was es hier geht. Die haben sich noch nie über die Ideologie des Friedensprojekts informiert und lehnen einfach alles ab, was sie nicht kennen. Wie redete man damals auch über den Beginn der Hofer Filmtage: „Wir wollen die langhaarigen, schwarzgekleideten Typen nicht in unserer Stadt.“ Bei manchen Hofern herrscht in den Köpfen leider noch immer tiefstes Provinzdenken.“ Klaus Beer weiter: „Aber jetzt, wo die Filmtage Hof bekannt gemacht haben, sind sie stolz darauf. Auch der Fernweh-Park hat den Namen Hof in bislang über 1300 Presseberichten in die ganze Welt hinauskatapultiert. Ich finde es einfach nur schlimm, wenn so manche Leute nicht über den sprichwörtlichen Tellerrand sehen können…“

Hinweis: Neben anderen Gründen, vor allem aber wegen der Erneuerung der Pfosten, die nach 17 Jahren in feuchter Erde morsch und marode geworden sind, hat der Fernweh-Park im Jahre 2017 Hof verlassen und ist in das nur 9 Kilometer davon entfernte Oberkotzau umgezogen. Dort spricht man von „einem einmaligen Kulturerbe, das es nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln gilt.“ Dank des Marktes Oberkotzau ist der Fernweh-Park nach vielen Angeboten von anderen Städte nicht aus der Region verschwunden, sondern bleibt sogar dem Landkreis Hof erhalten. Die Publicity mit Stars, Fernsehen und Besuchern erhält also jetzt nicht mehr Hof, sondern fließt Oberkotzau zu.

Die HANDABDRUCK-Aktion

Nach der Unterschrift folgen die Handabdrücke. Das signierte Star-Schild wird dazu auf einer Staffelei im Hintergrund platziert, damit es während der Handprint Aktion immer mit zu sehen ist. Für jede Bilderstory müssen beim Shooten mehrere Posen abgearbeitet werden. Die Aktion erfolgt immer in einem bestimmten „Ritual“, sprich Reihenfolge der Handlungsabläufe. Und diese werden alle im Bild dokumentiert. Bis zu 400 Aufnahmen je Shooting sind da keine Seltenheit.

Kräftig rein in den Ton und dabei noch lächelnd in das Objektiv blicken – nicht immer einfach. Besonders Filmschauspieler, die beim Drehen nie in die Kamera schauen dürfen, müssen vom Fernweh-Park Fotografen oft besonders animiert werden, während der Printaktion immer mal Blickkontakt mit der Linse zu nehmen. „Ja, super – und nochmal. Klasse… Und nochmal hochschauen bitte… Ja, so ist`s gut. Hervorragend… und zu mir bitte auch noch mal…“ Ein Geräuschpegel von Rufen und Kameraklicken – fast wie auf dem Roten Teppich…, in der Regel aber auch ganz entspannt, auf Du und Du mit dem Star.

So soll dieser Stimmungsbericht die Besucher unserer Homepage mitnehmen zu der ganz persönlichen Begegnung mit HANS W. GEISSENDÖRFER und aufzeigen, wie so ein Signs of Fame-Shooting in der Praxis abläuft.

Wenn Sie also einmal mitkommen wollen zu so einem Startreffen, bitte sehr. Einfach nach der Bildergalerie weiterlesen…

Das Shooting beginnt

Da es auch mit viel Kraft kaum zu schaffen ist, allein mit dem Druck der auf den Ton gelegten Hände diese in die graue Masse zu versenken, erklärt Klaus am Anfang immer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Abdrücke zu erzielen – und demonstriert dies schon mal entsprechend: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift soll zwischen den Abdrücken auch noch Platz finden.“

„Und dann am besten mit der linken Hand beginnen und dabei mit der Rechten jeden einzelnen Finger langsam, aber kräftig eindrücken. Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“ animiert Klaus, da man am Anfang oft den Eindruck hat, dass „Hollywoodspielen“ gar nicht so einfach ist.

Klaus drückt mit, manchmal…

Damit die Stars merken, welcher Druck überhaupt nötig ist, damit sich die Hände tief im Ton versenken, fragt Klaus auch manchmal, ob er das kurz aufzeigen soll. So hat er schon auf viele Hände von prominenten Persönlichkeiten gedrückt, damit sie das richtige Gefühl für die Sache entwickeln. Bei Thomas Gottschalk, Frau Dr. Auma Obama zum Beispiel oder sogar bei dem großen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher. Selbst bei Action-Moviestar Arnold Schwarzenegger hat Klaus zulangen müssen, obwohl dieser sicher genügend Kraft gehabt hätte, bis auf den Grund der Tonschale zu gelangen… Doch Hans W. Geißendörfer kommt mühelos alleine zurecht.

Back to the roots: Am Anfang war der Zement…

Nachdem Hans W. Geißendörfer die linke Hand in der grauen Masse verewigt hat, ist die Spannung groß. Wie der Abdruck wohl geworden ist? Bislang war jeder Star neugierig auf das Ergebnis und hat auch manchmal nachgedrückt, wenn es an gewissen Stellen notwendig erschien. Doch Vorsicht! Beer: „Wenn das der Fall war, mussten die Finger immer genau in die Kontur eingelegt werden, da es sonst Geisterschatten gibt.“ Aufpassen, erklären, in die Kamera gucken – Klaus ist danach immer mehr geschafft als der Star selbst. Wie sagte ein Pressefotograf einmal? „Das ist ja richtige Arbeit, was ihr da macht…“ Sicher. Aber im Vergleich zu früher so easy, dass die Aktion selbst noch vor einem Auftritt im Smoking oder Abendkleid durchgeführt werden kann.

Klaus Beer: „Jetzt ist so eine Handprint-Aktion eine einfache und sehr saubere Angelegenheit. In den Anfängen aber verwendeten wir richtigen Zement. Wir wollten das wie in Hollywood machen. Doch das war Nervenkrieg pur. Denn wenn der Star, zum Beispiel aufgehalten durch ein Fernsehteam, auch nur ein paar Minuten später kam, hatte der Zement oft schon so stark angezogen, dass der Künstler Mühe hatte, überhaupt noch seine Hände darin zu versenken. War das Gemisch dagegen zu locker angerührt konnte es passieren, dass die Prints auf der Rückfahrt im Auto wieder verrüttelten – und nichts mehr zu sehen war. Aber diese Spezialmasse bleibt bei entsprechender Lagerung sogar noch Tage später verformbar. Entwickelt von der Hofer Keramikerin und Künstlerin Rosa Maria Wolfrum. Nach Geheimrezept, das selbst ich nicht kenne.“

Action

Und „Action“. Da die Problemzone der Handballen ist, bittet Klaus die Stars immer, sich mit vollem Gewicht darauf zu legen, damit sich auch dieser richtig plastisch im Ton abzeichnet. Dabei entstehen meist die schönsten Bilder – mit scheinbar schmerzhaft verzerrten Gesichtern. Besonders die Comedians geben da immer ihr Bestes. Glücksmomente für die Fotografen. Und auch Hans-W. Geißendörfer ist sehr bemüht, super Prints zu hinterlassen und nimmt sogar die Faust zur Hilfe, um seine Hand tief in die graue Masse zu hämmern.

Hände, Füße oder Po?

Geschafft. Herrlich zeichnen sich beide Hände im Ton ab. Wunderschön sind die Reliefs ausgefallen. Klaus Beer: „Wir wollen die Hände der Stars, nicht was anderes. Was wir da schon erlebt haben. Bevor wir uns versahen, zog zum Beispiel Howard Carpendale schon mal Schuhe und Strümpfe aus. Und eine sehr bekannte Filmschauspielerin wollte sich gar mit ihren engen Jeans in die graue Masse setzen. Im Scherz zwar, aber fast wäre sie schon drin gewesen. Auch wenn sie sich so verewigt hätte – wir hättens wieder plattmachen müssen. Denn wir haben für eine Aktion immer nur eine Tonform dabei – und ein Nudelholz, mit dem ich „Unfälle“ schnell ausbügeln kann. Nur wenige Beispiele von lustigen Begebenheiten am Rande bei bislang über 300 Stars und Prominenten. Doch Halt: Einmal Füße haben wir auch. Die Hände UND Füße von Achim Mentzel, die er in seiner 200. Fernsehsendung im Ton versenkte. Ach ja, ausser Händen und Fäusten wurden aber auch ein Fußballschuh, ein Füllfederhalter, ein Plektron und ein Suppenlöffel in den Ton gedrückt…“ Wieso das denn? Natürlich alles in ganz spezieller Verbindung zu dem Star – die Auflösung gibt`s in unseren Backstagegeschichten. Ach ja, und auch noch eine echte Olympia Goldmedaille. Das ist sicher nicht mehr zu toppen. Ausser einem Oscar aus Hollywood vielleicht noch…

Das Friedenszeichen

Doch die Aufnahme in die „Signs of Fame“ ist noch nicht vollendet. Was folgt ist die wichtigste Pose des Shootings, das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken in Ton werden die Stars nicht nur geehrt für ihre Erfolge in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vor allem symbolisch die Hand für eine friedvollere Welt, für Völkerverständigung und gegen Rassismus. Und da macht Hans W. Geißendörfer gerne mit.

Wie in HOLLYWOOD wird der Handabdruck dann noch signiert. Das geht am besten mit einem halbstumpfen Bleistift und – ganz langsam. Unterschrift „Malen“ ist der beste Ausdruck. Bedächtig ritzt oder eben „malt“ der „Vater der Lindenstraße“ seinen Namenszug in die graue Masse.

Alles auf einem Bild / die Ehrung: unvergessen

Da die Presse auch ein Bild benötigt, auf dem alles zu sehen ist, muss die letzte Aufnahme immer das Ergebnis der Ehrung zeigen. Sozusagen alles auf einem Blick: die Handabdrücke in Aufsicht, das signierte Grußschild und den geehrten Prominenten zusammen mit dem Initiator, der die Idee zu dem Friedensprojekt hatte. Und so sprintet Klaus während des Shootings immer mal schnell in und dann auch wieder aus dem Bild. Denn man weiß nie, was die Medien, auch für Fotostrecken in Magazinen, so brauchen. Deshalb muss bei einem Shooting der Star in verschiedenen Posen abgelichtet werden. Diese Konstellation gab es in den Anfangsjahren jedoch noch nicht. Erst im Laufe der Zeit kristallisierte sich „das perfekte Bild“ heraus.

Doch keine Sorge. Klaus Beer und die Fernweh-Park Fotografen gehen da individuell auf die zu ehrende Persönlichkeit ein und arbeiten alles in dem vorgegeben Zeitplan ab. Vor allem dann, wenn das Ganze kurz vor dem Auftritt oder gar vor einer TV-Livesendung stattfindet, muss alles zügig vonstatten gehen und darf den Auftritt nicht gefährden. Die Fernweh-Park Crew hat jedoch das richtige Gespür und die nötige Professionalität entwickelt, die vom Management, von der Tourbegleitung und natürlich von dem Star selbst honoriert wird. So blieb bei bislang über 300 Stars deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ immer in guter Erinnerung und die Prominenten denken selbst nach Jahren noch gerne an diese schöne Aktion zurück.

Und wenn wie in diesem Fall die Ehrung ganz privat stattfindet, wie heute mit Hans-W. Geißendörfer, gibt es schon mal keinen Zeitdruck. Der Star macht dann immer gerne mit, bis alle Shots im Kasten sind. So sind solche privaten Treffen für alle Beteiligten das Optimalste, was man sich zur Durchführung der Aktion nur wünschen kann. Die Krone ist natürlich, wenn die Ehrung direkt im Fernweh-Park selbst durchgeführt wird. Denn dann ist in den Bildern gleich die Beziehung zu dem Friedensprojekt ersichtlich. So kommen viele Stars gerne persönlich hierher und versuchen es irgendwie einzurichten, ihre Aufnahme in die „Signs of Fame“ direkt vor der exotischen Schilderkulisse durchzuführen – so wie heute der „Vater der Lindenstraße“.

Oscar – Bambi – Goldene Kamera – Starschild

Last not least erhalten die Promis dann noch ein kleines Geschenk. Klaus Beer: „Bei Preisverleihungen wie dem Oscar-, dem Bambi- oder der Goldenen Kamera bekommen die Stars die Trophäe mit nach Hause. Wir aber entführen Ihre Handabdrücke und Ihr Schild wieder – in den Fernwehpark. Wir können uns zwar nicht mit solchen Ehrungen vergleichen, möchten Ihnen aber als Erinnerung an Ihre Aufnahme in die Signs of Fame auch etwas mitgeben, die Miniaturausführung Ihres Star-Schilds…“

Und dieses wird immer gerne angenommen. So kann Klaus bis heute auf viele schöne Startreffs zurückblicken, bei denen er die Künstler bei ihrer menschlichsten Seite kennengelernt hat – und mit manchen bis heute in privatem Kontakt steht. Und augenzwinkernd. „Wenn ich abends so durch`s Fernsehprogamm zappe gibt es kaum eine Sendung, Film oder Talkshow, in der ich die dort auftretenden Protagonisten nicht persönlich kenne. Ich muss dann immer schmunzeln, denn ich weiß ja, wie sie sich privat so geben…“

Die Star-Mobil Signierung

Nach erfolgter Aufnahme in die „Signs of Fame“ fragt Klaus Beer Hans W. Geißendörfer, ob es vielleicht noch möglich sei, das Fernwehpark Star-Mobil zu signieren. Ein Blickfang. Das Fahrzeug ist über und über mit Autogrammen übersät. Denn immer, wenn sich ein Star in der Nähe des Autos aufhielt, bat ihn Klaus Beer, darauf zu unterschreiben.

So sind Kühlerhaube, Kotflügel und auch die Längsseiten des Fahrzeugs mit Unterschriften verziert. Auf der Kühlerhaube aber findet sich noch ein kleines Plätzchen, wo sich Hans-W. Geißendörfer gerne verewigt. 

Bummel durch den Fernweh-Park

Obwohl es jetzt schon recht finster geworden ist, lässt es ich Hans W. Geißendörfer nicht nehmen, einen Bummel durch den Fernweh-Park zu unternehmen.

„Ah, der Berndi“, sagt Geißendörfer und meint damit den Filmproduzenten BERND EICHINGER. „Seine Ehrung führten wir damals in seinem Büro der NEUEN CONSTANTIN FILM in München durch“, erzählt Klaus Beer. „Leider versaute ich damals mit der Tonform seinen wertvollen schwarzen Schreibtisch. Doch Herr Eichinger nahm’s gelassen. Das ist wahre Größe.“, sagt Klaus.

Hans W. Geißendörfer befindet sich neben Bernd Eichinger noch in weiterer bester Gesellschaft von berühmten Filmregisseuren, wie z.B. Roland Emmerich, Wim Wenders und Sebastian Niemann. 2016 kamen dann noch Doris Dörrie und Dominik Graf dazu.

Dann signiert er noch das Grußschild mit dem Gruppenfoto der LINDENSTRASSE-Protagonisten, unter denen er als der Erfinder der Kultserie „Lindenstraße“ natürlich mit zu finden ist.

Eigener LINDENSTRASSE-Pfahl

Kurze Zeit später gibt es im Fernweh-Park dann auch den angekündigten LINDENSTRASSE-Pfahl mit allen drei Schildern der beliebtesten Serie des deutschen Fernsehens – Anlaufstelle für viele LINDENSTRASSE Fans.

DANKE für`s mitmachen – Danke für das ganz persönliche Engagement für eine der wohl schönsten und wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Menschen untereinander. Der „Fernweh-Park“ wird immer gerne an diese tolle Begegnung mit HANS W. GEISSENDÖRFER zurück denken und in positivster Weise darüber berichten…

Zu sehen im Star-Museum

Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens wird die Tontafel mit den Handabdrücken steinhart gebrannt. Da die wertvollen und zerbrechlichen Unikate nicht wie die Star-Schilder im Freien ausgestellt werden können, sollen sie einmal in einem geplanten STAR-MUSEUM zu besichtigen sein – als einmalige Sammlung des symbolischen „Händehebens“ von prominenten Persönlichkeiten für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus.

Wann und wo die über 300 Original Star-Handabdrücke letztendlich zu besichtigen sein werden, darunter natürlich auch die von HANS W. GEISSENDÖRFER, erfahren Sie rechtzeitig auf der Fernweh-Park Homepage.

Fotos Hartmut Böhringer und Peter Kosa

Foto-Postproduktion: Klaus Beer

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