Kräuterführung mit Kräuterflüsterin und Verkostung im Fernweh-Park

In dieser Rubrik unserer NEWS finden Sie Besuche, Events und Aktivitäten im Fernweh-Park und dem Amphitheater, bei denen es nicht direkt um Stars und Schilderübergaben geht – die aber so toll und interessant sind, um auf der Fernweh-Park Homepage dokumentiert zu werden. Wie diese hier… 

15.06.2018: KRÄUTERFÜHUNG und Verkostung im Fernweh-Park 

Es ist angerichtet – im Fernweh-Park Oberkotzau: inmitten des Amphitheaters steht ein Tisch mit allerlei leckeren Dingen – Naturdingen, von Wiesen, Bachrändern,  was man dort so findet: Kräuter, Blumen, Pflanzen… Der Fernwehpark Verein hatte eingeladen zu einer Kräuterführung mit der Kräuterexpertin Corina Bächer aus Tauperlitz, die genau weiß, welche Köstlichkeiten man an Wegesrändern, auf Wiesen, an Bachläufen so findet, nicht nur zum essen, sondern auch Heilpflanzen aus Gottes Apotheke.

Und so traf man sich im Fernweh-Park und machte eine Führung entlang der Schwesnitz durch den Summa-Park – und danach gab es im warmen Schein der untergehenden Sonne im Fernweh-Park ein leckeres Buffet mit allerlei gesunden Kräutern, Quark, knusprigem Brot und herzhaften Plätzchen aus gerösteten Körnern. (Hinweis: Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie hochauflösend in voller Bildqualität zu sehen)

Corina Bächer lebt in Tauperlitz und wie sie auf ihrer Homepage schreibt, umgeben von Wiesen, Wäldern, Bächen und Seen. Während Nichtkundige beim Spazierengehen nur „Grün“ sehen,  hat Corina einen ganz anderen Blick dafür. Denn sie machte eine Ausbildung als Kräuterkundige und freut sich seitdem immer über die ungläubigen Augen, wenn sie während eines Kräuterspaziergangs dieses oder jenes oft unscheinbare Kraut am Wegesrand pflückt und erzählt, welche Delikatesse man da vor sich hat und was man daraus alles zaubern kann: Giersch-Pesto, Brennessel-Gnocchi, Johanniskrauttinktur und vieles mehr.

Was man unwissend einfach als Unkraut abtut, entaltet bei richtiger Anwendung vielerlei Heilwirkung. „Wenn man Nasenbluten hat, sollte man dieses Kraut in die Nase geben und zeigt auf das unscheinbare Hirtentäschel mit den kleinen, dreieckigen Täschchen. Und Gänseblümchen machen glücklich, entspannen, fördern die positive Stimmung“, sagt sie. „Schon zwei bis drei Blüten in den Salat genügen.“ Fernwehpark Initiator Klaus Beer: „Und die Knospe des Spitzwegerich, die sie uns zu verkosten gab, schmeckt wirklich so, als würde man gerade einen Champignon verspeisen.“

„Aber es ist auch Vorsicht geboten“. Die Pflanzenflüsterin deutet auf einen doldigen Blütenstand in ihrem Kräuterbuch, den man auch leicht mit einem Kümmel verwechseln kann oder mit einer blühenden Petersilie. „Diese isst man nur einmal… Schon wenige Blätter genügen…“Es ist der Gefleckte Schierling, der zu den giftigsten einheimischen Pflanzenarten gehört. Sie hat dazu keine dieser in Natura als Anschauungsbeispiel in der Hand. „Die kommt Gott sei Dank selten vor. “

Klaus Beer: „Das Tolle: Corina war da nicht etwa vorher entlang der Schwesnitz unterwegs gewesen und hat sich eingeprägt, wo welche Pflanzen und Kräuter zu finden sind. Nein. Sie läßt den Blick einfach ein wenig über den Wegesrain schweifen – und pflückt ganz spontan dieses und jenes Kräutlein, Blättlein oder Rispe, die eben gerade in diesem Augenblick entdeckt werden –  und weiß dazu viel Wissenswertes zu erzählen.“ „Diese Pflanze verzweigt ihre Äste zum Beispiel wie ein Lymphsystem und regt den Lymphfluss an… und der Breitwegerich läßt sich gerne treten“, sagt sie. „Einfach beim Wandern in die Schuhe einlegen, dann bekommt man keine Blasen.“ Und so schrieb Sylvia auch fleißig mit, um das soeben Gelernte in ihren Nahrungsplan einzubauen…“

Tischlein deck dich der Natur

Auf dem wunderschön gedeckten Tisch im Atrium dann konnte man all die Köstlichkeiten der Natur auch gleich probieren. Und während alle herzhaft in ihr Brot mit leckerem Kräuteraufstrich beissen, kreist über dem Fernwehpark ein großer Reiher. Denn der Park liegt in einem Biotop, inmitten herrlicher, urprünglicher Natur, fast wie in Watson Lake / Kanada, dem dortigen Sign Post Forest, der Ursprungsidee von Initiator Klaus Beer zum Fernweh-Park Germany.

Im Amphitheater vor der exotischen Schilderkulisse sitzen, die „Welt“ vor Augen, im Kopfkino sich wegträumen in fremde Länder, das Singen der Vögel im Ohr – im Fernweh-Park kann man positive Energie tanken.

Es war ein wunderschöner Abend mit vielen neuen Informationen über unsere heimischen Kräuter und Pflanzen, die man so am Wegesrand finden und auch essen kann… Alle Teilnehmer der Kräuterwanderung entlang der Schwesnitz und der danach folgenden Verkostung waren begeistert. Und wer eine solche Führung mit der Kräuterexpertin Corina Bächer einmal selbst erleben möchte, dem ist ihre Website zu empfehlen: www.wilde-moehre.com

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