Interview „Auf den Zahn gefühlt“: Der Fernwehpark Initiator als Mensch, ganz privat…

In dieser Rubrik unserer NEWS finden Sie Besuche, Events und Aktivitäten im Fernweh-Park und dem Amphitheater, bei denen es nicht direkt um Stars und Schilderübergaben geht – die aber so toll und interessant sind, um auf der Fernweh-Park Homepage dokumentiert zu werden. Wie diese hier…

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14. 07.2019: Auf den Zahn gefühlt: KLAUS BEER, Weltenbummler, Filmemacher, Buchautor, Initiator Fernweh-Park „Signs of Fame“

Klaus Beer, Initiator des Fernweh-Parks, ist durch seine Filmvorträge, Buchpublikationen und Initiator des Fernweh-Parks „Signs of Fame“ eine Person von öffentlichem Interesse. Unzählige Presseartikel sind bereits über ihn und seine Aktivitäten erschienen. Klaus Beer ist ein Mensch, der bewundert wird, aber auch polarisiert. Nur wer ihn näher kennt weiß, was die Grundlage all seiner Aktivitäten ist, wer er wirklich ist. Deshalb werden auch oft ganz persönliche Fragen an ihn gestellt über sein Lieblingsland, seine weiteren Ziele, aber auch ganz Privates wie z.B. seine Hobbies, was er gerne isst und trinkt, wo er mal entspannen kann und was so seine Träume sind. Klaus Beer hat sich bereit erklärt, all diese Fragen einmal öffentlich zu beantworten.

Wie kamen wir auf die Idee zu diesem Interview? Da gab es in einer Zeitung einmal eine Rubrik mit dem Titel „Auf den Zahn gefühlt“, in der bekannte Persönlichkeiten Fragen der unterschiedlichsten Art gestellt wurden. Wir haben diese noch einmal herausgekramt und weitere, aktuelle dazu gefügt. Auch ganz privater Natur. Ob Klaus Beer sie alle beantworten wird, haben wir uns gefragt. Aber lesen Sie selbst. In diesem Beitrag erfahren Sie sicher mehr über den „Menschen“ Klaus Beer, können ihn einmal von ganz privater Seite kennenlernen und sehen, wie er in Wirklichkeit „tickt“. (Hinweis: Wenn das Interview gefällt haben wir vor, weitere Personen des öffentlichen Lebens in dieser Art „auf den Zahn zu fühlen“… )

Hier aber erstmal ein paar Bilder, die Klaus Beer so zeigen, wie er ist, was er liebt, mit dem er sich identifizieren kann. (Bitte klicken Sie auf die Bilder, um diese groß und in hochauflösender Bildqualität zu erleben.)

 

Das Interview – „auf den Zahn gefühlt“:

Herr Beer, zuerst einmal vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview bereit erklärt haben. Da werden sicher Fragen kommen, die so noch nie an Sie gerichtet wurden. Sind Sie bereit…?

Klaus Beer: Zuerst mal sehen, was da so kommt. Ich habe es jedenfalls vor. Warum? Weil ich eine gläserne Person bin. Jeder kann wissen, was ich mag und was nicht. Ich kann nicht schauspielern. Bei mir merkt jeder sofort, wie er dran ist. Ob ich mit ihm kann oder nicht. Ich trage keine Maske. Und ich rede Klartext, egal ob ich damit anecke oder nicht. Sonst wäre ich auch nicht der Initiator des Fernweh-Parks, der Flagge zeigt zu Dingen, die meiner Meinung nach in der Welt verkehrt laufen.

Und ich habe gemerkt: Viele Leute, die mich nicht persönlich kennen, haben ein völlig falsches Bild von mir. Wenn mich dann mal Leute persönlich getroffen haben sagen sie: „Ich habe jetzt einen ganz anderen Eindruck von Ihnen als aus den Medien.“ Das ist völlig klar, da manche Zeitung oft schlechten Journalismus fährt, einseitig berichtet, alle Aussagen von Leute mit Geld ungefiltert abdrucken ohne die Gegenseite zu befragen. Aus Angst vielleicht, die könnten wenn man es nicht tut, keine Anzeigen mehr schalten. Es geht nur um Profit. Und die Leser dann diesen Bockmist, abgedruckte falsche Dinge, auch noch glauben und damit Menschen zu Unrecht in ein falsches Licht rücken, mit einem negativen Stempel behaften. Sensationsgeile Berichte sage ich da nur, damit mehr Zeitungen verkauft werden. Auf dem Rücken anderer… Wer in der Öffentlichkeit steht, wird dann eben bei Dingen, egal ob sie stimmen oder nicht, erstmal als Sau durch das Dorf getrieben. Es geht nur um Absatz der Zeitungen.

Wer im Moment nicht weiß was ich meine dem sei gesagt. Ich komme in meinem Leben mit vielen Menschen zusammen, erlebe an einem Tag oft mehr, als andere in drei Wochen. Positives wie Negatives. Ich stehe an der Front. Mitten im Leben. Unter Feuer. Einschläge rechts und links. Ich habe wunderschöne Dinge erlebt und erlebe sie laufend. Habe sehr nette Menschen kennengelernt, aber leider auch solche, die sich morgens gar nicht in den Spiegel schauen dürften. Denn wenn es Spiegel gäbe, die das wahre „Ich“ zutage fördern würden, müssten sich diese Leute vor sich selbst zu Tode erschrecken.

Deshalb ist es mir regelrecht ein Bedürfnis, überall die Wahrheit zu verbreiten, den Leuten die Augen zu öffnen, was die Presse an Schaden angerichtet hat, durch persönliche Gespräche wieder richtig zu stellen. Vor allem, die Schandtaten anderer nicht stehen lassen, sondern aufklären. Bis ins Detail. Dazu gehört, das man mir glaubt. Nicht nur durch handfeste Beweise, mit denen ich alle Aussagen untermauern kann, sondern auch als Mensch. Deshalb bin ich bereit, in diesem Interview auch Privates preiszugeben, ein ganzheitliches Bild abzugeben. Nur so kann man den wahren Menschen erkennen. Und deshalb beantworte ich gerne alles, spreche offen über auch sehr private Dinge. Ich habe kein Problem damit. So bin ich. So werde ich immer sein. Dazu stehe ich. Das kann jeder wissen. Schwarz auf weiß. Also schießen Sie mal los…“

Wenn Sie gerade die Machenschaften der Zeitung angsprochen haben. Sehen Sie sich gerne in der Zeitung?

Ja, wer nicht.? Natürlich nur in positiver Sicht. Aber man muss der Presse auch zugestehen, dann über eine Person zu schreiben, wenn es nicht nur um Friede, Freude, Eierkuchen geht. Nennen wir es doch beim Wort. Man wirft mir oft auch Mediengeilheit vor. Sagen wir so. Wenn ich zum Beispiel wochenlang, monatelang, ja oft jahrelang am arbeiten, also mailen, telefonieren, nachhaken, am Ball bleiben war, um einen Termin mit einem Star zu bekommen und dieses Treffen dann stattgefunden hat, habe ich glaube ich auch das Recht, mit diesem abgebildet zu werden. Wer mir das nicht gönnt, aus dem spricht der blanke Neid. Denn wenn zum Beispiel Hugo Meier oder Gretchen Müller das tun würden, könnten die sich auch mit dem Star in der Zeitung sehen. Aber während ich eben maile und telefoniere, liegen andere im Freibad, sitzen im Biergarten oder gehen spazieren. Ich hocke oft bei schönstem Wetter im Zimmer und… mache…  Also nichts tun und andere um deren Erfolge neidisch sein, ist ein absoltues NoGo. Wer für die Allgemeinheit nichts Interessantes tut, der steht halt nur zweimal im Leben in der Zeitung. Bei Geburt oder Tod. Womit ich aber nicht sagen will, dass es nur beachtenswerte Leute gibt, von denen man in der Zeitung liest. Im Gegenteil. Es gibt wunderbare Menschen, die im Stillen, geheimen wirken und damit wahre Engel sind. Vor diesen Menschen habe ich den meisten Respekt.

Zum Thema Zeitung möchte ich noch sagen: Natürlich braucht man diese. Denn wer sollte sonst erfahren, wann was wo los ist oder war? Ich bin für absolute Pressefreiheit. Doch diese hat eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe und Tätigkeit. Wie ein Arzt sage ich mal. Sie kann Gutes tun, aber auch zerstören, töten. Das gedruckte Wort hat eine nicht hoch genug einzuschätzende Macht. Wir leben in einem demokratischen Land mit Meinungsfreiheit. Und darauf bin ich sehr stolz und verurteile Länder wie z.B. die Türkei, China oder andere toltalitäre Staaten und deren politische Herrschaft. Aber das Gedruckte muss stimmen. Wenn jemand über einen anderen eine Meinung äußert, dann muss der Redakteur/in sofort zum Hörer greifen und die Gegenseite befragen. Wenn dann beide Antworten abgedruckt werden, kann sich der Leser eine objektive Meinung bilden. Aber nur eine Seite zu Wort kommen zu lassen und die andere gar nicht oder nur gekürzt zu bringen, ist ganz schlechter Journalismus.

Sprechen Sie da aus Erfahrung?

Das habe ich leider selbst erlebt. Sonst würde ich diesem Thema keinen so breiten Raum schenken.

Damit sind wir, immer noch, beim Heute. Doch fangen wir mal ganz von vorne an, wovon träumten Sie als Kind?

Von gar nichts. Ich wuchs in einem sehr behüteten Elternhaus auf, war geliebt und behütet, vielleicht zu sehr. Ich war nie in einem Kindergarten und außer in der Schule spielte ich nie mit Kindern auf der Straße. Dass ich mal mit anderen herumtollte, daran kann ich mich überhaupt nicht erinnern.

Was machten Sie denn sonst nach der Schule?

Ich beschäftigte mich nur mit mir selbst. Und dabei mal nicht mit dem, was Jungs so im Allgemeinen tun. Ich interessierte mich als kleiner Junge und Jugendlicher nicht für Autos, nicht für Fußball, machte null Sport, war wegen Erkältungen vom Schwimmunterricht befreit, kann bis heute nicht schwimmen, ja habe überhaupt ein sehr gestörtes Verhältnis zu Wasser. Wenn ich mal in so was Feuchtes hineinwate, dann nur bis zu den Knien und dann muss das Wasser schon um die 30 Grad haben wie z.B. in Sri Lanka. Kaltes Wasser und überhaupt Kälte ist für mich ein Greul. Ich werde erst munter so ab schönen 28 Grad. Auch bei 40 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit lebe ich auf, das ist meine Welt.

Gut, in Deutschland sind wir solche Temperaturen nicht gewohnt, aber in Indien, Pakistan, Thailand und vielen anderen Ländern ist das an der Tagesordnung. Sind bei uns dann – endlich – mal so herrlich warme Tage, drehen viele am Rad. Da ich diese Temperaturen von meinen Reisen her kenne, auch von meinem geliebten Las Vegas, wo es nachts um zwölf am Strip noch weit über 30 Grad hat, freue ich mich immer sehr, wenn es auch bei uns mal, leider für nur wenige Tage, so ist. Die graue und kalte Jahreszeit dauert bei uns fast ein halbes Jahr. Da sind doch dann solche Temperaturen richtig herrlich. Abgesehen von den Folgen der Trockenheit für die Bauern und Flußschifffahrtsverkehr und bei älteren Menschen, das ist aber wieder eine andere Sache. Ich antworte in diesem Interview ja nur für mich ganz persönlch.

Womit haben Sie als Kind gespielt?

Eigentlich nie so richtig. Ich hatte mal eine Ritterburg. Mit meiner Tante Erna war ich gerne spazieren. Am Geigengrund. Da spielte ich mit ihr immer Szenen aus den Sissi-Filmen nach. „Oh Prack (Rudolf Prack hieß damals ein gefragter Schauspieler in Heimatfilmen) „…geh nicht so hoch rauf auf den Berg“ musste Tante Erni immer rufen…“ Ich stand da als Sechsjähriger auf einem Minihügel… Ich kann mich daran noch gut erinnern. Herumtoben mit anderen Kindern? Nie. Ich war wie gesagt sehr behütet. „Die anderen Jungen sind immer böse“, sagte meine Mutter. „Zu denen gehst du nicht…“ Und so sah ich anderen Kindern immer nur vom Fenster beim spielen zu.

So mit zehn, zwölf, war ich das erste Mal mit einem anderen Jungen etwas in unserer Gegend unterwegs, nicht weit. Wieder Geigengrund, höchstens mal von der Ossecker Straße bis hoch zum Bismarckturm. Georg hieß der und sammelte Schmetterlinge. Ich war mit ihm mit Kescher und Netz unterwegs. Auch ich begann dann, bunte Falter zu sammeln. Zu töten. Präparierte sie. Dafür schäme ich mich heute noch und bitte Gott um Vergebung, dass ich diese wunderbaren Lebewesen tötete. Auch erschoss ich mit der Luftpistole meines Vaters im Garten Mäuse, schnitt ihnen die Schwänze ab als Trophäe. Zerfetzte Wespen mit einem Schnalzgummi.  Ich war wie ein Teufel. Als Kind ohne Sinn und Verstand für Tiere. Heute bin ich das Gegenteil. Ich rette jede Wespe, fange sogar Fliegen mit einem Häuschen mit Schieber, das immer parat liegt, wenn in unserer Wohnung mal was summt und brummt – und lasse sie wieder frei. Wenn Erika im Salat mal eine kleine Schnecke entdeckt, setze ich sie in ein Blatt, fahre sechs Stockwerke runter und lasse sie in der nächsten Wiese frei. Ich bin der größte Tierfreund und für die Erhaltung unserer wunderbaren Mutter Erde mit all seinen Geschöpfen in Flora und Fauna. Wenn ich heute einen dieser flatternden Juwelen sehe bitte ich Gott immer, dass er mir die Greueltaten meiner Kindheit vergeben möge.

Bezugnehmend auf die Signs of Fame im Fernwehpark mit jetzt über 400 Stars, wann begannen Sie sich für Stars zu interessieren?

So mit zwölf, dreizehn Jahren las ich mit Begeisterung die BRAVO und begann mich für Stars zu interessieren. Ich hatte zwei große Starschnitte im Zimmer hängen: Winnetou und Old Shatterhand.  Als ich mit meinen Eltern mal am Ammersee war, suchte ich das Haus von Manuela, die in Dießen wohnte. Sie war sogar zuhause und es wurden in ihrem Garten gerade Fotoaufnahmen für die BRAVO gemacht. Da stand ein Kugelstuhl, um ihn herum waren Gartenzwerge aufgebaut. Manuela saß in so einer weißen Kugel mit rotem Polster. Ich war hin und weg.

Dann nervte ich meine Eltern laufend, nach Grünwald zu fahren, da dort viele Stars wohnen. Ich dachte, wenn ich dort nur an den Häusern mit den hohen Hecken entlang laufe, schaut hinter jeder Ecke einer hervor… Hans-Jürgen Bäumler besuchte ich mal in seinem Haus in Oberbayern. Er war daheim und ich bekam am Gartenzaun ein Autogramm. Aber richtiger Autogrammsammler war ich nie. Marianne Koch traf ich mal im Modehaus Anders in Hof.

Ich hatte mal ein kleines Autogrammbuch. Darin haben Helmut Schmidt, Fritz Walter, Edith Hanke oder der Nürnberger Humorist Herbert Hisl „jo wergli…“ unterschrieben. Hisl war damals der erste Comedian überhaupt. Ich habe das Autogrammbuch dann über Radio Euroherz für die damalige Russlandhilfe versteigert. Es muss glaube ich jemand in Döhlau bekommen haben. Danach schlief das Ganze ein. Nach wie vor aber interessierte ich mich weiterhin für Schlager, Film und Stars. Roy Black hätte ich damals gerne mal getroffen. Ich habe ihn nie persönlich kennengelernt. Heute, wo ich so viele Schlageridole meiner Jugendzeit im „Signs of Fame“ verewige, geht das leider nicht mehr.

Ach ja, nicht zu vergessen. Ich investierte viel Geld in teure, hochempfindliche Super 8 Filme, als ich jahrelang die ersten Veranstaltungen in der Hofer Freiheitshalle im Film dokumentierte. Damals gab es den Fernweh-Park noch nicht, ich hatte noch nicht mal eine Auslandsreise gemacht. Die ersten Gehversuche mit der Filmkamera machte ich damals in der Halle. Ich traf dort die ganz großen Stars und die wohl mit letzten großen Showmaster wie Peter Frankenfeld, Catarina Valente, Vico Torianni, Hans Rosenthal, machte erste Interviews mit Ivan Rebroff und Dieter Hallervorden. Rudi Carell hörte ich im Gang vor seiner Garderobe mal ziemlich herumtoben, nicht wegen mir, sondern irgendwas hat ihn als Perfektionist nicht gepasst. Wie man so hört, war er nicht ganz einfach, wenn die Kamera nicht auf ihn gerichtet war. Und mit Peter Alexander saß ich eingeschlossen in einem Raum, die Tür nur einen Spalt offen, durch den er Autogramme reichte. Er musste in den Raum fliehen, sonst wäre er von den Fans erdrückt worden. Das war nach seiner Show. Er war fix und fertig und sehr blass. Daran kann ich mich noch heute erinnern. Das waren meine ersten hautnahen Kontakte mit Stars.

Wenn ich so überlege: Wenn es damals schon den Fernweh-Park gegeben hätte. All diese Showgrößen traf ich einfach so, sind nicht im „Signs of Fame“ verewigt. Und die Filme über die Shows in der Freiheitshalle kann ich gar nicht mehr anschauen. Sind Super 8 Filme, die Technik zum Wiedergeben funktioniert nicht mehr, da der Ton getrennt dazu angelegt wurde. Was nützen Musikstars auf der Bühne, wenn man ihre Lieder nicht hört oder die Sketche mit Frankenfeld und Valente stumm sind.

Muss aber dazu sagen, daß in den Siebziger Jahren die Sicherheitsbestimmungen noch ziemlich lasch waren, das heißt, es gab so gut wie keine Security. Ich war da oft stundenlang bei den Proben bei Fernsehsendungen dabei und habe das alles mit meiner kleinen Nizo Filmkamera eingefangen. Dazu ließ ich ein Tonband laufen und fummelte dann zuhause den Ton zum Bild. So synchron wie möglich.

Die Frankenpost wurde damals das erste Mal auf mich aufmerksam und der damalige Reporter, Herbert Baumgärtel, schrieb erste Berichte über meine Filmdokus in der Freiheitshalle. Überschrift: „Reihe 1, Platz 14“. Das war immer mein Platz vor der Bühne. Diese Dokumentation über die Veranstaltungen in der Freiheitshalle zeigte ich dann auch öffentlich in der Halle. Kostete mich ein Schweinegeld, die teuren, hochempfindlichen Filme. Auch die Eintrittskarten kaufe ich regulär.

Heute mietet das Fernsehen die ganze Halle, hat dort Hoheitsrecht und ihre eigene Security bewacht alle Ein- und Ausgänge. Bei Helene Fischer und Nena herrschte da Ausnahmezustand. Da kommt man nur mit offizieller Akkreditierung des Managements hinein.

Wie ist das, wenn man aktuell über 400 Stars persönlich kennt?

Nun ja. Lustig. Denn wenn ich abends so durchs Fernsehprogramm zappe gibt es keine Talkshow oder Musiksendung, aber auch Spielfilme, in denen ich die Stars, Interpreten und Schauspieler nicht persönlich kenne und ich mich dann oft an so manche Begebenheit erinnere, wie sie privat so sind…

Bei Führungen durch den Fernweh-Park kommen wir an 400 handsignierten Startafeln vorbei. Zu jeder gibt es eine Geschichte. Kein Startreffen gleicht dem anderen. Immer passieren unvorhergesehene Dinge. Meist erzähle ich die vom Treffen mit Arnold Schwarzenegger und Thomas Gottschalk, in dessen Sendung „Wetten dass…?“, ausgestrahlt aus der Hofer Freiheitshalle,  ich mal Saalkandidat war. Überhaupt ist meine Verbindung zu Thommy eine ganz Besondere, mit ganz irren Geschichten. Aber das hier zu erzählen würde zu weit führen. Das kann man alles bei Führungen hören oder in den einzelnen Star-Stories auf der Fernweh-Park Homepage nachlesen.

Herr Beer, Sie merken, wir springen kreuz und quer durch ihr Leben. Zu Stars werden wir an Stellen, wo es sich durch Ihre Antworten ergibt, sicher noch dieses oder jenes nachhaken. Jetzt mal zu Ihren Reisen. Wohin zog es Sie in jungen Jahren?

Ich hatte da erstmal überhaupt keine Reiseambitionen. Ich war ein behütetes Kind, heute sage ich, zu behütet. Für mein späteres Leben sicher nicht so gut. Meine Mutter hat mich mit Liebe umhüllt. Auch das habe ich erst später, viel zu spät schätzen gelernt. Sie wollte nur mein Bestes. Mit meinen Eltern war ich ab und zu mal in Österreich. In den Bergen. Nie an der See. So habe ich zum Norden bis heute keine Beziehung, auch eben nicht zu Wasser. Auch mein Vater konnte nicht schwimmen. Andere Länder waren unerreichbar. Italien damals eine Weltreise.

Wie kamen Sie überhaupt zum Reisen?

Nach meiner Heirat erst. Ich weiß noch ganz genau: Meine Frau Erika und ich lagen auf dem Teppich in unserem Wohnzimmer und wir blätterten Reisekataloge durch. Erika wollte nach Mallorca, ich hatte keine Vorstellungen. Als wir dann aber die Hotelblöcke sahen und Urlaubsanimationen, stieß uns das ab. Wir blätterten weiter und stießen auf Bilder von Hotels mit Kuppeln, maurische Bauten, gesäumt von Palmen. Das gefiel uns. Wo war das? Tunesien. Also buchten wir vierzehn Tage Tunesien. Das war 1976, der Beginn all unsere Reisen.

Warum?

Wir wussten überhaupt nicht, was uns da erwartete. Schon als wir vom Flughafen mit dem Shuttle ins Hotel fuhren, es war Nacht, sahen wir am Straßenrand kleine Feuer, vermummte Gestalten mit Kaftans hockten davor, Kamele wurden entlang der Straße geführt, Frauen in weißen und schwarzen Gewändern. Dann das bunte Treiben in den Bazaren. Das war eine andere Welt. So etwas kannte ich nicht. Das war wie 1001 Nacht. Und als wir dann noch eine 3-Tage Landrovertour in die Wüste buchten, gab mir das den Rest. Wir steckten in einen Sandsturm, bei Kebeli, ein Wüstenort, wir stießen fast mit einem Kamel zusammen, das schemenhaft aus dem Sandsturm auftauchte… In diesem Augenblick wusste ich: Das will ich, genau das. Reisen. Fremde Länder, Menschen, Sitten und Kulturen kennenlernen. Ich hatte damals meine erste kleine Super 8 Kamera dabei und filmte nach Österreich und der Insel Mainau erstmals dieses fremde Leben und Treiben. Es war um mich geschehen…

Ich muss da nun nachfragen, tiefer bohren. Sie wuchsen, wie Sie sagten, in einem behüteten Elternhaus auf und für Sie war als Kind Österreich das höchste aller Gefühle an Reisen. Woher kam da diese Sehnsucht nach fernen Ländern? War der Auslöser dazu nur der Tunesienurlaub oder steckte schon immer mehr in Ihnen, ohne dass sie es wußten?

Wenn ich recht überlege, interessierte ich mich auch als Kind nicht großartig für die weite Welt. Doch immer, wenn ich Freddy Quinn hörte, gefielen mir dessen Lieder von Seefahrt und fernen Ländern. „Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong, hab ich Sehnsucht nach der Ferne…“„und ich sag zu Wind und Wolken, nehmt mich mit…“  diese Textzeilen aus „Unter fremden Sternen“ habe ich noch heute im Ohr. Ich habe dieses Lied wohl hundertmal gehört als Kind. Da muss was gewesen sein, da hat Freddy was in mir entfacht… Oder „Chuanita hieß das Mädchen…“ aus „Die Gitarre und das Meer“. „Ob am Kay von Casablanca, ob am Kap von Salvador…“ oder „Seemann, lass das träumen…“ aus „Seemann, deine Heimat ist das Meer“, „…deine Freunde sind die Sterne, über Rio und Shanghai, über Bali und Hawaii“ – allein diese Textzeilen aus Freddys Liedern faszinierten mich. Ich habe Freddy in Jugendjahren geradezu vergöttert. Da war BRAVO die beste Plattform dazu. Ich lebte mit dieser Zeitschrift, Freddy und all den anderen Schlagerstars in einer anderen Welt. Auch Lolita mit ihren ebenfalls Seemannsliedern hatte es mir angetan.

Doch das verschwand  alles wieder in mir – bis es diese Sehnsucht nach der Ferne, dieses eben „Fernweh“ durch den Sandsturm in Tunesien wieder lebendig wurde, ins Bewusstsein und Gefühl katapultiert wurde. Freddy Quinn kann man sagen, war der Ursprung all meiner Empathie für Reisen und ferne, fremde Länder…

Und da ich wie gesagt immer sehr behütet war, der brave Bubi, musste ich viel später „die Sau rauslassen“ auf Reisen. Je abenteuerlicher, je dreckiger, je höher der Schlamm auf den Pisten spritzt, umso besser. Ich musste wahrscheinlich Versäumtes nachholen. Kein Balgen mit gleichartigen Jungs, jetzt Action auf den Pisten der Welt… Ich würde das so deuten, wenn ich Psychologe wäre.

Jetzt zu Ihrem großen Hobby, dem Filmen. Wie begann denn dieses so richtig?

Das fing an mit meinem ersten Filmen wie gesagt über die Veranstaltungen in der Hofer Freiheitshalle. Dann ein Film erstmal über ein fremdes Land. Tunesien. Diesen Super 8 Film, ordentlich geschnitten, vertont, auch mit Original Geräuschen von den Bazaren, aber überwiegend mit arabischer Musik untermalt, natürlich mit Text, zeigte ich das erste mal öffentlich in der Volkshochschule. Die Leute waren begeistert. Man muss bedenken, dass damals so gut wie noch niemand filmte. Video kam erst Jahrzehnte später. Man zeigte nur Dias, deshalb war das bewegte Bild etwas Besonderes. Aber: Ich filmte damals schon anders. Machte keine Urlaubsfilme. Fasziniert von diesem fremden Leben ging ich mit der Nizo auf den Märkten und in den Bazaren hautnah an die Menschen ran, schaute mit dem Objektiv in deren Kochtöpfe und dokumentierte einfach das, was mich persönlich faszinierte. Die Kultur, Sitten und Gebräuche, die Lebensweise der dort lebenden Menschen. Da ich vor dem Filmen schon fotografierte darf ich sagen, dass ich damals schon den Blick hatte. Und diese im Land eingefangenen Bilder wurden dann auf der Leinwand wieder ausgepackt und das bunte, exotische Leben wurde lebendig wiedergeben. Da konnte man die Reise noch mal nacherleben und zwar nicht eingefroren in einem Diabild, sondern in Bewegung. Das war wie Kino – und dorthin wollte ich schon immer.

Fühlen Sie sich als Kameramann?

Ja, auf jeden Fall. Das ist bis heute mein Leben. Da ich mich als Jugendlicher für Stars, wie gesagt, ich verschlang die BRAVO, Hollywood und Kino schon immer interessierte, stand für mich schon immer das „bewegte Bild“, sprich der Film, vor der Fotografie. Allerdings filmte ich so, als würde ich fotografieren.  Ich komponierte damals schon die Bilder in die Kamera, hielt nicht nur drauf. Die Bilder mussten erst durch mich durch. Ich muss sie spüren, empfinden. Dann muss die Bildkomposition passen. Ich löste die Kamera erst aus, wenn die Szene für mich perfekt war,  atmosphärisch dicht, ohne störendes Beiwerk. Denn ist zum Beispiel in einem Bildteil zu viel Leere oder etwas Unpassendes zu sehen, verändere ich den Standpunkt oder rücke mit dem Tele das Motiv so zusammen, dass es wirkt. Jede Einstellung muss ein fotografisches Kunstwerk sein. Das ist bis heute so. Deshalb flippe ich bei fremden Kameraleuten, die ja Amateure sind, immer aus, wenn sie einfach losfilmen, wenn zum Beispiel im Fernweh-Park der nichtsagende Weg rechts hinunter ins Amphitheater zu dominant zu sehen ist. Die Kamera müsste nur ein klein wenig anders positioniert werden – und schon ist der unatrakktive Weg nicht im Bild und der exotische Schilderhintergrund schließt neben der zu filmenden Aktion den rechten Bildanteil ab. So etwas muss man einfach sehen. Da muss man doch gar nicht darüber nachdenken. Das spürt man und setzt es instinktiv im Sucher um.

Warum wurden Sie nicht Kameramann? Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Ich wusste nach der Realschule nicht, was ich werden wollte. Da mein Schulabschluß erstaunlicherweise gut war, stand eines Tages jemand von der Sparkasse an der Tür und fragte, ob ich nicht dort anfangen wollte. Meine Eltern sagten: „Da bist Du immer sauber angezogen, keine Schichtarbeit, das wäre doch was.“ Für mich war nur wichtig, dass ich jeden Tag ab halb fünf frei hatte und das Wochenende nicht arbeiten musste. Da dies bei der Sparkasse der Fall war und ich nichts anderes wusste, begann ich dort eine Banklehre.

Hatten Sie sonst überhaupt keine Vorstellung, welchen Beruf Sie mal ergreifen wollten?

Nun ja, als Kind wolle ich Schmetterlingsfänger wie Lord Castlepool in den Karl-May Filmen werden, in der Pubertät Frauenarzt, später Innenarchitekt oder Landschaftsarchitekt (heute baue ich in unserem Schrebergarten Steingärten und Flusslandschaften) oder Journalist. Am besten aber irgendwas beim Film oder Fernsehen. Ich hatte aber nie den Mut umzusatteln und was anderes zu machen, da ich ja meine Frau in der Sparkasse kennenlernte. Für das Fernsehen hätte ich ja an die Filmhochschule in München gehen müssen, zwar in mein geliebtes München, aber weg von meiner Frau. Diese war in Hof in der Sparkasse, mit ihrem Beruf glücklich und ich wollte bei ihr bleiben.

Gefiel es Ihnen dort, in der Sparkasse?

Diese Entscheidung war der größte Fehler meines Lebens. Für mich waren Zahlen, Formulare und Bürokram schon immer ein Greuel. Das wusste ich aber erst, als ich meine Banklehre absolvierte, die erstaunlicherweise mit 1,1. Wie ich das machte, weiß ich heute noch nicht. In der Schule war meine beste Note in Mathematik eine Vier. Eine Fünf war auch schon gut, zumindest keine 6, die ich oft hatte. Schon in der Schule hasste ich Mathe, Physik und Buchführung. Also perfekt für einen Banker… Wirklich gut war ich nur in Deutsch, Religion, Erdkunde. Die Bank war für mich 40 Jahre ein Lebensgefängnis, ein Horror ohne Ende. Ich hatte aber nie den Mut auszusteigen und was anderes zu machen. Denn ich lernte meine Frau in der Sparkasse kennen. Sie war der Kopfmensch, ich der Bauchmensch. Sie schrieb für die Sparkasse Computerprogramme, mit denen sogar andere Sparkassen arbeiteten. Sie war in ihrer Abteilung unentbehrlich, hatte sogar so einen Sonderschutz, ich weiß nicht… Irgendwie unentbehrlich eben. Ich dagegen: Wenn mal jemand am Schalter erschien und ich einen Bausparvertrag ausfüllen musste, wurde mir schon schlecht…

Wie haben Sie durchgehalten?

Ich suchte mir einen Sinn im Leben. Und das war Reisen und die Schönheiten der Welt an mein Publikum weitergeben. Ich lebte nur von Urlaub zu Urlaub. Meine Kasse stimmte immer. Ich war der beste Kassierer, den man sich vorstellen konnte. Aber nur aus einem einzigen Grund. Denn wenn man abends nach Dienstschluss eine Differenz suchen musste, durfte ich ja nicht heim. Deshalb passte ich wahnsinnig auf, dass meine Kasse immer stimmte, um abends den Ort des Grauens so schnell als möglich verlassen zu können. Das Schlimme: Die Kollegen wussten ja, dass ich nach der Arbeit meine Filme an den Volkshochschulen im Landkreis und später auch weiter weg vorführte. Das durfte aber tagsüber niemand wissen. Warum? Neid. Ich stand damals mit den Filmvorträgen schon oft in der Zeitung. Und so gab es auch einen Kollegen, der bewusst eine Fehlbuchung reinhaute, damit man abends suchen musste. Nichts schlimmes, konnte man wieder stornieren. Nur die Kasse stimmte eben nicht, bis man nach Aufaddieren der Belege den Fehler gefunden hatte. Nur bis das der Fall war, da konnte es schon mal 18.00 Uhr oder später werden, musste ich bleiben. Der Kollege zwar auch, aber das nahm er in Kauf, um mir zu schaden, damit ich nicht weg konnte. Und Hunderte Kilometer weiter füllte sich, z.B. in Regensburg, schon der Saal mit Zuschauern. So spürte ich damals schon einen Hass auf Menschen…

Und so saß ich da in meinem Panzerglaskäfig, eingesperrt und fragte mich, warum ich mich für die paar Kröten mein Leben lang so prostituieren muss? Nur wegen dem blöden Geld, das wirklich nicht viel war? Draußen herrlichstes Wetter, Sommer, den ich nur hinter dicken Scheiben erahnen konnte, nur abends durfte ich raus. Zum Freigang. Was hatte ich verbrochen, um da eingesperrt zu sein. Man kann sagen, andere wären froh, Arbeit zu haben. Doch so sah ich das damals nicht. Ich beobachte durch die Scheiben nur das Leben draussen, saß hinter „Gittern“ – Panzerglas und musste diesen Mist machen. Das war für mich die Hölle. Dazu hatte ich einen Filialleiter, der bei geringsten Kleinigkeiten rumbrüllte. War ich in der Kasse um dort meine Arbeiten zu machen brüllte er durch die Scheiben: „Kolleech“ – er sage immer „Koleech“, „Sie müssen an den Schalter…“ Aber wenn ich viel Geld zu zählen und zu bündeln hatte kam auch niemand vom Schalter in die Kasse und half mir. Einmal bemerkte ich nicht schnell genug einen Kunden, da ich mit dem Rücken zu ihm stand und Kontoauszüge einschaltete („einschalten“ nannte man das, wenn man den Auszug in die Kontomappe einlegte). Da brüllte er mich vor dem Kunden an: „Sie können doch den Herrn… nicht stehen lassen…“ Ich bediente dann den Bäckermeister,  ging danach in die Kasse, ergriff die Schere, mit dem ich immer die Geldsäcke aufschnitt und stach Ordner ab. Rammte die Klinge in die Orderrücken. Wam, wamm, wamm… Denn vor einem Kunden mich blöd anmachen lassen und das auch zu schlucken, konnte ich schon damals nicht. Die austeigende Agression musste raus…

Später sah die Geschäftsleitung, dass ich mehr bewirken konnte, wenn ich etwas anderes machen würde. Ich war dann im Marketing, Werbung, das machte mir Spaß, da konnte ich meine Fähigkeiten einigermaßen kreativ einsetzen. Später, als Personalratsassistent, war ich weiterhin weg vom Geld, hatte mit Kollegen zu tun. Das gefiel mir auch.

Da aber gab es auch so einen, der neidisch war auf meine Filmvorträge. Ich machte damals die hausinterne Zeitung „Internas“. Der Kollege musste die Texte immer Korrektur lesen. Als er mich mal blöd anmachte wolle ich ihn testen und schrieb bewußt ein Wort falsch. Statt „Selbstbefreiung“ „Selbstbefriedigung“. Wenn schon Test, dann richtig,. Wollte nur sehen, ob er den Fehler finden würde. Am anderen Morgen wurde aus heiterem Himmel zum obersten Chef der Sparkasse gerufen. Zum Direktor. Der machte mich, im Beisein des Kollegen rund und sagte: „Wenn Herr… das übersehen hätte, wäre es so gedruckt worden, wie würde da die Sparkasse da stehen…“ Ich entgegegnete, dass es nie so gedruckt worden wäre, da ich den Fehler ja bewußt eingebaut hatte, um zu sehen, ob er die Texte aufmerksam korrigiert. Wenn er ihn nicht gefunden hätte, hätte ich ihn natürlich vor dem Druck korrigiert. Gut, war sicher nicht korrekt von mir. Aber er hätte zu mir kommen und mich auf den Fehler aufmerksam machen können. Doch was machte er? Der sah die einmalige Chance, mich in der Direktion anzuschwärzen. Ohne ein Wort zu mir zu sagen, ging er zum obersten Chef. Das war wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Mit so etwas hatte ich nicth gerechnet. Ich war so geschockt, dass ich danach einige Woche stotterte.

Möchte aber eines klarstellen: Ich habe nie die Sparkasse selbst gehasst, sondern nur das, was man darin machen musste. Geld zählen, Zahlen, Formulare. Aber das sind nun mal die Dinge, die man in einer Bank tun muss… 🙂 Heute gehe ich nach wie vor zu den Weihnachtsfeiern und habe zu vielen Kolleginnen und Kollegen ein herzliches Verhältnis. Nur zu dem Arsch natürlich nicht, der absichtlich Differenzen buchte, um mir den Filmvortrag zu versauen. Und wenn wir schon mal Klartext sprechen. Arschloch (bewußt ausgeschrieben) wurde in meinem Leben ein Überlebenswort, da ich – leider – noch viele dieser Spezies begegnen sollte… Gut, das mit dem vertauschten Wort war mein Fehler. Dafür in irgendeiner Form zur Rechenschaft gezogen zu werden, ist einsehbar.

Aber für Leute, die einen ohne jeglichen Anhaltspunkt grundlos für irgendetwas beschuldigen, das man bewiesenermaßen überhaupt nicht getan hat und die einen regelrecht verleumdet haben, für die gibt es für mich nur diesen einen Ausdruck – mit Hochgenuss ausgesprochen! Denn ich hatte mal ein Magengeschwür. Ein Arzt sagt damals zu mir: „Bevor Sie den Ärger in sich reinfressen, greifen Sie zum nächsten Gegenstand den sie finden, und zerdeppern diesen auf dem Fußboden. Egal was es ist. Auch wenn es eine teure Mingvase ist. Dann bekommen Sie kein Magengeschwür mehr.“ Und so ist eben dieses Wort für mich mein Gesundheits-Zauberwort. Selbst wenn mir ein Kugelschreiber runterfällt und ich spüre, dass ich beginne, mich auch nur im Bruchteil einer Sekunde darüber zu ärgern, mitten in einem gerade kreierten Satz diesen unterbrechen zu müssen, vom Stuhl aufstehen und mich danach bücken zu müssen, sage ich zum Kuli „Arschloch“. Ich meine damit nicht den armen Kugelschreiber, sondern ich versuche damit, ein in mir aufsteigendes negatives Gefühl zu eleminieren. Aber es gibt Leute, denen müsste man dieses Wort auf die Stirne tätowieren, so fies und gemein sind sie. Das Schlimme: nach Außen geben sie sich als Strahlemänner und Strahlefrauen, sind in jedem Verein an oberster Stelle und glänzen – mit Geld. Und genau deshalb sind sie angesehen und niemand traut sich, ihr Tun zu hinterfragen. In Wirklichkeit halten sie sich an keine von ihnen unterschriebenen Verträge, glauben, sich über alles hinwegsetzen zu können. Sind als Menschen wahre Schweine. Man hat ja Geld und kann sich die besten Anwälte leisten, um damit andere fertig zu machen… Ich spreche da leider aus Erfahrung.

Wie verhält sich Ihr Überlebenswort mit ihrem Friedensprojekt?

Es gibt eben Menschen, die hebeln selbst die besten Vorsätze aus. Und da bin ich mir selbst der Nächste. Bevor ich vor die Hunde gehe, alles in mich hineinfresse, krank werde, wehre ich mich. Einstecken ohne Gegenreaktion, das liegt nicht in meiner Natur. An erster Stelle steht hier natürlich die verbale Kommunikation. Gewalt ist out. Denn es gibt intelligentere Möglichkeiten. Das steht für mich an erster Stelle, die Wahrheit über das schändliche Tun des anderen ans Tageslicht zu bringen. Trotz Friedensgedanken nichts zu unternehmen, alles nur einzustecken, ist nicht mein Ding. Der Weg zum Frieden ist auch die Auseinandersetzung mit der Gegenseite. Unternimmt man nichts, hat die Öffentlichkeit ein völlig falsches Meinungsbild – deshalb steht Aufklärung und die reine Wahrheit bei mir an erster Stelle.

Von der Sparkasse, Ihrem Frust und daraus resultierenden Reaktionen zu dem, was Sie „überleben“ ließ, zurück zu Ihren Reisen, also zu dem, was Ihnen gut tat und tut.  Welche Länder haben Sie im Laufe Ihres Lebens besucht?

Nun ja, wir begannen in Tunesien, Marokko, 1978 folgte eine Saharaexpedition. Mir ging es da mitten in der Zentralsahara so schlecht, dass ich mir schwor, wenn ich da wieder lebend rauskomme, nur noch nach Österreich zu fahren. Ich hatte wahrscheinlich zu viel gefilmt, zu wenig getrunken, es könnte was mit Kreislauf gewesen sein. Ich weiß nur noch, dass meine Nizo neben mir auf dem Sitz des Landrovers hin- und her schepperte. Sonst ein Unding. Ich achtete immer darauf, dass der Kamera nichts passierte. Doch ich war zu schwach, um die Filmkamea in die gepolsterte Filmtasche zu stecken. Draußen zogen Traumbilder an mir vorüber. Tuaregs, in blauen, wehenden Gewändern auf schneeweißen Kamelen. Mich interessierte das alles nicht. Nicht mehr. Normalerweise wäre ich bei solchen Motiven ausgeflippt. Doch jetzt zog ich mich gedanklich an etwas ganz Irrationalen hoch. Ich stellte mir eine Dose Pfirsiche vor, die ich sonst aber kaum aß… Aber in diesem Augeblick war so ein saftiger Pfirsich mein Rettungsanker. Bis Tamanrasset hing ich drei Tage lang wie tot im Landrover. Aber plötzlich, von einer Stunde auf die andere, spürte ich wieder Lebenskraft… Österreich war sofort vergessen und ich filmte ein Fest der Tuarags in Djanet. Ich war wieder der Alte.

Nach Algerien ging es weiter mit Finnland. Das gefiel mir überhaupt nicht. Regen, Mücken. Alles flach. Birkenwälder. Die vielen Seen, die den Reiz ausmachen, sah man ja nicht. Nur von oben. Die Straße von Rehau nach Faßmannsreuth sah auch nicht anders aus. Könnte Finnland sein. Ich hätte nach der Sahara nach Norwegen fahren müssen, dann wäre es vielleicht anders gekommen. Seitdem habe ich kein einziges nordisches Land mehr bereist. Ich mag Sonne, Wärme, Hitze, Länder mit Schönwettergarantie und natürlich Palmen, da vor allem Kokospalmen mit ihren langen, schräg gewachsenen Stämmen und grüngelben Wedeln. Die schönsten Kokospalmenwälder sah ich in Sri Lanka und in Kerala, Südindien.

So bereisten wir nach Finnland Indien, Nepal, Thailand, Ladakh, Sri Lanka, Südafrika, Venzuela, Australien, Neuseeland, Ägypten, Ostanatolien, Jordanien und Syrien. Ich habe dort in Aleppo gefilmt, dem schönsten Bazar des vorderen Orients und auch in Palmyra, das heute von den Teufeln des IS zum größten Teil zerstört ist. Wir waren auch in Pakistan, Srinagar, fuhren mit dem Boot über den traumhaft schönen Talsee und waren in Ländern, die man wegen Krieg und Terrorismus nicht mehr bereisen kann. Das ist auch der Grund, den Fernweh-Park geschaffen zu haben, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Nicht zu vergessen, die USA. Dort war ich in den vergangen dreißig Jahren 27 mal unterwegs. Mich faszinieren im Südwesten die roten Felsen, Canyons, die grandiosen Traumlandschaften, die es nirgendwo anderes auf der Welt gibt. Ich sage immer: „Hat man diese einmal erlebt, ist man für den Rest der Welt in Sachen Naturwunder versaut , grob ausgedrückt. Sorry, ich benutze gerne extreme Wörter, um etwas besonders heauszumeiseln.“

Obwohl man es nicht sollte, da jedes Land seinen eigenen Reiz hat, vergleicht man leider immer. Ich zumindest. Da gibt es z.B. in Australien die Attraktion Kings Canyon. Da fährt man vier Stunden rote Staubpiste. Und steht dann vor einer Schlucht, die in den USA nicht mal ein Nationalpark ist, sondern ganz normale Landschaft. Die Faszination Kings Canyon liegt deshalb bei mir nicht am Canyon selbst, sondern auf der Fahrt dorthin: die rote Staubpiste ist für mich das Highlight. Der Osten Nordamerikas ist für mich nicht so interessant. Die Gegenden dort, wie bei uns. Aber: Man kann aber entlang eines besonderen Highways, des „Highway 50“, „the loneliest road of America“, auf Zeitreise gehen, dreißig, vierzige Jahre zurück. Die USA von Ost nach West zu durchqueren, das war dann wieder was für mich. Die alten Wüstenkaffs dort, abseits jeglichen Tourismus, das ist das echte, ursprüngliche Amerika. Da ich ein „Lost Places“ Fotograf bin üben solche verfallenen Orte, wie natürlich auch die „Route 66“, eine große Faszination auf mich aus. Deshalb ist auch mein Film „That`s America – from coast to caost“, für mich neben Indien eines meiner schönesten Filmproduktionen. Denn das ist keine tote Straße wie die 66, sondern da leben noch immer Menschen, in einer anderen Welt, Jahrzehnte zurück.

Bei welchem Land bekommen Sie Gänsehaut?

Im positiven Sinne, nehme ich an. Das steht für mich an erster Stelle Indien. Ein Land wie aus einem Bilderbuch von Shereszade. Ein Land der Gegensätze. Die Waschungen und Totenverbrennungen an den Ghats am Ganges in Varanasi (früher Benares), der heiligen Stadt des Todes, wenn die Sonne aufgeht, ein Wahnsinn…  Die Gurus, Heiligen Männer, die bunten Märkte. Thailand mag ich auch, war zweimal dort. Der Unterschied zu Indien aber – ich möchte das an einem Bild festmachen: Hellgrüne Reisplantagen, im Hintergrund hochaufragende Kokospalmen. Im Wasser stehende Frauen, die Reis pflanzen. Das gleiche Bild in Indien und Thailand. In Indien sind die Frauen gewandet in bunte Saris, tragen goldene Armketten, Schmuck in den Ohren und in den Nasenflügeln. Traumbilder. In Thailand dieselbe Grundlage, eben Reis, Palmen, aber hier die Frauen mit Gummistiefeln, Jeans und auch mal ein T-Shirt, mit der Mickey Mouse drauf. Da schüttelt es mich als Filmemacher. Ich gebe zu, dass ich sehr gerne Traumbilder mit der Filmkamera einfange und die Realität ausspare. Ich zeige diese nur dann, wenn es gewollt ist, so auch in meinem neuen Film „Shooting Wild West“. Da filmte ich erstmals bewusst auch den Massentourismus in den Nationalparks, komme auf die Verbrechen des weißen Mannes an den Native Americans zu sprechen. Aber in Thailand hat es mich bei solchen Bildern richtig geschüttelt. Passte für mich als Exotikfreak nicht in den Sucher der Filmkamera.

Bevor wir zum Fernweh-Park kommen, zuvor noch ein paar ganz private Fragen: Wo können Sie entspannen?

Beim Fernsehschauen. Ich schaue wahnsinnig gerne Fernsehen, zumal ich ja viele der dort zu sehenden Künstler und Stars in TV und Film persönlich kenne. Ab 20.00 Uhr hänge ich nur noch vor dem Bildschirm. Ich arbeite von früh bis abends am PC, bearbeite Bilder und schneide Videos über die Stars und Aktionen im Fernwehpark, maile, telefoniere mit Managements, Presse und Medien, mache neue Termine aus, dann ist am Abend einfach die Luft raus. Und da ich ein optischer Mensch bin, ist für mich Film und damit verbunden, abends Fernsehschauen, das Höchste. Ohne Fernseher könnte ich nicht existieren. Leider aber mussten in der letzten Zeit auch solche Fernsehabende der Filmbearbeitung am PC weichen. Ich musste auch Abends was tun, denn sonst wäre ich in der Bildauswertung der sich gehäuften Startreffs nicht mehr nachgekommen.

Was schauen Sie am liebsten?

Früher hatte ich keine Sendung von „Wetten dass…“ versäumt, jetzt schaue ich „Verstehen Sie Spaß?“, die großen Quizshows mit Kerner und Hirschhausen, Ländersendungen, Tiersendungen. Nie verpassen wir „Elefant, Tiger Co“, schauen auch gerne die „Rosenheim Cops“ und „Um Himmels Willen“. Meine absolute Lieblingssendung ist zur Zeit auf NDR „Kaum zu glauben“. Ich wäre mit der Star-Handabdrucksammlung selbst fast schon in diser Sendung gewesen. Doch dann hat man mich doch nicht genommen, da mich drei vom Rateteam, Stephanie Stumph, Jörg Pilawa und Bernhard Hoëcker, persönlich kennen. Ich hätte mich da verkleiden müssen…

Wo zappen Sie weg?

Bei „Let`s dance“, Kochsendungen und dümlichen Talkshows am Nachmittag (obwohl ich zu diesem Zeitpunkt sowieso nie schaue). Und sofort bei Sendungen, woin einen Film Publikumslacher aus der Konserve eingeblendet werden. Das finde ich furchtbar. Und bei Fußball, allen Sportsendungen, Autorennen, Tennis. Ab und zu schaue ich mal rein in Frauenfußball, die Mädels fetzen für mich mehr als Männer. Oder ausnahmsweise mal eine WM Finalspiel, weil meine Frau das will und Freunde zum gemeinsamen Schauen einlädt. Da muss ich notgedrungen gucken. Aber das läßt mich alles kalt. Was habe ich davon, wenn Deutschland gewinnt? Ich bin zwar ein Deutscher,  aber habe null Nationalstolz. Ich fühle mich in der ganzen Welt zuhause. Aber mir fehlt da wahrscheinlich ein Gen. Ich kann nicht verstehen, sich für einen Verein zu begeistern. Die Fans jubeln den Spielern zu, die bekommen viel Pulver, kennen aber die Anhänger, die das Geld bringen, überhaupt nicht. Und Hooligans sind sowieso Idioten.

Interessiert Sie Sport überhaupt nicht?

So ist es. Ich bewundere zwar jeden, der da Leistungen vollbringt. Habe größten Respekt vor den Athleten. Vor allem vor Radfahrern, denn ich weiß, wie anstrengend das ist. Nach dem Aufpumpen des Reifens bin ich immer schon so fertig, dass ich gar nicht mehr losfahren mag 🙂 Und da ich eben selbst nie Sport betrieben habe, habe ich null Beziehung dazu. Außer: Boxen. Da stand ich schon als Jugendlicher in der Nacht auf und guckte die Kämpfe mit Cassius Clay, später Muhammed Ali. Auch Kickboxen gefällt mir und alle asiatischen Kampfsportarten. Das ist Kampf Mann gegen Mann. Ich bereue es heute noch, nicht Judo, Taekwondo oder Karate gelernt zu haben. Und da ich als Kind nie mit einem Ball gespielt habe, habe ich keine Beziehung zu jeglicher Art von Ballsport. Daran wird`s wohl liegen.

Welche Filme schauen Sie sonst noch?

Da ich wie gesagt leidenschaftlicher Cineast bin, Spielfilme. Ich habe ein eigenes Heimkino mit 3D Beamer und eine Leinwand, die man über die gesamte Fensterfront herunterlassen kann. Das fetzt. Da ich zu faul bin, nach einem Film im Kino wieder nach Hause fahren zu müssen, habe ich mir ein eigenes Kino eingerichtet. Ich hatte früher Tausende von VHS Kassetten. Alle entsorgt. Die besten Filme kaufte ich mir auf DVD nach. Nachdem ich dann Heimkino hatte und DVD es auf einer großen Leinwand nicht bringt, kaufte ich alle guten Filme noch mal auf Blu-ray nach. Da sind einfach die Totalen, die Massenszenen um Welten schärfer. Bei 4K aber ist nun Schluss. Da mache ich nicht mehr mit. Normales Fernsehen schaue ich auf Großbildschirm, aber da habe ich ein Problem. Ich habe einen sehr guten, den besten, den es vor vielen Jahren gab, mit sehr gutem Schwarzwert, aber mit breitem Rand herum. Der nimmt Bildinhalte weg. Der Fernseher schaut war groß aus, aber was dann an sichtbarem Bild letztendlich übrig bleibt ist mir zu wenig. Ich liebe Grußbildschirme. Für meine Frau und ich glaube, für alle Frauen, ein Graus. Frauen lieben halt Schuhe und Männer Großbildschirme. Meine Schuhe sind ausgetretene Stiefel, mir völlig egal. Aber ein Riesenbildschirm an der Wand, mit nur schmalem Rand, wäre so ein weiterer Lebenstraum von mir.

Noch einmal nachgehakt, welche Kinofilme schauen sie am liebsten?

Die Blockbuster von Hollywood, da am liebsten knallharte Actionfilme mit Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Bruce Willis, Jason Statham, Jean Claude van Damme und Scott Atkins. So richtig schönes Krach-Beng-Bumm Kino. Auch Endzeitfilme von Roland Emmerich „The day after tomorrow“ oder „2012.“ Und natürlich alle Rambo und Rocky Filme. So richtig in Form ist sind aber nur noch Atkins und Statham. An Jackie Jackie Chan kommt keiner in den Stunts ran, er ist der größte, aber ich schaue seine Filme nicht. Ich mag diesen Klamauk darin nicht, grinsende, trottelige Chinesen, die für Spaßeffekt eingesetzt werden und für mich den ganzen Film vermiesen.

Das dürfte ich als Initiator des Friedensprojekt „Fernweh-Park“ und bekennender Christ eigentlich gar nicht sagen: Bei den Actionfilmen muss man aber die Einschußlöcher sehen, muss schon Filmblut spritzen. Sorry. Für mich müssen die Filme realistisch abgedreht sein. Da feuert einer aus einer MP und man sieht keine Einschußlöcher? Oder blitzen nur Feuerwerkskörper an den Wänden oder am Körper auf?  Z-Movie. Ab in den Müll. Mein Lieblingsfilm ist zum Beispiel „96 Hours“ mit Liam Neeson, aber nur „Taken 1“, dann „Face off – Im Körper des Feindes“, „The Rock“,  „Con Air“, „Blood Sport“ und alle Fast & Furios Filme. Und natürlich die Bruce Willis Klassiker Reihe „Die hard – Stirb langsam. 1-6“. Und die Filme mit Scot Atkins. Der langt noch richtig zu.

Leider habe ich zu wenig Zeit, die Filme groß auf Leinwand zu schauen. Da meine Frau keine Actionfilme mag geht das erst, wenn sie schlafen geht. Aber dann kann ich den Dolby Surround nicht mehr laut aufdrehen. Der Subwoofer steht schon auf dreifach Schaumstoff als Dämpfer für die Nachbarn…

Ich gebe es zu, das ich Rachefilme wie eben „96 Hours“ liebe. Wer mir was antut, kommt nicht ungeschoren davon. Wenn man meiner Frau etwas zuleide täte, würde auch ich wie Liam Neeson im Film halb Paris in Schutt und Asche legen, um sie zu retten und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Ich sehe aber auch ein, dass das im Gegensatz eines Christen und auch Initiator eines Friedensprojekts steht. Man sollte Gott Rache üben lassen. Er sorgt für Gerechtigkeit. Aber die andere Wange auch noch hinhalten, soweit bin ich noch nicht. Denn was ich in den vergangenen Jahren an bösen und widerwärtigen Menschen erleben musste, habe ich noch nicht aufgearbeitet und in mir gärt immer noch der Drang nach Vergeltung. Sorry aber das ist so. Wenn ich mich aber schon mal dazu bereit erklärt habe, mein Innerstes offenzulegen, dann nehme ich mir auch hier kein Blatt vor den Mund. Das Aufzeigen der Wahrheit geht bei mir über alles und es kann einfach nicht sein, dass Menschen, die jemand zu Unrecht gemobbt, verleumdet haben, ungeschoren davon kommen. Mein einziger Trost. Jeder muss mal vor Gott Rechenschaft über all sein Tun und Handeln ablegen. Auch ich. Deshalb arbeite ich daran, auch vergeben zu können und Gott Gerechtigkeit sprechen zu lassen. Ich müsste da eigentlich gar nichts tun. Könnte getrost die Hände in den Schoß legen und ihn machen lassen…

Welche Filme schauen Sie nicht?

Ich schaue zwar auch gelegentlich Horror, „The hills have eyes“ oder „From dusk till dawn“, aber nur den ersten mit George Clooney, oder auch, aber auch hier nur sehr gut gemachte, Zombiefilme. Filme  mit okkulten Dingen sind für mich tabu. Oder welche, in denen der Glauben lächerlich gemacht oder nicht mit dem gebührenden Respekt behandelt wird. Beispiel: Ich liebe die ersten Jean-Claude van Damme Filme, habe fast alle in der Sammlung, wo JVD drauf steht. Aber ich habe mir letzthin einen gekauft, der flog nach den ersten Minuten des Anschauens sofort in den Müll. Trotz van Damme und neu und teure Blu-ray. Denn da gibt es eine Szene, in der er aus dem Nachttisch des Hotelzimmers die Bibel nimmt und diese als Waffe benutzt, damit auf seine Gegner einschlägt. Da fehlt mir der Respekt zum Wort Gottes. Das gleiche gilt für den Koran oder Symbole anderer Religionen. Man muss diese in Respekt und Toleranz begegnen.

Wer vielleicht nur mit einem Heiligenschein durch die Gegend läuft, den nimmt man seine Gedanken und Aussagen vielleicht weniger ab. Aber ich stehe mit beiden Beinen im Leben, habe „Krieg“ in allen Richtungen, kämpfe an vielen Fronten, bleibe aber meinen Einstellungen und meinem Glauben treu.

Und wo können Sie noch entspannen?

Außer eben Fernseh-  und Filmeschauen bei langen Spaziergängen mit meiner Frau, Wanderungen, in meinem Garten, wo ich nach jeder Reise die dort gesehenen Landschaften in Miniatur nachbaue, Wüsten, Steingärten. Auch lege ich gerne Teichlandschaften an. Leider habe ich jetzt von meiner Frau Stein- und Sandverbot für unseren Garten.

Welche Musik hören Sie am liebsten?

Ich bin mit der schönsten Musik aufgewachsen, die es je gab. Die Musik der good old sixties and seventies. Da kommt nichts drüber, so etwas gibt es  nicht mehr. Ich kann mit diesem gesäuselten Einheitsbrei von heute überhaupt nicht anfangen. Jedes Lied klingt gleich, ist von Sänger und Sängerin austauschbar. Ich brauche keine Problemsongs, sondern Melodie. Und mit diesem Sprechgesang, wie Rap oder HipHop, kann ich sowieso nichts anfangen. Das ist für mich keine Musik. Das ist für mich ein Greul. Aber wie gesagt. Nur für mich. Ich respektiere natürlich, wenn andere das mögen. Thema Toleranz, die ich ja „predige“. Aber selbst muss ich das ja nicht für gut finden. Andere sollen natürlich damit glücklich werden. Und das ist der große Unterschied. Wenn man etwas selbst nicht mag muss man aber tolerant genug sein ist, dies von anderen zu akzeptieren. Wie gesagt, kann ich auch mit Fußball nichts anfangen. Aber ich rede nicht negativ über Fans im Stadion. Ich sehe das nur völlig emotionslos im Fernsehen und zappe dann einfach weg.

Was sind Ihre Lieblingssongs?

Oh, da gibt es viele. Zum Beispiel unter vielen anderen fantastischen Songs der damaligen Zeit „Lady in Black“, „The House of the Rising Sun“, „Notbush City Limits“, „San Francisco“ von Scott McKenzie, „L.A. International Airport“, „In Zaire“, „Nights in White Satin“, „Eloise“ (Barry Ryan habe ich in die Signs of Fame aufgenommen), „Kung Fu Fighting“, „Everlasting Love“, „Whole Lotta Love,“, „The Letter“ und viele andere mehr meiner Lieblingsgruppen wie Beach Boys, Mamas & Papas, Led Zeppeling, Frijid Pink, Animals, Troggs, Kinks, Hermann Hermits, Deep Purple, Dave Dee, Dozy, Beaky, Mich and Tich, The Tremelous, CCR u.v.m. Das waren noch Songs. Jeder Riff sofort ein Wiedererkennungseffekt.

Und Deutsche Schlager der damaligen Zeit. Hier „Blue Bayou“ von Paola und „Du entschuldige i kenn dich, bist du net die Kloana, die ich scho als Bua gern ghabt hob“ von Peter Cornelius. War war mal mit 13 unsterblich verknallt in Ingrid. Die wohnte in der Blücherstraße. Schon wenn ich diese Straße betrat, war der Gehsteig wie Gummi und die ganze Straße rosarot… Deshalb erinnert mich dieser Song, wo es heißt „… weil Du nur mol mit den Augn zwinkert host…“ immer an meine erste, nie erwiederte Jugendliebe. Und natürlich Countrymusic. ABBA liebe ich bis heute. Jedes Lied schöner als das andere Da kommt heute nur noch SANTIANO mit, auch jeder Song der Hammer… Und nicht zu vergessen, Hillibilli und  schöne knautschige Countrymusic.

Welche Musik geht völlig an Ihnen vorbei?

Wie schon gesagt, Rap, HipHop, die Musik von heute, ja ab der Neuen Deutschen Welle ging´s mit der Musik, mit wenigen Songs als Ausnahmen, für mich nur noch bergab. Klassik ist auch nichts für mich. Und ich mag kein Klaviergeklimper. Klavier allein, da laufe ich davon. Bekannte Melodien aus Operetten aber höre ich auch schon, auch bekannte Songs aus Musicals.

Wobei hören Sie Musik?

So gut wie nie. Am PC muss ich mich so konzentrieren, dass mich Musik nur ablenkt. Ich habe zuhause Hunderte von CD`s und weiß gar nicht, daß sie mir gehören. Keine Zeit tagsüber. Und abends gibt`s nur den Fernseher. Wenn Musik dann im Fernsehen in der Sendung „Damals war`s“, einer meiner Lieblingssendungen. Ich hab stoßweise CD von Oldies zuhause – „Meiner“ Musik, selbst die kann ich nicht hören. Wann?

Im Auto vielleicht?

Auf langen Fahrten zu Stars eventuell. Aber wenn ich selbst fahren „muss“, brauche ich Ruhe. Ich fahre absolut nicht gerne Auto. Das ist mir zu nervig, nach allen Seiten aufzupassen. Mein Leben ist nervig, stressig genug. Voller Power, Action von früh bis spät, rumärgern mit irgendwelchen Idioten.  Da kann ich Musik beim Selbst-Autofahren auch nicht haben. Ich bin der beste Beifahrer.

Interessieren Sie sich denn für Autos überhaupt?

Null. Für die einzigen Autos, die mir gefallen, sind alte amerikanische Schlitten mit den Heckflossen. Je größer, desto geiler. Hier Pink Cadillac Baujahr 69, der Eldorado Biarritz, an erster Stelle. Dann der rote Jaguar, den Jerry Cotton fuhr und Stretchlimos. Deutsche Autos interessieren mich nicht, außer der letzte jetzt, einen gebrauchten BMW Combi. Den brauche ich mit Ladefläche, um mein Filmvortragsequipment transportieren zu können.

Lesen Sie gerne?

Lesen? Was ist das? Wann? Das letzte Buch das ich gelesen habe war der „Schatz im Silbersee“. Das war vor über 60 Jahren. Ich schreibe zwar selbst Bücher, doch selbst dann, wenn sie vom Verlag kommen, habe ich keine Zeit, das gedruckte Buch, MEIN BUCH, von vorne bis hinten einmal durchzulesen. Das letzte Buch das ich fast geschafft habe war „Herbstblond“ von Thomas Gottschalk und das erste nach eben über 60 Jahren, dass ich vollständig durchgelesen habe, war „Kein Dach über dem Leben“ von Richard Brox, dem bekanntesten Obdachlosen Deutschlands, den ich auch in die „Signs of Fame“ der Sparte „Schriftsteller“ aufgenommen habe. Das werden sicher viele nicht verstehen, aber ich kann nur sagen: Wann? Mich tagsüber mal hinsetzen und ein Buch lesen, kenne ich nicht. Ich powere von früh bis spät und abends möchte ich nur noch Fernsehen. Filme vor allem. Da ich ein optischer Mensch bin, ziehe ich jeden Film einem Buch vor. Das Kuriose. Ich selbst schreibe wahnsinnig gerne – und mute dann euten zu, dass sie das lesen. Steht irgendwie im Gegensatz, finde ich selbst.

Was essen Sie am liebsten?

Sagen wir so. Ich könnte nicht in Amerika leben, obwohl ich das gerne wollte, in meinem heißgeliebten L.A. am Pazifik, mit Palmen und Bananenstauden im Garten, den Salzgeruch des Meeres in der Nase. Denn in Amerika gibt es nur das furchtbare Gummibrot. Ich müsste, um dort leben zu können, Millionär sein, um mir wie Siegfried & Roy eine eigene deutsche Köchin leisten zu können. Ich liebe unser deutsches Brot. Mit diesem Burger und Sandwichgepappe kann ich nichts anfangen. Und nur eggs and bacon zu früh ist auch nicht gut für den Cholesterinhaushalt.

Mein Lieblingessen sind in dieser Reihenfolge: Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, Schnitzel mit Pommes, Kartoffelbrei mit Bratensoße ohne Fleisch dazu, Klöse mit Schweinebraten, aber hier auchh mehr Klöse und Soße als Braten, Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffeln, Spaghetti Bolognese und Pizza. Auch mal eine deftige Currywurst mit lecker Pommes. Dann noch Knoblauchbutter oder Knoblauchsoße. Ein Stück frisches Brot mit Koblauchbutter, da könnt ich mich reinlegen… Und Nußecken. Da werde ich schwach, auch bei Schokoladenpudding und Erdbeeren mit echter Schlagsahne.

Da ich es nicht unter 4-5 Klößen tu, sieht mich kein sogenanntes Gourmetrestaurants, in dem man einen großen Teller kriegt mit etwas Buntes in der Mitte. Nebel dem Besteck sollte eine Lupe liegen, damit man die Fragmente von Essensresten, zwar schön garniert, aber nur Flädchen und Schnipsel, überhaupt erkennt. Nichts für mich. In Amerika gehen wir am liebsten dorthin, wo Trucker essen. Da gibt es Riesenportionen.

Was trinken Sie am liebsten?

Da ich seit jetzt 40 Jahren keinen Schluck Alkohol trinke, am liebsten gespritzte Fruchtsäfte und Lammsbräu, das überhaupt nicht aus Alkohol besteht, der deshalb auch nicht entzogen werden muss.

Warum kein Alkohol?

Weil ich besoffene Menschen widerlich finde. Das sowieso, aber im Ernst. Durch eine Malariaprophylaxe im Krüger Nationalpark, Südafrika, die ich als Hypochonder zusätzlich zu Resochin nahm, reagiere ich allergisch auf Alkohol. Mir stieg damals eine Hitze in den Kopf, so, als würde einen der Lehrer beim Spicken erwischen. Nicht mal eine Weinbrandbohne lange ich mehr an. Aus Angst, dass so etwas wieder auftreten könnte.

Sind Sie kein Partymensch?

Absolut nicht. Ich trinke ja nichts. Mich sehen auch keine Kneipen. Was soll ich dort? Ich gehe in kein Wirtshaus. Ich spiele keine Karten. Interessiert mich null. Bier hat mir noch nie geschmeckt, selbst dann, also ich noch ab und zu mal daran nippte. War mir einfach zu bitter. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie Männer ein ganzes großes Bier reinkriegen. Ich säße da 14 Tage dran und würde es nicht leer bekommen… Und es soll sogar Männer geben, die sogar mehr als Eines trinken… 🙂

Auch trinke ich keinen Kaffee. Seit ich in der Sahara war, nur Tee. Auch rauche ich nicht. Habe es nur einmal probiert, ein Zug, und dann war ich am „Kotzen“. So ein widerlichen Qualm in meine Lungen ziehen? Nichts um alles in der Welt! Wenn ich schon von weitem so einen Zigarettengestank rieche, verlasse ich fluchtartig das Areal.

Wenn wir schon mal bei Zigaretten sind, verabscheue ich komischerweise all das nicht, was Männer im allgemeinen so mögen: Rauchen, Grillen, Bier, Schnaps, Wirtshaus, Kneipen, Fußball, da wird mich niemand finden. Nochmal Bier. Ich finde Jugendliche mit einer Bierflasche in der Hand lächerlich. Das sind für mich schwache Jungs, die sich an eine Bierflasche klammern, um damit ihre fehlende Männlichkeit zu kaschieren. Ich habe z.B. auch noch nie eine Sportsendung geschaut oder wenn ich die Zeitung lese, so schnell kann ich den Sportteil darin gar nicht überblättern, um auf was anderes zu kommen. Auch null Interesse für Autos oder Schrauben oder ähnliches, außer eben US-Oltimer. Aber nur der Optik wegen.

Noch mal zu Party – das längste, wo ich mal aufbleibe ist Silvester. Aber da muss ich auch um zwei ins Bett. Ich habe noch nie in meinem Leben länger als 9.00 Uhr morgens geschlafen. Dies vielleicht 2-3 mal in jetzt 68 Jahren. Mir würde sonst die Zeit fehlen. Mir ist einfach der Tag zu  kostbar, um lange Bett herumzuliegen, den Tag zu vertrödeln. Gibt es bei mir nicht. Ich denke immer, ich versäume was. Dass jemand bis 11 Uhr in den Federn liegen kann, ist mir völlig unverständlich. Ich bin der absolute Morgenmensch. Früh bei Sonnenaufgang auf der Piste, die Filmkamera griffbereit neben mir. Das ist es.

Also wenn nicht Rauchen und Alkohol, was sind denn Ihre Laster?

Blu-ray Filme sammeln und Filme gucken. Fernsehschauen, Lederjacken sammeln, Klamotten. Naschen, Erdnüsse, Kuchen. Die Musik der good old sixties, könnte ich laufend hören. Von L.A. und dem Hollywood Zeichen träumen… Süchtig sein nach tollen Landschaften in der Welt, nach Motiven auf exotischen Märkten.

Wegen den Malariatabletten in Südafrika, haben Sie Angst vor Krankheiten?

Und wie. Wie ich überhaupt in solche Länder reisen konnte, geht auf Grund meiner panischen Angst, mich mit irgendetwas anzustecken, eigentlich gar nicht. Ich bin bekennender Hypochonder. Von der schlimmsten Sorte.

Ich kenne da auch einige Promis, die so sind. Man kann mir  z.B. einen Finger abhacken und das Blut spritzt meterweit. Macht mir nichts. Ich weiß ja, dass das von der Holzhacke kam. Aber wenn ich etwas nicht einordnen kann, nehme ich immer gleich das Schlimmste an, bekomme Angstanfälle, gerate in Panik. Mein Herz rast, ich bekomme Schweißausbrüche, bekomme Todesangst. Ich muss dann sofort zum Arzt in der Hoffnung, dass dieser mir bestätigt, dass alles harmlos ist.

Ich habe mir da schon viele Reisen kaputt gemacht und auch mein ganzes Leben steht unter diesem permanenten Angstzustand vor irgendwelchen Krankheiten, tödlichen Krankheiten.  Ich habe Höllenangst vor einer schlimmen Diagnose. Allein die Vorstellung dazu ist für mich Horror. Ich bekenne mich offen dazu. Das ist nicht zum Lachen und jeder, der davon betroffen ist, wird mir das bestätigen. Was ich nicht verstehe: Da ist man in der Lage, Bilder, Filme mit dem Handy zu machen, diese zu versenden… Die lösen sich in Luft auf, fliegen tausende Kilometer durch die Gegend und landen direkt im Handy des Empfängers, der z.B. in Chicago lebt. Das Bild landet nicht in Frankreich, nicht in Indien, nicht in L.A. und auch nicht beim Nachbarn, sonder direkt bei dem angewählten in Chicago. Und setzt sich dort in Bild, Farben und synchronen Ton wieder zusammen. Aber ein Mittel gegen die Geisel Krebs zu erfinden, dazu ist man nicht in der Lage. Obwohl es Gerüchte gibt, das es das schon geben würde und nur zurückgehalten wird, da sonst die Pharmaindustrie nichts mehr verdienen würde. Wie damals die unkaputtbare Strumpfhose. Kam nie auf den Markt. Denn sonst würde man ja keine Neuen mehr kaufen. Wenn das aber mit dem Heilmittel gegen Krebs so wäre, das man den Patienten vorenthält, wäre das ein Sauerei, die zum Himmel schreit.

Was ärgert Sie?

Viele Dinge, die ich schon gesagt habe und wenn Sie mir weiter so auf den Zahn fühlen, noch tue. Aber eines habe ich noch nicht erwähnt. Wenn ich z.B. wochenlang, monatelang, oft auch jahrelang an einen Star dran war, um ihn für die „Signs of Fame“ zu treffen und dann wird das Bild von der Redaktion einer Zeitung zerstückelt, zerschnipselt und oft nur der Kopf des Stars gebracht. Wie stehe ich bei den Managements da? Die sagen: „Was ist das bloß für eine Zeitung? Ist unser Star nicht mehr wert, als nur dessen Kopf abzubilden?“ Dabei liefere ich ja wirklich best of the best des Shootings an. An den Bildern kann es keinesfalls liegen. Die sind Top. Oft ist es aber auch der Neid der anderen die sagen: „Der Beer schon wieder in der Zeitung?“ Wenn aber Hugo Müller oder Gretchen Mustermann monatelang gemailt, telefoniert und am Ball geblieben wären, dann hätten sie auch das Recht, mit dem Star abgebildet zu werden auf Grund der immensen Arbeit, die dahinter steckt, die aber im Endergebnis keiner sieht. OK, ich selbst muss ja nicht immer mit zu sehen sein, aber zumindest der Star in ganzer Person, wie er seine Hände in Ton verewigt. Und nicht nur sein Gesicht. Vielleicht rufen auch Leute in der Redaktion an, Neider, die sagen, dass sie die Zeitung abbestellen, wenn „der Beer“ schon wieder darin zu sehen ist. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Zeitung, die ja neutral sein sollte, „kaufen“ läßt. Aber wenn es um Absatszahlen geht…

Wo können Sie so richtig ausflippen?

Das kann ich leicht. Bei mutwilliger Zerstörung zum Beispiel, beim Beschmieren von Häusern oder Garagenwänden von irgendwelchen, wieder bewußt ausgeschrieben: Arschlöchern. Sehen Sie, das passt das Wort wieder. Wie maßgeschneidert für solche Idioten. Wenn man denen die Schädeldecke entfernen und reinschauen würde, könnte man deren Füße sehn. So hohl sind die. Wenn ich mal so einen erwischen würde, den würde ich (ach, hätte nur Taekwondo gelernt… 🙂 sofort dessen Wohnungsschlüssel abnehmen und diese „Kunst“ zuhause an seinem Fernseher, PC, Tapeten… vollführen. Mal sehen, was der dann dazu sagen würde. Aber letztendlich ist man dann der Blöde und wird angezeigt. Und der Schmierer geht frei aus, da vielleicht ein Rechtsverdreher sagt, dass er als Kind zu heiß gebadet wurde…

So richtig ausflippen kann ich auch bei übertriebener Bürokratie.  Wenn bei „Sesselfurzern“ in Amtsstuben nichts vorwärts geht und sich alles monatelang hinzieht. Deutschland bürokratisiert sich nochmal zu Tode. Wenn ICH so arbeiten würde, hätte ich vielleicht 3 Stars, jetzt sind es nicht nur 300, nein über 400… Da brauchte man zum Beispiel über ein Jahr, bis der Fernweh-Park ausgeschildert wurde, obwohl die Verwaltung des Marktes Oberkotzau den Antrag dazu ordnungsgemäß schon lange und rechtzeitig gestellt hatte. Besucher schimpften, weil sie den Fernweh-Park nicht fanden, waren extra von weit her angereist, um diese Touristenattraktion zu beuchen und irrten lange durch den Ort, bis sie ihn fanden. Die waren natürlich stocksauer. Selbst bei der Eröffnung des neuen Fernweh-Parks liefen Stars und Medien, Fernsehen, blind. Auch sind die Kulturschilder, also die großen Tafeln an der Autobahn mit Hinweis auf eine besondere Akttraktion in der Region schon lange genehmigt, doch wir warten seit Monaten auf die Aufstellung. Jetzt in der Urlaubszeit wäre es schön gewesen, wenn an der Autobahn auf den Fernweh-Park hingewiesen worden wäre. Doch man bringt das Setzen nicht auf die Reihe…

Noch ein Beispielt, was mich aufregt. Vielleicht für viele eher banal. Aber für mich als Cineast ein Grund zum Protest. Ich hasse Filme, die mit der Handkamera abgedreht sind, also durchgehend wackeln. Dazu kommen oft noch superschnelle Schnitte, so dass man mit nur einmal Augenblinzeln schon fünf Einstellungen verpasst hat und dann werden oft noch Filmbilder entfernt, um Action noch schneller darzustellen. Normal werden 25 Filmbilder wiedergegeben. Da ist die Bewegung fließend. Jetzt aber werden oft Filmbilder entfernt, so dass bei normaler Wiedergabe die Bewegung zerhackt ist. Das ist wie bei einem Stroboskopblitz, bei dem man nur die Bilder sieht, die beleuchtet sind. Kämpfe werden deshalb  schneller, aber ruckiger dargestellt, da die Zwischenbilder für einen gleichmäßigen Bewegungsablauf fehlen. Das ist furchtbar. Wer sich so einen Blödsinn ausgedacht hat. Handkamera, superschnelle Schnitte und entfernte Filmbilder, das ist der Tod es guten alten Kinos. Die besten Filme, wo die Fights fast ohne Schnitte in der Übersicht gefilmt wurden sind für mich „Born to fight“, „Revenge of the warrior“ und „Ong Bak 1“. Einfach nur super. Ganz toll gefällt mir auch „Hard Boiled“, diesen Film gibt es aber noch nicht auf Blu-Ray.

Da es jetzt leider keine Videotheken mehr gibt, in denen man die Filme gegen geringe Leihgebühr erstmal testen kann, muss man die Katze im Sack kaufen. Ich suche mir da zwar Filme aus bei denen ich hoffe, dass sie handwerklich gut, also mit Stativ abgedreht sind, aber es sind auch immer mal welche dabei, bei denen die geschilderten filmischen Unsitten vorkommen. Die fliegen dann, nach wenigen Minuten des Antestens, sofort aus dem Recorder. Leider hat auch das Fernsehen diese Unsitte aufgegriffen und man filmt von der Schulter. So wackeln bei Dialogen im Hintergrund die Wände, Schränke. Das wäre nur bei einem Erdbeben legitim. Ansonsten muss das Bild bombenfest stehen. Ausnahmen sind natürlich Verfolgungsjagden etc. die man mit entfesselter Kamera filmen muss, ist ja klar.

Wenn ich Filme schaue, auch ganz normale TV-Filme, bekomme ich oft kaum die Handlung mit. Ich achte immer nur auf das Bild, auf die Kameraführung. Wenn es wackelt, schalte ich um. Filmhandwerkliche Umsetzung der Bilder stehen bei mir an erster Stelle. Mein Frau regt sich da immer tierisch auf: „Du weißt ja überhaupt nicht, um was es im Film geht, Du bewertest immer nur die Kameraführung…“

Herr Beer, als letzthin ein bekannter Politiker den Fernweh-Park besuchte, nagelten Sie diesen am Ende des Bummels durch die Schilderreihen auf der Showbühnen fest mit den Worten: „Da Sie MIR heute mal zuhören müssen, muss ich Ihnen folgendes sagen. Ich bin stocksauer auf Politiker. Die haben hier Bockmist gebaut“. Alle Umstehende spitzten die Ohren. Um was ging es da?

Aktuell raste ich bei den neuen EU-Datenschutzgesetzen aus. Andere Länder haben da nicht mitgemacht. Nur die Bundesregierung hat das verpennt. Für die Großen wird das zwar angebracht sein, aber die Leidtragenden sind die Amateurfotografen und die kleinen Vereine. Die Fotografen werden in ihrer künstlerischen Freiheit beschnitten, stehen aber bei jedem Bild, auf denen Menschen zu sehen sind, auch in Gruppen, die nicht schriftlich eingewilligt haben fotografiert zu werden, schon mit einem Bein im Gefängnis. Das bloße Lächeln als Zugeständnis, fotografiert werden zu wollen gilt wie früher nicht mehr. Auch wenn bei Vereinen im Impressum auch nur ein Formsatz fehlt, scharren die Abmahnanwälte schon mit den Hufen. Die hauen dann vorgefertigte Abmahnschreiben raus. Landet so was im Briefkasten, ist man schon mal 1000 Euro los und muss einen eigenen Anwalt bezahlen, um da wieder rauszukommen. Wenn man z.B. bei Vereinsmitgliedern fragt, wer denn am Samstag mit dem Bus an der Ausflugsfahrt teilnehmen will und die Namen der sich meldenden Personen schon mal auf einen Bierdeckel notiert, macht sich schuldig. Denn da hat man bereits eine Liste angelegt. Auch wenn mal ein PC abkackt, ist man der Verbrecher, wenn man das nicht sofort meldet, da sich da ja Namen und Adresse darauf befinden. So ein Irrsinn.

Die Bundesregierung sagt, das sollen die Gerichte entscheiden. Vereine, die sich keinen Datenschutzbeauftragten leisten können lösen sich oftmals deshalb gleich auf aus Angst, einen Fehler zu machen. Und dann wurden die Ehrenamtlichen immer hochgelobt. Ich erhielt sogar mal eine Urkuknde wegen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Aus der Hand eines Politikers. Doch diese stammen meist aus Vereinen. Auch Ehrenamtliche schmeißen dann hin. Aber kein Politiker würde ohne Einsacken von Tantiemen deren Arbeit übernehmen, auf die unser Sozialsystem angewiesen ist. Das nicht durchdachte EU-Datenschutzgesetz ist deshalb der Tod der Arbeit vieler Amateurfotografen und Vereine. Danke liebe Bundesregierung. Ich würde deshalb am liebsten alle Politiker aus dieser Abteilung des „Signs of Fame“ entfernen. Außer die Bundespräsidenten, diesind für mich Ok. Joachim Gauck und Frank-Walter Steinmeier sehe ich sogar als Vorbilder.

Jetzt ganz persönlich. Wer mich näher kennt wird wissen, was ich meine. Maßlos aufregen kann ich mich über Mobbing, Ungerechtigkeit und unwahre Beschuldigungen. Da ich dies leider selbst erleben musste werde immer und weiterhin aufklären. Über die Wahrheit informieren. Unwahres kann und werde ich nie stehenlassen. Leute, die andere zu Unrecht beschuldigt haben, müssen der gerechten Strafe zugeführt werden. Denn selbst wenn alles aufgeklärt ist bleibt immer ein Makel hängen. Denn man glaubt das, was darüber  in der Zeitung stand. Doch die hat nur einseitig berichtet, die Gegenseite nicht gefragt. Selbst Redakteure sagten, dass man vor der Veröffentlichung einer Meinung zuerst zum Hörer greifen muss, um beide Seiten zu befragen, damit sich die Leserschaft ein faires Bild von zwei Aussagen machen kann. Ganz schlechter Journalismus ist, wenn das so nicht praktiziert wird. Leute mit Geld wird leider mehr Gehör geschenkt und deren Wort ungeprüft gedruckt. Das Schlimme: Die Leser glauben wie gesagt all diese Unwahrheiten, Lügen, Verdrehungen. Da die Wahrheit ganz anders ist, habe ich über alles ein Buch geschrieben, in dem wirklich alles, untermauert mit handfesten, unumstößlichen Beweisen, zur Sprache kommt, aufgeklärt wird. Noch ist es nicht veröffentlicht. Ich habe es erstmal zur Selbsttherapie geschrieben. Das Manuskript liegt bei zwei Anwälten im Tresor. Hat also keinen Sinn, den Beer mit Beton an den Füßen im Untreusee zu versenken. Die Wahrheit kommt immer ans Licht. Wenn nicht heute, dann morgen.

Ich wäre nicht der Initiator des Projekts Fernweh-Park, wenn ich nicht Flagge zeigen würde gegen so manche schlimmen Dinge in der Welt, wenn ich alles abnicken und mich zufrieden geben würde, sagen würde, ich kann doch nichts tun. Auch vor der eigenen Haustür. Im Gegenteil. Ein Beispiel: Da gibt es so gewisse Leute, die in den Social Media ihre Hirnfäkalien auskotzen. Sich, ohne jegliche Hintergründe zu wissen, sich über jemand auslassen, herziehen oder einen Menschen niedermachen. Ich habe mir mal drei solche Facebookschreiber geschnappt und ihnen geschrieben: „Wenn Sie nicht zu feige sind, mir face to face das alles ins Gesicht zu sagen, was sie gepostet haben, dann treffen sie sich mit mir.“ Einige haben dann erwartungsgemäß den Schwanz eingezogen, aber mit Dreien habe ich mich verabredet. Immer allein. Wir saßen dann zwei Stunden in einem Cafe und haben geredet. Ich habe alle ihre Fragen wahrheitsgemäß beantwortet. Hinterher waren wir per Du, haben uns umarmt und jetzt sind diese Drei die ersten, die meine Postings auf Facebook liken. Meine größten Gegner und Feinde wurden zu Freunden. Einer hatte sogar soviel Rückrat und postete auf Facebook, dass er ohne Sinn und Verstand, ohne die Hintergründe zu kennen, ohne jegliches Hintergrundwissen, ein völlig falsches Meinungsbild hatte, auch durch die Zeitung. Und jetzt, da er die Wahrheit zu allem kennt, sich öffentlich entschuldigt hat.

Sind Sie ein poliltischer Mensch?

Wenn Sie damit meinen, daß ich nicht wegsehe, wenn meiner Meinung nach irgendwo etwas gewaltig schief läuft, dann ja. Dann bin ich hundertprozentig politisch. Ansonsten liebe ich das Wort politisch unkorrekt. Mach nie etwas, was man gesittet gesagt, tun muss. „Im Alter muss man gesetzt sein“. Wenn ich sowas höre, kommt mir das k…  Im Gegenteil. Hoffe, auch noch mit 90 mit zerrissenen Jeans durch San Francisco laufen zu können. Herrlich politisch unkorrekt sein. Ich liebe die Flower Power Zeit, bis heute. Auch habe vor niemanden Respekt. Vor keinem Chef. Den in der Sparkasse nannte ich immer Oberindianer. Die Chefsekretärin fiel da fast in Ohnmacht. Sie war ja so chefergeben. Widerlich. Respekt und Achtung. Nur vor Gott. Ich bin auch in keiner Partei. Um Himmels willen. Der Fernweh-Park ist völlig neutral, parteilos.

Für was und gegen was steht der Fernweh-Park?

Ganz einfach. Der Fernweh-Park ist nicht nur buntes Blech auf Holz. Er transportiert eine Botschaft. Nachzulesen auf der Fernwehpark Homepage unter IDEOLOGIE. Noch mal in einem Satz: Das Projekt steht gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, gegen Rechtsextremismus, gegen Extremismus jeglicher Art und für die Erhaltung der Lebensräume auf unserem wunderschönen blauen Planeten Erde, der mit allen Mitteln erhalten werden mus. Es ist später als fünf für Zwölf. Der Fernweh-Park setzt also auch Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz und ist gegen die von Menschen nicht beherrschbare Atomenergie. Man sieht dies an Tschernobyl und an Fukushima. Um am Problem der Endlagerung. Wenn man bedenkt, dass der Supergau in Russland die Böden in Süddeutschland, München belastet hat und man noch heute Radioaktivität in Pilzen und Wild aus dieser Gegen misst, ist das ein Wahnsinn. Wir sind für erneuerbare Energien. Aber nicht nur Deutschland kann der Vorreiter sein. Morgen schon, in diesem Augenblick wo Sie das lesen, kann uns schon Temelin in Tschechien um die Ohren fliegen oder Meiler in Frankreich. Der Fernweh-Park ist für eine atomfreie Welt.

Was ist Ihr Leben?

Mit klatschnassem Hemd, die Filmkamera auf schwerem Dreibeinstativ im Anschlag, irgendwo in der Welt in Wüste oder Dschungel stehen und die Traumlandschaften auf der Welt in den Sucher einkomponieren. Und damit im Film meinem Publikum zeigen, wie wunderschön unsere Erde ist. Und alles zu unternehmen, um fremden Menschen mit ihren Sitten, Gebräuchen und Kulturen mit Toleranz und Respekt entgegen zu treten. Niemand darf jemand andern auf Grund seiner Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Sexualität als minderwertig betrachten. Aber die Gastfreundschaft ist auch endlich. Wer sich in unserem Land nicht die Gesetze hält (es sind leider nicht alle gut, man sieht das an dem neuen EU-Datenschutzgesetz) und sich etwas Gravierendes zuschulden kommen lässt, hat kein Recht mehr auf Schutz in unserem Land und muss unverzüglich in sein Heimatland zurückgeführt werden. Dumme Menschen sind die, die pauschalieren. Nicht jeder, der den islamischen Glauben angehört ist radikalisiert und Terrorist. Wer das glaubt, ist in meinen Augen strohdumm.

Was haben Sie in Ihrem Leben gelernt, haben Sie da was geändert?

Ich habe gelernt, niemand mehr blind zu vertrauen. Und ich habe gelernt, meinen Teller aufzuessen. Das habe ich meiner Frau zu verdanken. Jetzt mache ich es von selbst, mit Freude. Ich esse jeden Teller bis zum kleinsten Rest auf und kratze alles noch mit Brot oder mit der Gabel aus. Bei mir wird kein Lebensmittel weggeworfen. Dazu habe ich viel zu viel Ehrfurcht vor allem Gewachsenen.

Was schaffen Sie nicht?

Vegetarisch zu essen, obwohl ich das zu gerne wollte. Ich möchte eigentlich nichts mehr essen, was Augen hat. Aber ich komme an einem Schnitzel oder Bratwürsten mit Sauerkraut nicht vorbei. Meine Frau und ich essen Fleisch und Wurst sehr wenig, oft wochenlang nicht. Aber wenn, dann schon. Und Kuchen, Naschen. Ich habe es mal geschafft, ein ganzes Jahr nichts Süßes mehr zu essen. Doch wenn ich jeden Tag am PC sitze und Kopfarbeit mache, dann überfällt mich oft eine Freßlust, muss einfach irgendwas in mich hineinstopfen. Davon würde ich gerne loskommen.

Auch schaffe ich es nicht, nicht in den Mediamarkt, Saturn oder Drogeriemarkt Müller zu gehen dort, wo es die neuesten Blu-ray Filme gibt. Dese dann von vorne bis hinten durchzublättern. Das ist auch eine Art Entsprannung für mich. Mache ich sehr gerne. Wenn man mich also mal wo finden woll, der sucht in keiner Kneipe, sondern an einem Blu-ray Stand. Obwohl es mein Kontostand absolut nicht zuläßt, muss ich da nach den neuesten Actionkrachern für meine Filmsammlung suchen.

Auch muss ich in jeder Stadt in Jeansläden. Ich hoffe, mit 100 auch noch mit zerrissenen Jeans und tollen Lederjacken rumlaufen zu können. Shoppen ist meine große Leidenschaft. Vor allem Lederjacken, der ausgefallendsten Form. Da werde ich schwach. Besonders in der Melrose Road in L.A. kann man getragene von Stars ergattern. Ich habe ca. 30 Lederjacken im Schrank. Klamotten ist grundsätzlich ein Thema für mich. Wie bei Gottschalk. Doch leider habe ich nicht soviel Geld wie er… 🙂

Ebenso schaffe ich es nicht, mir die Haare abschneiden zu lassen. Als Weltenbummler muss man optisch einfach lange Haare tragen, die klatschnass von den Schultern hängen oder im Wüstenwind wehen… Wie sähe z.B. Reinhold Messner mit kurzen Haaren aus oder die Huber Buam? Der Hauptgrund aber: Ich liebe die 60iger und 70iger Jahre und lebe bis heute mit dieser Musik. Nur mit dieser. Dazu gehören immer lange Haare. Mein großes Vorbild war Chris Roberts, der sah Klasse aus. Die kürzesten Haare hatte ich am 18. Mai 2018 bei der Einweihung des neuen Fernweh-Parks im Markt Oberkotzau. Jeder Redner sagte da über Mikrofon vor vollbesetzten Publikum im Atrium, von Bürgermeister, Landrat und Regierungspräsident: „Herr Beer, ich beglückwünsche Sie zu ihren neuen, modischen Kurzhaarschnitt oder so ähnlich… Das war die Sensation des Tages, obwohl das Hollywoodstar Elke Sommer eigentlich sein sollte….“

Und ich schaffe es nicht, auch nur annähernd was zu machen, was man als Sport bezeichnen könnte. Außer auf Reisen, das Schleppen des schweren Filmequipments. Das ist Hochleistungssport pur. Ohne Vortraining. Aber da ist einzig und allein das Motiv meine Motivation, das mich zu Höchstleistungen anspornt. Zuhause würde ich wahrscheinlich schon nach fünfzig Metern zusammenbrechen.

Womit können Sie nicht umgehen?

Mit Diplomatie. Ich sage immer das, was ich denke. Wen ich mag, der merkt es, und wen ich nicht mag, auch. Und: ich kann nicht sparen. Nichts auf die Seite legen. Da das Filmemachen sehr kostenintensiv ist, investiere ich immer alles in Kameras und Equipment, auch wenn das Konto oftmals den Kopf schüttelt. Aber wenn ich was brauche, wie z.B. die neue GoPro oder ein 3-D Beamer fürs Heimkino, dann muss das her. Ich lebe seit ich denken kann über meine Verhältnisse…

Sie nahmen aber auch Geld ein durch Ihre Filmvorführungen?

Sicher, früher verdiente ich an einem Filmabend mit 400-600 Zuschauern im Saal mehr, als in vier Wochen Arbeit in der Sparkasse. Diese Zeiten sind vorbei. Die Ausgaben für einen neuen Film sind durch das digitale Filmen im Gegensatz zum Einkauf von 16-mm Filmmaterial zwar weniger geworden (2 Minuten Zelluloidfilm kosteten damals ca. 110 DM, pro Reise gingen da nur an Filmmaterial 7000 Euro drauf, davon wanderten durch den Schnitt 5000 DM in den Papierkorb). Aber die Filmvorführungen wurden weniger und es kommen weniger Leute.

Warum? Ihre Filme sind doch nicht schlechter geworden?

Natürlich nicht. Aber früher war Film noch etwas Besonderes. Man kannte ja nur die Diavorträge. Dann kam Video und da heute jeder mit dem Handy durch die Gegend filmt, sind alle reizüberflutet. Und durch den Fernweh-Park habe ich keine Zeit mehr, Filmvorträge auszumachen und auch durchzuführen. Bei den Multivisionsshows gilt das gesprochene Wort. Das geht aber bei einem fertig vertonten Film, der ja wie Kino ist, nicht. Und so kommt man in die sogenannte „Dia-Mafia“ nicht rein, vor allem wenn man nicht ein einem entsprechenden Verband ist. Das Irre. Früher war bei den Dia-Gurus Film verpönt. War unter ihrer Würde. Da zählte nur das fotografische Bild. Heute, wo jeder mit dem Fotoapparat auch filmen kann, bauen die eingeschworenen Multivisions-Vortragenden plötzlich auch Filmsequenzen in ihre Shows ein. Was früher als unwürdig abgelehnt wurde, machen sie jetzt selbst. Weils nichts mehr kostet. Doch diesen Mischmasch aus Dia und Film mag ich nicht. Entweder ein schönes großes Bild oder Film. Gemischt ist das nichts Halbes und nichts Ganzes.

Was ist für Sie persönlich ihr schönster Film?

Indien. Also die, die ich leider alle nicht mehr zeigen kann. Das heißt die, die noch auf Super 8 gedreht wurden. Da konnte ich mit der kleinen Kamera mitten hinein in die bunten Märkte in Indien, Nepal, Ladakh und Thailand. Schon mit der großen 16-mm Kamera witterte man „Fernsehen“ und man verlange oft das Vorzeigen einer Drehgenehmigung. Stativ war selbst in den hintersten Winkel der Erde ein Zauberwort. Stativ bedeutet Fernsehen und Fernsehen bringt Geld. Wenn also ein Tempelwächter auch nur von weitem ein Stativ sah, schrie dieser nach Bakschisch. Und gerade die Filme, die das Landleben hautnah zeigen, wie gesagt noch in Super 8 gedreht, kann ich aus technischen Grünen nicht mehr vorführen. Die wurden alles im sogenannten Zweibandverfahren aufgenommen, also Bild und Ton getrennt. Das Tonband hatte Impulse, später Perfolöcher, die der Perforation des Films entsprachen. Alles musste auf Startmarke zusammen gestartet werden: Projektor und Tonbandgerät. Ein dazwischen geschaltetes Gerät hielt Bild und Ton synchron. Ohne das würde das Bild dem Ton davonlaufen und umgekehrt.

Das Vertonen war ein Wahnsinn. Um zum Beispiel 3 Schüsse in der Westernstadt Old Tucson synchron zum Bild anzulegen, fummelte ich einen ganzen Abend. Heute schiebe ich den Tonblock wie ein Filmbild im Schnittprogramm am PC so lange hin und her, bis es passt. Was früher Stunden dauerte, geht jetzt in zwei Minuten. ABER: Keines der Super 8 – und 16-mm Projektoren funktioniert mehr in Kombination mit dem Tonbandgerät. Alle 16-mm Filme wurden in einem Münchner Studio digitalisiert. Einen Film von Zelluloid auf digital zu überspielen kostete ca. 15.000 DM. Ich habe 6 abendfüllende 16-mm Filme gedreht: Australien, Neuseeland, Alaska-Yukon-Kanada, Route 66, Highway 50 und Best of the West. Da kann man sich ausrechnen, wo das Geld hin ist. Diese Filme sind gerettet, auf DVD überspielt. Blu-ray gab es damals noch nicht.

Und die wunderschönen Super 8 Filme jetzt digitalisieren zu lassen, dazu fehlt mir das Geld. Zudem müssten diese, nach dem Abtasten, völlig neu vertont werden. Wann soll ich das machen? So kann ich leider meine schönsten Filme wie Indien, Nepal, Thailand, Sahara, Ägypten, Venezuela etc. nicht mehr vorführen, geschweige denn mir selbst wieder mal anschauen. Alle Projektoren sind kaputt. Ich habe nur die geschnittenen Super 8 Filme und den dazugehörigen Ton dazu auf Tonband. Eine weitere Schwierigkeit. Der abgetastete Super 8 Film entspricht nicht der Filmqualität eines digitalisierten 16-mm Bildes. Für den Fernseher wird`s genügen. Aber ich führe ja auf Großleinwand vor. Zudem ist das Abtasten schweineteuer. Würde sich also nur für öffentliche Vorführungen rentieren, wenn man wieder was einspielt. Vielleicht ist heute die Qualität besser als noch vor ein paar Jahren, als ich mal eine Probeabtastung durchführen ließ. Heute gibt es als Master ja Blu-ray, bedeutend schärfer als DVD. Aber die Kosten nur für den heimischen Fernseher auf mich zunehmen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Zurück zu Ihrer Frage: Mein schönster Film ist also Indien, dien ich LEIDER  nicht mehr sehen kann, Ladakh und Thailand, und wie schon erwähnt „That`s America“  – und natürlich mein“ Lebenswerk“, der digital gedrehte Film „Shooting Wild West – Traumlandschaften im Visier“. Dieser Film wurde durch mehrere Reisen mit immer wieder neuen Landschaften ergänzt, umgeschnitten, neu vertont. Das Endresultat ist ohne Übertreibung mein Lebenswerk. In diesen Film habe ich meine ganze Filmerfahrung von 40 Jahren hineingepackt. Gefilmt mit der großen Sony, dann mit der kleineren Panasonic und Actionaufnahmen mit der GoPro.

Der Film ist der absolute Traum. Wenn ich diesen im Kino auf 10 Meter Leinwand vorführe, möchte ich selbst, obwohl ich die Szenen selbst geschnitten, vertont und tausendmal gesehen habe, den Kinosaal nicht mehr verlassen.  Wenn da z.B. die GoPro über Felskanten 800 Meter senkrecht hinunter in die Tiefe schaut, krallt man sich unwillkürlich in die Kinosessel. Oder die Farbbrillanz der Traumlandschaften in den Nationalparks. Also diesen Film auf Vortragstournee, das wäre heute noch eine Option. Aber dazu brauche ich einen „Manager“, der solche Vorträge ausmacht, bewirbt, plakatiert und einen Rowdy der fährt und aufbaut, damit ich am Vortragsabend nur noch das Publikum begrüßen muss… Denn der Filmemacher muss natürlich anwesend sein. Wenn er schon nicht live den Vortrag kommentiert, dann muss er die Einführung mache und am Büchertisch stehen und signieren.

Zwischendurch ein paar Fragen, wenn möglich nur in Stichwörtern oder ganz kurz. Worüber können Sie lachen?

Ich bin kein Lachtyp. Ich lache sehr selten. Höchstens mal bei Dick und Doof und bei Situationskomik. Aber Comedysendung schaue ich sehr gerne. Vor allem Kebekus und Boes (wie süß…) und Bülent.

Was macht Ihnen Freude, was gefällt Ihnen?

Regenbogen, der Geruch der ersten Regentropfen auf staubiger Straße, das Singen einer Amsel, das Kikeriki eines Hahnes, Tolle Motive in fremden Ländern vor der Film- und Fotokamera. Und Tiere retten von der Straße. Große, grüne Heupferde, Junikäfer… Auch Wespen, die in ein Glas gefallen sind. Sind wunderschöne Tiere. Stechen tun sie nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Kein Tier ist von Grund aus böse. Im Gegensatz zu Menschen. Wenn ein Tier tötet, dann nur aus Hunger, nicht um jemand anderen bewusst umzubringen.

Was ist Ihnen widerlich?

Kükenschrettern. Da dreht sich bei mir allein schon bei dem Gedanken daran der Magen rum. Tierquälerei, Stierkampf oder wenn sich Großwildjäger mit ihren geschossenen Tier brüsten. Da kommt wieder mein Lieblingswort zum Ensatz:“Arschlöcher“. Im Grunde bedauenswerte Männer mit schnürsenkeldünnem Penis, die das Abschießen von Tieren für ihre fehlende Männlichkeit brauchen.

Mit wem stehen Sie auf Kriegsfuß – trotz Friedensprojekt

Mit der Technik. Ich bin kein Technikfreak. Einmal gelernt, wie das geht, kann ich alles auf dem FF. Aber wenn mal was aussertourlich ist, brauche ich einen Fachmann. Ich habe weder Lust noch Zeit, mich in irgendwas Technisches reinzudenken. Wenn was nicht funktioniert, drehe ich am Rad. Und wie schon erwähnt, mit Autofahren. Ich hasse Autofahren. Alles viel zu nervig und stressig. Mein Leben ist nur Stress, da möchte ich nicht auch noch beim Autofahren nach rechts, links, vorne, hinten aufpassen müssen. Kriegsfuß? Mit allen, die etwas mutwillig kaputt machen. Die kriegen dann Stress, aber richtigen Stress und nicht nur das. Mit mir. Zuschauen, wegsehen und nicht eingreifen, das kann ich nicht.

Wovor reißen Sie aus?

Krankenhäusern, Arztpraxen (gehe nur hin um mir wie gesagt bestätigen zu lassen, das alles in Ordnung ist), auf Untersuchungsergebnisse warten (ich sterbe einmal nicht an einer Krankheit sondern an der Angst und Panik vor der Krankheit). Friedhöfe.

Wo haben Sie Angst?

Das man von einer Sekunde auf die andere, ohne dass man das auch nur ahnen kann, eine Schreckensnachricht erhält und dann das ganze Leben aus den Fugen gerät: Unfall, Krankheit, furchtbare Diagnose, Schlaganfall, Herzinfarkt… Auf ein Untersuchungsergebnis warten zu müssen. Und Terroranschlag, Krieg.

Kann man das noch steigern, Ihren ganz pesönlichen Horror?

Dass ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt. Aus technischen Gründen oder durch einen Anschlag. Bei Tschernobyl und Fukishima habe ich sämtliche Apotheken in Hof mit Jodtabletten leergekauft, diese gepunktert, mir auch Gasmasken besorgt. Da ist man so machtlos, wie auf der Autobahn in einen Stau zu stecken. Einem Supergau ist man hilflos ausgesetzt, wird versäucht, stirbt in Raten… Deshalb steht der Fernweh-Park auch für eine atomfreie Welt, ist gegen die von Menschen nicht beherrschbare Atomenergie. Wenn so ein Ding in die Luft fliegt – wir sind umgeben von alten Reaktoren – dann ist das für mich, wie auch auf ein Untersuchungsergebnis warten zu müssen, der blanke Horror. Beispiel: Wenn ich mir schon mal Blut abnehmen lassen muss, lasse ich mir die Ampulle geben, fahre damit in ein Labor im Krankenhaus und lasse mir das Ergebnis so schnell als möglich sagen. Ich sterbe dann beim Warten darauf 1000 Tode – aber nur eine Stunde lang und keine langen drei Tage, millionenfach, bis man das Ergebnis erfährt. Horror, dass einem der Arzt sagen könnte, daß man eine schlimme Krankheit hat.  Panik, Entsetzen, Hölle.

Oder wenn man meiner Frau etwas antun würde. Ich respektieren unseren Rechtsstaat mit seinen Gesetzen (wie gesagt, außer dem nicht durchdachtem EU-Datenschutzgesetz) und es würde mir, sollte der Täter nicht seiner gerechten Strafe zugeführt werden, milde ausgedrückt sehr schwer fallen, den Gedanken an Selbstjustiz zu verdrängen. Deshalb liebe ich „96 Hours“ – „Taken 1“

Drehen wir die Schiene um 180 Grad. Denn was soll man an Apokalyptischen jetzt noch mehr fragen, bzw. Antworten erhalten. Wie oft waren Sie verliebt?

Oft. Eigentlich laufend. Mal in die Wencke Myhre, dann in die Gitte, dann in die Agnetha von ABBA, dann in die Rene Zellweger und Karen Miosga gefällt mir auch…

Und wirklich?

Ich bin mit einer einzigen Frau verheiratet, mit Erika. Sie ist der Rettungsanker in meinem Leben. Ohne sie wäre ich schon längst dort, wo ich vielleicht mal sein werde. Am Endpunkt der Route 66 in Santa Monica, am Will Rogers Gedenkstein. Dort ist warmer Rasen. Blick zum Ocean Drive. Palmen. den Geruch des Meeres in der Nase. Am Abend gibt es dort immer Armenspeisung…

Wo würden Sie leben wollen?

In den Hügeln von Hollywood. Mit Blick auf das Hollywood Sign. Das ist für mich das Höchste. Oder in München, meiner Lieblingsstadt in Deutschland.

Welches Land würden Sie gerne noch bereisen?

Die Seidenstraße, Bacha California. Mexiko. Noch mal Indien. Und lange Zeit haben in allen Ländern. Früher musste ich ja nach vier Wochen immer wieder zurück in die Sparkasse.

Was wäre, wenn Sie drei Wochen Strandurlaub mit Badetuch auf einer Liege machen müssten.

Mein Tod.

Wie steht es mit Schiffsreisen?

Würde ich nie machen. Tagsüber eingesperrt, Buffet, und dann werden Hunderte von Touristen ins Land gekarrt.

Und Mallorca, Ballermann?

Grauenhaft. Die Insel natürlich wunderschön, aber nur weit weg von aus Eimern saufenden Konsorten. Widerlich: Komasaufen. Aber ich möchte tolerant sein. Für manche ist das sicher das Höchste, aber Sie fragen ja MICH.  Und da muss ich sagen, dass ich das alles ablehne. Ebenso Club-Animationsurlaube.  Nie und nimmer meine Welt.

Kamen Sie damit jemals mit Drogen in Berührung, vielleicht in Ihrer geliebten Flower Power Zeit?

Nie. Das ist für mich tabu. Oder lassen Sie es mich so formulieren, wie ich es immer gerne tue, um etwas besonders drastisch darzustellen. Dieses Thema ist für mich so weit entfernt wie der Mond, ja, der Mars. Noch besser, die nächste Galaxie. Nie um alles in der Welt würde ich so etwas nehmen, mich davon abhängig machen, damit meinen Körper zerstören. Ich kenne auch niemand, der das macht. Kann ich auch nicht. Denn in so einer Szene würde ich mich nie bewegen. Auch würde ich mir nie und nimmer ein Tatoo stechen lassen. So ein Gift in die reine, gesund Haut. Mich schüttelt es.

Was ist Ihnen gefühlsmäßig lieber, die Nacht oder der Tag

Der Tag, und den als Morgenmensch so früh als möglich beginnen.

Kälte oder Hitze?

Hitze. Ich mag keine Winter.

Ihre Lieblingsblume?

Da gibt es keine. Ich mag alle Blumen. Auch Unkraut. Ich bin schon soweit, dass ich mich am liebsten bei jedem Unkraut entschuldige, wenn ich es im Garten raus reiße. Raus reißen muss. Denn ich kann ja den Garten nicht zuwuchern lassen. Aber wer gibt mir das Recht zu entscheiden, dass dieses Gräslein wachsen darf und das andere nicht. Jedes ist auf seine Weise wunderbar gestaltet. Ganz besonders aber mag ich Sonnenblumen, die ganz großen.

Lieblingstiere?

Auch da gibt es keine. Ich mag alle Tiere. Bis zum kleinsten Insekt. Außer Moskitos, die aber ja auch nicht bewusst Krankheiten übertragen. Und ich mag auch keine Zecken. Aber die wissen ja auch nicht, dass sie den Menschen schaden. Ganz besonders aber liebe ich flauschige Küken und Gänschen, alle Tierbabies. Das große grüne Heupferd. Junikäfer.

Lieblingsmenschen?

Da gibt es keine. Denn ich habe soviel schlechte Erfahrungen gemacht an widerlichen Menschen, die böse, hinterhältig und gemein sind. Leider muß ich, und wieder aus der Erfahrung sagen: Ich mag Tiere lieber als Menschen. Natürlich gibt es auch, wie bei allen Dingen, Ausnahmen. Ich kenne ein paar wirklich liebe, wunderbare Menschen, die ich von Herzen mag. Von denen ich glaube und hoffe, dass sie nie enttäuschen werden oder plötzlich dunkle Dinge von ihnen ans Tageslicht gelangen, mit denen ich vorher nie gerechnet hätte. Ich habe nur eine Handvoll Freunde, mit denen ich gerne zusammen bin.

Und dann initieren Sie ein Projekt, in dem es um Menschen geht?

Vielleicht gerade deshalb. Ich stelle mir vor, wie schön alles sein KÖNNTE, wenn nicht… Ich plädiere dafür, dass die, die man halbwegs noch als Menschen bezeichnen kann, alles tun, damit es nicht zum Äußersten kommt, und das ist eben Krieg und Terrorismus. Wenn Unschuldige wegen irgendwelcher Idioten sterben, ist das für mich das Schlimmste. Wenn ich z.B. die Kinder unserer befreundeten Familien aus dem Irak oder Syrien sehe – oder Flüchtlingskinder, die großen, dunklen Augen, wunderschöne Kinder und mir vorstelle, dass diese unschuldigen Kindchen in den Trümmern von Aleppo oder sonst wo unter Schutt und Asche liegen, verwundet leiden müssen, getötet wurden, nur weil da ein paar Arschlöcher an der Macht sind oder muslimische Radikalisten dies zu verantworten haben, da brennt bei mir die Sicherung durch. Aber auch, heruntergebrochen als kleines, GROSSES Übel im Alltag: Mobbing. Da beginnt das Böse schon im Kleinen. Oder noch weiter an den Anfang: Da erleben Ehepaare 100 schöne Dinge im Monat. Und dann kommt ein Satz „Du hast den Müll schon wieder nicht runtergebracht“ oder irgendeine andere Äußerung kann dafür eingefügt werden… Und plötzlich kippt die Stimmung von einer Sekunde auf die andere. Die 99 tollen gemeinsamen Erlebnisse zählen plötzlich nichts mehr. Der nicht geleerte Mülleimer hat urplötzlich die Macht, das viele Schöne total auszuhebeln und die Waagschale nach unten zu drücken, egal, wie viel auf der anderen Seite an wunderbaren Erlebnissen angesammelt wurde. Das kann nur der Mensch.

Haben Sie selbst nie enttäuscht?

Sicher, fast täglich. Aber nicht bewußt. Kleinigkeiten halt. Ich bin absolut kein Heiliger. Ich erschrecke oft selbst vor meinen Gedanken zu so manchen Dingen. Aber jemand bewusst das Messer in den Rücken rennen, ich würde das nicht können. Wehren ja. Und wie. Aber schauspielern und hintenrum jemand enttäuschen – Nie. Ganz simples Beispiel. Da erhalte ich ein deutsches Ortsschild, das aber im Moment nicht hängt. Der Schilderspender ist enttäuscht. Wenn er aber mit mir sprechen würde, dann würde er erfahren, warum. Weil ich noch 90 andere gelbe deutsche Schilder im Lager habe und ich keine deutsche gelbe Schilderwand machen kann, sondern ein internationales Erscheinungsbild brauche und deshalb das gelbe Schild warten muss, bis auswärtige, eben bunte eintreffen, um es zwischendrin mit unterzubringen. Oder weil es im Laufe der Jahre durch die Witterung einfach kaputt ist. Farbe verblichen, Folie abgeplatzt, angerostet. Doch wenn man mich nicht danach fragt, ist man enttäuscht, ansonsten würde man den Grund kennen und diesen dann sicher akzeptieren.

Herr Beer, Sie stellen den Stars bei deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ oft auch die „Fernweh-Frage“: Was kommt Ihnen bei dem Wort „Fernweh“ den Sinn? Wir stellen die Frage jetzt an Sie.

Palmen, die quer in türkisblaues Meer ragen. Key West, Los Angeles. Wüsten der Welt, ich liebe Wüsten.  Und Pistenfahrten, bei denen der Schlamm zu beiden Seiten meterhoch spritzt. Aber nur mit der Filmkamera im Anschlag.

Was war bislang ihr schönstes Reiseland?

Indien. An allererster Stelle. Da geht nichts drüber. Dann Nepal, Ladakh. Als Stadt Hongkong. Aber immer und immer wieder  L.A. mit Hollywood. HOLLYWOOD ist für mich ein Zauberwort, entfacht schon beim Aussprechen bei mir Gänsehaut. Auch bin ich ein großer Las Vegas Fan.

Welche Stars wollen Sie gerne noch in die „Signs of Fame“ aufnehmen?

Barack Obama und Sylvester Stallone – und, aber das ist leider nicht mehr möglich: Roy Black. Ich habe ihn leider, wie schon gesagt, nie persönlich getroffen. Er war mein großes Idol in der Schlagerszene.

Wenn auf keinen Fall?

Den Typ aktuell in White House, den Oberindianer aus der Türkei und den aus Nordkorea. Am besten alle in einen Sack – und ganz weit weg in der Wüste wieder öffnen…

Gibt es für Sie widerliche Leute?

Ja, die von der Afd, Rechtsextremisten, die braune Brut und solche Konsorten.

Wie vereinbart sich das mit der Toleranz hinter der Sie stehen?

Ich greife sie nicht an. Ich lass sie stehen. Sollen die doch in der Nase oder im Hinern bohren oder tun und lassen was sie wollen. Solange sie nichts beschädigen, anderen schaden. Wir leben Gott sei Dank in einem Land mit Meinungsfreiheit. Aber in dem Augenblick, wo sie unserer Demokratie beschädigen, darf man nicht die Augen verschließen, muss man sich einmischen, muss man Flagge zeigen. So marschiere ich gerne mit bei „Wunsiedel ist bunt“. Bin wie stolz gewählt worden zu sein von der Wunsiedler Mittelschule „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ und nehme teil an „Kein Platz für Rassismus“.

Nachgehakt, welcher Anblick graut Sie? Was ist für Sie unerträglich?.

Braune Brut mit Glatzen und Springerstiefeln, Jugendliche mit Bierflasche in der Hand, die glauben, damit ein „Mann“ zu sein und rumpöpeln. Habe ich aber schon gesagt. Und Hooligans. Absolut ausrasten kann ich, wenn jemand Babies oder Kindern etwas antut. Wie aktuell diese Kreatur, die den achtjährigen Jungen und deren Mutter auf das Zuggleis gestoßen hat oder dieses Riesenarschloch, der von hinten eine Frau die Treppe hinuntergestoßen hat. Dann natürlich die grauenhaften Terroranschläge in der ganzen Welt, vor allem, wenn unschuldige Menschen dabei sterben wie Breitscheidplatz in Berlin, der Schütze beim Musikfestival in Las Vegas, damals die Bluttat in Dänemark oder in Schulen. Das sind alles für mich keine Menschen. Das sind Teufel in Menschengestalt.

Völlig anderes Thema. Positive Schiene – welche Stars waren bisher die Nettesten?

Oh, das ist sehr schwer. Da möchte ich keinen vergessen. Bislang waren, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen alle nett. Da kann man fast keine Namen nennen, ohne anderen weh zu tun, die ebenfalls sehr nett und menschlich sind, die man beim Aufzählen einfach vergessen hat. Aber so aus dem Stegreif, ich werde da sicher bei über vierhundert kennengelernten Stars viele Nette auf die Schnelle vergessen zu erwähnen. Aber an erster Stelle nenne ich Bülent Ceylan, OTTO Waalkes, Albert Hammond, Dieter Thomas Heck, der bei seinem Besuch im Fernweh-Park von sich aus Passanten auf der anderen Straßenseite grüßte, die neugierig zu ihm hinüberblickten. Er sagte damals: „Muss ich doch grüßen, das sind doch meine Arbeitgeber“. Dann Paola und Kurt Felix, Guido Cantz, Dieter Hallervorden, der einmal eine Ameise aus der Tonschale für die Handabdrücke rettete, unvergessen… dann weiter Hans Kammerlander, die Klitschko Brüder, überhaupt sind Boxer alle sehr sehr nette Leute, dann die Ehrlich Brothers, Beatrice Egli, DJ BoBo, so was von uneingebildet, was er aber sein könne durch seine Erfolge, auch Bully Herbig, einfach supernett, der unvergessene Chris Roberts, der „Fly & Help“ Gründer Reiner Meutsch, die Jungs von SANTIANO, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier… Ich wurde immer vor Mario Barth gewannt, auch von Künstlerkollegen. Ich kann nur das Beste über ihn sagen. Mario ist ein Supertyp und war jedenfalls dem Fernwehpark gegenüber und mir sehr sehr nett.

Und Fieslinge?

Darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Oft aber die, die sich im Fernsehen sehr volksnah geben und als Publikumslieblinge gelten. Und Newcomer-Sternchen, die der Erfolg in die Nase gestiegen ist. Die, die wirklich etwas können, sind sehr menschlich. Ausnahmen gibt es aber in jedem Bereich. Meistens ist der Dunstkreis um die Stars herum der schwierigste. Beim Fernsehen fühlt sich oft der kleinste Kaffeeholer wie der Star selbst.

Welcher Star, den Sie gegenüberstanden, verursachte bei Ihnen Gänsehaut?

Das ist nur Winnetou zu nennen. Pierre Brice ist Winnetou und Winnetou ist Pierre Brice. Und dass das Idol meiner Jugend und bis heute zu mir in den Fernwehpark kam, das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Toll war auch die Begegnung mit dem Terminator, Arnold Schwarzenegger und Dirk Nowitzki. Einmal ihn in die Augen schauen, 2,13 Meter hoch, ist ein Erlebnis. Ich kam mir da wie ein Zwerglein vor. Unvergessen natürlich der Dalai Lama und Joachim Gauck. Ach ja, fast vergessen. Als Jugendlicher war ich verknallt in die Wencke und in die Gitte. Einmal war es Gitte, dann wieder die Wencke. Wencke wegen ihres spitzbübischen Gesichtchens, Gitte, weil sie so schön mit den Augenliedern klimperte. Als Wencke dann einmal bei mir auf dem Beifahrersitz im Auto saß und ich sie vom Hotel in den Fernwehpark fuhr, knallte ich fast dem vor mir fahrendem Auto hintendrauf. Denn ich schielte immer nur nach rechts, auf Wencke, mit ihrem Minirock.

Was würden Sie gerne einmal tun?

Nach L.A. fliegen und dort vier Wochen nur durch die Straßen bummeln. Vom Walk of Fame nach Beverly Hills und Bel Air laufen, Canyon Drive, Rodeo Drive, weiter bis Santa Barbara und dort am Beach zurück nach Venice. In der Melrose Road in gebrauchen Klamotten der Stars wühlen. Irre Klamotten haben es mir sowieso angetan. So ein Traum. Mit Sylvester Stallon im Spago, Beverly Hills, essen gehen.

Und dann einmal ohne Zeitdruck, aber die Film- und Fotokamera immer griffbereit, eines meiner Lieblingsländer bereisen. Ohne Kamera, geht nicht. Ich würde mir die Augen verbinden und gar nichts sehen wollen.

Geht das Ihnen auch in Deutschland so?

Nein. Da rühre ich keine Kamera an außer eben bei eben Startreffs oder Events im Fernwehpark, um deren Aufnahme in die „Signs of Fame“ für ihre Bilderstory auf der Fernwehpark Homepage in Bildestrecken und im Film zu dokumentieren.

Sie erwähnten irre Klamotten. Gehen Sie gerne shoppen? Machen Männer ja eigentlilch nicht so wirklich gerne…

Ich mache nichts, was Männer mögen und viel, was sie nicht mögen. Und dazu gehört shoppen. Ich liebe es. Für mich gibt es nichts schöneres, als von früh bis abends durch die Fußgängerzone von München zu bummeln. Ja zu laufen, rennen. Ich kann mit Berlin nichts anfangen. Dort gibt es überhaupt keine Fußgängerzone. Für mich ist die schönste Stadt in Deutschland München. Ich rase dort in fünf Stunden durch hunderte von Geschäfte. Meist nur Eyeshopping wie man es in Hongkong gerne macht. Mein Kontostand lässt was anderes nicht zu. Ich liebe Klamotten, wie Thommy Gottschalk, habe ich aber glaube ich schon gesagt.

Für den haben sie ein Faible?

Ja. Sehr. Thommy liebt Amerika und die Musik der good old sixties. Da sind wir auf einer Wellenlänge. Und ich mag seine Sprüche und eben „Wetten dass…“ Sehr sympathisch macht er sich bei mir auch in dem er sich traut öffentlich einzugestehen, dass er keine Ahnung hat von Fußball. Auch da stimmen wir überein. Ich kann nur mit ihm bei zwei Dingen nicht mitreden. Bei Wagner und Literatur.  Deshalb bleiben wir bei Klamotten. Ich hoffe, dass ich noch mit 90 gesund bin, denn eines wird es da bei mir nicht geben. Filzpantoffel und Wolljacke. Ich möchte auch in hohem Alter zerrissene Jeans und hoffentlich lange Haare tragen. Und wenn ich mit Krückstock durch Jeansläden schlurfen muss. Die lass ich nie aus. Eines ist für mich ein Greuel und wird es immer bleiben: Ein Leben in 08/15 Otto Normalverbraucher.

Welche drei Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen, wenn Sie dort drei Monate leben müssten?

Einen Arzt, der mir täglich bescheinigt, das mir nichts fehlt, einen Fernseher mit deutschem Fernsehempfang, denn Beispiel Fernsehprogramm in den USA – das ist eine Katastrophe. Eigentlich nur zwei Dinge, wenn Nahrung und Wasser vorhanden sind.

Wenn Sie zaubern könnten, was würden Sie machen?

Schwierig, ich würde lieber sagen, wenn mir alles gelänge, dann: Jede Krankheit aus der Welt schaffen und Panzer, Raketen und alle Waffen auf der Welt in Schokolade verwandeln. Und wenn böse Menschen anderen was antun, dann müsste das gleiche auf sie zurückfallen, in der gleichen Sekunde.

Was bereuen Sie in Ihrem Leben?

Einmal eine tolle Idee gehabt zu haben, deren Umsetzung aber unfähige Leute an die Wand gefahren haben. Da die Idee super war, würde ich das sofort wieder machen aber nur wenn garantiert ist, dass Fachleute mit Wissen und Können das in die Hand nehmen. Weiter bereue ich, Leuten blind vertrraut zu haben.

Ich bereue, vierzig Jahre meines Lebens meine Fähigkeiten nicht beruflich genutzt zu haben. Ich weiß was ich kann und was nicht. Ich kann nicht Zahlen, Formulare und Bürokram. Aber ich kann gestalten und habe den Blick für Motive. Ich hätte Kameramann werden müssen. Dann hätte ich meine Begabung voll entfalten können. So wurde diese in einem Glaskäfig täglich mit Füßen getreten. Meine Fähigkeiten, richtig eingesetzt, hätte viel bewirken können. Ich bereue nicht den Mut gehabt zu haben, auszusteigen und einen anderen Beruf zu beginnen, der meinen künstlerischen und optischen Fähigkeiten entspricht. Wenn ich da an Fotografie, auch Konzertfotografie denke, Landschaftsfotografie, Portätfotografie und vor allem Motive zu sehen, Bilder in Szenen zu komponieren. Stattdessen das dreckige Geld von anderen zählen und saublöde Formulare auszufüllen…

Weiter macht mich hektisch, dass mir im Herbst des Lebens wohl nicht mehr die Zeit bleibt, alle meine Filme meiner Filmsammlung anschauen zu können. 80% der Filme habe ich aus Zeitgründen nie gesehen, oft nur kurz reingeschaut, die Szenen nach filmhandwerklichen Können geprüft und bei „gut“ in die Sammlung einverleibt oder in den Müll geworfen. Auch werde ich es wohl nicht schaffen, einen dicken Roman zu schreiben. Ich schreibe leidenschaftlich gern, genauso gern wie filmen.

Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erreichen?

Da kann ich gleich an der letzten Antwort nahtlos anfügen: einen richtigen dicken Roman schreiben. Wie Mitchener. Etwas ähnliches habe ich schon begonnen. Ein Buch, das ich schon angefangen habe, über einen selbst erlebten Horror. Ist schon fertig, möchte aber selbst hier nichts weiter dazu sagen. Nur soviel: Wollte man das verfilmen, würde jeder Filmregisseur das Manuskript ablehnen mit der Begründung: Realitätsfremd. So etwas gibt es in Wirklichkeit nicht. Das nehmen einen die Zuschauer nicht ab. Und doch ist es so. Da ist nichts drin als die reine Wahrzeit – zu ALLEM. Und würde man das verhindern, den „Bären“ mit einem Zementklumpen am Fuß im Untreuseeversenken wollen…. würde man alles nur beschleunigen. Das Manuskript liegt bei einem Anwalt im Tresor und würde in so einem Fall sofort veröffentlicht.

Erreichen wollen? Barack Obama und Sylvester Stallone in die „Signs of Fame“ aufnehmen und dass es in Oberkotzau bald ein Gebäude gibt, in dem man die jetzt über 400 Star-Handabdrücke ausstellen und besichtigen kann. Möglichst in Nähe des Fernweh-Parks natürlich. Denn viele Besucher fragen mich bei Führungen: „Wo sind denn eigentlich die Handabdrücke der Stars ausgestellt? Man liest das laufend in der Zeitung, sieht es im Fernsehen, aber finden tun wir sie nicht…“

Last not least darf diese Frage, die obligatorische Frage nach den drei Wünschen, am Schluß nicht fehlen?

Gesundheit, Frieden auf der Erde und lange mit meiner Frau gesund zusammenleben dürfen.

Herr Beer, wir bedanken uns für Ihre ehrlichen Antworten.

 

 

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