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Um Himmels Willen: "Bürgermeister Wöller" - FRITZ WEPPER ohne "Mausi" im Signs of Fame

Unaufhörlich nähert sich die Zahl der Stars im "Signs of Fame" der magischen Zahl 100. Und Fernwehpark Initiator Klaus Beer hätte es - ganz privat gesagt - Fritz Wepper oder Jutta Speidel gegönnt, der 100. "Promi" zu sein. Beer: "Aus Zeitgründen schauen meine Frau und ich grundsätzlich nie Serien. Aber 'Um Himmels Willen' ist bei uns das absolute Muß. Fast schon Kult. Und sind wir einmal nicht zuhause, zeichnet der DVD-Recorder die Sendefolge auf. Bei einem gemütlichen Fernsehabend amüsieren wir uns dann köstlich über das Bemühen von Bürgermeister Wöller, Schwester Lotte im Kloster Kalthenthal das Leben schwer zu machen. Das Minenspiel, die Gestik, die 'Hassliebe' zwischen den beiden erstklassigen Schauspielern ist einfach fantastisch..."

Kann es schönere Komplimente geben? So war es denn auch nur eine Frage der Zeit, FRITZ WEPPER und JUTTA SPEIDEL in die Reihe der Prominenten der Sparte "Schauspiel" im "Signs of Fame" des Hofer Fernwehparks aufzunehmen. Michael Jahreis von White Lake City Filmproduction, selbst Schauspieler in diversen Serien, kannte die Beiden von Dreharbeiten und sprach sie vor Monaten erstmals darauf an. Bescheiden wie sie sind, sagten sie wie aus einem Mund: "Da machen wir mit, aber NUR GEMEINSAM". Und so geschah's.

Die Einladung erfolgte wie aus "heiterem Himmel": Das Management ludt Klaus Beer zum Set nach Benediktbeuren ein, wo gerade an der neuen Staffel gedreht wurde.

Fritz Wepper

Mitte Mai in Oberbayern. Weißblauer Himmel, blühende Wiesen, auf den Bergen liegt noch Schnee. Der malerische Ort Benediktbeuren ist unser Ziel. Genauer der "Gasthof zur Post", der heute in ein Filmstudio umfunktioniert wurde. Unschwer 'Feeling Hollywood' zu erkennen: Kamerakoffer, Lichtschienen, Scheinwerfer, Kästen und Kisten lagern vor dem Haus. Dazwischen sitzen in der Sonne, im "geschäftigen Nichtstun", aber wie überall beim Film unheimlich wichtig: Leute, die aussehen, wie Filmleute eben aussehen müssen - und: Komparsen, die auf ein Zeichen warten, durchs Bild zu huschen oder am Wirtshaustisch zu granteln, wie Fische, die nach Luft schnappen. Denn sie müssen ihre Münder bewegen, ohne aber den geringsten Mucks von sich zu geben.

Dicke Kabelbündel führen um in den Gasthof hinein. Am Seiteneingang stehen große Transporter mit Filmequipment. Ein Blick durch eines der Fenster sagt uns, dass wir richtig sind. Wir sehen eine Garderobe mit fein säuberlich aneinandergereihten Anzügen, an denen ein Zettel mit der Aufschrift "Wöller" prangt.

Und um genau den geht es hier. Um Wolfgang Wöller, dem Bürgermeister von Kaltenthal, der wie immer im Clinch mit Schwester Lotte liegt.

Fritz Wepper

"Um Himmels Willen", Scene 42.20A, 24.05.04. Eine Assistentin hat "Take 1" für eine Wirtshausszene mit Herrn Huber, seines Zeichens Bauguru von Kaltental, auf die legendäre Filmklappe geschrieben.

Fritz Wepper

Und wer's nicht glaubt, das "Kaltental" wirklich existiert, der wird im Wirtshaus eines besseren belehrt. Auf dem Tisch liegt die neueste Ausgabe des "Kaltentahler Boten." Schon irre: Das Wirtshaus steht in Benediktbeuren, der Ort Kaltenthal brilliert mit den Fassaden von Landshut und das Kloster selbst steht einige Kilometer von hier entfernt in... Nein, das wird nun wirklich nicht verraten.

"Harry, fahr schon mal den Wagen vor" - war sein Schicksal

Fritz Wepper

Hauptdarsteller in der Rolle des Bürgermeisters von Kaltenthal ist FRITZ WEPPER, der zu einem der bekanntesten und beliebtesten Schauspielern in Deutschland zählt. Spätestens durch den Satz "Harry, fahr schon mal den Wagen vor", ist Wepper als Assistent von Kommissar "Derrick" einem breiten Publikum und sogar in der ganzen Welt bekannt. Denn diese Krimiserie wurde in vielen Ländern der Erde ausgestrahlt und sogar in japanisch nachsynchronisiert.

Der Urmünchner FRITZ WEPPER hatte 1959 seine erste Filmrolle in Bernhard Wickis Kriegsfilm "Die Brücke". Wepper wurde mit vielen Filmpreisen ausgezeichnet und ist Garant für den Erfolg von TV-Filmen, wo immer sein Name auf der Bestzungsliste steht. Auch sein Bruder Elmar Wepper ist ebenso wie er ein beliebter Schauspieler.

Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Am Set: "Und Action!"

Fritz Wepper

Vorbereitung zum Dreh. Kaum einer der Fernsehzuschauer ahnt, was sich bei jeder Szene um die Schauspieler tut: Beleuchter, Kabelträger, Maskenbildner, Scriptgirl, Redaktionsleiter, Regisseur, Kameramann, Tonmann, und viele andere gute Geister wuseln am Drehort um die Schauspieler herum. Wichtigstes Requisit am Gürtel einer Person: Mehrere Rollen Klebeband, denn es gibt anscheinend immer etwas irgendwo zu befestigen.

Fritz Wepper

Der Tisch wackelt. Schnell wird ein Keil zwischen Wand und Tisch geklemmt. Mit Salz und Pfefferstreuer kaschiert. Passt. Szene: Bürgermeister Wöller und Baulöwe Huber sitzen am Wirtshaustisch. Wöller eröffnet ihm Unglaubliches. Um was es da jedoch geht, wissen außer der Filmcrew nur noch Klaus Beer und Hartmut Böhringer vom Fernwehpark. Beide werden das Geheimnis strengstens für sich behalten, denn diese Sendung wird erst Anfang 2005 ausgestrahlt. Zuvor gibt es noch viele amüsante und spannende Episoden, die aufeinander aufbauen. Und die beiden vom Fernwehpark werden sich hüten, zuvor etwas auszuplaudern.

Fritz Wepper

Immer an Fritz Weppers Seite ist ein Mann mit Pinsel, Kamm, Schwämmchen und Puder. Vor jeder Szene wird jede sich frei entfalten wollende Haarsträhne wieder in ordentliche Bahnen verwiesen. Noch ein kurzes Abtupfen mit dem Puder an einer glänzenden Stelle. Jetzt kann gedreht werden. Amüsant: Der Maskenbildner hat ein Foto von Fritz Wepper auf seine Schminktasche geklebt. "Damit Du auch siehst, sie Fritz immer auszusehen hat", witzelt "Huber".

Fritz Wepper

Beide meistern "Take 1" Bravour. Doch sie müssen immer wieder von vorne beginnen. Jede Szene wird mehrmals gedreht. Aus anderen Perspektiven. Für die Gegenschnitte.

Fritz Wepper

Bürgermeister Wöller redet auf Huber ein. Ohne Versprecher. Doch "Stopp". Das Ganze nochmal. Der Kameramann ist noch nicht ganz zufrieden. Er bittet Huber, die Hand nicht so dominant auf die Tischkante zu legen.

Fritz Wepper

Während die Kamera auf neue Position fährt, ein Blick in das Manuskript. Doch Fritz Wepper hat den Text längst intus. Konzentration ist in diesem Job alles. Und wie wunderschön kann er nach dem gelungenen Deal mit seinem Bauspezi in wunderschönem, dahingehauchtem Französisch zur propperen Bedienung sagen: "Das Bier geht zurück. Bringen Sie uns dafür einen von diesem franzöösischeennn Spruudell - und Huber. Du zahlst".

Fritz Wepper Fritz Wepper

Kurzer Break. "Wöller" und "Huber" machen Späßchen. Was sonst in der Rolle nicht wirklich vorkommt. Klaus Beer schnappt sich die Canon und schießt von beiden schnell ein paar Porträts.

Fritz Wepper

"Fusselcheck". Ein Mädel eilt zur Kamera, nimmt das Objektiv ab und kontrolliert, ob sich nicht ein gemeiner Fussel eingeschlichen hat. Auch das muß sein.

Fritz Wepper

Während der Drehpause erklärt Klaus Beer Wolfgang Müller, der in der Serie Wöllers Spezi, den Baulöwen Huber spielt, anhand des Fernwehpark Prospekts das Projekt.

Das wichtigste am Film ist das Warten. Wer das nicht kann, sollte sich einen anderen Job suchen. Klaus Beer, schon oft bei Filmproduktionen am Set, wundert sich hier jedoch tüchtig. "So ein diszipliniertes und professionelles Arbeiten habe ich selten wo gesehen. Kaum ist Zeit für eine Pause. Schnell ist neu ausgeleuchtet, die andere Kameraposition festgelegt, mit Maßband die Entfernung zu den Darstellern ausgemessen, und schon kann es weitergehen.

Fritz Wepper

Fritz Wepper ist ganz Ohr. Bereits bei unserem Erscheinen erhielt er vom Produktionsleiter ein Fernwehpark Prospekt in die Hand gedrückt. Beer: "Er studierte eingehend das Prospekt, auch dann noch, als ihn der Mann mit der Puderdose für die nächste Szene herausputzte. Zwischen zwei Drehs dann kam er auf uns zu und bat uns zu sich an einen Tisch. Wollte noch einiges erklärt haben und informierte sich ausgiebig über das Hofer Projekt."

Die Schildersignierung

Fritz Wepper

Die Signierung des Grußschildes sollte zwischen dem Lichtumbau "von Tag auf Nacht" stattfinden. Dies dauert zirka dreißig Minuten, da alle Fenster mit schwarzer Folie abgedichtet und eine neue Lichtatmophäre geschaffen werden mußte. Zeit für Fritz Weppers Aufnahme in den "Signs of Fame".

Fritz Wepper

Wir haben alles vorbereitet. Mit allem gerechnet. Nur mit diesem nicht. Fritz Weppers Unterschrift ist zu kräftig. Er drückt die Spitze des Lackstiftes in den Stift und an den Rändern tropft Farbe heraus. Man sieht es den Bildern an. Jeder ist erschrocken. Was ist zu tun? Kein Problem. Klaus Beer holt ein Papiertaschentuch heraus und saugt damit vorsichtig die überschüssige Farbe ab.

Fritz Wepper

Alles gerettet! Fritz Wepper kann wieder lachen.

Fritz Wepper

Hartmut Böhringer schießt das offizielle Pressefoto.

Fritz Wepper

Shake Hands mit Fernwehpark-Initiator Klaus Beer. Doch Fritz Weppers Aufnahme in den "Signs of Fame" ist noch lange nicht beendet. Die größte Aktion steht noch an.

Fritz Wepper

Fritz Weppers Handabdrücke in Ton. Wie "Bürgermeister Wöller" das meistert, kann man in dieser Rubrik unserer Geschichte erfahren.

Und was der Schauspieler auf Klaus Beers Frage, wohin er am liebsten reisen würde, wenn er einmal ein halbes Jahr aussteigen wolle, bzw. was absolutes "Fernweh" für ihn bedeutet, antwortet, kann man in unser Sparte Die Fernweh-Frage erfahren.

Das Star-Mobil

Fritz Wepper

"Drei Dinge braucht der Mann". Entschuldigung - Fernwehpark: "Grußschild. Handprints. Und die Unterschrift auf der Kühlerhaube des Fernwehpark Autos, wegen der vielen Autogramme auch "Star-Mobil" genannt.

Fritz Wepper

Klaus Beer bittet Fritz Wepper nach draußen vor das schon vorgefahrene Auto, das in diesem Falle schon mal Hartmut vor den Eingang gestellt hat, gleich Beers Bitte: "Hartmut fahr schon mal den Wagen vor." Und "Harry", äh Bürgermeister Wöller alias Fritz Wepper signiert...

Fritz Wepper

Doch was ist mit Schwester Lotte? "Jutta Speidel und Fritz Wepper geben sich am Set heute sozusagen die Klinke in die Hand", sagte der Produktionsleiter bereits am Telefon auf der Fahrt nach Benediktbeuren. "Sie kommt etwas später, hat den letzten Dreh". Fritz Weppers Aufnahme in den "Signs of Fame" ist beendet. Und er hat Drehschluß. Könnte heim nach München. Doch er bleibt.

Fritz Wepper

Wartet auf "Schwester Lotte". Denn schließlich müssen beide mit auf das Pressefoto, sind doch "Bürgermeister Wöller" mit seiner "Mausi" und die Ordensschwester auf ihrem Star-Schild abgebildet. Sehen Sie hier Jutta Speidels Aufnahme in den "Signs of Fame", ihre Schildersignierung und auch unsere Bilderstory, wie die flotte Nonne Lotte ihre zarten Hände in den feuchten Ton drückt...

Klaus Beers erste Filmrolle

Doch es ist noch nicht aller Tage Abend. Im Wirtshaus ist es jedoch schon viel später. Es ist bereits Mitternacht. Kunstnebel sorgt für eine verrauchte Atmosphäre.

Bürgermeister Wöller wankt mit Spezi Huber aus dem Lokal. Der "franzöösiische Spruuudeell" hat seine Wirkung getan. Eine Kamerafahrt ist angesagt. Und diese erfaßt die Nebentische, wo zu später Stunde noch einige Zecher sitzen sollen. Da die Zusammenarbeit mit der Fernwehpark Crew so harmonisch verlaufen war, wird kurzfristig auf zwei Komparsen verzichtet und Klaus Beer und Hartmut Böhringer bekommen ihre erste "Filmrolle".

Ein Ereignis für Klaus - das in seinem Leben nicht wirklich ist: Klaus Beer, der keinen Alkohol trinkt und auch sonst nie in ein Wirtshaus geht, sitzt vor einem halb ausgetrunkenen Weissbier. Einfach unglaublich! Sendestart: Januar 2005. (Hinweis: Leider existiert hiervon kein Szenenfoto, da Beer und Böhringer selbst vor der Kamera standen)

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