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O-Town im Signs of Fame!

3-2-1 Zero: Countdown Nervenkrieg im Collosseum München

O-Town

Wie die No Angels, Bro'Sis und andere durch TV und Publikum gecastete und gekürte Girl- und Boygroups in Deutschland, das sind O-TOWN in den Vereinigten Staaten. Denn O-Town wurde dort auch durch eine TV-Reality-Show ins Leben gerufen.

Aus über 1800 Bewerbern kristallisierten sich schließlich 25 Finalisten heraus. Der Produzent Lou Pearlman schaute sich dabei nach 5 Talenten um, die später die Gruppe O-Town bilden sollten. Dabei wurden die Bewerber sehr streng beurteilt. Sie mußten Prüfungen im Singen und Tanzen ablegen und es wurde ausgesiebt, bis schließlilch 8 Finalisten in Orlando in ein Haus einzogen und täglich von Kameras (Big Brother is watching you) beobachtet wurden.

Es begann ein hartes Training mit Tanz- und Gesangsübungen. Dabei immer wieder Heimweh, Emotionen - alles unter den Augen der Kameras und Millionen von Zuschauern. Einige hielten das nicht aus, sprangen ab, letztendlich standen Ashley Angel, Erick-Michael Estrada, Dan Miller, Trevor Penick und Jacob Underwood als Sieger fest. Sie wurden zu O-Town - was eine Abkürzung von ORLANDO ist, und jetzt vom Team des "Signs of Fame" mit gleich 5 Sternen auf ihrem Grußschild in die Reihe der jungen Musik-Stars eingereiht.

Entnehmen Sie bitte die ausführlich Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigener Homepage.

Und erleben Sie den "Nervenkrieg", der sich um Ihre Aufnahme in die "Signs of Fame" des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekt "Fernwehpark" entspann. Doch alle Aufregung ist eigentlich umsonst gewesen - alle Anstrengung sinnlos, da der Ruhm wie von so vielen Boy- oder Girlgroups irgendwann wie eine Seifenblase zerplatzt. Nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt am 16. August 2003 gaben die Jungs von O-Town im November 03 ihre Trennung bekannt.

Der Fernwehpark hat dazugelernt und wird erstmal ein paar Jahre abwarten, ob neue Sterne ab Pophimmel auch wirklich die Kraft haben, länger als eine Sternschnuppe zu glühen...

Doch das alles konnte man damals ja noch nicht wissen - deshalb jetzt anschnallen, zu der Irrsinns-Achterbahnfahrt rund um die Aufnahme der Boy-Group in die "Signs of Fame".

O-Town - die Boys aus Orlando

O-Town

Trevor, Erik, Ashley

O-Town O-Town O-Town

O-Town

Dan und Jacob bei einem TV-Interview im Collosseum München.

O-Town O-Town

O-Town

Trevor, Eric, Ashley, Dan und Jacob, fünf leuchtende Sterne am Boygroup-Himmel, aufgegangen in Orlando, Florida, sind fünf ganz Nette. Ist man einmal bis zu ihnen vorgedrungen, merkt man sofort, daß ihnen der Ruhm noch nicht zu Kopf gestiegen ist und das, obwohl ihr Album "O-Town" in den USA mit Platin veredelt wurde und auch hier in München Hunderte von meist weiblichen Fans vor der Halle lauern, immer bereit, in frenetisches Kreischen zu verfallen, sobald sich ein Wagen nähert, in denen die Jungs sitzen könnten. Selbst Limofahrer werden erstmal mit schrillem Schreien empfangen...

Signs of Fame backstage

Das Treffen mit O-Town aber war auch für uns vom Team des "Signs of Fame" - nach über 80 Star-Begegnungen - diesmal nicht einfach. Uns sollte eigentlich nichts mehr schrecken. Da war Freude und Begeisterung, Begegnung mit ganz Netten, aber auch mit abgehobenen Managern, rotzfrechen Betreuern und hochnäsigen Vorzimmer-Dussis. Die Stars selbst waren meist immer OK. Je mehr sie drauf hatten, desto umgänglicher waren sie. Nur der Dunstkreis darum herum triefte meist vor unaussprechlicher Arroganz.

Anmerkung der Redaktion: Im Jahre 2010 - nach 10 Jahren Hofer Fernwehpark - sind über 300 Stars und Sternchen und Prominente jeglichen Coleurs im "Signs of Fame" vertreten. Klaus Beer: "Liebe Leser unserer Homepage, ihr könnt glauben, daß wir ganze Buchbände füllen könnten mit Erlebnissen rund um die Begegnungen der Promis im Showbiz. Gute, sehr gute, Wunderbare, aber auch Furchtbare, Grauenhafte, die aber wie gesagt zu 99,9 % nicht die Stars selbst betreffen, sondern das Umfeld derer... Eigentlich müsste die Fernwehpark Crew, schon öfters am Rande des Nervenzusammenbruchs, reif für die Klapse sein."

Bitte anschnallen zum "Countdown Nervenkrieg"

Deshalb auch für Sie, liebe Besucher unserer Homepage: Anschnallen zum Countdown Nervenkrieg - denn so leicht sollen sie es diesmal beim Surfen zu den Shooting-Stars aus Orlando auch nicht haben. Wir gönnen Euch heute mal einen Blick hinter die Kulissen des "Signs of Fame"...

Bereits vor über einem Jahr wollten wir die Jungs in Fürth treffen, doch da war dies kurzfristig vor Ort in der Stadthalle aus zeitlichen Gründen nicht möglich. In Ingolstadt im Juli dann wagten wir einen zweiten Versuch. Wieder machte uns die fehlende Zeit einen Strich durch die Rechnung. Doch jetzt, im Kunstpark München, sollte es klappen. Mit einer Mailzusage des deutschen Tourmanagers in der Tasche fahren André Puchta, stellvetr. Vorsitzender des Fernweh-Park Vereins "Signs of Fame", Peter Schulze, im FW-Park ebenfalls zuständig für die Stars der jüngeren Generation und Klaus Beer, Initiator des Hofer Fernweh-Parks, zu Ihrem Konzert nach München.

3-2-1-Zero: Countdown Nervenkrieg

Wir kommen um 16.30 Uhr im Kunstpark an. Vor dem Collosseum warten bereits Hunderte von Fans. Und das seit Stunden. In bitterer Kälte. "Bereits um 9.30 Uhr waren die ersten da, wir stehen hier seit halb zwölf", sagt eine Hoferin, die wir in der Reihe der dicht zusammengedrängten Teenies im Alter zwischen 12 und 17, entdecken. Die Hoferin ist mit ihrer Tochter da. Sie sind gestern mit dem Zug angereist, haben in München übernachtet und fahren nach dem Konzert um 23.45 wieder zurück. Morgens um 6.30 werden sie wieder in Hof sein. Strapazen, die Fans von O-Town jedoch gerne auf sich zu nehmen scheinen.

André telefoniert mit dem deutschen Manager. Alles scheint klar zu gehen. Doch der Zeitpunkt, an dem dieser uns am Eingang abholen wollte, verstreicht. Wir erfahren, dass er und die Jungs noch gar nicht in der Halle sind. Ein eisiger Wind pfeift um die Gebäude. Securities drängen die nach Einlass rufenden Mädels immer wieder zurück in die Reihen.

Jetzt werden die ersten "Meet & Greet" Gewinner durch die Absperrgitter geschleußt. Es sind mindestens 50 junge Leute, die durch "Radio Charivari", "Antenne Bayern" und anderen überregionalen Hörfunksendern eine persönliche Begegnung mit O-Town gewonnen haben. Die Kids, oft in Begleitung ihrer Eltern, haben Plüschtiere, Rosen, Poster dabei.

Uns schwant Schreckliches. Auch wir werden wahrscheinlich nur im Zuge von "Meet & Greet" an O-Town herankommen. Vor dem Eingang haken die Medienvertreter die Gewinner ab. Unser Ansprechpartner ist jedoch immer noch nicht auszumachen. Eine junge Dame von Hand in Hand Gilching hat Erbarmen mit uns und lässt uns zumindest in den Vorraum, wo die backstage- und Photo-Pässe bereitliegen. Uns wird ein von allen Mediavertretern heißbegehrtes Kuvert mit der Aufschrift "Fernweh-Park" ausgehändigt. Jetzt haben wir zumindest schon mal die Genehmigungen, die ersten 2 Songs im Bühnengraben fotografieren zu dürfen.

André versucht über Handy nochmal den deutschen Manager zu erreichen. Endlich ist er am Telefon. Er schickt eine Dame von der BMG München, die uns das sagt, was wir schon lange vermuten. Bitte anstellen in der Reihe der Fans! Natürlich stehen wir ganz hinten. "Was ist, wenn den Jungs die Lust vergeht und sie vorzeitig abhauen?" Schulterzucken. Wir dürfen gar nicht daran denken. Schon zweimal abgelehnt, heute der dritte Anlauf. Ein Urlaubstag, Fahrt nach München, Schild für 180 Euro dabei. Wenn es heute nicht klappt, sehen wir alle "rot".

Countdown Nervenkrieg: Part Explosionsgefahr

Ein Mensch mit scheinbar wichtiger Funktion weist die "Meet & Greet" Gewinner in die Schranken "Zu zweit anstellen habe ich gesagt, ich sehe hier 3 Leute nebeneinander..." Wir kommen uns wie in der Schule vor. Ich kämpfe mich durch die Kids zu ihm vor. "Wir sind keine Fans, wir kommen wegen einer Pressegeschichte, können wir die Aktion nicht an den Anfang stellen?" Ich halte ihm unser Fernweh-Park Prospekt mit den Abbildungen der Stars im "Signs of Fame" unter die Nase. Er wirft nicht mal einen Blick darauf, denkt, ich möchte ein Auotogramm auf irgendein Poster. "Hinten anstellen".

Plötzlich stürmen Kids quer durch die Halle auf uns zu, durchbrechen die Schlange der wartenden, jetzt brav in Zweierreihen stehenden "Meet & Greet" Besucher, drängen sich an die Absperrungen vor der Bühne, wollen O-Town ganz nahe sein. Das darf doch nicht wahr sein. Wieso wird das Publikum schon jetzt eingelassen? Das gibt Chaos, sagt André. Plötzlich eine Lautsprecherdurchsage. "Wir haben eine schlechte Nachricht für Euch. Wegen polizeilicher Anordnung müssen wir die Konzertbesucher schon jetzt einlassen. Deshalb kann das "Meet & Greet" Treffen heute nicht stattfinden. Es wird aber nachgeholt, wenn O-Town wieder in Deutschland ist." Wumm, das hat gesessen. Von den Gewinnern ist kein Laut zu hören. Diese Nachricht hat ihnen regelrecht die Sprache verschlagen. Sie haben sich so auf eine Begegnung mit ihren Idolen gefreut. Und jetzt zerplatzt alles wie eine Seifenblase.

Countdown Nervenkrieg: Part: Die Zeitbombe tickt

Auch wir sind auf 180! Der dritte Anlauf - und wieder alles umsonst? Das kann nicht sein. André drückt mit zittrigen Fingern die Nummern des Managers in sein Handy. Welch Glück, er meldet sich. Da er bislang nur telefonisch mit ihm verkehrte, weiß niemand, wie die Gesprächspartner aussehen. Er steht 5 Meter von uns entfernt, muß erst einmal die Medien beruhigen, die auch nicht vorgelassen werden. Wie vertreten die das eigentlich gegenüber ihren Hörern, schießt es mir durch den Kopf. André redet auf den Manager ein. Ich halte mich bewusst zurück, da ich mich kenne, in solchen Situation manchmal ganz schön auszuflippen. "Ich versuche noch was zu arrangieren", sagt er...

"Okay, Medienvertreter und Abordnung Fernweh-Park dürfen rein." Leichtes Aufatmen. Der Backstagebereich ist uns jetzt schon mal sicher. Aber ich traue der Sache nicht. Irgendwas kommt sicher noch dazwischen. Da - eine Anordnung vom Mangement: Nur 8 Leute dürfen zu O-Town. Wir sind aber mindestens 10-15, schätze ich. Der Nervenkrieg beginnt von vorn. Wer muss zurückbleiben? Wer entscheidet dies? Werden in den Taschen schon die Messer gewetzt?

Countdown Nervenkrieg: Part Sperrfeuer

Wir sind zu dritt und müssen auf zwei Mann reduzieren. Der schwarze Vorhang zum absoluten Sperrgebiet hinter der Bühne öffnet sich. Alle drängen nach vorn. Wir müssen entscheiden - JETZT, sonst haben wir gar nichts. Es trifft Peter und eine Fotografin aus München, die wir gerne auch noch mitgenommen hätten.

Endlich drin. Wir sind patschnass geschwitzt, nicht nur durch das Schleppen des Schildes. Trevor, Ashley, Jacob, Dan und Erik sind von den Medien umlagert. Ihnen werden Mikrofone vor die Nasen gehalten, eine TV-Kamera ist auf sie gerichtet. Erstmal den Rummel abklingen lassen, denn wir brauchen mehr Zeit.

Da entdeckt Dan das Schild. "Wow, it's nice. What that?" Ich erkläre ihm kurz den Park und seine Aufnahme in den "Signs of Fame": "It looks like the 'Walk of Fame' in Hollywood. You are inside - now", sage ich.

Dan pfeift die Jungs zu sich. "Hollywood in Germany. Great!" O-Town ist begeistert. Als sie dann noch US-Countrystar Willie Nelson auf dem Fernweh-Park Prospekt entdecken, haben sie nur noch Augen und Ohren für uns. Die anderen Medien sind abgeschrieben.

O-Town O-Town

O-Town O-Town

Der Reihe nach unterschreiben die Jungs auf ihren Sternen. Dies zu fotografieren, ist wegen der Enge des Raumes und dem Gedränge der Journalisten fast unmöglich.

Die Aufnahme in den "Signs of Fame" ist perfekt. Die Jungs nehmen sich echt Zeit, interessieren sich für das Projekt und sind sehr, sehr nett. Von Starallüren keine Spur.

O-Town mit Klaus Beer

So gibt es noch ein Bild mit Fernweh-Park Initiator Klaus Beer, der den Jungs aus Florida auf die Schnelle so viel wie nur möglich von der Grundidee und dem Friedenssymbol des Fernweh-Parks vermittelt. Gespannt lauschen die Jungs der Story von "HOLLYWOOD in Upper Franconia." Von links stehend: Trevor Penick, Eric-Michael Estrada, Klaus Beer, Jacob Underwood, (knieend) Ashley Angel und Dan Miller.

Dann Vorbereitungen für Ihren Auftritt, dem die Kids im Saal seit Stunden entgegenfiebern. Die Stimmung beim Warmup durch KESS und Oli. P hat ihren Höhepunkt erreicht. "O-Town, O-Town, O-Town" rufen die Girlies aus vollem Hals.

O-Town on Stage - Das Konzert

Hier einige Bildimpressionen von dem Konzert von O-Town im Colosseum des Kunstparks München.

O-Town

O-Town O-Town

O-Town

O-Town

Jeder Bewegung der Jungs auf der Bühne folgt eine Reaktion. Ein Winken, ein Blick in das Publikum, ohrenbetäubendes Gekreische ist die Folge. Reihenweise fallen die Mädels in Ohnmacht, werden über die Köpfe der dichtgedrängten Kids nach vorne gehievt, von den Securities in den rettenden Bühnengraben gezogen.

O-Town

O-Town

O-Town

O-Town

O-Town

Wie bei jedem Popkonzert wird dem Publikum erstmal richtig eingeheizt.

KESS

KESS mit Andre Puchta KESS mit Peter Schulze

André Puchta und Peter Schulze (von links) mit der Gruppe Kess.

Oli.P Oli.P

Danach folgt Oli.P unser "alter" Freund des Fernweh-Parks, den Klaus Beer hinter der Bühne herzlich begrüßt.

Alles in allem, ein echt nervenzerfetzender Abend, bei dem jedoch die Freundlichkeit der Jungs aus Orlando wie Öl auf unser zerrüttetes Nervenkostüm wirkte. In Hof angekommen denken wir an die Mutti mit Tochter, die jetzt erst im Münchner Hauptbahnhof in den Zug steigen - und wahrscheinlich ganz seelig von O-Town träumend der "Fernweh-Stadt" Hof entgegenrollen....

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