Ein OUTLAW der Country-Music mit Sympathie für die Cherokee Native Americans
In der Reihe großer Namen wie Johnny Cash, John Denver und Garth Brooks zählt WILLIE NELSON zu der Elite der amerikanischen Countrystars und - als OUTLAW der Countrymusic, da er diese immer in ureigendster Form bevorzugte - mit Gitarre einfach und Texten, in denen er auch brisante Themen anging. Vorallem aber wollte er sich im Rahmen der Outlaw-Bewegung, die sich regelrecht um ihn scharte, von kommerziellen Banden Nashvills befreien.
Mitte der 80er Jahre trat er mit weiteren Countrygrößen wie Johnny Cash, Kris Kristofferson und Waylon Jennings unter dem Namen "Highwaymen" auf. Diese Verbindung begeisterte zehn Jahre lang auf Welttourneeen. Nelson ist aber auch als Schauspieler bekannt. Schon 1979 spielte er neben Robert Redford und Jane Fonda in dem Film "Der elektrische Reiter". Heute lebt Willi Nelson, der eine Cherokee-Indianerin heiratete, in AUSTIN, Texas und ist in der "Country Music Hall of Fame" in Nashville verewigt - ein MUSS, diesen Ausnahme Countrystar, der soviel Fernweh nach dem Countrmusicland Amerika entfacht, im "Signs of Fame" zu verewigen.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigenen Homepage.
Doch der Ruhm, aber auch Tiefen des Lebens veränderten den schmächtigen Mann mit dem schulterlangen Haaren nicht. Heute 67-jährig, gibt er seine musikalische Botschaft mit ungetrübter Stimme und Charisma an Millionen Fans in der ganzen Welt weiter.
Willie Nelsons Auftritt in der Music Hall der Familie Strohofer in Geiselwind scheint dem des Präsidenten der Vereinigten Staaten in nichts nachzustehn. Zig muskelbepackte Bodyguards lassen keine Maus zu dem mit dunklen, undurchsichtigen Scheiben versehenen Künstlerbus durch, selbst die Presse und Radioleute müssen draussen bleiben. Nelsons Agentur hat nur drei Pressetermine vergeben - aber erst nach dem Konzert: Angelika Demmerschmidt von Antenne Bayern, Doc Schulze von Radio Euroherz und Terra Film Erika und Klaus Beer, denen Willie Nelson ein Ortsschild „Austin/Texas“ für den Hofer Fernweh-Park widmet.
Klaus Beer: „Nach dem Konzert heißt es noch einmal warten. Willie Nelson macht sich nach einem über zwei Stunden dauernden Bühnenauftritt noch etwas frisch. Dann sitzen wir ihm gegenüber. Einem feinen, fast zerbrechlich wirkenden Mann. Er hat die Zöpfe gelöst und das Haar fällt ihm wie ein Engel über die Schultern. Der Vergleich ist berechtigt. Denn er begegnet seinem Gegenüber mit einem Charisma, das ich noch bei keinem anderen Menschen erlebt habe. Er scheint mit sich selber in Harmonie und tiefen Frieden zu leben. Seine Augen blicken warm und gütig und selbst Fragen und Autogrammwünsche der ihn umgebenden Journalisten erfüllt er mit solch einer Ruhe, das es mich beschämt, nach dem Signieren des Schildes auch einen Bericht über den Fernweh-Park im COUNTRY CIRCLE unterschreiben zu lassen.
Auch der Auftritt auf der Bühne war beindruckend. Er geht zum Publikum, schüttelt Hände und setzt mal diesen, mal jenen Hut, der ihm zugeworfen wird, für ein, zwei Lieder auf. Beim Rückzug durch die Künstlergarderobe und dem VIP Bereich erspäht er einen ca. 50-jährigen, etwas abseits stehenden Fan. Er geht auf ihn zu und schreibt ihm ein Autogramm auf das T-Shirt. Sein Weg zum Bus führt in auch durch den Raum, in dem Country-Kollegen auf den Auftritt „nach Nelson“ warten. Kein leichter Stand. Er geht zu jedem und schüttelt ihm die Hand.
Seit über einer halben Stunde sitze ich keinen Meter von ihm entfernt.
Wer bislang noch kein Nelson-Fan war, der ist es sicher nach diesem Auftritt und nach so manchen Beobachtungen geworden. Musikmässig, wie auch menschlich.
Ich sage: ‘Einen Song habe ich heute Abend leider vermisst: ‘Good morning america, how are you... Meinen Lieblingssong!’ ‘City of New Orleans’, sagt Willi, lächelt und nimmt einen Schluck Tee aus dem roten Kaffeetopf auf dem Tisch.
‘Wo das Schild nun hängen wird? fragt er. ‘Natürlich an einem noch möglichen vorderen Platz des Schilderwalds, gleich neben Truck Stop.“
„On the road again“. Am anderen Morgen rauscht der schwarze Bus mit den dunklen Scheiben bereits Richtung Norwegen.