LOTEN NAMLING, Kranich-Song für den Dalai Lama
LOTEN NAMLING ist ein tibetischer Sänger und Musiker, aber noch vieles zugleich, Sänger, Musiker, Schauspieler, Cartoonist. Aber er ist vor allem eines: eine mächtige Stimme, so schreibt die Presse über ihn.
LOTEN NAMLING sang auch beim DALAI LAMA auf seiner Deutschlandreise 2008 und zog in Bamberg mit seiner Musik und seinem Charisma über 5000 Menschen in seinen Bann. Als die Diplom Sozialpädagogin Nanne Wienands Fernwehpark Vorsitzenden Klaus Beer auf den Auftritt von Loten Namling in der Hofer Region aufmerksam machte, reagierte dieser sofort.
Entnehmen Sie bitte die ausführliche Biografie der geehrten Persönlichkeit deren eigenen Homepage.
Klaus Beer: „Da auch der DALAI LAMA mit seinem weltbekannten Namen und Friedensbemühungen hinter unseren multikulturellen und völkerverbindenden Projekt steht und sich der Fernwehpark in seiner Globalen Bedeutung Frieden und Zusammengehörigkeit aller Menschen und Kulturen statt Rassismus und Unterdrückung auf die Fahne geschrieben hat, ist es ein Muss, auch Loten Namling im „Signs of Fame“ zu verewigen.“
In der Gumbertuskirche in Schwarzenbach/Saale begrüßt Astrid Lange, Sprecherin der Regionalgruppe Hof der Tibetiniative, die anwesenden Gäste und freut sich, dass viele Menschen den Weg nach Schwarzenbach gefunden haben, um den tibetischen Sänger zu hören. Sie sind aber nicht nur erschienen, um einen Eindruck von der tibetischen Musik vermittelt zu bekommen, sondern sie wollen die Augen nicht verschließen vor der verheerenden Situation, die derzeit in Tibet herrscht: Die Unterdrückung der Tibeter durch die chinesische Regierung.
Wenn es um Tibet geht, ist auch er zur Stelle: Wolfgang Grader aus Bamberg, Vorsitzender der Tibetinitiative Deutschland, der eine Einführung zur Situation Tibets gibt. Grader spricht über die Unterdrückung, die im Land herrscht und die die Tibeter zu Bürgern zweiter Klasse im eigenen Land macht und über den Wunsch der Tibeter nach Unabhängigkeit. Auch darüber, dass der Dalai Lama eine autonome Lösung anstrebt.
Dann erscheint Loten Namling. Er trägt ein weißes Gewand, über die Schulter eine weinrote Schärpe und bunte, tibetische Stifel – und zieht mit seiner imposanten Erscheinung, seiner Musik und gewaltigen Stimme, die meditativ bis aufbrausend sein kann, von der ersten Minute an das Publikum in seinen Bann.
Loten Namling betont in seiner Begrüßung, das es ihn freut, dass das Christentum und tibetische Kultur einträchtig nebeneinander beisammen sein können.
Klaus Beer: „Was hier praktiziert wird, ist beispielhaft. Und Wunsch des Fernwehpark Initiators, daß alle Völker dieser Erde so friedvoll nebeneinader und miteinander zusammenleben können.“
Die Schildersignierung
Doch bevor wir die Leser unserer Fernwehparkstory mitnehmen wollen auf eine bildbelegte muslikalische Reise in das geheimnisvolle Land im Himalaya, soll die Geschichte zur Aufnahme von Loten Namling den „Signs of Fame“ beschrieben werden.
Begeistert von dem multikulturellen Friedensprojekt signiert der sympathische Sänger, der mit seinem herzerfrischenden Lachen zwischen seinen Lieddarbietungen jedem Zuhörer sofort das Herz öffnete, sein Grußschild.
Dieses ziert ein Bild des Künstlers, wie es aktueller nicht sein kann, nämlich das PR-Foto seiner Auftritte.
Shake Hands mit Fernwehpark Initiator Klaus Beer. Loten Namling bedankt sich herzlich für die ihm zugedachte Ehrung und hebt mit der Signierung seines Grußschildes auch symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Dann bittet Klaus Beer auch Nanne Wienands mit auf das Bild, die die Begegnung mit dem tibetischen Künstler arrangiert hat.
Unser Foto zeigt von links: Nanne Wienands, Musiker und Sänger Loten Namling, Fernwehpark Initiator Klaus Beer und Wolfgang Grader, Vorsitzender der Tibetinitiative Deutschland.
Das Konzert
Die St. Gumbertuskirche in Schwarzenbach an der Saale: Vor dem mit brennenden Kerzen geschmückten Altar steht ein Stuhl, verziert mit einer tibetischen Maske und dem großen Stab des „Dre Bhu Kar Po“, einem tibetischen Glücksbringer. Daneben liegt auf dem Boden eine Klangschale, ein „Hang“, eine große, mit bunten tibetischen Ornamenten verzierte Trommel und eine tibetische Laute. Auf einem kleinen Tischchen glänzt ein weißes Muschelhorn. Buddhismus und Christentum verschmelzen an diesem Abend. Hier wird Völkerverständigung live praktiziert.
Kaum betritt Loten Namling den Platz vor dem Altar, rückt die reiche Kultur des Landes in den Mittelpunkt und lässt für eine gute Stunde die Probleme, mit denen das Land zu kämpfen hat, vergessen.
„Ich singe jetzt ein 1000 Jahre altes Lied, das ein indischer Guru mitbrachte, als er den Buddhismus nach Tibet brachte“, sagt Loten Namling und greift zur Laute.
Dann nimmt er das weiße Muschelhorn und entlockt diesem Töne, die Bilder von Tibet untermalen, die vor dem geistigen Auge an einem vorüberziehen: Goldene Dächer, Stupas, Götterfiguren, wehende Gebetsfahnen, die schneebedeckten Berge des Himalaya... Man wird, wie im Fernwehpark mit Blick auf die Ortsnamen aus aller Welt, mit Sinnen und Gefühlen entführt in fremde Welten.
Dazu trägt auch die große Trommel bei, die mit ihren dumpfen Klängen an die Mönchsklöster im Himalaya erinnert. Klaus Beer verspürt im Herzen dieses Fernweh, hat er doch selbst über Ladakh, in das viele tibetische Kunstschätze gerettet wurde, einen Film gedreht. Bilder von Leh und dem Kloster Lamayuro ziehen dabei an seinem geistigen Auge vorüber.
Dann bringt Loten Namling zum glockenartigen Klang einer Tonschale, der er mit unglaublicher Fingerfertigkeit eine schier unerschöpfliche Tonfülle entlockt, zusammen mit seiner vuluminösen Stimme, seltsame, langgezogene Töne hervor. Dazu lässt er seine Stimme schwingen, allerdings nicht in gekünsteltem Tremolo, sondern ganz natürlich, ursprünglich.
Und er singt er vom „Weißen Kranich, einer Vision des sechsten Dalai Lama und erzählt musikalisch von Abu Pema, der der tibetischer „Deckname“ für den Dalai Lama ist.
Langgezogene, nachhallende, kraftvolle Töne prägen seinen Vortrag, mit dem er das begeisterte Publikum in seinen Bann zieht. Doch seine Botschaft geht tiefer, er singt in einem Mantra von „Samen von Mitgefühl säen“, möchte damit den Glauben an Liebe und Mitgefühl erwecken. Und er spielt und singt vor allem für alle, die unterdrückt sind…
Fotos Schild-Signierung: Erika Beer
Fotos Konzert: Klaus Beer