„Goldene“ Judohände wirbeln in den Ton
Am 12. August 2008 holte der deutsche Judoka OLE BISCHOF bei den Olympischen Spielen in Peking eine Goldmedaille im Halbmittelgewicht - und überraschte damit die gesamte Weltelite.
Samstag, 21. November 2009. Rudolf-Lion Halle in Hof. Der Goldjunge aus Peking kommt und wird vor der offiziellen Veranstaltung in die „Signs of Fame“ des multikulturellen und völkerverbindenden Friedensprojekts „Fernwehpark“ aufgenommen.
Nach der Signierung seines Star-Schildes weht ein Hauch von Hollywood durch die Sporthalle, es folgen die Handabdrücke in Ton.
Wie bei jeder Star-Handprint Aktion erklärt Fernwehpark Initiator Klaus Beer zuerst was zu tun ist, um möglichst plastische Handabdrücke zu erzielen: „Zuerst beide Hände mit gespreizten Fingern knapp über der Tonoberfläche anlegen, um ein Gefühl für den Abstand zu erhalten, denn die Unterschrift muß in einem Freiraum auch noch Platz finden.
„Und dann am besten mit der linken Hand beginnend, einfach hinein in den Ton und mit der rechten Hand jeden Finger einzeln, langsam, aber kräftig eindrücken.“ Klaus führt das schon mal optisch vor, ohne jedoch den Spezialton zu berühren, den der Hofer Töpferladen speziell für die Star-Handprint Aktionen entwickelt hat.
Ole Bischof hat kräftige Hände, die zupacken können. Da sie wechselseitig angelegt werden müssen, korrigiert Klaus Beer ein wenig, denn bei mittlerweile über 250 Promihänden weiß er am besten, wie diese in die Tonform einplaziert werden müssen.
Für Presse- und Homepagefotos legt Ole seine Hände schon mal auf die graue Masse.
Dann geht es los. Die linke Hand wird in den Ton gedrückt, und mit der Rechten nachgeholfen.
„Wenn der Ton die Körperwärme angenommen hat, gleiten die Finger fast wie von selbst hinein“, erklärt Klaus Beer weiter.
Durch die Glastüre drücken sich noch immer die kleinen Judokas die Nasen platt. Selbst jetzt, mitten im Fotoshooting, hat Ole für sie ein Lächeln übrig.
Dann nimmt Ole die rechte Hand aus dem Ton – der Abdruck ist wunderschön geworden. Gleich geht es mit der Rechten weiter, die schon mal aufgelegt wird.
Ja, und eigentlich ist das schon das „Friedenszeichen“, das später nochmal mit beiden Händen dargestellt wird.
Und nun das Ganze umgekehrt mit der anderen Hand.
Um auch die Problemzone Handballen „in den Griff“ zu bekommen, geht es bei dem Gold-Judoka mit voller Power weiter.
Ein Foto, aus der Situation heraus, das einmal die Dynamik und Spannung solch eines Shootings zeigt. Ole Bischof in „Action“, aber auch Klaus Beer in vollem Einsatz, um mit Anweisungen an den Fotografen beste Bilder zu erzielen.
Heute steht Erika Beer, die sonst bei keinem Star dabei ist, wegen Verhinderung des FWP-Starfotografen, selbst einmal hinter der Kamera. Erika scheut den Starrummel und springt wirklich nur dann ein, wenn sie weiß, daß sie es an diesem Tag mit einem Menschen und keinen oft so arroganten Tourbegleiter zu tun hat. Bei Ole Bischof aber war sie sich von vornherein sicher. Da kann ich bedenkenlos hingehen... Sie wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil.
Was folgt ist die wichtigste Pose, die es bei so einem Shooting „abzuarbeiten“ gilt: Das Friedenszeichen. Denn mit den Handabdrücken ala´Hollywood werden die Prominenten und Stars nicht nur geehrt in den Genres Musik, Film, TV, Bühne oder Sport, sondern heben damit vorallem symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt.
Jetzt müssen die Handprints nur noch signiert werden.
Dazu ritzt der Goldjunge von Peking seinen Namenszug in die graue Masse.
Und so sehen die Handabdrücke des Olympiasiegers Ole Bischof aus.
Ein Pressefoto, daß alles zeigt: Star-Schild, Star-Handabdrücke, den Star selbst natürlich und den Intitator des Ganzem...
Nach ein paar Tagen des Lufttrocknens werden die Handabdrücke vom Hofer Töpferladen steinhart gebrannt. Zu sehen werden sie einmal sein im „FERNWEH Star-Museum“, das gegenüber des Fernwehparks errichtet werden soll. Eingerahmt, unter Glas und mit entsprechender Beleuchtung, damit durch die Licht/Schatten Wirkung die Konturen der Handprints noch deutlicher zum Vorschein kommen.
Fotos Ehrung: Erika Beer
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