Mann's Chinese läßt grüssen...
Filmpremiere in Berlin. Weltpremiere! Roland Emmerich (Independence Day) stellt seinen neuen Film "The Day After Tomorrow" vor. Und alle kamen. Stars und Sternchen. Filmpremierenfieber, Roter Teppich, Hollywood-Feeling!
Die Fernwehpark Crew erhielt zu diesem hochkarätigen Ereignis eine offizielle Einladung von 20th Century Fox in den Kosmos Ufa-Palast Berlin. Vor unzähligen TV-Teams und Journalisten nahm Klaus Beer den Hollywood-Regisseur mit Star-Schild und "Handabdrücken in Ton" in den "Signs of Fame" des Fernwehpark Deutschland, Standort Hof/Oberfranken, auf. Und das nicht irgendwo backstage des Filmgeschehens. Sondern als Höhepunkt des Medien-Events auf dem ROTEN TEPPICH, über den auch alle Stars flanierten. Klaus Beer: "Nach dem Europäischen Presseball das bislang größte Star-Event im "Signs of Fame".
Es ist nicht ausgeschlossen, daß Roland Emmerich auf den "Walk of Fame" in Hollywood einen Star-Stern erhält oder vor dem Mann's Chinese Theatre am Hollywood Boulevard seine Hände in Beton verewigt. Ist dies einmal der Fall, weiß er, wie das vonstatten geht. Denn Fernwehpark Initiator Klaus Beer hat mit Roland Emmerich diese Prozedur schon einmal durchexerziert. Auf dem ROTEN TEPPICH des Filmpremieren Theaters in Berlin. Vor den Objektiven aller führenden Medienvertreter Deutschlands.
Klaus Beer erklärt vor laufender Kamera was zu tun ist, damit sich die Hände möglichst plastisch im Ton abzeichnen, denn der bekannte RTL-Moderator Waldemar Kons überträgt mit einem Fernsehteam die gesamte Aktion in den Kinosaal des Premierentheaters. Von Klaus Wowereit, Sandra Maischberger, Maybrit Illner bis Cherno Jobatey und Barbara Schöneberger, die seit dem Presseball auch weiß, wie das geht, sehen das jetzt alle Filmpremierengäste. Noch hat der Star-Regissieur gut lachen. Doch bald wird er merken, daß das alles nicht so einfach ist.
Die Pressefotografen sind aus dem Häuschen. Prasselte bei der Schildsignierung schon ein Blitzlichtgewitter hernieder, so sind sie jetzt nicht mehr zu halten. Emmerichs Hände in Ton, jeder will diese Bilder haben.
Roland Emmerich hebt bereits die erste Hand aus dem Ton. Der Abdruck scheint ihm zu gefallen. Doch Klaus Beer ist mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden. Er muß unbedingt noch mehr Druck ausüben. Doch wie soll Klaus Beer ihm das erklären? Jedes Wort wird in den Kinosaal übertragen...
Nun ist die zweite Hand an der Reihe. Emmerich drückt laut Klaus Beer's Instruktion mit der anderen Hand nun jeden einzelnen Finger kräftig ein.
Die Rufe werden hektischer. Roland Emmerich soll drücken und dabei gleichzeitig in die Kameras schauen. Klaus Beer versucht eine Actionpose einzunehmen, um nicht steif neben ihn zu stehen. Da rufen die Fotografen; "Herr Beer, Finger aus dem Bild".
Vor Emmerich und Beer knien Moderator Kons und sein TV-Team sowie zwei priviligierte Fotografen von 20th Century Fox, die auf den roten Teppich durften. Was sonst nur im Fernsehen bei einer Oskar-Verleihung zu sehen ist, ist hier Realität. Klaus Beer und Roland Emmerich sind dabei die Hauptakteure des Weltpremiere-Medienspektakels.
"Herr Emmerich, Herr Beer, bitte schauen Sie einmal hoch, bitte zu mir, zu mir, hierher, zu mir..." Die Rufe werden hektischer, agressiver. Jeder Fotograf möchte die Blickverbindung zu seiner Kamera.
Es muß was etws geschehen. Die Abdrücke sind noch nicht so, wie sie sein sollen. Emmerich ist ein freundlicher, zurückhaltender Mann. Geht zu zaghaft mit dem Abdrücken um. Er muß einfach kräftig hinlangen. Klaus Beer gelingt es, ihm das schnell ins Ohr zu flüstern. Und er macht's. Emmerich legt auf Beers Bitte nocheinmal seine Hand in den ersten Abdruck, um ihn etwas plastischer zu gestalten. Für die Fotografen gibt's dazu ein herzliches Lächeln. Emmerich ist Profi und weiß, was die Medien wünschen.
Nun bittet Klaus Beer Roland Emmerich, die Hände aus dem Ton zu heben. Er weiß, daß das gute Bilder werden. Die Reaktion folgt auf dem Fuß. Unser Fernwehpark Fotograf Peter Kosa wird im Ansturm der Kameraleute regelrecht zur Seite gedrängt. Er versucht über die Köpfe der anderen ein paar Schüsse zu plazieren. Klaus Beer weiß nicht mehr, in welche Richtung er schauen muß, möchte natürlich für die Geschichte der Fernwehpark Homepage ebenfalls gute Bilder. Doch aus seiner Sicht ist Kosa im Flashlight der Fotografen nicht mehr auszumachen.
So, daß war's. Der Hollywood Regisseur begutachtet sein Werk. So kritisch, als würde es sich um die Bewertung einer wichtigen Filmszene handeln.
Roland Emmerich präsentiert das Ergebnis den Kameras. Leider bleiben im Blitzlicht der Fotografen die Konturen verborgen.
Damit auch sein Star-Schild nochmals gewürdigt wird, präsentiert dies dazu Klaus Beer den Kameras. Ist es doch Grundlage des Projekts "Fernwehpark".
Und so sehen die Hände des Filmkünstlers aus. Verewigt in Ton. Hände, die auch mal eine Kameraeinstellung festlegen und am Schneidetisch oder im Trickstudio jene Szenen schaffen, die ein Weltpublikum in Zelluloidträume entführen oder wie hier bei "The Day After Tomorrow" den Zuschauern den Atem stocken läßt.