Hofer Fernweh-Park Hofer Fernweh-Park

 

3 Sat ZDF – ORF – SRG – ARD „Kulturzeit“ filmt im Fernwehpark

Ein Kamerateam von 3 SAT filmt für die Sendereihe „Kulturzeit“.
Und bewegt sich dabei auf den Spuren des Roadmovies von Wim Wenders „Im Lauf der Zeit“ aus dem Jahre 1976.
Das Filmteam besucht dabei einige der Orte, von Lüneburg bis Hof – und erzählt in drei Teilen ihre Geschichte entlang der deutsch-deutschen Grenze.

Sie filmen u.a. im Grenzmuseum Mödlareuth – und im Hofer Fernwehpark, der bewußt am 09.11.1999, zehn Jahre nach dem Fallen der Mauer, errichtet wurde, als Zeichen für Freiheit und Zusammengehörigkeit aller Menschen. Völkerverbindend eben. Für Menschen jenseits des eisernen Vorhangs bis hin nach Afrika, Asien und die ganze Welt.

Das Team von links: Redakteur Lotar Schüler, Kameramann Bernd Tillmann und Tonmann Dirk Haas.

„Kulturzeit“ wird montags bis freitags jeweils um 19.20 Uhr ausgestrahlt.

Am 2. Oktober 1995 sagte Gert Scobel zum ersten Mal: "Herzlich Willkommen bei 'Kulturzeit'". Am 1. Oktober 2005 feierte die beliebte Sendereihe 10-jähriges Jubiläum.
Das bedeutet: 2300 Sendungen, 10.000 Kulturtipps oder 88.000 Sendeminuten. 10 Jahre "Kulturzeit", das sind zehn Jahre Fernsehfeuilleton mit Kultur und Kulturpolitik – und diesmal ist auch der Hofer Fernwehpark „Signs of Fame“ mit dabei.

Natürlich darf auch die medienerprobte Kulisse, zwischen „New York“ und „Los Angeles“ in diesem Beitrag nicht fehlen.

Mit dem „Florida-Fernwehpfahl“ im Hintergrund erläutert Fernwehpark Initiator Klaus Beer die Idee, Entstehung und Globale Bedeutung des multikulturellen und völkerverbindenden Hofer Friedensprojekts.

Auf die Frage, ob sich nach dem Fallen der Grenze hier in Hof und Oberfranken etwas geändert hat – früher war hier im Grenzland ab Nürnberg ja schon tote Hose – sagt Klaus Beer: „Eigentlich wenig, denn die Mauer ist in den Köpfen vieler Leute leider immer noch da. Die muß ersteinmal abgebaut werden. Dazu steht auch der Fernwehpark, der zum Nachdenken anregen, aufeinander zugehen und eben völkerverbindend sein soll.“

Neben den Ortsschildern aus aller Welt und den Schildergrüßen der Stars im „Signs of Fame“ interessiert auch der Themenpark der (bitte verlinken mit der Übersicht der kuriosen Namen) kuriosen und lustigen deutschen wie österreichischen Ortsnamen, der von Besuchern des Fernweparks ebenfalls ständig umlagert ist. Klaus Beer: „Diese Abteilung ist eigentlich nur ein Gag neben den Ortsschildern und den Star-Tafeln, dessen Träger mithelfen, unsere Friedensidee um die Welt zu tragen. Ein ernstes Thema – neben dem auch mal geschmunzelt werden darf, wenn es um Schilder geht – mit dieser ganz besonderen Sammlung eben. Von `Katzenhirn` bis `Lederhose´.“

„Der Kameramann sieht tolle Bilder und Perspektiven“ – das hat Klaus Beer, selbst Filmmacher, der die Welt nur in Bildern sieht, sofort erkannt. Beer: „Als ich gerade mit einem Sicherheitsbeamten des Ministerpräsidenten im Fernwehpark unterwegs war (es ist angedacht, daß Horst Seehofer den Fernwehpark besucht) und zur gleichen Zeit das Fernsehteam eintraf, begannen diese schon mal eigenständig zu filmen. Und zwar dort, WO der beste Blick auf die Schilderkulisse ist. Von einem bestimmten Punkt von der anderen Straßenseite aus. Anderen TV-Teams muß ich diesen Bildausschnitt immer erst zeigen, bzw. sie direkt dorthin führen. Aber was macht dieser Kameramann? Er steht genau dort, wo man die Schilder im leichten Telebereich so wunderschön atmosphärisch dicht zusammenziehen kann. Da sah ich auf den ersten –Blick, daß dieser Kameramann was auf den Kasten hat. Ich bin gespannt, auf diesen Film und seine Bilder. Und natürlich auf die Regiearbeit und Schnitt des Redakteurs. Denn 3SAT bedeutet immer etwas Besonderes...“

Dann soll Klaus Beer über den kleinen Hofer „Walk of Fame“ laufen, der hier „Boulevard der Humanität“ genannt wird.

Auf den Spuren eines Roadmovies

Als Klaus Beer sagt, daß auch Wim Wenders im „Signs of Fame“ vertreten ist, ist der Redakteur hellauf begeistert. Denn mit diesem beginnt ja der Film – und endet im Fernwehpark, und das jetzt dabei auch hier ein Star-Schild von Wim Wenders hängt, ist einfach genial.

Im Mittelpunkt des Wenders Films „Im Lauf der Zeit“ steht die Beziehung zwischen zwei Männern. Der eine zieht durch die Lande und repariert Kinoprojektoren, der andere hat sich soeben von seiner Frau getrennt. Sie lernen sich kennen und begeben sich mit einem Truck auf eine lange Reise über die staubigen Straßen entlang der damaligen deutsch-deutschen Grenze. Ein typischer Wenders-Film.

Klaus Beer erzählt dabei Lotar Schüler, daß Wenders auch nicht wie alle anderen Promis seine Hände, gegenüberliegend plaziert, in den Ton gedrückt hat, sondern ganz anders. Im Rechteck. Warum? Weil ein Regisseur, wenn er ohne Kameramann unterwegs ist, die Location immer im Ausschnitt eines Suchers betrachtet – und dazu einfach seine Händflächen, entsprechend angewinkelt, einen Kamersucher imitierend, vor die Augen hält.

„Haben Sie eventuell auch ein Schild, wo das Wort ENDE zum Vorschein kommt“, fragt Lotar Schüler. Klaus Beer überlegt nicht lange und führt das TV-Team zielsicher zu diesem Schild...

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