Riesenerfolg bei „Spuren im Fernwehpark“.
Schilderinvasion der Beamtenfachhochschule Hof
„Früher war Hof am Arsch der Welt. Das ist jetzt auch noch so. Nur sind jetzt die Fluchtwege ordentlich beschildert.“
Negativwerbung ist auch Werbung, und manchmal sehr erfolgreich, dachten sich Hildegard Zeilinger und Ruprecht Werner von der Beamtfachhochschule Hof und animierten mit einem Ausspruch des Kabarettisten Wolfgang Sebert auf originelle Weise, Studenten der Studienjahrgänge 1998-2002 Schilder ihrer Heimatorte für den Hofer Fernwehpark zu sammeln. Hintergrund war der Gedanke, dass viele Studierende aus den unterschiedlichsten Orten Bayern, Thüringens und Sachsens kommen, um in Hof zu studieren. Zeilinger: „Sie verbringen dabei eine wichtige Phase Ihres Lebens in der Saalestadt, schließen Freundschaften und durchleben mit ihren Mitstudierenden das Auf und Ab eines Studiums.“ „Weiter sind die Studierenden der BayBFH eine wichtige Bereicherung für die Stadt und die Region Hof“, heißt es auf dem Handzettel, mit dem Hildegard Zeilinger und Ruprecht Werner eine Aktion ins Leben riefen, „Spuren der Studienzeit“ im Hofer Fernwehpark zu hinterlassen und damit bewußt zu machen, aus welchen Regionen und sogar anderer Länder die Studenten kommen. Preise von 200,--, 150,-- und 100,-- als Finanzierungsgrundlage für eine Gruppenfete und einer zusätzlichen Verlosung zum Thema „Fernweh“ lockten zusätzlich.
So konnten bereits im Dezember bei der Diplomierungsfeier in der Hofer Freiheitshalle eine große Anzahl von Schildern, die bis aus Polen kamen, an Fernweh-Park Initiator Klaus Beer übergeben werden. Originellstes Schild dabei war „Kulling“, ein fingierter Ort, der in vielen Aufgaben vorkommt und die Prüflinge manchmal zum Schwitzen brachte. Ruprecht Werner hatte dieses Schild als besondere Überraschung für die Studenten extra nachbauen lassen. Dementsprechend groß war die Begeisterung und die Motivation, im nächsten Halbjahr weiter fleissig zu sammeln.
So ließ sich der Aktionsabschluß nocheinmal sehen. Mit großem Spass präsentierten die Gewinner der Studiengruppen am Fernwehpark nun eine große Anzahl von Schildern ihrer Heimatorte. Bei dem Schild „Rosenheim“, dem Heimatort von Siegfried (Siegfried & Roy), will Klaus Beer versuchen, beim nächsten Zusammentreffen mit dem Weltstar in Las Vegas seine Unterschrift auf das Schild zu bekommen.