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Vom Abendland ins Morgenland - ein Schildergruß aus BARI

Studienkreuzfahrt der Wirtschaftsjunioren Hof

45 Wirtschaftsjunioren und -juniorinnen aus Hof, Plauen und Nördlingen (darunter auch einige Senioren), machten sich Ende Oktober 2003 von Hof aus auf dem Weg nach Venedig, um an Bord der Costa Atlantica, einem Traumschiff mit knapp 300 Mtr. Länge und über 20 Decks hoch, vom Abendland ins Morgenland nach Istanbul zu gelangen.

Dabei hatte Donat Sammer, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Hof nicht nur die Idee, mit einem speziell angefertigten Grußschild mit dem Bildnis des Luxusliners an die Studienkreuzfahrt zu erinnern, sondern auch den Reiseverlauf der Kreuzfahrt mit den Ortsschildern all jener Städte zu dokumentieren, in denen das Traumschiff anlegte.

Dazu setzte sich Sammer im Vorfeld mit den Rathäusern der jeweiligen Städte in Verbindung. Doch nur Bari erkannte die einmalige Werbemöglichkeit für sich. Venedig zum Beispiel verstand die Chance, den Namen der Lagunenstadt zwischen den Metropolen und Städtenamen aus aller Welt Besuchern aus aller Welt präsentieren zu können, überhaupt nicht.

Die Vorstände der Wirtschaftsjunioren

Mit Freude überreichte die Vorstandschaft der Wirtschaftsjunioren Hof, (von links) Vorsitzender David Plaettrich, Vorstandsmitglied Guido Hunke und Donat Sammer, Mitglied der Wirtschaftsjunioren und Reiseleiter der Kreuzfahrt, das Ortsschild von Chitta di Bari und ein ebenso wunderschönes Grußschild mit dem Bild des Kreuzfahrtschiffes sowie dem Reiseverlaufs an Fernwehpark Initiator Klaus Beer.

Doch obwohl eine Einladung des Bürgermeisters von Bari für die Gäste aus Deutschland vorlag, war die Übergabe mit Hindernissen verbunden. Donat Sammer erzählt: Während der eine Teil der Gruppe, die Altstadt mit seinen "Schätzen", die Basilika San Nicola und die Kathedrale San Gregorio von Bari zu Fuß erkundete, stattete der andere Teil, dem Bürgermeister von Bari, Herrn Dottore Simeone, einen Besuch ab. Der Bürgermeister hatte die Wirtschaftsjunioren zu einem Empfang geladen, um ihnen ein Stadtschild, für den Fernwehpark in Hof, zu überreichen. Da wir nur wenige Stunden Zeit hatten, machten wir uns mit Taxis auf den Weg in das Rathaus. Dabei mußte der Preis immer individuell ausgehandelt werden. Er schwankte zwischen 7 und 22,-- Euro - mit dem gleichen Fahrtziel. Ich saß natürlich in dem teuersten. Im Rathaus angekommen, machte jedoch ein überraschender Besuch eines ranghohen italienischen Politikers diesem Treffen einen Strich durch die Rechnung.

Ein Vertreter des Bürgermeisters sicherte aber verbindlich die Übersendung eines Stadtschildes von Bari, auf dem Postwege zu. Vorab gab es schon mal einen Tischwimpel mit dem Stadtwappen von Bari für den Organisator der Gruppenreise, Donat Sammer.

Die Wirtschaftsjunioren

Wie man sieht, kam die versprochene Ortstafel dann auch an und Klaus Beer versprach, die beiden wunderschönen Schilder an einem ebenso schönen Platz im Fernwehpark anzubringen. Beer: "Die Wirtschaftsjunioren erfüllen damit genau die Grundidee und Möglichkeiten unseres Projekts. Sie werden bei jedem Besuch im Fernwehpark durch ihre Schilder an ihre herrliche Kreuzfahrt erinnert - grüssen damit gleichzeitig alle Besucher des Parks, wecken in ihnen jenes geheimnisvolle ‚Fernweh' und stellen den Namen der italienischen Hafenstadt Bari ins "Rampenlicht" der Medien, Stars und natürlich Besuchern aus aller Welt.

Und immer, wenn Donat Sammer und die Mitreisenden der Studienkreuzfahrt ihre beiden Schildergrüsse sehen, werden ihnen wohl die schönsten und interessantesten Augenblicke dieser wunderschönen Reise vor ihrem inneren Auge vergegenwärtigt. In Erinnerung werden sie zurückkehren an den Beginn der Fahrt vom Abendland in das Morgenland, über die Donat Sammer folgendes berichtet:

Schildererinnerung

Nach einer Nachtfahrt mit dem Bus erreichte die Gruppe am frühen Morgen Venedig. War man am Anfang noch alleine in den Gassen Venedigs unterwegs, so füllte sich mit voranschreiten der Tageszeit, zunehmend die engen Gassen. Leider war der Markusplatz überflutet, so dass man nur über schmale Stege den Markusplatz und den Dogenpalast erreichen bzw. überqueren konnte. Bei strahlenden Sonnen- schein war dies aber ein besonderes Erlebnis.

Um 18 Uhr hieß es dann "Alle an Bord" und die Costa Atlantica startete ihre Fahrt zu ihrem ersten Ziel, welches Bari war. Ein letzter Blick vom Aussichtsdeck auf den Markusplatz und die Seufzerbrücke bei der Ausfahrt aus der Lagune von Venedig, verdeutlichte die Größe unseres schwimmenden Hotels für die nächsten 7 Tage.

Nach einem geschmackvollen 6-Gänge-Menü, einem ersten Erkundungsgang über die verschiedenen Schiffsdecks, und der großen "Schattenspielkünstlershow" im großem Theatersaal, suchten die meisten Teilnehmer frühzeitig ihre Kabinen zum Schlafen auf. Den meisten steckte die lange Busanreise und die Besichtigungstour von Venedig sichtlich in den Knochen.

Frisch gestärkt an einem der sechs über das ganze Schiff verteilten, reichhaltigen Frühstücksbüfetts, genossen die meisten Passagiere die wärmenden Sonnen-strahlen im Liegestuhl an Deck, bis zur Einfahrt in den Hafen von Bari.

Pünktlich um 14:00 Uhr legte die Costa Atlantica wieder ab mit Ziel Katakalon in Griechenland.

Der kleine griechische Hafen Katakalon, liegt unweit der antiken Stätte Olympia. Hier wurden im Jahre 776 v. Chr. die ersten Olympischen Spiele abgehalten. Heute noch wird hier die Fackel mit dem Olympischen Feuer entzündet. Hier stand einst der Zeustempel mit seiner riesigen Statue, der als eines der sieben Weltwunder der Antike gilt. Im damals 45.000 Personen fassenden Stadion, versuchten sich einige Teilnehmer schon mal in der Disziplin des 100-Meter-Laufes. Für den Nachmittag, vor dem großen Gala-Abend und Kapitänsempfang, war dann wieder relaxen bzw. Erkunden des zwei Stockwerke umfassenden Fitnessbereiches angesagt.

Über 2.500 Hände hatte Kapitän Giuliano Bossi, am Abend dann zu schütteln. Geduldig lies er diese Prozedur über sich ergehen und strahlte mit den wohl gestylten Gästen beim gemeinsamen Erinnerungsfoto um die Wette. Auch die Küche hatte sich an diesem Abend selbst übertroffen. Ein Mitternachtsbüfett mit lauter leckeren Süßigkeiten manifestierte den festen Vorsatz am nächsten Tag wieder den Fitnessbereich aufzusuchen.

Als nächster Hafen stand Kusadasi auf den Plan. Die türkische Hafenstadt war Ausgangspunkt für die Ausflüge nach Ephesus. Die 1000 v.Chr. von den Ioniern an der ägäischen Küste in der Bucht von Caistro gegründete Metropole, gilt als eine der größten archäologischen Fundstätten. Selbst die mitreisenden Kinder lauschten aufmerksam den Erklärungen der türkischen Führerin. Das riesige Theater mit seiner exzellenten Akustik, das in der Epoche des römischen Kaisers Claudius begonnen und erst ein halbes Jahrhundert später vollendet wurde, die Marmorstraße, die Bibliothek des Konsuls Celsius Polemeanus aus dem 2. Jahrhundert, und der Hadriantempel schlug alle Ausflugsteilnehmer in seinen Bann.

Wieder zurück an Bord hieß es entweder Faulenzen unter warmer türkischer Sonne oder sich beteiligen an eine der zahlreichen Bordaktivitäten des bordeigenen Animationsteams. Nautische Höchstleistung war dann noch kurz vor Mitternacht vom Kapitän gefordert. Die Costa Atlantica passierte die Meerenge der Dardanellen.

Bereits frühmorgens um sieben waren die ersten Fotographen an Deck um das Einlaufen der Costa Atlantica in den Hafen der Riesenmetropole Istanbul auf Celluloid zu bannen oder Digital festzuhalten. Istanbul zählt zu den schönsten und faszinierendsten Städten der Welt. Ihre Rolle als Tor zwischen Asien und Europa verdankt sie nicht zuletzt ihrer einmaligen Lage an der Mündung des Goldenen Horns in den Bosporus. In ihrer langen Geschichte war Istanbul immer eine wichtige Metropole und abwechselnd Hauptstadt des Römischen, des Byzantinischen und des Osmanischen Reiches.

Istanbul war der Höhepunkt der Gruppenreise. Hier traf man sich mit Türkischen Wirtschaftsjunioren, welche auch den Ganztagesausflug perfekt vorbereitet hatten. Ein reichhaltiges und beeindruckendes Besichtigungsprogramm galt es zu absolvieren. Dabei standen der Besuch und Besichtigung des Topkapi Palastes, der Sultanahmet (Blaue) Moschee, das Hippodrom, die Unterirdischen Zisternen, und die Hagia Sophia Kirche auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein ausgiebiger Bummel durch den großen Basar von Istanbul.

Cengiz Korkmaz von den Türkischen Wirtschaftsjunioren, zeigte sich hocherfreut, als er von Donat Sammer einen, von der Selber Künstlerin, Barbara Flügel, entworfenen "Bayrischen Wolperdinger" von den Wirtschaftsjunioren Hof überreicht bekam. "Der Wolperdinger symbolisiere drei Kaufmannseigenschaften. Ein Kaufmann muss schlau sein wie ein Fuchs, er muss Ideen haben die ihn beflügeln und er muss manchmal auch gegen den Strom schwimmen um erfolgreich zu sein", so Donat Sammer bei der Übergabe. Die erlebte Gastfreundschaft der Türkischen Junioren war ein beredetes Zeichen für die weltumspannende Verbundenheit der Wirtschaftsjunioren untereinander.

Um 18:00 Uhr hieß es dann wieder Leinen los. Als nächstes wartete die Millionen-metropole Athen, mit ihrem Hafen Piräus. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen, präsentierte sich Athen, seit dem Jahre 1834 Hauptstadt von Griechenland, bei sommerlichen 26 Grad, den Besuchern von seiner angenehmen Seite.

Große Baustellen ließen erahnen, dass noch viel zu tun ist bis zum Jahre 2004. Trotz der vielen Zerstörungen, die die Stadt im Laufe der Jahrhunderte erlitten hatte, strahlten die Monumente auf dem Akropolis-Berg immer noch den Glanz des Zeitalters des Perikles aus, als die Stadt bereits geistiges, künstlerisches und politisches Zentrum des Landes war. Besonders beeindruckt war die Teilnehmer von dem majestätischen Komplex der Akropolis.

Ein stimmungsvoller Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch lies nochmals alle Fotografen für ein Erinnerungsfoto, beim Auslaufen aus dem Hafen von Piräus, an Deck eilen bevor es unwiderruflich wieder Richtung Venedig, dem Ausgangshafen ging.

Eine grandiose Abschiedsgalashow aller Künstler, ein Abschiedsdinner à la TV-Traumschiff, und ein letzter Seetag zum ausspannen und revue passieren lassen der zurückliegenden Tage, machte es schwer, nach mehr als 2.449 Seemeilen oder 4.535 Kilometer, sechs Häfen und drei Länder, wieder von Bord zu gehen und die Heimreise in das kalte Hof anzutreten.

Alle Teilnehmer waren sich jedoch einig das dies nicht die letzte Kreuzfahrt war. Bereits jetzt laufen die Planungen auf Hochtouren für eine weitere Erkundungstour mit dem Schiff nach Norwegen und Island im August 2004.

Für Interessenten: donatsammer@web.de.

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